Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Chirurg erteilt mir in seiner Praxis Hausverbot

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Luna_New

Aktives Mitglied
Viele von euch kennen meine Krankheitsgeschichte.
Ich habe Endometriose und bis das diagnostiziert wurde habe ich eine 5 monatige Tour durch sämtliche Arztpraxen in der Umgebung gemacht.Unter anderem auch bei besagtem Chirurg, der als einziger zwar wusste was Endometriose ist, der sich aber sicher war, dass es das nicht ist und hinterher alles so hinstellte, als hätte er das nie gesagt , dass es keine Endo sein kann und von Anfang an gewusst, dass ich Endo habe.

Ungefähr 2 Wochen nach meiner O.P fing es an, dass ich im Intimbereich extrem nass wurde und das Gefühl hatte mein After, meine Scheide und meine Blase würden auslaufen.
Ich war insgeheim 3 Mal bei ihm, wobei er anfangs eine kleine Abschürfung feststellte.
Er war immer genervt von mir, stellte aber keine Diagnosen. Ich hatte das Gefühl, dass er mich als Hypochonder abstempelte und sich gar keine Mühe mehr gab, obwohl nachweislich war, dass ich was habe.

Vorgestern kam dann Eiter aus meinem Po. Ich sagte ihm, dass laut Gyn der Verdacht auf eine Fistel besteht, die sich vom After zur Scheide erstreckt.

Jetzt kommts: Er stritt alles ab, meinte das wäre keine Fistel (obwohl ich merkte, dass es vorne lief, wenn er hinten drückt) und

erteilte mir ein 6 monatiges Hausverbot in seiner Praxis!!!


Wir reden hier von einem Chirurg, der auch D Arzt ist und für Notfälle verantwortlich.

Wie ist denn da die Lage? Darf der das überhaupt?
Mal abgesehen davon, dass ich zwischenzeitlich eh schon gewechselt habe, aber was ist, wenn ich jetzt was habe und der sich weigert mir zu helfen? Er ist der einzige Chirurg in der kleinen Stadt.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Das ist ja mal eine krasse Geschichte.
Dass du gewechselt hast, verstehe ich gut.

Bei Notfällen sind Ärzte grundlegend verpflichtet zu helfen, Hausverbot hin oder her. Das Wohl eines Menschen wiegt vor dem Gesetzt deutlich mehr als ein Hausverbot.

Wie er dann aber tatsächlich reagiert, wenn du vor seiner Tür stehst, kann dir hier natürlich niemand sagen.

Bei wirklichen Notfällen in diesem Bezug würde ich dir hier raten, einfach Krankenwagen und Notarzt zu rufen. Gesetze helfen dir nämlich akut auch nichts, wenn er dich einfach nicht reinlässt. Du hattest vor kurzem eine Operation und das sind die möglichen Folgen.

Spreche die weitere Behandlung deiner möglichen Fistel mit deinem jetzigen Arzt ab und wenn es wirklich zu einem akuten Notfall kommt, den Rettungsdienst alamieren. Wenn du beispielsweise im Intimbereich stark blutest oder eiterst, denke ich, wäre es auch nicht ubedingt gut, selber Auto zu fahren oder weitere Strecken zu laufen.
 

CAT

Aktives Mitglied
Unabhängig ob er das darf oder nicht - würde ich da nicht mehr hingehen wollen.

Jemand der mir ein Hausverbot erteilt, ergo mir damit mitteilt, dass er mich nicht ernst nimmt und mich nicht behandeln möchte ...äh ja.....den würde ich nie mehr an mich ranlassen wollen.....

Ich weiß nicht in welcher (seltsamen und einsamen) Gegend du wohnst, wo es so schwer ist kompetente Ärzte zu finden und wo man so weit fahren muss etc.etc. (wäre ggf. zu überlegen ob man da auf Dauer bleiben möchte - würde mich da sehr unsicher fühlen), aber bzgl. deines Endo Problems und der Nachsorge dafür und den neu entstandenen Problemen, würde ich sehen, dass ich - egal wie weit entfernt - Spezialisten dafür finde. Wenn man googelt kommt oft jemand in ESSEN raus.

