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Depressionen, Psychotherapie

Fina

Mitglied
Guten Tag liebe Mitglieder,

wie ich hier geschrieben habe, leide ich unter Depressionen.

Ich war auch in der Klinik, bin jetzt entlassen und arbeite wieder seid einem Monat.

Ich mache auch eine Psychotherapie.. nur der Rhytmus der Termine ist nach meinem Empfinden zu wenig.

Ich habe alle 2,3 Wochen eine Stunde einen Termin.

Zwischenzeitlich ging es mir sehr schlecht und ich habe zu Alkohol und zu schlechten Verhaltensweisen gegriffen. (Fingernägel kauen).

Ich bin dann angespannt und kann mich schlecht entspannen.

Findet ihr das nicht zu wenig. In meiner Vorstellung bräuchte ich einmal die Woche einen Termin, da ich schlecht entspannen kann. Ich bräuchte eine engere Betreuung...

Andererseits kann ich wieder verstehen, das ich nur alle zwei Wochen habe, weil man Zeit braucht um neue Verhaltensweisen einzuüben, oder über das Gesagte nachzudenken.

Oder ist die Frage, wie kann ich lernen, mich zu entspannen?

Ich rede auch viel mit Freunden über meine Probleme..

Oder soll ich andere Hilfsangebote in Anspruch nehmen?
 

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_Alpha_

Aktives Mitglied
Hallo,

Welche Art Therapie machst du denn? Ich vermute jetzt einfach mal Verhaltenstherapie aufgrund der Depression. Wurde der Rhythmus denn freiwillig von dir/Therapeut so gelegt oder gehts da eher um Zeitmangel? Hast du das schon angesprochen? Ist ja u.U. auch eine Bewilligungssache
 

Lebens-Erfahrene

Aktives Mitglied
Hallo Fina,
Oder ist die Frage, wie kann ich lernen, mich zu entspannen?
Du könntest es mal mit körperlicher Entspannung, z.b. progressive Entspannung nach Jacobsen, versuchen, da sich das im Endeffekt auch auf den seelischen und geistigen Zustand positiv anfängt. Hab Dir mal ein Video rausgesucht:


Es ist einfach... die Konzentration wird auf den Körper fokussiert und die Muskeln bewusst entspannt. Mir hat es am Anfang immer geholfen, die Muskeln vorher anzuspannen um mir die anschließende Entspannung bewusster zu machen.

Neben der klassischen Psychotherapie gibt es auch viele andere alternative Heilformen. Schau Dich da ruhig auch einmal um.

Gruß LE
 

Fina

Mitglied
Hallo,

Welche Art Therapie machst du denn? Ich vermute jetzt einfach mal Verhaltenstherapie aufgrund der Depression. Wurde der Rhythmus denn freiwillig von dir/Therapeut so gelegt oder gehts da eher um Zeitmangel? Hast du das schon angesprochen? Ist ja u.U. auch eine Bewilligungssache
Ja Verhaltenstherapie.

Ich bin etwas unzufrieden mit dem Gesundheitssystem.. ich habe gerade beim Psychiater angerufen und würde erst Anfang Juni einen Termin bekommen.

Ist es wirklich so, das man viel auf die Eigenverantwortlichkeit des Patienten legt?
Sprich er muss selber schauen, wie es ihm besser geht?
Sprich, das man sich selber um sich kümmert, Entspannungsverfahren wie PMR nutzt, Gespräche mit Freunden, Sport..


Oder bin ich zu "fit"?

Aber wenn es mir akut schlecht geht, was soll ich denn machen? Ich war vor zwei Monaten erst in der Klinik.

Wenn ich mir eingestehe, das ich Alkoholprobleme habe, Depressionen, .. was wäre der nächste logische Schritt?
Ich möchte mir auch ein Hilfsnetzwerk aufbauen.. Psychiater, Psychotherapie, Freunde,... aber irgendwie dauert es alles so lange.. ein Termin nur alle paar Wochen..
 
D

Die Queen

Gast
Ja Verhaltenstherapie.

Ich bin etwas unzufrieden mit dem Gesundheitssystem.. ich habe gerade beim Psychiater angerufen und würde erst Anfang Juni einen Termin bekommen.

Ist es wirklich so, das man viel auf die Eigenverantwortlichkeit des Patienten legt?
Sprich er muss selber schauen, wie es ihm besser geht?
Sprich, das man sich selber um sich kümmert, Entspannungsverfahren wie PMR nutzt, Gespräche mit Freunden, Sport..


Oder bin ich zu "fit"?

Aber wenn es mir akut schlecht geht, was soll ich denn machen? Ich war vor zwei Monaten erst in der Klinik.

