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Depression

Zoe456

Neues Mitglied
Hallo an alle,
Ich bin so froh, dass ich es endlich schaffe, hier zu schreiben. Bisher fehlte mir es immer an Kraft. Es geht mir so schlecht zurzeit. Ich habe Depressionen und eine Angststörung. Aber ich kann mit Niemandem darüber reden. Ich kann nicht mehr, aber schaffe es nicht, mir Hilfe zu holen. Ich habe das Gefühl, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Ich hoffe hier auf ein paar aufmunternde Worte und Hilfe. Ich muss jetzt schlafen... und hoffe, dass ich später weiter schreiben kann.
 

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Chelsea

Mitglied
Es tut mir sehr leid, dass es dir psychisch so schlecht geht und wünsche, dass es dir bald wieder besser geht.

Am wichtigsten wäre, wenn du dich an einen Arzt wendest, wenn auch zuerst nur an deinen Hauszart dem du vertrauen kannst. Er wird dir bestimmt dann sagen können, an wen du dich dann weiter wenden kannst. Raff dich dazu auf, auch wenn es noch so schwer erscheint.
 

Hase C.

Sehr aktives Mitglied
Wenn Du einen guten Arzt (Hausarzt) hast, dann wäre das eine gute erste Anlaufstelle.
Hast Du die Depressionen schon länger?
Wenn ja, hast Du schon mal was probiert (wie den vorgeschlagenen Arztbesuch?)

LG,
Hase.
 
J

Jen

Gast
Hi, ich leider ebenfalls unter Depressionen und habe eine Verhaltenstherapie angefangen. Es ist so schwierig aus der ganzen Sache wieder rauszukommen, vor allem wenn die Depressionen schon länger da sind. Fange bitte eine Therapie an. Der erste Schritt ist immer schwierig aber als ich erstmal beim Arzt war, war es für mich kein Problem darüber zu sprechen. Trotz Therapie wird es kein leichter Weg. Was mir noch am ehesten hilft, ist Ablenkung, laufen gehen, arbeiten, lesen, Serien anschauen. Mit Menschen zu reden, die selber keine Depressionen habe ist extrem schwierig, da sie es oft als Einbildung oder ausreden herunterspielen und du dich am Ende noch schlechter fühlst. ich wünsche dir alles Gute und hoffe das wir beide einen Weg finden diese schwere Krankheit zu bekämpfen.
 

wieimmer

Mitglied
Hallo an alle,
Ich bin so froh, dass ich es endlich schaffe, hier zu schreiben. Bisher fehlte mir es immer an Kraft. Es geht mir so schlecht zurzeit. Ich habe Depressionen und eine Angststörung. Aber ich kann mit Niemandem darüber reden. Ich kann nicht mehr, aber schaffe es nicht, mir Hilfe zu holen. Ich habe das Gefühl, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Ich hoffe hier auf ein paar aufmunternde Worte und Hilfe. Ich muss jetzt schlafen... und hoffe, dass ich später weiter schreiben kann.
Liest du hier noch mit? Ist leider schwierig, hier pauschal irgendwelche Ratschläge zu geben. Ich kann dich aber vor allem auf eines hinweisen: Vermeide hormonelle Verhütungsmittel (insbesondere die Pille), denn sie wirken auch auf das Gehirn und die Psyche und können z.B. Depressionen auslösen und verstärken - das ist vielen Betroffenen leider nicht bewusst.

Ansonsten müsste man versuchen, gemeinsam mit dir die Ursachen für deinen Gemütszustand zu ergrunden. Oft haben familiäre Umstände und Erfahrungen aus der Kindheit und Kugend einen starken Einfluss. Leider werden von Fachärzten viel zu schnell Medikamente eingesetzt (die Pharmaindustrie betreibt in dem Sektor starke Lobbyarbeit), die aber meist überschätzt werden und auch negative Auswirkungen haben, und vor allem lösen sie keine psychischen Probleme... dafür ist ein Verarbeitungsprozess notwendig, der mit eine Reorganisation der Neuronen im Gehirn einhergeht.

