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Depressionen und starke schmerzen durch Gewicht

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Gast

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Hallo Ihr Lieben,
vielleicht geht es jemandem ähnlich wie mir, ich habe mitleiweile allen Mut verloren zum Arzt zu gehen weil ich ständig belächelt wurde...
Ich bin weiblich 24, 1,83 groß und wiege 122 kg. Nach meiner Hochzeit bin ich innerhalb eines Jahres von 90 kg was ok war auf über 120 kilo hochgegangen. Und ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich weiß , sport, gesunde ernährung, ich kenne das alles. Ich kenne mich damit sogar mitlerweile sehr gut aus. Ich schaffe es jedoch nicht mich so zu ernähren. Auf grund von depressionen und schlimmen ängsten schaffe ich es manchmal kaum aus dem Bett, ich habe jeglichen antrieb verloren....Wenn ich in den spiegel sehe weine ich, weil ich den anblick nicht ertrage. Dazu kommen tägliche starke schmerzen zu denen mir kein Arzt aufschluss gibt. So wache ich fast jede nacht mit starken schmerzen in der herzgegend auf, die erst nach längerem sitzen weggehen. Tägliche kopfschmerzen die trotz tabletten nicht verschwinden. Und noch mehr, insgesamt bin ich am ende und kann nicht mehr weiter .... geht es jemandem wie mir und hast du es irgendwie geschafft etwas zu ändern?
 

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PsychoSeele

Urgestein
Huhu,

bist du wegen den Ängsten und Depressionen in Behandlung? Wenn nein, würde ich dir dringend dazu raten.
Schmerzen können, sofern es keine körperliche Ursachen hat, psychisch bedingt sein. Kopfschmerzen können auch von dem zu häufigen Gebrauch von Schmerzmitteln entstehen (Analgetikakopfschmerz). Dagegen hilft die Schmerzmittel aus dem Leib zu lassen und zu "entgiften". Schmerzmittel sollten möglichst nur dann angewendet werden wenn viel trinken, mäßige Bewegung, frische Luft, Entspannungsübungen nicht helfen oder bei starken Kopfschmerzen/Migräne. Oft handelt es sich bei den meisten Menschen um Spannungskopfschmerzen durch verspannte Muskulatur. Schwimmen, Massagen und die zuvor beschrieben Maßnahmen könnten Abhilfe schaffen.
Schmerzmittel immer nur mit Bedacht anwenden oder wenn es nicht anders geht, der Körper gewöhnt sich daran und man muss immer öfter zur Pille greifen was dann diesen Analgetikakopfschmerz auslöst. Das ist ein Teufelskreis ohne Ende.

Der Schlüsselpunkt liegt erst mal daran etwas gegen die Depression zu tun. Dann bekommst du wieder mehr Antrieb und kannst estwas gegen dein Gewicht dauerhaft tun.


Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
Zuletzt bearbeitet:

Metallworker

Aktives Mitglied
Punkto Depressionen solltest du eigentlich genauso in professionellen Händen sein, wie mit deinen körperlichen Schmerzen. Diese gehen ja oftmals einher.

Schwarze Seele hat es treffend formuliert - die chronischen Kopfschmerzen können auch von täglichen Schmerzmittelgebrauch herrühren. Ich erinnere mich an den Fall einer Dame mittleren Alters, die es geschafft hat ... sage und schreibe 12 Jahre lang täglich 4-6 Ibuprofen zu schlucken, wegen unerträglichen Kopfschmerzen. Bin heute noch froh für sie, dass ihre Nieren keine Schäden erlitten haben. Fakt war, dass die Ibuprofen die anfänglichen Kopfschmerzen zu chronischen Kopfschmerzen mutieren ließen. Statt mal darüber nachzudenken, was in ihrem Körper falsch läuft, hat sie einfach jeden Tag Tabletten geschluckt und nie einen Arzt deswegen konsultiert.

Irgendwann hat sie ein Familienmitglied in die Schmerzambulanz geschleift und dort wurde sie durch eine kontrollierte Medikamentenentgiftung geführt. Keine tolle Angelegenheit!

Hast du wegen deinem Gemütszustand so zugenommen oder gab es andere Gründe? Ich meine damit, Veränderung der Essensgewohnheiten z.B.

Oder anders gefragt, wann und warum tauchten nach deiner Hochzeit all diese Veränderungen bei dir auf?
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Es tut mir leid, daß Du so leidest.

Wenn Du noch nicht in Behandlung bist bei einem Profi wegen der Depresionen, dann mach Dich bitte auf den Weg.

Aber auch den Hausarzt solltest wechseln. Ein Arzt, der Dich belächelt, ist der falsche Arzt! Es gibt sehr gute engagierte Ärzte. Sei es Dir wert, einen solchen Arzt für Dich zu finden.

Wegen Deiner Antriebslosigkeit hast Du wenig Bewegung, kommst kaum raus und das schlägt immer weiter auf das Gemüt. Außerdem verursacht dieser Bewegungsmangel immer weiter Schmerzen. Versuch täglich in die Natur zu gehen.

Laß vor allem die Herzschmerzen untersuchen. Warst Du bei einem Kardiologen? Die Gewichtszunahme kann auch mit einer Herzschwäche zusammenhängen.

