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charakterschwach und unselbständig

Angua

Aktives Mitglied
Eins mal vorweg: Die Probleme, die Du schilderst, sind kein Anzeichen für Charakterschwäche. Damit wertest Du Dich selbst ab. Charakterschwach ist anders.

Aber...ein Studium ist im Moment nichts für Dich in meinen Augen. Aber so gar nichts. Damit wirst Du, denke ich, spätestens in zwei Jahren gehörig auf die Schnauze fallen, weil Du es aus den falschen Motiven machst. Ein Studium ist keine Therapie und keine Fluchtmöglichkeit.
Der beste Tip, dem ich mich anschließen möchte, ist dieser hier:
Wenn du soziale Kompetenz aufbauen möchtest, wär vielleicht ein freiwilliges soziales/ökologisches Jahr etwas für dich?
Da gibt es auch Angebote wo die Unterkunft gestellt wird, also da wärst du dann auch erst mal aus deinem Zuhause raus.
Das wäre doch eine super Möglichkeit. Über die würde ich intensiv nachdenken.
Ich sage Dir auch gerne, warum ich so denke.
es gibt mehrere studiengänge, die mich interessieren (viel mit sprachen, kultur, kommunikation und literatur)
Das sind alles in allem total überlaufene Studiengänge mit recht geringen Chancen, später mal eine bezahlte Stelle (dabei rede ich nicht einmal von gut bezahlt) Stelle zu finden. Da werden eigentlich nur die besten Absolventen genommen. Bei Dir hätte ich Bedenken, ob Du es überhaupt innerhalb der Regelstudienzeit schaffst, was schon Voraussetzung ist, überhaupt einen Job in seinem Bereich zu bekommen später. Ein Studium erfordert viel Eigenorganisation. Von daher kann ich Deine Eltern schon verstehen, warum sie das nicht finanzieren wollen.
von den leuten, die ich kenne und die studieren, macht niemand mehr als 450€-job. ich glaube einfach nicht, dass ich so belastbar bin. 450€-job, d.h. 12 stunden die woche, würde ich sicher noch hinkriegen, aber davon kann man kaum die miete zahlen.
Ja, im laufenden Jahr. Zu meiner Zeit war es so, daß man sich als Studi einen Semesterferienjob in Vollzeit gesucht hat, und von dem hat man dann die grundlegenden Ausgaben wie Miete bestritten. Aushilfsjobs im Semester waren dazu da, um variable Lebenshaltungskosten zu deckeln.
Dein größter Denkfehler mMn ist aber dieser hier:
und dann ziehe ich aus und konzentriere mich aufs studium, suche mir einen 450€-job oder mache praktika und kann in dem rahmen erstmal zur ruhe kommen und die sozialen kompetenzen lernen, die mir im moment fehlen. ich muss einfach mal zur ruhe kommen.
Ein Studium ist dafür nicht der richtige Weg. Schon gar nicht in den Fächern, die Dir so vorschweben.
 

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Jusehr

Namhaftes Mitglied
Wenn man nicht einmal eine BAFÖG-Beratungsstelle im Internet ausfindig machen und dort hingehen kann, könnte es natürlich schwer werden.

Allerdings würde ich den finanziellen Papierkrieg vom inhaltlich bezogenen Studium unterscheiden. Das letztere kann im Vergleich zum ersteren durchaus motivieren. Im konkreten Fall scheinen mir allerdings die Rahmenbedingungen für ein Studium nicht gut zu sein.

Die TE sollte m. E. wenigstens kleinschrittig am Ball bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sarnade

Aktives Mitglied
ich hab gerade abi gemacht und will eigentlich studieren, meine eltern wollen mir das aber nicht bezahlen und geben mir nicht mal die infos, die ich für einen bafög-antrag brauche (gehaltsabrechnungen etc.). gleichzeitig kriege ich es aber auch nicht hin, mich selbst zu finanzieren oder mir was zu organisieren... ich bin wie blockiert und einfach überfordert von den möglichkeiten, die es zwar vielleicht gibt, die aber voraussetzen, dass ich stellen anrufe, anträge ausfülle etc... es hilft dabei nicht, dass mir leute sagen, dass ich ein studium gar nicht schaffen würde, wenn ich jetzt schon überfordert bin.
Die Leute haben aber recht. Wenn du nicht mal selber irgendwo anrufen kannst, schaffst du auch kein Studium; denn das ist wesentlich anspruchsvoller. Wie hast du eigentlich das Abi geschafft? Da scheinen die Lehrer es sich ja sehr bequem gemacht zu haben; denn das Abi soll doch zum Besuch einer Universität befähigen. Heraus kommen Menschen, die nicht mal irgendwo anrufen und auch kein Formular ausfüllen können? :oops:
 