Es gibt aber auch Einflüsse durch Umweltgifte/Lebensmittelzusätze oder auch Antikörper, die auf die Psyche wirken können. Ich hab im Zusammenhang mit "Long Covid" Symptomen einen interessanten Beitrag auf Youtube gefunden von einem Arzt aus der Charité. Ich weiß nicht ob das in deinem Fall relevant sein kann, aber es zeigt, dass manchmal auch ganz unerwartete Ursachen zu den Problemen, unter denen man leidet, führen können. Mir selbst haben diese Infos jedenfalls sehr weitergeholfen! Hier mal der Link zu dem Beitrag:
https://www.youtube.com/watch?v=OHQCUkAtcLU

Viele Grüße und alles Gute!
 

Zoe456

Neues Mitglied
Hallo an euch alle,
Vielen lieben Dank für eure Antworten. Ich musste mich jetzt gerade erstmal hier orientieren, wo ich euch jetzt antworte. Ich hoffe, dass ist jetzt so richtig. Oder müsste/ sollte ich lieber jedem einzeln antworten?
Naja, ich hoffe, es ist so okay.
Ich war vor einiger Zeit bei einem Arzt und habe auch ein Medikament ausprobiert, aber das hat nicht wirklich etwas gebracht. Zuvor ist mir erst nach und nach ( ich würde sagen, im letzten Jahr) klar geworden, dass ich wirklich ein ernstes seelisches Problem habe und dass dies Ursache vieler anderer Dinge in meinem Leben ist. Ich habe auch eine Psychologin angerufen, aber die Wartezeit ist natürlich wie immer lang. Ich werde auch noch weitere anrufen. So rückblickend auf mein Leben ist mir klar geworden, dass ich schon immer gewisse Probleme in diese Richtung hatte. Es konzentriert sich bei mir unter anderem auf eine Hypochondrie. Ganz aktuell steht mir bald eine OP bevor und ich komme kaum noch klar. Es ist schwierig, dass Thema genau zu beschreiben und die Problematik genau darzustellen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, aber ich versuche es mal ganz grob... Ich habe hauptsächlich Angst vor Krebs und ich habe seit Jahren eine Zyste, die mir diesbezüglich Angst macht. Manche Ärzte haben eigentlich gesagt, dass das nichts Schlimmes ist, aber eine Ärztin hat auf mein Nachfragen ehrlicherweise zugeben müssen, dass man es natürlich nicht 100 %ig sagen kann. Diese Aussage hat mich total schockiert, obwohl das im Nachhinein und aus gesunder Sicht nicht nachvollziehbar ist.
Nun war und bin ich in einem Dilemma: entweder ich lasse die Zyste drin und komme um die OP herum. Doch dann wird die Angst zurück kommen, früher oder später. Oder ich lasse sie entfernen. Dann muss ich mich aber einer Vollnarkose stellen, was mir aktuell eine ebenso große Angst und Panik macht. Ich habe in diesem Bereich zwar auch tatsächliche Beschwerden gehabt, die dann auch beseitigt werden könnten, so dass die OP nicht nur wegen der Zyste wäre, aber trotzdem...
Ich weiß auch, dass mir hier wahrscheinlich niemand einen konkreten Rat geben kann. Dafür müsste ich noch mehr ins Detail gehen und selbst dann kann ja nur ich beurteilen, welche Angst schwerer wiegt und so weiter. Und genau das ist es, was mir im Moment den Hals zuschnürt... das Gefühl, dass mir am Ende niemand helfen kann. Auch ein Arzt kann mir diese Entscheidung nicht abnehmen. Ich habe das Gefühl in einem Labyrinth aus Angst zu sein, überall ist nur Angst. Jede Option und jeder Weg bedeutet Angst und ist damit unüberwindbar. Ich weiß, die beste Option wäre vermutlich, dass ich erstmal psychologisch/ psychiatrisch behandelt würde, um dann den Weg der OP oder den ohne zu gehen. Aber hierfür fehlt mir die Zeit, da der OP Termin bereits steht und man hierfür auch ein aktuelles CT braucht. Wenn ich also zu lange warte, muss ich dies auch noch einmal machen, was wiederum zu Angst führt, da ich im dieser Sache schon einige CTs gemacht habe und die ja wiederum durch Strahlung Krebs auslösen können...
Ich habe das Gefühl, ich drehe mich im Kreis, komme keinen Schritt voran, überall nur Angst, kein Weg daraus.
Es tut mir leid für diese verwirrenden Gedanken und bin dankbar für jeden, der es liest. Dankbar für jede Antwort.
Jeden Morgen ist der erste Gedanke die OP, jeden Abend der letzte Gedanke auch.
Ich habe natürlich auch Momente, in denen ich mir sagen kann, dass ich total übertreibe. Dass OP s und Vollnarkosen heutzutage sehr sicher sind und so weiter, dass es viel riskantere Eingriffe gibt, dass manche Menschen schon etliche Eingriffe hinter sich haben. Und dass ich auch dieses Hindernis überwinden kann. Aber viel zu oft kann ich so leider nicht denken.
Ich komme mir so lächerlich vor mit dem was ich geschrieben habe und frage mich gerade, ob ich das wirklich posten soll. Aber ich tue es jetzt.
Noch einmal tausend Dank für die netten Worte und Ratschläge, die mich bereits erreicht haben.
Alles Liebe für euch.
 

