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Die Blicke der Anderen

G

Grabwurm

Gast
Hallo!

So, nun werde ich auch mal etwas schreiben. Der Name des Threads klingt zwar verheißungsvoll, der Inhalt ist jedoch nicht außergewöhnlich.^^

Naja, ich bin mir eigentlich noch nicht ganz darüber im klaren, ob ich hier konkrete Fragen stellen ("Wie kann ich dies und das ändern?") oder einfach nur mal aufschreiben möchte, was mich gerade beschäftigt. Ich werde einfach mal anfangen und mich bemühen, das Beste aus diesem Textchen zu machen.^^

Ich habe ein Problem mit Augen. Nicht nur mit meinen Augen, sondern vor allem mit denen anderer bzw. fremder Menschen. Um genau zu sein, stören mich die Blicke: ich fühle mich beobachtet (das ist mir unangenehm) und kann den Blicken anderen Menschen nicht Stand halten.

In Bussen und Bahnen setze oder stelle ich mich deswegen meistens so hin, dass sich möglichst wenig zu mir gewandte Gesichter in meinem engeren Blickfeld befinden (Hinweis dazu: von Personen, die ich nicht sehen kann, fühle ich mich auch NICHT beobachtet). Wenn ich erstmal das Gefühl habe, beobachtet oder angesehen zu werden, bin ich äußerst angespannt und kann an nichts anderes mehr denken. Ich schaue vor allem in solchen Situationen nicht lange in die Gesichter anderer Menschen, weil ich Angst davor habe, sie könnten es bemerken und mit einem Blick "kontern", dem ich dann ausweichen muss. Das Alter der Menschen (respektive der "Beobachter") spielt dabei keine Rolle.

Bei der Ganzen Sache gibt es natürlich auch Ausnahmen und Abhängigkeiten. Je besser ich eine Person kenne, desto weniger macht es mir aus, sie direkt anzusehen und angesehen zu werden. Gleichzeitig habe ich jedoch auch in sehr spontanen Situationen (beispielsweise wenn ich auf der Straße angesprochen werde oder selbst jemanden anspreche) kein Problem damit, die anderen Menschen anzusehen.

Im Verlaufe meines Lebens ist mir natürlich nicht entgangen, dass ich aus irgendeinem Grund Angst davor habe, von anderen Menschen schlecht bewertet oder nicht angenommen zu werden (Ok, dieser "irgendeine Grund" liegt wahrscheinlich in meiner Vergangenheit, in der mich manche Mitschüler nicht akzeptiert haben). Damit wird mein Problemchen ja auch irgendwie zusammenhängen, nehme ich mal schwer an.
Ok, es fehlt also offenbar an Selbstvertrauen. Ich stelle mir natürlich nun die Frage, wie ich das ändern kann. Ja, es ist mir durchaus bewusst, dass diese Frage wahrscheinlich 1000000x pro Minute im Internet gestellt wird und ich auf Google nur "mehr selbsewusstsein" eintippen bräuchte, Google meinen kleinen Rechtschreibefehler korrigieren und mir anschließend zig Ergebnisse zu diesem Thema liefern würde. Trotzdem frage ich mich, warum ich so ein Problem damit zu haben scheine... Schließlich ist es NICHT so, dass ich glaube, nichts schaffen oder erreichen zu können. Ich halte mich sogar öfters für viel toller und - da Anglizismen angesagt sind - für viel cooler als ich in Wirklichkeit bin.^^
Vielleicht mache ich das nur, um mir nicht völlig wie ein "fünftes Rad am Wagen" vorzukommen? Dunno. Vielleicht liegt es ja an meinem Aussehen? Bin nun wirklich nicht die ultimative Geilheitsgranate, aber so schlimm ist es nun auch nicht, denke ich.
Nur um nochmal kurz darauf hinzuweisen, um was es mir gerade geht: Ich weiß nicht so recht, WO ich ansetzen soll, um Selbstvertrauen aufzubauen.

