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Depression oder eher Phase in der Pubertät?

black-rock

Neues Mitglied
Hallo,
Ich habe selber das Gefühl, dass ich unter einer Depression leide. Wenn ich versuche meiner Mutter mitzuteilen, was ich auf dem Herzen habe, kommt sie gleich mit "ist nur die Pubertät".
Es gibt bestimmt Menschen, die mehr durchmachen mussten, trotzdem erzähle ich mal ein bisschen ..
Vor zwei Jahren fing es an. Meine Familie war eine sehr idyllische Familie, 2 Kinder, die Eltern verstanden sich, kleine Streitigkeiten .. dann fing meine Mutter an, sich zu verändern, sie hatte einen anderen kennen gelernt, fing dann an, meinen Vater zu erpressen, um Geld zu bekommen. Ich war genau zwischen den Fronten, habe oft bitterlich geweint und war gerade 12. Mein Vater ging dann, als Kleine Geschäftsreise getarnt, in ein Krankenhaus und ließ mich und meinen 5 jahre jüngeren Bruder alleine mit meiner Mutter, bis er nach drei Monaten wieder zurück kam. Daraufhin ließen sich meine Eltern scheiden, aber auch das war eine komplizierte Sache, zwischendurch ging meine Mutter auf mich los.
Die ganze Schule merkte nicht, wie schlecht es mir ging, alle ließen sich von meiner Maske blenden. Habe einfach auf starkes Power-Girl mit Selbstbewusstsein getan.
Nach ein paar Monaten zogen mein Vater, mein Bruder und ich weg, in einen neuen Ort. Da bin nun ich jetzt. Und ehrlich, mir geht es noch schlechter: während ich auf meiner alten Schule ein paar sehr gute Freunde hatte, habe ich nun gar keinen. (Zur Info, bin nun in der 9. auf einem Gymnasium.) Diese Klasse ... ich passe dort einfach nicht hinein. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich "besonders/speziell" bin, sondern ganz einfach anders. Ich mag die japanische Kultur, inklusive Manga. Ihmch höre gerne Dubstep, Rock wie zb Evanescence. Ich trage gerne lockere und bequeme Sachen, mache mir nichts über Menschen, die ungewöhnlich sind, sondern finde sie sehr interessant. Ich interessiere mich für andere Sachen außer Party! Deshalb verstehe ich mich nicht gut mit der neuen Klasse in der neuen Schule, eigentlich nur mit den Mädchen nicht, denn: Ich kann es nicht leiden, enge Sachen zu tragen, über Mode zu labern, über andere herzuziehen, die ungewöhnlich sind.
(Doch diese Sachen sind nebensächlich, ich frage mich überhaupt, warum ich das aufgezählt habe o.o")
Ich leide nun seit ein paar Monaten unter Lustlosigkeit, verspüre sogar bei kleinen Aufgaben große Anstrengungen. Außerdem habe ich ziemlich oft Kopfschmerzen und verspüre eine große Einsamkeit, denn ich habe nun wirklich niemanden, außer meinen Vater und meinem Bruder ...
Zudem habe ich auch Schlafstörungen (siehe Uhrzeit, es ist gerade 0:40 ... oft gehe ich auch um 2 uhr morgens erst schlafen, versuche aber, mich zu bessern..)
Ich habe auch begonnen, extreme Gleichgültig zu haben, zB meinte mein Vater, meine Oma würde nicht mehr lange zu leben haben.. es hat sich kein bisschen etwas in mir geregt, auch wenn ich meine Oma wirklich sehr gern habe/hatte.
Bei den Noten bin ich auch sehr abgerutscht. Früher musste ich nicht viel lernen, um 1 und 2en zu bekommen, heute strenge ich mich überhaupt nicht mehr an, nun bin im im Bereich zwischen 3 und 4.
Für mich hat das Leben insgesammt keinen Sinn mehr. 1/4 des Lebens gehen wir in die Schule, danach arbeiten wir 2/4 des Lebens, um uns ernähren zu können, das restliche Viertel beinhaltet Rente und Kleinkind-Zeit. Deshalb hatte ich schon sehr oft Suizid Gedanken, bin mehrmals fast weinend zusammengebrochen (handelt gerade um meine Zeit in dem neuen Ort), da ich mich weigere, in diese Schule zu gehen. Ich bin auch anfälliger für Krankheiten geworden und bereite meinem Vater große Schwierigkeiten, auf jeden Fall denke ich das.
Ich beneide alle, die wirklich gute Freunde haben, mit denen sie lachen, weinen, lernen, abhängen, usw können. Schätzt euch glücklich, solch seltene Menschen zu haben und schätzt sie selber! Denn viele erkennen den Wert solcher Menschen nicht, oder habe noch wahre Glücksseeligkeit gespürt, wie ich.
Ich danke euch allen, die bis hier hin gelesen haben. :)
Vielleicht habt ihr ein paar Tipps, die mir helfen können. :)
 