Youshri

Aktives Mitglied
Wenn die OP nicht eilt, würde ich den Termin auf später verschieben lassen und erstmal die Ängste in Angriff nehmen.
Vielleicht brauchst Du auf ein Gespräch mit einem Psychiater nicht so lange zu warten, als auf das mit einem Psychologen?
 

Zoe456

Neues Mitglied
Hallo nochmal an alle,
Es geht mir so schlecht. Ich will nicht mehr. Ich will diese Gefühle nicht mehr aushalten müssen. Ich will nur noch schlafen, damit ich nicht mehr denken muss....
 

Calacitea

Mitglied
Hallo an alle,
Ich bin so froh, dass ich es endlich schaffe, hier zu schreiben. Bisher fehlte mir es immer an Kraft. Es geht mir so schlecht zurzeit. Ich habe Depressionen und eine Angststörung. Aber ich kann mit Niemandem darüber reden. Ich kann nicht mehr, aber schaffe es nicht, mir Hilfe zu holen. Ich habe das Gefühl, dass es keinen Ausweg mehr gibt. Ich hoffe hier auf ein paar aufmunternde Worte und Hilfe. Ich muss jetzt schlafen... und hoffe, dass ich später weiter schreiben kann.
Ich schreibe eigentlich nicht so gerne zu diesen Themen, da ich als Autistin eine sehr eigenartige Denkweise habe und andere sich dadurch möglicherweise angegriffen fühlen.

Das Gefühl von Hoffnungslosigkeit kenne ich nur zu gut. Ich war Opfer von "psychischer vergewaltigung". Habe seit diesem Zeitpunkt, also etwa April 2019, Antidepressiva genommen. Erst durch die Änderung meines Lebensumfelds bin ich im stande gewesen, mein Trauma zumindest so gut zu verarbeiten, dass die Flashbacks nur noch sehr selten kommen und ich sie dann auch gut wieder loswerden kann. Das Temesta ist in solchen Fällen eine Hilfe, leider bin ich dadurch abhängig, weil ich immer erst bei Psychiatern darum bitten und betteln muss. Das letzte Temesta habe ich, soweit ich mich erinnere, im Juni genommen. Was mich wundert ist, dass das Trauma keine Angst vor Männern, sondern eine generalisierte Angststörung hervorgerufen hat.