Wenn ich mir eingestehe, das ich Alkoholprobleme habe, Depressionen, .. was wäre der nächste logische Schritt?
Ich möchte mir auch ein Hilfsnetzwerk aufbauen.. Psychiater, Psychotherapie, Freunde,... aber irgendwie dauert es alles so lange.. ein Termin nur alle paar Wochen..
Ich glaube deine Therapeutin scheint nicht wirklich interessiert zu sein dich zu unterstützen.

Bei meiner Verhaltenstherapie läuft es so ab: Jede Woche Gespräche, Hausaufgaben, Imaginationsübungen sowie Brainstorming zur Abarbeitung verschiedener Bereiche. Erst wenn der Patient stabiler wird, wird überlegt ob die Abstände zwischen den Terminen größer werden.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Ist es wirklich so, das man viel auf die Eigenverantwortlichkeit des Patienten legt?
Sprich er muss selber schauen, wie es ihm besser geht?
Die kognitive-verhaltenstherapie zielt grob gesagt darauf ab, durch geeignete Methoden die dysfunktionalen Denkmuster und Gedanken, welche man bei depressiv erkrankten häufig vorfindet, aufzubrechen. Es geht aber auch darum, die eigenen Kompetenzen des Klienten aufzubauen, sodass das langfristig natürlich auch alleine klappt.
Sprich, das man sich selber um sich kümmert, Entspannungsverfahren wie PMR nutzt, Gespräche mit Freunden, Sport..
Schon, irgendwie. Psychotherapie klappt nur, wenn man sich drauf einlässt und idealerweise aktiv mitwirkt. Es gibt auch Gesprächsmethoden, mit denen dem Klienten suggeriert wird, er kommt von selbst auf die Lösungen für seine Probleme. So wird bspw. die Eigenverantwortlichkeit gestärkt und man wird resilienter für zukünftige Probleme. Der Therapeut ist dann eher ein passiver Akteur.
Wenn ich mir eingestehe, das ich Alkoholprobleme habe, Depressionen, .. was wäre der nächste logische Schritt?
Das würde ich in der nächsten Sitzung ansprechen. Eventuell muss die Behandlung hierdurch angepasst werden, da es ja eine zusätzliche Störung wäre.
Ich möchte mir auch ein Hilfsnetzwerk aufbauen.. Psychiater, Psychotherapie, Freunde,... aber irgendwie dauert es alles so lange.. ein Termin nur alle paar Wochen..
Das ist der richtige Ansatz, denn soziale Unterstützung ist empirisch nachgewiesen ein sehr guter Schutzfaktor.


Was genau bei dir jetzt aber ist usw. musst du am besten mit deinem Therapeuten selbst besprechen. Er kennt dich und ist Fachmann. Schildere ihm deine Gedanken, Sorgen und Wünsche
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

Versuche parallel zu fahren.

Der Sozialpsychiatrische Dienst, in jeder größeren Stadt,
bietet auch Gesprächsstunden an.
Ferner könntest du dir eine Selbsthilfegruppe suchen und dort hingehen. Ich denke da bist du sehr gut aufgehoben.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 

SHG Kopfsalat

Mitglied
Guten Tag liebe Mitglieder,

wie ich hier geschrieben habe, leide ich unter Depressionen.

Ich war auch in der Klinik, bin jetzt entlassen und arbeite wieder seid einem Monat.

Ich mache auch eine Psychotherapie.. nur der Rhytmus der Termine ist nach meinem Empfinden zu wenig.

Ich habe alle 2,3 Wochen eine Stunde einen Termin.

Zwischenzeitlich ging es mir sehr schlecht und ich habe zu Alkohol und zu schlechten Verhaltensweisen gegriffen. (Fingernägel kauen).

Ich bin dann angespannt und kann mich schlecht entspannen.

Findet ihr das nicht zu wenig. In meiner Vorstellung bräuchte ich einmal die Woche einen Termin, da ich schlecht entspannen kann. Ich bräuchte eine engere Betreuung...

Andererseits kann ich wieder verstehen, das ich nur alle zwei Wochen habe, weil man Zeit braucht um neue Verhaltensweisen einzuüben, oder über das Gesagte nachzudenken.

Oder ist die Frage, wie kann ich lernen, mich zu entspannen?

Ich rede auch viel mit Freunden über meine Probleme..

Oder soll ich andere Hilfsangebote in Anspruch nehmen?
 

SHG Kopfsalat

Mitglied
Hallo,
neben ein Neurologen und einer regelmäßigen professionellen Therapie können wir dir nur eine passende Selbsthilfegruppe in deiner Nähe empfehlen. Um deinen Rhythmus zu erhöhen, einmal die Woche wäre schon wichtig hier sollten dir selbst Betroffene eine Hilfe sein.
LG SHG Kopfsalat
 

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