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chronische Schmerzen LWS seit Jahren

prash

Neues Mitglied
Hallo ich bin Sarah und neu hier. Ich bin auf der Suche nach Gleichgesinnten mit denen man sich austauschen kann und die mitfühlen können aufgrund ähnlicher Situationen im Leben. Kurz zu mir. Ich bin 44 Jahre alt und leide seit ca. 5 Jahren an chronischen LWS Schmerzen aufgrund verschiedener Diagnosen. Es wurde alles versucht. konservativ...über div. kleine OPs....bis hin zum Schmerzschrittmacher und letztes Jahr dann die Versteifung über 2 Etagen. Leider half es nicht. Ich kam nie von den Schmerzmitteln runter, obwohl das mein größtes Problem darstellt und ich nix mehr hasse als das alles täglich schlucken zu müssen. Ich habe so viele Ärzte durch....Aussagen wie "ihr Rücken ist wirklich kein Geschenk" oder "oh sie sind ja dafür noch viel zu jung" bis hin zu "sie haben keine Wahl" hab ich alles gehört. So langsam geht mir die Kraft aus. Auch privat wird es schwierig. Mein Mann hat nur bedingt Verständnis. Ich habe das Gefühl langsam mit meinen Problemen lästig zu sein, weil ich nicht mehr so funktioniere wie bisher, auch wenn ich mein Bestes gebe damit es so ist und mir so gut es geht nix anmerken lasse, weil Mitleid das letzte ist was ich brauchen kann. Aber oft frage ich mich nur ob das jetzt mein Schicksal für den Rest meines Lebens ist. Andererseits ist Aufgeben keine Option für mich und wenn ich noch zu 100 Ärzten laufen muss...irgendeiner wird mir helfen können glaube ich immer zu hoffen. Nun steht wieder eine Op an...allerdings erstmal minimalinv. da die nächste darüberliegende Bandscheibe nun schon nach einem Jahr betroffen ist. Angeblich die STatik, (Anschlussdegeneration) wie die Ärzte es nennen. Nun ja....das wars in Kürze. Geht es wem ähnlich hier ? Wie schafft ihr das ? Danke fürs mitlesen.

LG Sarah
 

Blaumeise

Aktives Mitglied
Oh je, da hast du ja schon einiges durch und das in deinem Alter. Wie kam es denn zu den ganzen OPs? Waren die wirklich notwendig? Heutzutage wird doch nur noch in Ausnahmefällen am Rücken operiert, erst recht bei jüngeren Patienten.
Was ich dir empfehlen kann: In Sommerfeld bei Berlin gibt es eine Klinik die sich auf multimodale Schmerztherapie spezialisiert hat, insbesondere für Rückenleiden. Die Klinik hat einen sehr guten Ruf. Ich war selbst auch schon dort (aber nicht wegen Rücken).

Was wird den noch gegen die Schmerzen unternommen außer dir Schmerzmittel zu verschreiben? Bekommst du auch Physiotherapie? Und was machst du aktiv gegen den Schmerz? Damit meine ich Gymnastik, Bewegung und dergleichen.
 

prash

Neues Mitglied
Liebe Blaumeise, vielen Dank für deine Antwort. Und den lieben Tipp. Ja das habe ich auch schon durch Schmerztherapie Physio Akupunktur diverse Sportangebote Rehasport seit Jahren... einmal pro Woche schwimmen..radfahren....Gymnastik zu Hause. Vielerlei an Spritzen und so weiter...
 