Ich hatte an irgendeinen Sport gedacht, an eine Kampfkunst vielleicht. Das hat mir eigentlich schon immer gefallen. Nur weiß ich halt nicht, ob es mir bei meinem Problem helfen würde.

Vielleicht hat in dieser Hinsicht ja schon jemand Erfahrung gesammelt? Beispielsweise jemand, der das gleiche oder ein ähnliches Problem wie ich hatte und es dann durch Sport XY oder Tätigkeit ABC lösen konnte? Möglicherweise hat irgendjemand auch einfach nur einen guten Rat für mich. Darüber freue ich mich natürlich genauso sehr.^^
 

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Werner

Urgestein
Bei der Ganzen Sache gibt es natürlich auch Ausnahmen und Abhängigkeiten. Je besser ich eine Person kenne, desto weniger macht es mir aus, sie direkt anzusehen und angesehen zu werden.

Ok, es fehlt also offenbar an Selbstvertrauen. Ich stelle mir natürlich nun die Frage, wie ich das ändern kann.

Nur um nochmal kurz darauf hinzuweisen, um was es mir gerade geht: Ich weiß nicht so recht, WO ich ansetzen soll, um Selbstvertrauen aufzubauen.
Hallo Grabwurm,
wenn ich dich recht verstehe hängen die beiden Themen für dich zusammen - Augenkontakt und Selbstvertrauen.

Beim Augenkontakt gibt es Ausnahmen, nämlich wenn du jemand besser kennst.

Wo sind die Ausnahmen beim Selbstvertrauen? Was hat da schon funktioniert, das du verstärkt machen könntest? Manchmal hilft da eine 1-10-Skala (1=minimal, 10=maximal) - wie hoch würdest du den Selbstvertrauen im Moment einschätzen und was ist dein Ziel (auf der Skala)? Wie bist du dahin gekommen, wo du schon stehst? ... so mal mit dir selbst arbeiten und ein bisschen mehr Vertrauen in deine eigenen Kompetenzen und Erfahrungen setzen - womit sich der Kreis vielleicht schließt :)

Gruß, Werner

P.S. Was du über den Augenkontakt schreibst ist typisch für eine Persönlichkeitsstruktur, die man "Handlungstyp" nennt - ungefähr jeder Dritte zählt dazu. Kannst ja mal auf www.handlungstyp.de schauen, ob das für dich passt - da stehen dann auch noch ein paar gute allgemeine Tipps.
 

Skynd

Namhaftes Mitglied
Ich hatte an irgendeinen Sport gedacht, an eine Kampfkunst vielleicht. Das hat mir eigentlich schon immer gefallen. Nur weiß ich halt nicht, ob es mir bei meinem Problem helfen würde.
soweit ich das beurteilen kann, bin ich 100% sicher, dass es dir helfen wird.

allein die Tatsache, dass es der Sport erfordert, dem Gegner in die Augen zu schauen, wird dich auflockern.
deine sonstigen negativen Assoziationen mit Blickkontakt sind nicht vorhanden.

evtl wäre es ratsam eine Kampfsportart bzw Schule zu suchen, die besonders viel Wert auf die Mentalität/Lehre der Kampfsportart eingeht.
also viel auf Selbstbewusstsein, Konfliktlösung und Umgang mit der eigenen Stärke eingeht.

so was ist vermutlich nicht mehr so einfach zu finden wie noch vor 10 Jahren, aber man kann sich ja mal erkundigen.

aber auch der Sport selbst wird dir sehr helfen.
neben der körperlichen Ertüchtigung, hat besonders Kampfsport noch mehr als andere Sportarten die Tendenz das Selbstbewusstsein zu steigern.
auch der zwischenmenschliche Umgang wird indirekt gefördert, da man i.d.R in einer Gruppe trainiert.

aber Vorsicht! - plötzliche gesellschaftliche Anerkennung in Kombination mit schnellen sportlichen Erfolgen können schnell zu Höhenflügen führen ;)
ne Überdosis Selbstbewusstsein hab ich bei Kampfsportlern schon oft erlebt und fördert in vielen Fällen nicht grade deren sympatische Ader.
keine Sorge - alles grade noch im grünen Bereich, aber sei gewappnet ^^

viel Erfolg!


