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Depression, Ich weiß nicht was ich machen soll

S

Sternen_Bär

Gast
Hallo an Alle,
ich bin 28 (w) und habe vor 2 Jahren mein Studium in Grafikdesign beendet. Seit dieser Zeit dümpel ich orientierungslos vor mir hin und weiß nicht, wie es mit meinem Leben weitergehen soll und leide auch seit langer Zeit unter Depressionen. Wie soll ich anfangen? Nunja, ich bin in Richtung der Kreativfächer gegangen, weil bei mir schon recht früh ein künstlerisches Talent festgestellt wurde und ich auch sonst gerne zeichne und male. Ich wollte eigentlich immer Kunst studieren, doch mir machte das Angst, dass ich hinterher keine Arbeit finden würde. Ich glaube auch nicht, dass ich von meinen Arbeiten leben könnte. Also habe ich mich für ein Grafikdesign Studium entschieden. Ich wollte dann unbedingt Illustration machen, habe aber erst in den späteren Semestern kapiert, dass ich als Illustratorin auch so gut wie keine Festanstellungen finde. Ich müsste mich selbstständig machen, aber das kann ich nicht, da mir Kontakte fehlen und ich keine finanzielle Unterstützung hab. Ich bin voll in eine Sackgasse gefahren. Also bin ich schnell in Richtung Print Gestaltung gegangen. Nach dem Studium habe ich ein 6 Monatiges Praktikum in einer großen Werbeagentur gemacht - doch das war ein Albtraum. Unmenschliche Arbeitszeiten, Überstunden, Mobbing, Langweilige Aufgaben - es war schrecklich. Danach war ich fix und fertig, desillusioniert und wusste nicht mehr weiter. Ich hasse Werbeagenturen, aber ich weiß nicht, was ich mit meinem Bachelor sonst anfangen soll. Außerdem bewerbe ich mich die ganze Zeit weiter und hatte sogar schon viele Bewerbungsgespräche hinter mir, aber ich wurde jedesmal abgelehnt.

Dazu muss ich noch sagen, dass ich unter soziale Phobie leide und introvertiert bin, was unter anderem die Gründe sind, weshalb ich so viele (auf Angst basierende) schlechte Entscheidungen in meinem Leben getroffen habe.
Ich gehe auch zu einem Psychotherapeuten, doch ich suche gerade einen neuen, da dieser scheinbar nichts mit meinen Problemen anzufangen weiß. Stattdessen schwört er auf so Zauberschnickschnack wie Klopftherapie, was bei mir überhaupt nicht funktioniert, weil es ja meine eigentlichen Probleme nicht löst.

Mir geht es sehr elend und bekomme manchmal den Wunschgedanken einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Ich bin arbeitslos und will zumindest einen Aushilfsjob annehmen. Aber was dann? Springe ich von einem Aushilfsjob zum nächsten? Ich weiß echt nicht mehr weiter. Mein Selbstbewusstsein ist am Boden, ich bin verbittert und wütend. Ohne Vitamin B scheint nichts zu laufen. Am liebsten würde ich mich selbstständig machen, aber wie oben erwähnt - es fehlen mir die Kunden und die finanziellen Mittel.
Ich fühle mich mit allem überfordert und habe das Gefühl mit meinem Leben nicht klar zu kommen.
 

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marut

Aktives Mitglied
hallo sternchen,
bleib bei dem, was dir spass macht. iwas arbeiten, was dir keine spass macht, liefert schlecht resultate und macht alle unglücklich.
wie sieht es aus mit weiter studieren? also master machen?
ich kenne einige künstler, die meisten leben von stipendien und projekten und ab und an (ganz selten) wird mal was verkauft. dennoch sind sie glücklich, weil sie kunst machen dürfen.
in diese richtung würde ich dich gern ermutigen.
liebe grüsse
marut
 
G

Gast

Gast
Bist Du denn momentan überhaupt in der Lage, zu arbeiten? Es klingt so, als sollte man Dir diesen Druck erstmal nehmen, und dann die eigentlichen Probleme angehen, damit Du überhaupt arbeiten KANNST. Ich würde Dir raten, mal mit Deinem Arzt darüber zu sprechen.
 