G

Gelöscht 122663

Gast
Hallo Sarah,
ich befinde mich in einer sehr ähnlichen und wie ich auch finde sehr frustrienden Situation. Zur Frage: Wie schafft ihr das?
1. Wie schaffe ich die chronische Krankheit/ Schmerzen/ Erschöpfung/ Müdigkeit etc. auszuhalten? Ähnlich wie du: Ärztemarathon, Therapie (Medikamente, Schmerzklinik, Physio, Akkupunktur, ACP, Psychotherapie....alles), schonende Bewegung (viele meiner sportlichen Tätigkeiten sind mir nicht mehr möglich). Viel mehr Pause, pacing ist das Zauberwort. Insgesamt verfolge ich nun den Ansatz: ich bemühe mich den Fokus auf das zu legen, was an dem Tag geht und das mache ich auch und hänge dann nicht daran, was nicht geht. Aber etwas zu planen ist fast unmöglich.
2. Versuchen zu entschleunigen und entspannen, da der Teufelskreislauf aus Stress und Schmerz endlos ist und ich dann z.B. nicht mehr sitzen oder gehen kann vor Muskelschmerzen. Stress und die Auswirkungen auf den Körper sind massiv, besonders wenn bereits eine "Schwachstelle" vorliegt. Das klappt natürlich auch eher semi gut, sonst hätte ich das Problem sicher nicht mehr. Aber dranbleiben.
3. Wie ich das mit meinem Umfeld mache? Ebenfalls schwierig, weil die Kommunikation übers kranksein nervt und jeden einlädt über seine Krankheiten zu reden. Verständnis bekomme ich schon, aber oft bräuchte man wohl mehr. Mein Mann ist oft auch sehr traurig und verängistig, weil er mir nicht helfen kann und das wirkt dann manchmal eher desinteressiert. Mein Umfeld hat den Überblick über meine Krankheit, Arzttermine etc. verloren, was auch okay ist. Wenn wir was planen, legen wir nur einen Tag fest und dann gucken was geht. Oft muss ich Treffen auch absagen, dann weiß aber jeder wieso und das reduziert den Frust auf beiden Seiten zumindest.
4. Prinzip Hoffnung und dennoch Pause vom Arzt. Ich verstehe,, dass du hoffst einen Arzt zu finden, der dir hilft und dass es dich jedes Mal zusätzlich belasted, dass es (wieder) nicht hilft. Daher: Mir hilft oft eine Pause von diesen Terminen. Nur noch das was wirklich sein muss. Da du Medikamente bekommst, die Übungen machst etc. wird da auch nix Neues groß was bringen. Ich mache das an Übungen, Entschleunigung etc. zu Hause weiter, aber stresse und frustriere mich auch mal monatelang nicht mit Arztterminen etc. Dann gehts oft eine Phase lang besser und dann habe ich wiedre Kraft für die Behandlung. Da es mit der Behandlung oft nur minimal besser wird, sehe ich da oft nur einen geringen Nutzen. Und der Alltag ist nicht so bestimmt von Terminen und Frust nachm Arztbesuch.

Vielleicht hilft dir davon auch etwas oder du kannst es umwandeln für dich.

Es ist defintiv keine Lösung in dem Sinne, dass ich schmerzfrei bin. Das passiert wohl nicht mehr. Das muss man leider wohl akzeptieren. Und dann gehts nur noch um ein mehr-oder-weniger. Eine Akzeptanztherpie im Rahmen der Psychotherapie hilft da.

beste Grüße
 

Alegra67

Aktives Mitglied
Mir fällt da spontan ein, dass du mal zu einem Heilungsgottesdienst gehen könntest. Dort wird für solche Sachen gebetet, ganz im biblischen Auftrag.
Schlimmstenfalls passiert nichts, du hast also kein Risiko irgendwelcher Art.
Bestenfalls geschieht ein Wunder, was dort oft vorkommt.

Je nachdem, wo du wohnst, könntest du einen Healingroom aufsuchen. Dort geschieht im Prinzip das gleiche.
 

Postman

Sehr aktives Mitglied
Hallo ich bin Sarah und neu hier. Ich bin auf der Suche nach Gleichgesinnten mit denen man sich austauschen kann und die mitfühlen können aufgrund ähnlicher Situationen im Leben. Kurz zu mir. Ich bin 44 Jahre alt und leide seit ca. 5 Jahren an chronischen LWS Schmerzen aufgrund verschiedener Diagnosen.
Was für Diagnosen sind das? Sprich, welche Diagnosen hat man dir schon gestellt?
 

