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depression wird immer schlimmer...

G

Gast

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hallo.
ich bin echt fertig. jetzt im moment geht es, aber es hält nicht lange an.
habe starke konzentrationsstörungen, habe probleme bei den einfachsten dingen.
denke sehr sehr oft an selbstmord, fast immer. der gedanke mich irgendwo hinunterzustürzen wird realistischer, obwohl ich höhenangst habe.
in momenten, in denen ich stark depressiv war, habe ich sogar schon meinen freund gefragt, ob er mich nicht umbringen kann.
fühl mich unfähig.
ich spüre wie es mir langsam den verstand raubt.
stelle mir sehr oft meinen tod vor. denke drüber nach, welche methode am besten wär.
hab das gefül ich komm da nicht mehr raus. ich bin seit über acht jahren depressiv.
mit elf war mein tagebuch voll seiten mit selbstmordmethoden.
es soll endlich aufhören.
endlich.
bitte hilft mir. irgendwie. wenns überhaupt noch möglich ist.
 

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*quasi*

Gast
Ich kann wasdennun nur bestätigen - du musst dringend zu deinem Arzt und ihm deine Situation schildern!! In den meisten Fällen helfen Antidepressiva hervorragend. Sollten die Suizidgedanken unbeherrschbar werden, lass dich bitte in einer Klinik auf ein Mediakment einstellen, damit du den nötigen Schutz hast, bis die Gefahr vorüber ist. Dein Freund ist mit dieser Situation hoffnungslos überfordert! Das muss therapeutisch geschehen - bitte gehe umgehennd, am besten noch heute, zum Arzt!!!
Liebe Grüße quasimodo
 
L

Lonesome75

Gast
Depressionen gehören nicht in die Hand eines Hausarztes! Das meine ich nicht böse aber Antidepressiva haben am Anfang auch viele verwirrende Nebenwirkungen und ein Hausarzt hat da weder die Zeit noch die Erfahrung, sich um den Patienten zu kümmern.

Mein Hausarzt hat mir damals ganz klip und klar ne Überweisung für den Psychiater gegeben, das der entscheidet, welche Medikamente ich nehmen soll und ich wurde die erste Zeit sehr engmaschig überwacht. *hört sich blöd an, ist aber so

Als ich die Tagesklinik aufsuchte, war ich schon gut eingestellt und mittlerweile habe ich auch die Medis wieder ausgeschlichten, weil ich es geschafft habe mein Leben neu zu ordnen. Ich habe Strategien entwickelt, um mich abzulenken, Gedankenspiralen auszubremsen und auch die Selbstmordgedanken wurden weniger, bzw. die Gründe doch Leben zu wollen, wurden mehr.

Sicherlich wäre es ohne Medikamente nicht so gut gelaufen, daher auch mein Rat: gehe zu einem Facharzt und laß dir helfen! Gerade vor den Feiertagen, da geht es mir und vielen anderen Depressiven besonders schlecht!

Ich erlebe es tagtäglich, denn ich arbeite im medizinischen Bereich!

Laß dir helfen!

Gruß Lonesom
 

Polux

Aktives Mitglied
....
es soll endlich aufhören.
...bitte hilft mir. irgendwie. wenns überhaupt noch möglich ist.
nein, ich befürchte, so einfach wird es nicht werden.
eine Fee die mit dem Zauberstab wedelt und alles ist gut - wer möchte sie nicht manchmal, aber leider....

Aber es gäbe einen Ausweg. Du kannst natuerlich zum Hausarzt und/oder zum Therapeuten gehen. Auch Tabletten nehmen. Alles Dinge die du tun kannst, ja sogar vielleicht solltest. Nur ein Problem bleibt bestehen, auch das ist keine Zauberformel *alles ist gut*

Was du tun könntest wäre - vielleicht mit ein wenig Hilfe von Freund, Therapeut, Freunde... selbst aus dem Sumpf ziehen. Die Hauptarbeit wirst du leisten müssen. Das ist schwer. Und hart. Und unfair. Ja. Du hast recht. Nur - ich befürchte die Wahrheit.

