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Der Kampf in mir drin und mit mir selbst

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ajnos

Gast
Ich weiß gar nicht wie ich es erklären soll und ob ihr mich für verrückt erklärt aber ich kann nicht mehr.
Es gibt n mir drin immer wieder " Leute " ( keineAhnung ) ie mir sagen : " du gehörst nicht hier her ! " " Mach , dass du wegkommst ! Bring ich um ! Du hast keinen Lebensberechtigung !
Ich will das nicht hören aber " sie " gewinnen immer mehr die Oberhand .
Ich kämpfe gegen das, was sie in mir sagen... aber es ist wie Chaos in mir drin. Ich verliere die Kontrolle über das " in mir drin und habe Angst.....große Angst.....bin ich verrückt ?????
Ich habe Angst vor " Ihnen ". Wer sind " die " ??? Können " die " mich bestimmen ???
Bitte helft mir, irgendwie....
LG verwirrte Sonnenblume
 

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A

ajnos

Gast
Hallo Rafael,
nein , sind keine Stimmen ( so wirklche ! ) Es ist wie " Leute " in mir drin...keine Ahnung , wie ich es beschreiben soll.
Aber es ist chaotisch... Gehe ja bald in eine Klinik aber es verschiebt sich um paar Wochen Ich bin so durcheinander....
 
A

ajnos

Gast
Guten Morgen ,
ich hatte einige Tage an denn es mir sehr schlecht ging. Nun habe ich mich wieder sortiert und weiß so ungefähr was der Auslöser war.
Ich versuche mal zu erzählen :
Ich kämpfe mit Erinnerungen . Einerseits flammen sie massiv ständig auf, andererseits werden sie weggeschoben , weil es nicht sein darf . Ich darf meinen Vater nicht " anklagen ". Mama glaubt mir ja auch nicht !
Ich muss mal Pause machen . Darf ich denn erzählen...es ist doch verboten.....
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Du kannst Dich davon befreien, indem Du sie einfach herausläßt. Schreib sie nieder. Egal in welcher Form, ob Du ein Tagebuch führst nur für "die anderen", in das Du sonst nichts über Dein restliches Leben schreibst, oder ob Du sie in einen Roman bettest. Gib ihnen Namen, gib ihnen Gestalt, gib ihnen (erfundene) Vergangenheiten, laß sie zuerst mal agieren, aber dann bemühe Dich, sie zu kontrollieren und Dich ihrer zu bedienen. Sie sind ein Teil von Dir und nicht umgekehrt, Du mußt in jeder Lebenslage der Boss sein. Wenn Du professionelle Hilfe suchst, kannst Du Deine Aufzeichnungen mitnehmen und sie dem Psychologen zu lesen geben, das erleichtert dem die Arbeit.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Schreibtherapie, ganz einfach. Sobald man Probleme in Worte fassen kann, werden sie greifbar und können aufgearbeitet werden. Ob Du in ich-Form oder dritter Form, als würde es jemand anderen passieren, schreibst, ist unerheblich. Form, Stil, Grammatik - alles egal. In der Schule lernt man Gliederungen zu schreiben, bevor man einen Aufsatz angeht, das hilft auch, das Chaos im eigenen Hirn in vernünftige Bahnen zu lenken. Und stell Dir nie, niemals! die Frage "darf ich das überhaupt?" Auf dem Papier darfst Du ALLES!!! Wenn Dich jemand mal verletzt hat, kannst Du ihm auf dem Papier Freddy Krüger oder Haarmann mit dem Hackebeilchen vorbeischicken oder Dich sonstwie "revanchieren". - Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Kindheits-Traumas mit mobbenden Mitschülern oder fiesen Eltern in den Romanen bekannter Schriftsteller aufgearbeitet wurden...
 
S

seele28

Gast
Wenn du nicht reden kannst, dann schreib alles in eine Art Tagebuch. Nur für dich. Schreib all deine Gefühle nieder, alles was dich belastet, oder auch worüber du nicht reden darfst. Es muss ja niemand sehen, es ist nur für dich. Das alleine schon kann sehr befreiend sein. Wenn du das noch nicht kanst, dann male deine Gefühle mit Farben. Oder male andere Dinge die dich beschäftigen.