Laß Dich bitte nicht abwimmeln. Laß Dich komplett körperlich und psychsich durchchecken bis die Ursachen gefunden sind. Wechsel so lange die Ärzte bis Du Dich rundum gut aufgehoben fühlst in den jeweiligen Praxen.

Ich wünsche Dir gute Besserung und daß Du bald an kompetente, hilfreiche Ärzte gelangst.
 

Kaim Argonar

Mitglied
Am besten du holst dir einen Hund aus dem Tierheim, wenn du die Arzt besuche hinter dir hast, so ein treuer gefährte muss ja auch mal raus und will sein fressen oder spielen, ausserdem ist er immer für einem da wenn es einem mal wieder schlecht geht. Du soltest aber auch deinen Mann mehr mit einbeziehen, es gibt doch den tollen spruch "...wie in guten und in schlechten Zeiten." , nimm das einfach mal wörtlich und erzähl ihm von deinen problemen. Wenn du an dem punkt kommst wo du abnehemn willst dann schreib dir deine fortschritte auf und führ sie dir immer wieder vor augen, das wird dich ungemein motivieren am Ball zu bleiben, bis du dein Ziel erreicht hast.
 
G

Gast

Gast
Ihr lieben,
Erstmal danke für die Kompetenten und lieben antworten. Ich habe dieses forum heute erst entdeckt, und es tut gut zu wissen das es liebe Menschen gibt die meine Probleme interessieren. Wegen den Depressionen war ich in Behandlung, ich habe sehr große Probleme wegen meinem aussehen, hatte ich schon als ich schlanker war und wurde mein ganzes Leben gemobbt. Ich kann mich einfach nicht davon überzeugen das mich jemand mögen könnte, trotz einer tollen und liebevollen ehe. Dazu kommen enorme verlustängste, da mein Bruder sich letztes Jahr mit 18 Jahren das Leben genommen hat und meine Mutter,. Meine Großeltern und mein Mann sehr krank sind. Beim Arzt habe ich nur lorazepam bekommen, und beim Psychologen war es nicht auszuhalten... Zugenommen habe ich nach der Hochzeit aus Stress, ich hatte bis heute Mehrere sehr schlimme Jobs im Einzelhandel, hab fast immer nur nachts gegessen und nur fertiges, weil ich einfach keine Zeit für was anderes hatte.... Und ich komme da nicht mehr raus egal was ich mache. Ich Verträge stress leider überhaupt gar nicht, und essen ist im Prinzip eines der wenigen Dinge an denen ich Freude habe so blöd sich das auch anhören mag.... Tut mir leid wegen der langen story, ich bin froh das jemanden erzählen zu können, mein Mann hat selber starke psychische Probleme, ich kann ihn damit nicht auch noch belasten....
 
G

Gast

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Das mit dem Hund ist zwar eine echt süße idee, ich würde es aber eher als Belastung empfinden, obwohl ich Hunde gerne mag. Aber danke für deinen lieben Vorschlag!
 

Kaim Argonar

Mitglied
NEIN! NEIN und nochmals NEIN! Ein Hund ist kein Therapiewerkzeug, sondern ein Lebewesen! Man übernimmt Verantwortung und das für sein ganzes Hundeleben lang. Er will nicht nur fressen und spielen und geknuddelt werden, er kostet auch unheimlich Geld, wenn man die Steuer mit einrechnet, das Futter und die Tierarztbesuche (falls er mal krank werden sollte, was man nie ausschließen kann)! Er will erzogen werden, sonst hat man einen elenden Kläffer an der Backe, der einen an der Nase herumführt. Ist der TE damit geholfen? Ich glaube nicht, dass sie in ihrem Zustand in der Lage ist, vollumfänglich Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen.
Ich find es schön das dir das wohl eines Tieres so wichtig ist, aber mal im ernst glaubst du die TE ist ein kleines Kind das nicht weiß welche Verantwortung man mit einem Tier eingeht? Mein gedanke dahinter ist ja genau der das man Verantwortung für jemand anderen übernimmt, wenn man schon keine motivation mehr findet für sich etwas zu tun. Ich sag ja auch nicht: Such dir keine Freunde, du bist dazu nicht in der verfassung. Letzen endes war es auch nur ein gut gemeinter vorschlag um ihre Situation zu verbessern.
 
G

Gast

Gast
Warum geht es dir so richtig schlecht, seit du geheiratet hast?
Eigentlich sollte es einem dann doch BESSER gehen.
Etwas Wesentliches stimmt nicht in deinem Leben, etwas bekommt keine Luft.
Das Essen soll dich narkotisieren, damit du eine unangenehme Wahrheit nicht spürst.
 

Metallworker

Aktives Mitglied
Liebe/r TE,

du scheinst eine ziemliche Baustelle in deinem Leben mitzuschleppen. Kein Wunder, wenn es dir irgendwann nicht mehr gut geht. Kranke Familie, Todesfälle, schlimme Jobs. Das ist alles kein Zuckerschlecken.

Hast du schon mal versucht an deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten? Also wirklich deine Probleme von Grund auf anzugehen? Verzeih, meine Fragen klingen für dich vielleicht völlig naiv.
 

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