Das hätte bei mir Priorität Nr. 1.
Ich hatte vor Jahren einen ähnlichen Fall - gesundheitlich komplett unterschiedlich - aber von der Erfahrung her ähnlich. Ich wohne in Frankfurt und bin nach einem langen Ärzte-Tingel-Tangel in München gelandet.....
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Er war immer genervt von mir, stellte aber keine Diagnosen. Ich hatte das Gefühl, dass er mich als Hypochonder abstempelte und sich gar keine Mühe mehr gab, obwohl nachweislich war, dass ich was habe.
Da Du echt nett auftrittst, kann ich mit einfach nicht vorstellen, dass Du etwas gemacht hast, was in eine bestimmte Richtung geht... Wenn ja, gewollt war es nicht. Da gehören andere Charaktere dazu.

Hat er das Wortwörtlich so gesagt? - Hausverbot?
Ok - dann wäre ein erneutes Betreten widerrechtlich (Hausfriedensbruch).
Er hätte aber recht einfach den Behandlungsvertrag fristlos kündigen können, auf deutsch sagen: Ich weiss nichts mehr und ich will nicht mehr.
Das Recht hast Du, hat er aber auch.
Die Kündigung hätte aber eben keine drastischen Folgen.
Ich denke, ich würde nun auch versuchen, "in seinem Sinne" zu handeln - also den Mann zu vergessen.
Da er als einziger? Chirurg aber schon eine rolle in deinem Leben spielen kann, selbst wenn Du nur ne Eiterbeule am Arm hast die man ja nun mal sieht, könntest Du erst mal - wie gesagt - die Wortwahl prüfen, die Folgen prüfen, dann einen Brief schreiben und genau das argumentieren was ich geschrieben hab. Also hilfsweise Kündigung - falls er nämlich noch nicht gekündigt hat, sodann Aufhebung des HV, damit Du im Notfall dennoch hin kannst.
Oh Mann... <3
 

Luna_New

Aktives Mitglied
Unabhängig ob er das darf oder nicht - würde ich da nicht mehr hingehen wollen.

Jemand der mir ein Hausverbot erteilt, ergo mir damit mitteilt, dass er mich nicht ernst nimmt und mich nicht behandeln möchte ...äh ja.....den würde ich nie mehr an mich ranlassen wollen.....

Ich weiß nicht in welcher (seltsamen und einsamen) Gegend du wohnst, wo es so schwer ist kompetente Ärzte zu finden und wo man so weit fahren muss etc.etc. (wäre ggf. zu überlegen ob man da auf Dauer bleiben möchte - würde mich da sehr unsicher fühlen), aber bzgl. deines Endo Problems und der Nachsorge dafür und den neu entstandenen Problemen, würde ich sehen, dass ich - egal wie weit entfernt - Spezialisten dafür finde. Wenn man googelt kommt oft jemand in ESSEN raus.

Das hätte bei mir Priorität Nr. 1.
Ich hatte vor Jahren einen ähnlichen Fall - gesundheitlich komplett unterschiedlich - aber von der Erfahrung her ähnlich. Ich wohne in Frankfurt und bin nach einem langen Ärzte-Tingel-Tangel in München gelandet.....

Hallo Cat,

ich gehe da natürlich nicht mehr hin, bin aber dennoch stark verärgert über die ganze Vorgehensweise.
Ich wohne sehr ländlich und eher nicht strukturstark, sodass es hier gut und gern nur 1 Chirurgen gibt.
Für die Endo habe ich einen Spezialisten gefunden im Endozentrum, aber das Problem jetzt mit der eventuellen Fistel hat vielleicht nicht so viel mit der Endo zu tun.

Bist du dann bis nach München gefahren?
 

Luna_New

Aktives Mitglied
Da Du echt nett auftrittst, kann ich mit einfach nicht vorstellen, dass Du etwas gemacht hast, was in eine bestimmte Richtung geht... Wenn ja, gewollt war es nicht. Da gehören andere Charaktere dazu.