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K

Kleine_Tulpe

Gast
Hallo black rock : D

Ich tipp mal ganz stark auf eine blöde Lebensphase. Ist ja viel passiert.

So eine auseinander gerissene Familie tut immer weh. Das prägt aber du darfst dich davon nicht kaputt machen lassen. Und die Nebensächlichkeiten die du aufgezählt hast machen dich aus. Du bist eben nicht wie die anderen und hast deine eigenen Hobbies. Glaub mir, es gibt noch viele andere Menschen in deinem Alter die total gern Mangas lesen, nicht auf Partys gehen und eben anders ihre Zeit verbringen. Wie lang bist du schon auf der Schule? Vielleicht ist es eine Frage der Zeit. Stell dich auf jeden Fall nicht ins Abseits aber kriech den Leuten auch nicht in den Hintern um zu gefallen. Ansonsten kämpf dich durch! Wenn du das Gefühl hast es trotzdem nicht zu packen mit der Schule, tret kürzer, geh auf eine niedrigere Schule oder aber – und das ist noch viel besser - du nimmst jetzt nochmal ordentlich Anlauf und machst was aus deinem Leben! Je höher der Abschluss, desto weniger musst du später in Zeit investieren und hast höhere Jobchancen : )



Klingt alles von fern recht leicht gesagt. Aber geh unbedingt mal in dich und suche dir Ziele heraus. Ziele sind wichtig! Das ist der Grund für Antriebslosigkeit. Was willst du erreichen? Was willst du tun? Später mal Ausziehen? Mal eine eigene Wohnung? Gar Führerschein, mehr mit den guten Freunden was unternehmen. Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich unglaublich weiter zu gehen. Du wirst nicht immer in dieser Lage sein. Irgendwann bist du dein eigener Herr. Das hört sich beinahe an als hast du aufgeben Aber das ist nicht der richtige Weg! Du hast noch dein ganzes Leben vor dir und glaub mir, es besteht nicht zum größten Teil aus Lernen und Arbeiten. Mach was draus. Und lass deinen Weg nicht von Klassenkameraden oder deiner Unlust verbauen. Denk nicht so viel an die nächsten zehn Jahre sondern ein wenig kürzer. Lieber nur an die nächsten Monate. Sonst wirst du verrückt. Und dieser neue Ort - du musst dort nicht für immer und ewig leben. : ) Glaub mir, es gibt immer einen Ausweg.


:rolleyes: und ich denk es gibt noch viele Andere die dir noch viel mehr Tipps und Mut geben können.
 
G

Gast

Gast
Hallo "blackrock",
es gibt natürlich Lebenskrisen, schlechte Phasen, Pubertätsproblem -aber ich höre schon eine ganz grundsätzliche Traurigkeit aus deinen Worten heraus. Es gibt tatsächlich auch bei Jugendlichen Depressionen! Mein Sohn hatte sie im Alter von 16/17. Um zu klären,ob du therapeutische Hilfe brauchst, würde ich dir einen Besuch beim Hausarzt oder auch Kinder- und Jugendarzt ganz dringend ans Herz legen. Das ist die erste Anlaufstelle. Vielleicht gibt es an deiner Schule auch einen Vertrauenlehrer oder einen Schulpsychologen, an den du dich wenden kannst? Lieben Gruß C.
 

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