Du kannst anfangen deinen Tag in kleinst Einheiten zu unterteilen. Vielleicht viertel Stunden oder sogar nur 10min. Verplane jede Minute. Absolut keinen Leerlauf. Schreib es auf. Jeden Tag muss mind. eine Stunde Sport dabei sein, Jeden Morgen im Licht eine halbe Stunde spazieren. (Damit zu der normalen Depression nicht auch noch eine Winterdepression kommt)
Das Bett ist tagsüber tabu.
Deine Nahrung muss ausgewogen und mit nicht all zuviel Zucker sein. Keine Fertigprodukte, viel Vollkorn.
Plane wann du was machst, bis ins Detail. Keine Langeweile

Alles schriftlich. Wenn du es nicht durch hältst Einheiten kleiner machen Plan aufhängen. Auch feste Pause einplanen.

Wie ein anonymer Alkoholiker jeden Tag neu anfangen nur immer einen Tag durchhalten.

Das ist das was du tun kannst. Nicht einfach.
 
G

Gast

Gast
danke für die antworten.

@polux
ich gehe bis abends arbeiten, danach möchte ich mich nur noch ins bett legen, möchte faulenzen, mich ausruhen, das brauch ich dann iwie. die gedanken sind da, selbst wenn ich arbeite. weil du langeweile angesprochen hast.
aber mit sport sollte ich wohl mal anfangen, was aber nicht leicht ist.

thema:
ich habe angst vor den möglichen nebenwirkungen von antidepressiva etc. muss man denn medikamente im rahmen einer therapie nehmen? ich vertrag ja noch nicht mal schmerztabletten und antibiotika...
 
L

Lonesome75

Gast
Hey!

Die Nebenwirkungen hat man meistens nur am Anfang, wenn man das Medikament eindosiert.
Ich habe damit damals einfach während des Urlaubs begonnen, so hat es niemand gemerkt und ich konnte "entspannter" damit umgehen.

Sicherlich kann man auch ohne Medikamente eine Therapie machen, das sollte man eben mit dem Therapeuten besprechen.

Sport ist super und hilft sehr bei Depressionen aber ich hatte z.B. das Problem, das ich mich einfach zu nichts mehr aufraffen konnte. Habe auch täglich lange gearbeitet, funktioniert, dann kam ich abends nach Hause, in eine leere Wohnung, fühlte mich müde, kaputt und einsam und bin ins Bett.

Schlafen, arbeiten, schlafen, arbeiten.... ich fühlte mich wie ein Hamster im Laufrad und bekam einfach nicht mehr den A... alleine hoch.

Ich habe ein Jahr lang Antidepressiva genommen und konnte sie dann wieder absetzen, es ist ja nicht so, das man die Pillchen sein ganzes restliches Leben nehmen muß.
Sie machen auch nicht abhängig oder so.

Was viel schlimmer ist, Dein Körper speichert depressive Episoden und je länger er in einem depressiven Zustand steckt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, das Dein Körper diesen Zustand akzeptiert. Depression wird ja vor allen Dingen durch ein Ungleichgewicht im Gehirn ausgelöst, Botenstoffe werden falsch geleitet und man kann es mit "Trampelpfaden" vergleichen, wenn lange genug was schief läuft, verselbstständigt sich diese Krankheit.

Diese Tatsache hat mich letzlich dazu gebracht, es mit Medikamenten zu versuchen, denn ich fand es ok, eine Depression mal zu durchlaufen aber ich wollte nicht den Rest meines Lebens depressiv bleiben und ich kenne viele Depressive, die mir das bestätigen. Je später die Depression erkannt und behandelt worden ist, desto schlimmer leiden die Erkrankten an ihr.

Ich habe sicherlich immer wieder Ups und Downs, die bei mir extremer ausfallen als bei "Normalos" ( denn jeder hat mal gute und schlechte Tage ) aber dieses Gefühl der Sinnlosigkeit ist nicht mehr zugegen.

Lieben Gruß
Lonesome
 

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