Welche Angststörung hast du, liebe TE? Es gibt ja mehrere. Ich zB habe Phonophobie und Sozialphobie. Bei meiner Angststörung funktionieren keine Antidepressiva. Dafür brauche ich Beruhigungsmittel und wenn es vorbei ist, ist meistens auch wieder "normalzustand" für eine Weile.
Durch das vermeiden der Angst auslösenden Situationen wird es nur noch schlimmer, um sich dem zu stellen, braucht man allerdings eine enorme Menge Mut, die man erfahrungsgemäß nicht hat.

Überlege dir, was dich unglücklich macht. Was könnten die Auslöser für deine dauerhafte niedrige Stimmung sein? Selbst wenn du nur eine Ahnung hast, hilft das schon. Mach dir klar drüber was du von dir aus benötigst, um zufrieden und glücklich zu sein. Weißt du keine Antwort? Dann lass dir Zeit. Antworten findet man nicht sofort.

Ich kenne auch das Gefühl von Ärzten und Notdiensten im Stich gelassen zu werden. Als ich damals "depressive Schübe" hatte, die kamen so wie Panikattacken nur in spezifischem Ausmaß, habe ich oft Notdienste angerufen. Wurde oft abgewimmelt, einmal hat man mir geraten "eine Runde spazieren zu gehen". Das habe ich dann auch gemacht - in die Notaufnahme des Krankenhauses. In der Psychiatrie wurde ich 2x abgelehnt, trotz akuter selbstgefährdung (wollte Chlor trinken).

Wenn du in die Psychiatrie aufgenommen werden willst, musst du ein Messer mitnehmen und anfangen zu drohen, sonst nimmt dich keiner ernst. Ich habe auf den Arzt vermutlich zu sanft gewirkt.

Kopf hoch, das wird wieder! Auch wenn es Jahre dauert. Für dein Selbstwertgefühl ist es gut, wenn du dir eine Beschäftigung suchst, die dir wirklich sehr viel spaß macht und dir das Gefühl gibt, richtig gut zu sein. Dieses Erlebnis hatte ich auch bereits mit einem meiner neueren Hobbies, obwohl ich wusste, dass es dutzende andere gibt die tausend mal besser sind als ich. Allein der Gedanke daran, dass ich etwas tun kann, für das viele andere weder Kraft, noch Zeit oder Motivation haben, hat mir geholfen, mich weiter durchzubeißen. Der Anfang war sehr schwer, aber nun fällt es mir relativ einfach.

Also, was macht dir spaß? Was wolltest du immer schon mal tun oder lernen? Tu es JETZT, nicht erst wenn es dir wieder besser geht. Du musst dafür nicht einmal aus der Wohnung gehen.

Damals hätte ich sofort aufgegeben, wenn etwas nicht klappt. Jetzt bin ich umso verbissener und motivierter, wenn ich eine neue Herausforderung habe. Wenn ich da nicht drüber komme, wie soll ich dann mein Lebensziel erreichen? Ich denke, irgendwann werden mir diese Fähigkeiten, die ich JETZT trotz Angststörung aufbaue, noch vom großem Nutzen sein.
 
Liebe Zoe456,

Ich kann deine Angst sehr gut verstehen.
Kann dir auch nur raten. Erst Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Und dann den Weg weiter zu gehen und die OP durchzuführen.

Auch ich stecke in einer Depression fest. Und weiss. Wie schwer einfach alles ist.

Ein Psychiater kann dir helfen. Dir andere Medikamente verschreiben und ein Ansprechpartner sein.

Schreibe soviele Psychologen an, wie es geht.
Zu der Suche gibt es hier auch einen Thread.

Sonst viel ablenken. Was machst du gerne?
Hast du Tiere?

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Gute Unterstützung.
Und alles liebe.....
 

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