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Der Psychostress auf der Arbeit verfolgt mich bis nachhause und ins Wochenende

S

Stephan:)

Gast
Guten Abend.

Ich arbeite seit ein paar Monaten übergangsweise in einem großen Unternehmen, Bereich Produktion und werde dort voraussichtlich noch bis zum kommenden Wintersemester hier arbeiten. Also noch bis Oktober 2016. Dort sind sehr viele, ich drücke es mal vorsichtig aus, niedere Existenzen, die keinen anderen Job gefunden haben aufgrund fehlender Schul- / Ausbildung, Leute, die seit 20 Jahren hier leben und kaum ein Wort deutsch sprechen etc., und dementsprechend sieht es leider auch mit dem dort vorherrschenden Niveau aus.

Ich gebe mich eigentlich mit niemandem großartig ab, da ich einfach mein Zeug arbeiten und dann nachhause gehen will. Trotzdem werden tagtäglich so dermaßen viele Intrigen und Lügengeflechte gesponnen, sodass ständig Stress und Ärger angesagt ist und das Schlimmste ist, dass ich da neuerdings mit reingezogen werde, obwohl oder vielleicht gerade weil ich mit kaum jemandem was zu tun habe.

Da kommen wildfremde Kollegen auf mich zu, die ich wirklich nur halbherzig vom Sehen kenne und werfen mir vor, sie hätten von Kollege x gehört, ich hätte dies und jenes über sie behauptet und ähnlicher Mist. Ich muss mich dann immer lang und breit rechtfertigen, dass ich mich so niemals geäußert habe, ich nicht weiß, woher diese Gerüchte kommen und es mir auch ziemlich egal ist.

Erst heute kam eine Kollegin auf mich zu, mit der ich in den ganzen Monaten kaum mehr als 10 Sätze gewechselt habe und warf mir vor, sie hätte mitbekommen, ich hätte mich beim Chef über sie beschwert. Ich versuchte auch ihr erstmal ausführlich klar zu machen, dass ich keinen Grund habe, mich über sie zu beschweren und dass ich auf sie persönlich zukommen würde, wenn ich ein Problem mit ihr hätte.

Mich macht das alles so fertig. Ständig muss ich wegen irgendwelchem Nonsens meine Unschuld beteuern, dabei will ich einfach nur in Ruhe arbeiten. Dieser Stress macht mich psychisch so fertig, dass ich nachts unruhig schlafe, Alpträume habe, dauernd aufwache und auch meine Wochenenden nicht mehr genießen kann.

Für euch mag sich das vielleicht lächerlich oder übertrieben anhören, aber ich leide darunter, ständig irgendwas vorgeworfen zu bekommen und für die anderen dann als "schuldig" dazustehen.
Ich merke auch oft, wie mir so manch böser Blick folgt und ich weiß nicht, warum. Hinterher bekomme ich dann wieder mit, ich soll dies und jenes über irgendwelche Leute behauptet haben und so langsam weiß ich nicht mehr, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Ich bin einfach fertig mit den Nerven, denn ich tue dort keinem was und äußere mich schon gar nicht bei dem einen Kollegen über den anderen.

Am liebsten würde ich mich krankschreiben lassen um von diesem ganzen Mist mal eine Weile weg zu kommen und nicht täglich hören zu müssen "du hast dies und das über mich behauptet" und ähnliches. Was meint ihr dazu?
 

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Gastin1

Gast
Jallo,

verstehe Dich sehr gut. Kenne solche Jobs mit solche Zuständen aus der Vergangenheit.

Ich glaube nicht das Du mit rechtfertigen und gutem zureden bei solch " simplen" Charakteren weiterkommst.
Eher giesst Du noch Öl ins Feuer da auf ihr Theater eingegangen wird und jemand ihnen zuhört :)

Ich würd ihnen klar machen das sie mich mit ihrem Quatsch und Geläster in Ruhe lassen sollen.
Klare Ansage von Dir. Ein Beispiel was Du sagen könntest:
" Nimms nicht persönlich aber Du nervst mich mit Deinem Quatsch. Ich bin hier zum arbeiten und Eure/Deine Probleme sind mir egal.
Wenn ich dem Chef was zu sagen habe mache ich das, egal obs Dir passt oder nicht. Du kannst aber beruhigt sein, ich hab wichtigers zu tun als mit dem Chef über Dich zu reden. Den Chef intertessiert das auch null. Und jetzt zieh leine wenn Du gut beim Chef dastehen willst und belästige nicht seine Angestellten."

Das machst Du mit jedem der Dich in sein Dunstkreis ziehen will.
Verschaff Dir respekt und mach deutlich das sie Dich in ihre Spielchen nicht integrieren können.

Viel Erfolg !
 
G

Gast

Gast
Stephan, manchmal trägt man ein Stück weit auch selbst dazu bei, dass eine Situation schwierig und nervig ist, denn auch du arbeitest dort wie deine Kollegen nur deshalb, um schlicht Geld zu verdienen.

Wahrscheinlich ist die Arbeit recht monoton und auch langweilig, weshalb es zu solchen Exzessen kommt, vermute ich mal.
Ich finde es sehr schade, dass es dich so sehr belastet und runter zieht, denn das ist es im Grunde ja nicht wert. Aber das weißt du ja auch. Mein Sohn arbeitet in den Semesterferien auch in der Produktion und kennt dort 1-2 Leute, mit denen er sich recht gut versteht. Ansonsten will er den Arbeitstag auch nur überstehen und denkt an seinen Verdienst.

Vielleicht gibt es in dieser Firma Kollegen oder eine Person, mit der du dich etwas verbünden und austauschen kannst, um über den Tag die Stimmung allgemein aufzulockern und anzuheben. Das könnte es dir leichter machen, zum einen wegen der Arbeit selbst, zum andern aber auch, um sich nicht so sehr auf das Gerede zu fixieren, das es ohnehin - mehr oder weniger heftig - auf vielen Arbeitsplätzen gibt. Wie du selbst schon vermutest, würde ich mich nicht so sehr isolieren und nur auf's Arbeiten versteifen. Das könnte mit ein Grund sein, weshalb du diese "Aufmerksamkeit" bekommst.

Wenn es dann nicht besser wird, würde ich bestimmten Leuten ganz klar sagen, dass dich das ganze Gerede definitiv nicht interessiert und mir verbitten, noch weiterhin belästigt zu werden. Und mir überlegen, einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.
Viel Glück!
 
G

Gast

Gast
Hatte im Studium auch so einen Job, sehr raues Klima und viele, sry anders kann mans nicht sagen, Vollpfosten. Siehs positiv, falls du später mal im Büro hockst oder sonst was machst und Frust schiebst wirst du vlt. wie ich noch oft daran zurückdenken und schon kommt dir dein Job dann nur noch halb so schlimm vor :) Das hältst du schon aus, und du musst das auch nicht dein ganzes Berufsleben machen. Andere dort schon.
 

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