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Demenz

Tyni

Mitglied
Hallo, liebe Community

Ich habe mal eine Frage. Wie würdet ihr Euch verhalten?
In der Nachbarschaft lebt ein älterer Herr (77 Jahre), der an Demenz erkrankt ist, wie er selber von sich behauptet.
Er hatte vor zwei Jahren einen Schlaganfall, der die Zufallsdiagnose hervorbrachte.
Das Stadium der Demenz, ist nur der Familie dem alten Herrn bekannt.

Dieser ältere Herr fährt noch Auto und ich habe (bevor ich von der Demenz wusste) im letzten Jahr einen Zwischenfall mit ihm miterlebt, wo er sich mir gegenüber im Straßenverkehr auffällig verhielt. Er sah mich als Fußgänger auf der Straße, als er mit dem Auto ca. 30 Meter von mir entfernt war. Trotz dieser Entfernung bremste er mit quietschenden Reifen ab und fuhr in Schritttempo auf mich zu, um dann aber die Geschwindigkeit massiv zu erhöhen und mit wiederum quietschenden Reifen auf meiner Höhe expolosionsartig an mir vorbei zu fahren. Ich erschrak mich total und war irritiert, machte aber nichts weiter.

Seit Sommer beobachtete ich, wie er mekrwürdige Dinge mit seinem Auto machte. Er fuhr in seine Strasse, in der er wohnt, rein und kullerte Sekunden darauf rückwärts wieder aus dieser Strasse heraus und blieb auf der Strasse stehen. Dann fuhr er wieder in die Strasse und kullerte wieder heraus. Das passiert einige Male, bis er dann endlich weiterfährt. Die Straße ist kein Berg, wo man denken könnte das Anfahren am Berg macht Probleme.

Er versteckt sich hinter Mülltonnen (warum und vor wen ist unklar )und sein Verhalten ist auffällig.

Vor einingen Tagen fuhr ich mit meinem Auto eine Straße entlang, als er mir mit seinem Auto entgegenkam. Ich fuhr bereits sehr weit rechts und konnte somit nicht weiter ausweichen. Er fuhr die Straße, die an dieser Stelle sehr eng ist, trotz dieser Straßenverhältnisse mittig weiter und machte keinen Platz und drängte mich auf die unbefestigte Fläche rechts der Strasse ab, auf die ich ausweichen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern.
Es war sehr glatt an diesem Tag und obwohl ich langsam und witterungsentsprechend fuhr, rutsche ich durch das Abdrängen des Autos langsam über die unbefestigte Fläche hinaus und kam mit meinem KFZ (quer stehend) zum Stillstand.



In dem Auto, das inzwischen kurz angehalten hatte, konnte ich den alten Herrn als Fahrer dieses KFZ klar und deutlich erkennen. Das Auto und Kennzeichen sind mir inzwischen ja auch bekannt.
Er guckte kurz aus dem Fenster und fuhr eiligst weiter.

Könnte das an der Demenz liegen? Ich sprach mit der Tochter und erzählte ihr von den Zwischenfällen, sie wiegelte aber ab. War irgendwie sogar gekränkt. Die Familie lebt sehr zurückhaltend aber es ist bekannt, dass der alte Mann immer bösartiger wird. Es liegen auch schon Anzeigen vor und er führt viele Konflikte.

Ich habe das Gefühl, dass er sich auf mich "eingeschossen" hat. Aber vielleicht haben auch andere schon solche Auto-Zwischenfälle mit ihm erlebt.
Was soll ich machen? Ich habe wirklich Angst, dass das nächste mal wieder so etwas passiert und ich nicht ausweichen kann. Mein Mann sagt, dass man das der Polizei oder der Führerscheinstelle miteilen müsste, dann würde überprüft werden, ob er überhaupt noch fahren darf. Aber das finde ich sehr einschneidend.
Anderenfalls soll man erst warten bis etwas passiert? Seine Familie (Tochter) sagt dazu nichts. Bin ratlos.
 

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G

Gast

Gast
Mein Mann sagt, dass man das der Polizei oder der Führerscheinstelle miteilen müsste, dann würde überprüft werden, ob er überhaupt noch fahren darf. Aber das finde ich sehr einschneidend.
Das ist schon richtig, aber wenn es durch seine Krankheit dazu kommt, dass er nicht mehr Auto fahren KANN, und es zu einem Unfall kommt, bei dem ein Mensch zu Schaden kommt, dann ist das für den auch einschneidend.

Du hast ja erst versucht, mit seiner Familie zu reden. Dass diese abwiegelt, ist zwar verständlich, aber es hilft letztendlich keinem, wenn der Herr nicht mehr fahrtauglich ist.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Letztlich ist es völlig egal, ob sein merkwürdiges Verhalten auf die Demenz zurückzuführen ist. Sein Fahrverhalten ist jedenfalls so, dass er damit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet und unter Umständen auch sich selbst.

Ja, wende dich an die Polizei.
 
G

Gast

Gast
Das kannst du nicht beurteilen, und auch keiner hier per Ferndiagnose.
Fühlst du dich bedroht, melde dich bei der Polizei oder dem Ordnungsamt.
Zentrale Richtschnur sind hier vorhandene Alltagskompetenzen:
Nur bei schwerer Demenz spricht die Fahrerlaubnisverordnung (FeV) von einem eindeutigen Fahrverbot.
Um den Schweregrad der Krankheit und die vorhandenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen, sollten Fachleute hinzugezogen werden.
Neurologen oder Psychiater, Psychologen und Fahrschullehrer treffen während einer Fahrprobe verläßliche Aussagen.
 

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