Skynd
 
G

Grabwurm

Gast
Hallo Werner!

Werner meinte:
wenn ich dich recht verstehe hängen die beiden Themen für dich zusammen - Augenkontakt und Selbstvertrauen.
Ja, ich glaube, dass es einen Zusammenhang zwischen Augenkontakt und Selbstvertrauen gibt. Natürlich mag ich mich hier auch irren, aber ich wüsste nicht, womit der unangenehme Augenkontakt sonst in Verbindung stehen sollte. Hinweis dazu: Nein, ich fürchte mich nicht vor dem Bösen Blick und nein, ich fürchte auch nicht, dass andere Personen durch Blickkontakt meine Gedanken lesen könnten (oder ähnliches).^^

Werner meinte:
Wo sind die Ausnahmen beim Selbstvertrauen? Was hat da schon funktioniert, das du verstärkt machen könntest? Manchmal hilft da eine 1-10-Skala (1=minimal, 10=maximal) - wie hoch würdest du den Selbstvertrauen im Moment einschätzen und was ist dein Ziel (auf der Skala)? Wie bist du dahin gekommen, wo du schon stehst? ... so mal mit dir selbst arbeiten und ein bisschen mehr Vertrauen in deine eigenen Kompetenzen und Erfahrungen setzen - womit sich der Kreis vielleicht schließt :)
Vermutlich hast du diese Fragen mehr rhetorisch gestellt, damit ich mich persönlich damit beschäftigen kann. Das werde ich tun.^^

UND ich werde an dieser Stelle mal kurz "laut nachdenken", damit mein Tun und Lassen auch irgendwie nachvollziehbar bleibt: denn mein Selbstvertrauen fehlt größtenteils im sozialen Bereich, also im Umgang mit Menschen. Sich mehr unter Leute begeben könnte deswegen natürlich ein guter Schritt sein, aber ich denke, ich bin wirklich nicht der Typ für größere Gesellschaften. Oder ich sollte es anders formulieren: ich wäre gerne der Typ dafür, aber ich fühle mich damit überfordert, wahrscheinlich gerade wegen meiner Unsicherheit. Möglicherweise habe ich aber auch einfach nicht die körperliche Veranlagung dafür.

Wahrscheinlich gibt es ja auch eine Korrelation zwischen Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung. Denn bei solchen Bewertungsskalen, wie du sie genannt hast, habe ich immer große Probleme, Entscheidungen zu treffen.^^ Ich mache mir dabei dann immer viele Gedanken darüber, welche Vergelichswerte ich bei meiner Einschätzung heranziehen soll (reale Personen oder [unrealistische?] Idealwerte?) usw. usf.. Meistens wähle ich dann keine Extremwerte, sondern recht schwamminge Mittelwerte.

Werner meinte:
P.S. Was du über den Augenkontakt schreibst ist typisch für eine Persönlichkeitsstruktur, die man "Handlungstyp" nennt - ungefähr jeder Dritte zählt dazu. Kannst ja mal auf www.handlungstyp.de schauen, ob das für dich passt - da stehen dann auch noch ein paar gute allgemeine Tipps.
Habe mir die Seite bzw. den Text darauf mal angesehen und auch ein paar Übereinstimmungen gefunden. ABER dann habe ich mich mal aus Interesse zu den Sachtypen durchgeklickt. Was dort steht, trifft eigentlich vollständig auf mich zu, sowohl was die Erkennungsmerkmale als auch den Umgang betrifft.^^
Demnach müsste ich ja mehr zu den Sachtypen gehören (?).

Hallo Skynd!