Finde einen Weg, wie du deine Gefühle, Gedanken und Erinnerungen raus lassen kannst, ob in schriftlicher Form oder in künstlerischer Form. Es muss nicht perfekt werden, wichtig ist, einfach den ganzen scheiß raus zu lassen. Ich kenne das selbst, das ewige schweigen, aber das tut einem nicht gut. Es zerstört einen immer mehr. Noch eine Idee wäre, Videotagebuch zu führen. Falls du dich das traust, wäre das eine Möglichkeit zu reden, aber nur für dich. Auch diese videos muss niemand sehen.

Gegen Flashbacks gibt es hilfreiche Imaginationsübungen. Wie die Tresorübung oder die Nebelwandübung. Wenn du mehr darüber wissen magst, kann ich hier die übungen aufschreiben. Gerade hab ich aber nicht viel Zeit und muss ins Bett. Hoffe dir geht es etwas besser.

Lg Seele28
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Hallo Sonnenblume,

kommt mir bekannt vor. Es ist als ob es einen unsichtbaren, innerlichen Diktator gäbe. Fühlte sich bei mir an, als wäre ich wie ferngesteuert.
Das was einst gegeiselt hat, versucht nun nicht ans "Tageslicht" zu kommen. Die Wahrheit. Die kann so schrecklich sein, dass man es selber nicht glauben kann. Heute noch.

Wenn man als Kind etwas verspricht damit genau diese Wahrheit nicht ans Licht kommt, spaltet das unfertige Kind diesen Teil von sich ab, da es das nicht verarbeiten kann, geschweige verstehen.

Wird einem Kind gesagt wird: "Ich schlage Dich nicht weil ich böse oder Du böse bist, sondern weil ich es gut mit dir meine"
Diesen doppelten Widerspruch kann ein Kind, mit seiner kindlichen/unfertigen Moral und Verständnis (noch) nicht verstehen oder nur ansatzweise nachvollziehen.
Wenn dann noch das worum es geht, so groß ist, dass es das ebenfalls nicht versteht was da passierte, wird es für das unfertige Kind irrational. Wenn dem Kind nicht geglaubt wird, wird dieser Unglaube für das Kind zum Beweis für die manipulierte/fremde Wahrheit.

Der springend Punkt ist der, dass von außen aktiv/bewußt manipuliert wurde, um etwas zu verschleiern. Wenn das von jemandem getan wurde der Dein Urvertrauen hatte, dann wird der schlechte/unverständliche Teil von der Psyche auomatisch abgespaltet. Übrig bleibt der Gute, versorgende Teil, der auch emotional versorgt. Denn das kann das Kind greifen.

---

Das alles kann man nicht einfach nur aus sich heraus schreiben, dass braucht fachmännische Hilfe. Soll nicht heisen das bspw. Tagebücher, Tresorübungen etc. nicht helfen. Sie unterstützen. Ja. Doch gerade das was geschrieben steht, hat möglicherweise eine hohe Relevanz für den Helfenden, um Dir zu helfen (Dich) zu verstehen, @Sonnenblume.

Das kann bei dir ganz anders sein wie bei mir. Primäre wichtig ist, dass Du der aktive Teil bleibst = im jetzt und hier bleiben.

Was es auch war, es ist jetzt zu groß. Dieser Dämon zieht Dich immer wieder nach unten. Folglich braucht es eine gewisse Stabilität im Alltag. Erst dann macht es Sinn Stück für Stück in die Tiefe zu gehen. Momentan fehlt Dir ein gewisses Maß an mehr Abwehrkraft. Spannungsspitzen pendeln sich nur schlecht wieder ein.

_____

Heißt, es braucht erstmal Basisarbeit um stabiler zu werden. Möglichst alle vorhandenen Resourcen aufbauen und sich ihrer bewußt werden/machen.

Mit dem was Seele28 vorgeschlagen hat (Imaginationsübungen, Tresorübung), kann man seine mentalen Resourcen schonen und schonend aufbauen. Das stärkt automatisch für den Alltag.

Raten würde ich zu einer Therapie. Die scheint mir mehr als sinnvoll und nötig. Erste Schritte dazu, habe ich hier aufgeschrieben.


Viel Kraft für alles...
LG
abendtau
 
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