Hat er das Wortwörtlich so gesagt? - Hausverbot?
Ok - dann wäre ein erneutes Betreten widerrechtlich (Hausfriedensbruch).
Er hätte aber recht einfach den Behandlungsvertrag fristlos kündigen können, auf deutsch sagen: Ich weiss nichts mehr und ich will nicht mehr.
Das Recht hast Du, hat er aber auch.
Die Kündigung hätte aber eben keine drastischen Folgen.
Ich denke, ich würde nun auch versuchen, "in seinem Sinne" zu handeln - also den Mann zu vergessen.
Da er als einziger? Chirurg aber schon eine rolle in deinem Leben spielen kann, selbst wenn Du nur ne Eiterbeule am Arm hast die man ja nun mal sieht, könntest Du erst mal - wie gesagt - die Wortwahl prüfen, die Folgen prüfen, dann einen Brief schreiben und genau das argumentieren was ich geschrieben hab. Also hilfsweise Kündigung - falls er nämlich noch nicht gekündigt hat, sodann Aufhebung des HV, damit Du im Notfall dennoch hin kannst.
Oh Mann... <3

Ich hätte verstanden, dass er jemandem Hausverbot erteilt, der die Schwestern beschimpft oder randaliert, aber ich bin immer sehr nett, habe mich noch 10 Mal bedankt und war anständig. Vermutlich war das ein Fehler.

Ja, hat er so gesagt.

Das Problem ist, ich wohne ländlich. Ich weiß nicht wie ich den Depp von Arzt nochmal brauche. Wie du sagst, reicht da ne Eiterbeule aus und wenn man keinen hat, der einen fährt, siehst es düster aus. Und das weiß der Ar**** leider auch.

Klar gehe ich da nicht mehr hin. Wollte nur meinem Frust Luft machen und fragen wie das vom Gesetz her so ist.
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Das Problem ist, ich wohne ländlich. Ich weiß nicht wie ich den Depp von Arzt nochmal brauche. Wie du sagst, reicht da ne Eiterbeule aus und wenn man keinen hat, der einen fährt, siehst es düster aus. Und das weiß der Ar**** leider auch.
Erkundige dich, ob dir die Kasse ein Taxi bezahlt.

Ich kenne dich und deine Krankheit nicht, es wirkt auf mich sehr stressig.
In manchen Situationen solltest du etwas mehr Geduld haben.
Ist halt alles nicht einfach.

Ich wünsche Dir von Herzen, daß es gut für dich ausgeht (y)
:)
Gruß Hajooo
 

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich denke, du musst auch den Arzt verstehen. Wenn man fünf Monate lang von Praxis zu Praxis zieht und sich zig verschiedene Meinungen einholt, anstatt sich irgendwann einmal für einen Arzt und eine Herangehensweise zu entscheiden, dann wird das System der Therapie ad absurdum geführt.

Normalerweise läuft es doch so: Man trägt dem Hausarzt seine Beschwerden vor, er überweist an einen Facharzt. Eventuell kann man sich dann z.B. in einer Klinik eine Zweitmeinung einholen, die über genauere Diagnoseverfahren (z.B. MRT) verfügt. Alle drei behandelnden Ärzte stehen in Kontakt und tauschen deine Akte aus. Der Facharzt entscheidet letztendlich in Absprache mit seinen Kollegen, welche Therapie für dich am Besten wäre.

Wenn man aber unkontrolliert und ohne Absprache zu zahlreichen unterschiedlichen Ärzten geht, funktioniert das Ganze einfach nicht.

So machen es aber auch Hypochonder oder Münchhausensyndrom-Kranke, deren Lebensinhalt es darstellt, sich entweder dauerhaft mit seinen Wehwehchen zu beschäftigen, oder als vermeintlich totkrank von zahlreichen Ärzten umsorgt zu werden. Die Sache wird auch nicht gerade besser, wenn man dem behandelnden Arzt ständig widerspricht oder gar permanent mit Sebstdiagnosen um sich wirft.

Daher kann ich, so dumm es klingt, den Arzt verstehen, der dir Hausverbot erteilt hat.

(...)Anusprobleme wünsche ich niemandem, ganz bestimmt geht es dir auch überhaupt nicht gut. Aber mache es doch mal so, wie es der normale Gang wäre (siehe oben). Dann kann dir bestimmt einfach besser geholfen werden.

Liebe Grüße,
SFX
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

    Anzeige (2)

    Oben