Skynd meinte:
evtl wäre es ratsam eine Kampfsportart bzw Schule zu suchen, die besonders viel Wert auf die Mentalität/Lehre der Kampfsportart eingeht.
also viel auf Selbstbewusstsein, Konfliktlösung und Umgang mit der eigenen Stärke eingeht.

so was ist vermutlich nicht mehr so einfach zu finden wie noch vor 10 Jahren, aber man kann sich ja mal erkundigen.
Ja, die Punkte, die du hier genannt hast, wären mir dabei wichtig.
Das Erreichen eines möglichst hohen Dan oder dergleichen hätte für mich persönlich praktisch keine Bedeutung.

Ich werde mich mal in dieser Richtung umsehen - und mich bemühen, zu keinem "Höhenflieger" zu werden.^^ Vor allem - das muss ich dazu sagen - bei bestimmten Dingen für gewisse Zeit ein bisschen größenwahnsinnig werden kann.^^' Das bemerke ich dann meistens aber auch selbst.
 

Werner

Urgestein
Hallo Grabwurm,
schön, dass es dir "ernst" ist und du bereit bist, ein Stück an dir zu arbeiten!

Vermutlich hast du diese Fragen mehr rhetorisch gestellt, damit ich mich persönlich damit beschäftigen kann. Das werde ich tun.^^
Korrekt verstanden :)

(...) aber ich denke, ich bin wirklich nicht der Typ für größere Gesellschaften. Oder ich sollte es anders formulieren: ich wäre gerne der Typ dafür, aber ich fühle mich damit überfordert, wahrscheinlich gerade wegen meiner Unsicherheit.
Wenn das ein Ziel von dir ist, kannst du ja "trainineren" - und am Besten mit Gesellschaften anfangen, wo du das unauffällig tun kannst (dir fallen bestimmt Locations in deiner Nähe ein). Diese Kompetenzen sind ja wie Muskeln - auch wenn man angeboren oder durch die bisherige Biografie eher wenig davon hat, kann man sie aufbauen durch Beanspruchung.

Sachtypen durchgeklickt. Was dort steht, trifft eigentlich vollständig auf mich zu, sowohl was die Erkennungsmerkmale als auch den Umgang betrifft.^^
Demnach müsste ich ja mehr zu den Sachtypen gehören (?).
Diese Typen sind sogenannte Gewichtungstypen - also das, wovon man am Meisten zeigt, wird als Typus angenommen. Insofern dürfte der Sachtyp eher zu dir passen. Haben dir denn die Tipps dort auch gepasst? Hast du die Seite Psychographie: Sachtypen gesehen - da steht nochmal etwas mehr Input. Ich kenne viele Sachtypen, die eine Menge davon profitieren, sich als solche zu verstehen :)

Gruß, Werner
 
G

Grabwurm

Gast
Hallo Werner!

Werner meinte:
Diese Typen sind sogenannte Gewichtungstypen - also das, wovon man am Meisten zeigt, wird als Typus angenommen. Insofern dürfte der Sachtyp eher zu dir passen. Haben dir denn die Tipps dort auch gepasst? Hast du die Seite Psychographie: Sachtypen gesehen - da steht nochmal etwas mehr Input. Ich kenne viele Sachtypen, die eine Menge davon profitieren, sich als solche zu verstehen :)
Nein, diese Seite hatte ich mir bis gerade noch nicht angesehen. Die Tipps sind wirklich sehr hilfreich, danke.^^ Vor allem decken sich die meisten meiner Erfahrungen mit dem dort Geschriebenen.

Ich werde nun versuchen, mal verstärkt auf diese Dinge zu achten. Sport wäre da ja schon ein guter Anfang. Denn abgesehen von öfters recht ausgedehnten Spatziergängen, welche man aber auch nicht unbedingt als "richtigen" Sport bezeichnen kann, betreibe ich keinen (mehr).

[Edit]
Tur mir leid, ich wollte mir die Vorschau ansehen, habe allerdings stattdessen versehentlich gepostet.^^'
Hm... hoffentlich habe ich jetzt nichts vergessen.
 
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