Darknessgirl

Aktives Mitglied
Bist Du denn momentan überhaupt in der Lage, zu arbeiten? Es klingt so, als sollte man Dir diesen Druck erstmal nehmen, und dann die eigentlichen Probleme angehen, damit Du überhaupt arbeiten KANNST. Ich würde Dir raten, mal mit Deinem Arzt darüber zu sprechen.
Sehe ich ähnlich. Du musst erst alles bei dir wieder in Ordnung bringen, bevor du die Kraft für ein neues Leben aufbringen kannst. Wenn die Seele Zeit braucht, dann braucht sie eben Zeit.

Ansonsten kannst du mit dem Studium auch in anderen Bereichen als in Werbeagenturen tätig sein. Printmedien (Zeitungen, Zeitschriften,...) benötigen ebenfalls Grafikdesigner, genauso wie unternehmenseigene Marketingabteilungen oder Webseitengestalter.

Allerdings stehst du in diesem Bereich gerne auch unter Termindruck, es ist die Frage, ob du damit umgehen kannst.
 
S

Sternen_Bär

Gast
Ich habe mich auf Illustration, Corporate Design, Broschüren und Plakate spezialisiert. Nicht jeder Grafiker ist gleich. Jemand, der sich lange Zeit auf Printmedien spezialisiert und sich nie mit CSS, HTML, Java, Responsive Design, Wordpress usw. beschäftigt hat, kann nicht mal eben eine Stelle als Webdesigner annehmen. Obwohl mich digitale Medien mehr interessieren als Print, musste ich auf die Print-Schiene ausweichen, da es auf meiner Uni gar keine Webdesign und Digital Medien Kurse gab (angeblich wegen Prof und Dozenten Mangel; da sieht man's, wie steinzeitlich die Ausbildung hier in Deutschland ist). Ich versuche gerade Zuhause mir HTML, CSS und Java beizubringen, aber durch die vielen Probleme passt der Stoff nur schwer in meinen Kopf hinein.

Unternehmenseigene Marketingabteilungen sind nicht besser als Werbeagenturen - dort ist die Arbeit sogar noch eintöniger, da man ständig nur für den selben Kunden arbeitet mit den selben strengen CI Vorgaben.

Ich will entweder Illustratorin werden, oder ganz raus aus diesem Haifischbecken, dass sich "Kreativbranche" nennt. Ich weiß nur nicht, was ich anderes machen soll - finanziell bin ich auch stark begrenzt.
Ich wünschte ich hätte eine Zeitmaschine, um mein früheres Ich vor diesem Beruf zu warnen.

Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin zu arbeiten. Ich bin seit längerer Zeit arbeitslos und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich fühle mich die ganze Zeit nur elend, tue mich schwer aus dem Bett aufzustehen und habe noch kaum Motivation. In einem Job habe ich Angst Fehler zu machen und gemobbt zu werden.

Ihr habt recht, ich brauche wirklich eine längere Findungsphase. Aber ich bin schon sehr lange arbeitslos und der Druck auf mich steigt mit jedem Monat. Ich habe Angst, dass ich später nichts mehr auf die Beine kriege und nur noch in Zeitarbeitsfirmen und Minijobs arbeiten muss, bis zur Rente. Dann habe ich noch meine soziale Phobie und Depression an der Backe. Alles überfordert mich - selbst die dümmsten Kleinigkeiten. Ich bin verbittert, weil ich mir alles ganz anders vorgestellt habe.

Entschuldigung, dass ich so viel jammere, aber mir ist nicht nach Freude...
 
G

Gast

Gast
hallo

ich arbeite auch als Grafik Designerin in einer Werbeagentur und bin völlig ohne Kontakte reingekommen
es funktioniert ohne Vitamin B


strenge Ci Vorgaben hast du bei jedem Kunden

und nur für einen Kunden zu arbeiten ist garnicht so schlimm , wie du dir vielleicht vorstellst
übrigends habe ich es mir früher auch viel schlimmer vorgestellt

in einer Werbeagentur ist es nciht selten, dass man immer für einen größeren Kunden arbeitet oder für 2,3 mittelgroße
 

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