Taavi

Mitglied
wie soll ich das formular ausfüllen, wenn nach infos gefragt wird, die meine eltern haben und mir nicht geben wollen? soll ich das büro meines vaters nach den unterlagen durchsuchen und die angaben ohne seine einwillung eintragen?
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
wie soll ich das formular ausfüllen, wenn nach infos gefragt wird, die meine eltern haben und mir nicht geben wollen? soll ich das büro meines vaters nach den unterlagen durchsuchen und die angaben ohne seine einwillung eintragen?
Du bist 16, steht in deinem Profil. Eltern sind verpflichtet, ihr Kind bei seiner Ausbildung und auch während eines Studiums finanziell zu unterstützen. Wende dich an das örtliche Jugendamt und bitte um Beratung und Unterstützung.
 

Sil the evil Bitch

Namhaftes Mitglied
wie soll ich das formular ausfüllen, wenn nach infos gefragt wird, die meine eltern haben und mir nicht geben wollen? soll ich das büro meines vaters nach den unterlagen durchsuchen und die angaben ohne seine einwillung eintragen?
Srry, wenn ich das so sage... aber bist du ernsthaft nie auf die Idee gekommen dir die Infos SELBER ZU SUCHEN?! o_O

Wie willst du denn jemals selbstständig und charakterstärker werden, wenn du die ganze Zeit Unterstützung und Hilfe von Mami und Papi erwartest?

Ich halte das Studium ebenfalls für ne sehr schlechte Idee. Glaub mir, ich hab selbst studierst und du unterschätzt wie hart der Stoff sein kann. Erst Recht wenn man Schwierigkeiten hat soziale Kontakte zu knüpfen, bist du ohne Lerngruppen alleine komplett aufgeschmissen. Und wenn du selbst für eine einfache Internetrecherche zu faul bist, kriegst du das Studium erst recht nicht auf die Kette. Besonders weil du ja in anderen Thread angegeben hast, dass du dich zum Einschlafen zusäufst, habe ich eher die Befürchtung, dass du die Hörsäle nur noch besoffen ertragen wirst.

Realistisch betrachtet wäre zunächst ein Nebenjob auf 450 Euro, womit du dir ein kleines WG Zimmer dir leisten kannst besser für dich. Dann kannst du dir Unterstützung für die soziale Probleme mittels Therapie holen und dich in Bereich einer Ausbildung orientieren.
 

Kylar

Namhaftes Mitglied
Srry, wenn ich das so sage... aber bist du ernsthaft nie auf die Idee gekommen dir die Infos SELBER ZU SUCHEN?! o_O
Da müsste die TE dann aber schon, wie sie selber sagt, heimlich in den privaten Unterlagen der Eltern rumwühlen und diese heimlich kopieren und dort einreichen.
Über eine Internetrecherche wird sie die genauen Gehaltsangaben ihrer Eltern jedenfalls nicht bekommen.
 

Sil the evil Bitch

Namhaftes Mitglied
Da müsste die TE dann aber schon, wie sie selber sagt, heimlich in den privaten Unterlagen der Eltern rumwühlen und diese heimlich kopieren und dort einreichen.
Über eine Internetrecherche wird sie die genauen Gehaltsangaben ihrer Eltern jedenfalls nicht bekommen.
Warum heimlich? Sie könnte noch mal das Gespräch suchen. Wenn sie weigern sich eventuell beim Baföqamt beraten lassen wie man noch an die Unterlagen rankommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
A

Alböguhl

Gast
Minderjährige sind grundsätzlich noch nicht in der Lage, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen – das ist vielmehr Aufgabe der Eltern.
Volljährige dagegen müssen ihren Lebensbedarf selbst erwirtschaften.
Allerdings gibt es eine Ausnahme: Eltern haben ihren Kindern nämlich eine Ausbildung zu finanzieren – ihr Nachwuchs soll schließlich die Möglichkeit haben, „etwas aus sich zu machen“.
Entscheidet sich das Kind nach einer absolvierten Ausbildung dazu, eine weitere Ausbildung bzw. ein Studium aufzunehmen, müssen Eltern ihrem Sprössling nur noch in engen Grenzen finanziell unter die Arme greifen.
 

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