Blaumeise

Aktives Mitglied
Liebe Blaumeise, vielen Dank für deine Antwort. Und den lieben Tipp. Ja das habe ich auch schon durch Schmerztherapie Physio Akupunktur diverse Sportangebote Rehasport seit Jahren... einmal pro Woche schwimmen..radfahren....Gymnastik zu Hause. Vielerlei an Spritzen und so weiter...
Das Problem bei chronischen Schmerzen: Die bekommt man nur noch sehr schwer los. Du hast wahrscheinlich schon mal von einem Schmerzgedächtnis gehört oder?
Ich hatte auch mal 5 Jahre lang Schmerzen. Bei mir sind sie spontan wieder verschwunden. Warum und weshalb weiß keiner. Und dass sie verschwinden, damit hat auch keiner mehr gerechnet. Eigentlich zielt SchmerzTherapie ja darauf ab, Schmerzen zu lindern und nicht zu heilen. Wenn es doch zu einer Heilung kommt, umso besser. Aber solche Fälle sind selten.
Dein Fokus sollte auch auf Schmerzreduktion liegen. Hat sich da die letzten Jahre etwas bei dir geändert? Sind die Schmerzen besser geworden oder gleich geblieben? Oder werden die Schmerzen gar immer schlimmer?
Hast du mal daran gedacht auch eine Psychotherapie zu machen? Die könnte eine gute Unterstützung sein, wenn es um Strategien der Schmerzbewältigung geht. Ebenso könnte dein Partner mit in die Therapie einbezogen werden und es können Paarprobleme besprochen werden. Probleme in einer Beziehung sind nicht selten, wenn ein Partner chronisch Krank ist.
 

klecksfisch

Aktives Mitglied
Woran liegt es, dass du solche Schmerzen hast?
Welche Diagnose gibt es?
Ich hatte seit Kinderjahre Probleme mit dem Rücken, späer immer weider Hexenschuss. Orthopäden haben nix gefunden bzw. nis gesagt. Dann wurde ein MRT gemacht, der Ortho stellte fest, Wirbel sind verschoben. Hilfe gab es nicht, die Sache war für ihn erledigt. Ich habe dann einen Heilpraktiker gefunden, der chinesische Chiropraktik macht, er hat sich das MRT angesehen und hat festgestellt, dass ich Skoliose habe. Er hat mir dann die Wirbel an die richtige Stelle geschoben und es ging besser, mein Rundrücken verschwand. Ich habe seit Kindertagen bis heute, ich bin 67 Jahren, Probleme und keiner von den Orthos hat auch nur ansatzweise irgendwas gesehen. Dabei konnte man das von außen sehen, Rundrücken, Hohlkreuz, Bein nachgezogen. Das mal zu den Orthopäden.
Im Internet habe ich dann eine Schweizerin gefunden, die selber Skoliose hat und Übungen erfunden hat. Die Übungen mache ich seit Dez. 2020 und es geht mir super. Wenn sich die Wirbel verschieben, kann ich sie selber wieder richten, der Heilpraktiker hat mir gezeigt wir das geht. Mir wurde das zu teuer, einmal die Woche dorthin udn ich habe ihn gefragt, wo ich das lernen kann, da hat er mir das gezeigt.
Ich erzähle dir das, weil ich damit zeigen möchte, dass es manchmal ganz andere Wege gibt, die helfen. Dem Orthopäden habe ich das aber gesagt, was bei mir gefunden wurde. Dummes Gucken war dann seinerseits angesagt.
 

prash

Neues Mitglied
Hi klechsfisch... Danke für deine Antwort... Meine Diagnosen? Chron. Schmerzsyndrom... Osteochondrose.... Facettengelenksarthrose... Spondylarthrose bandscheibenprotrustionen... Naja kaum ist der eine gerichtet.. Geht es mit dem nächsten weiter. Die Degeneration nimmt kein Ende. Keine Ahnung woran das liegt. Aber danke für den tip.... Manchmal sind es kleine Dinge die großes bewirken. Man muss sie nur finden😁
 

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