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Mr. Pinguin
Gast
Sind ja beste Voraussetzungen, dass der Arzt selber ausbrennt und depressiv wird. Aber das Investment an Studienkredit und Ausbildungszeit und der soziale und gesellschaftliche Totalabsturz wenn er nicht mehr kann, lässt ihn da wohl besonders eisern durchhalten.Also weder der Metzger noch der Arzt können etwas dafür, wenn die Bauern die Tiere im im Dreck stehen lassen, daher verstehe ich das blau markierte nicht. Aber ich habe eh das gefühl, dass wir aneinander vorbeireden.
Mir ging es eher um die Hochstilisierung der Ärzte. Ärzte sind in erster Regel Menschen. Menschen mit Privatleben, Sorgen, Hoffnungen und Feierabend von einem extrem fordernden Job. Aber nur von den Ärzten erwartet man, dass sie gefälligst ihren Job so extrem lieben sollen, dass sie am liebsten jeden ihrer "Kunden" kennen lernt und das Geld am besten überhaupt keine Rolle spielen sollte (der Studienkredit für die längste Ausbildung aller Berufe bezahlt sich schließlich von selbst). Dazu sollen sie keine schlechten Tage haben, nie Streit mit Kollegen haben, keine Überlastung und auch sonst keine typischen Arbeitnehmerprobleme die in quasi allen anderen Jobs täglich anzutreffen sind.
Natürlich muss der Arzt dazu fähig sein emotionalen Abstand wahren zu können. Trotzdem sollte es vorrangig um den hilfesuchenden Patienten gehen, dass man diesem hilft wieder ein besseres Lebesgefühl zu bekommen.
Ich rede (auch) vom System, welches mir wie ein schlecht programmiertes Computerprogramm mit vielen Fehlern vorkommt, welche man mit viel Aufwand zu kompensieren versucht, aber was nie so richig funktioniert, weil man das Programm selber nicht in Frage stellt.