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Bundestag beschließt höheren CO2-Preis - Heizen und Tanken werden ab 2021 teurer

Horsten88

Mitglied
VERKEHR UND GEBÄUDE: Bundestag beschließt höheren CO2-Preis – Heizen und Tanken werden ab 2021 teurer

Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas werden teurer: Die Fraktionen der großen Koalition und der Grünen haben eine Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes beschlossen. Verbraucher müssen sich auf höhere Preise einstellen.

Auf Druck der Grünen hatte sich der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag auf eine Erhöhung des CO2-Preises von 10 auf 25 Euro pro Tonne geeinigt. Dies wird nun gesetzlich umgesetzt. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter spricht dazu im Bundestag. ...

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article217411768/Bundestag-beschliesst-hoeheren-CO2-Preis.html
Also ich kenne niemanden, der zum Spaß Heizöl oder Erdgas verbrennt. Die Leute machen dies, um nicht zu frieren. Viele haben erst vor ein paar Jahren Erdgasheizungen verbaut, da diese angeblich besonders sparsam seien. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele ja überhaupt keinen Einfluss darauf haben wie ihre Mietswohnung beheizt wird. Der Vermieter gibt die Kosten einfach an den Mieter weiter und der schaut in die Röhre. Ein Rentner wird auch im Eigenheim nicht mal eben so eine neue Heizung verbauen können, denn das geben unsere Renten schlicht nicht her. Also ran an das reichlich Ersparte!

Zum Thema Benzin und Diesel: Bisher wurde trotz x Preiserhöhungen die angeblich einsetzende Reduzierung der Privatfahrten nie erreicht. Warum jetzt? Irgendwann ist es für manch einen attraktiver sich arbeitslos zu melden als täglich eine Stunde oder mehr one way zur Arbeit zu pilgern und auch noch große Teile des Lohns für Fahrtkosten aufzuwenden. Wäre auch weniger Stress. Der Ausgleich durch die Pendlerpauschale wird ein Witz werden und kommt wahrscheinlich auch mit einigen Jahren Versatz, wenn überhaupt. Muss halt jeder Bürger auf Elektroauto umsteigen. No problem!

Es ist ja schön, dass Deutschland eine Vorreiterrolle beim Thema Klimaschutz einnehmen möchte, jedoch sollten nicht pauschal ältere Techniken verteufelt werden und Menschen, welche teils gar keine Wahl haben, die Zeche zahlen müssen. Man könnte zwingend für Neubauten Solarthermie oder Wärmepumpen vorschreiben. Ebenso könnten bei Neueinbauten/Ersatz nur noch entsprechend neue Anlagen erlaubt werden. Aber daran verdient der Staat ja nicht so viel. Die EEG Umlage sorgt auch nicht für den gewünschten Effekt, sondern kostet jeden Bürger schlicht nur Geld. Eigentlich fehlt nur noch als nächste Meldung, dass der Bundestag seine Diäten erhöht um die steigenden Mehrkosten auszugleichen.

Profiteure sind diejenigen, welche sich einen Tesla leisten, seit Jahren auf der eigenen Stadtvilla Solarpanele besitzen und damit dank EEG teils den Monatslohn einer Arzthelferin erwirtschaften, oder sich mal eben die Dämmung des Hauses samt neuer Heizung leisten können. Schmerzhaft wird es für diejenigen, welche eh kaum sparen können. Reiche Menschen haben einen größeren ökologischen Fußabdruck, aber der Reiche kauft sich einfach seinen CO2 Ablassbrief.

Wenn die EEG-Umlage sinkt, dann bin ich ja mal gespannt, was da beim Kunden ankommt: Zumindest der Preis für Ökostrom müsste dann eigentlich deutlich fallen, auch für private Verbraucher. Faktisch wird es wohl eher so sein, dass der Preis für Ökostrom steigt und alles andere ebenfalls teurer wird. Wie immer. :LOL:
 

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boba123

Mitglied
Ich sehe das ganz anders als du. Es wird von den Kritikern immer angeführt, dass CO2-Bepreisung ja nur die Armen treffen würde und das alles so unfair wäre, weil ja sowieso schon alles so teuer ist. Fakt ist aber, dass ohne CO2-Bepreisung die letzten Jahre einfach nichts passiert ist. Es muss aber etwas passieren, wenn wir die beschlossenen Klimaziele erreichen wollen. Und das bedeutet auch, dass die Einzelperson das Verhalten ändern muss. Dann heißt es immer, dass die teuren Elektroautos sich ja nur die reichen leisten könnten. Aber das ist auch gar nicht die Lösung, dass jeder mit seinem eigenen Elektroauto durch die gegend fährt. Wir müssen vom Individualverkehr wegkommen. Dass die Stadt voll ist mit Autos, in denen jeweils nur eine Person sitzt, ist Wahnsinn. Es wird immer die Arme Person auf dem Dorf angeführt, die ja gar nicht anders kann, als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Fakt ist aber, dass es immer noch haufenweise Leute gibt, die aus Bequemlichtkeit das Auto nehmen, weil es noch zu günstig ist (bzw. die alternativen zu teuer).

Eine CO2-Bepreisung, die bei 10€ anfängt, wie ursprünglich von der großen Koalition geplant, wäre einfach Lächerlich und würde gar nichts bringen.

Edit: Und wenn das Argument ist, dass ja von den Ersparnissen sowieso nichts ankommt, dann kann man damit ja jede Ersparnis wegargumentieren (Die Mehrwertsteuer behalten die Geschäfte (in Bezug auf Corona jetzt), den Strom verbrauchen nur die Reichen, Die reduzierte km-Pauschale wird ein Witz werden (was ist das überhaupt für ein Argument?))
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Es wird immer die Arme Person auf dem Dorf angeführt, die ja gar nicht anders kann, als mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Fakt ist aber, dass es immer noch haufenweise Leute gibt, die aus Bequemlichtkeit das Auto nehmen, weil es noch zu günstig ist (bzw. die alternativen zu teuer).
Schön. Ich bin aber so eine arme Sau vom Dorf, wo der öffentliche Nahverkehr grottenschlecht und sauteuer ist. Und nun? Was soll ich tun?
 

boba123

Mitglied
Du wirst erstmal mehr bezahlen müssen. Du hast dafür andere Standortvorteile, wie gute Luft und günstige Miete. Aber gerade dafür sind ja auch die Ersparnisse bei der Pendlerpauschale gedacht. Aber die CO2-Bepreisung ist natürlich nicht das alleinige Mittel zum Ziel. Es muss gleichzeitig investiert werden in den öffentlichen Nahverkehr und in Konzepte, um auch das Dorf besser anzubinden, damit du mittelfristig auch gut angebunden bist. Das war zumindest bei den Grünen immer auch elementarer Bestandteil (und bei Frau Schulze auch) dieses Klimapakets. Wieviel davon und was konkret in dem jetzt endgültigen Beschluss steckt, weiß ich allerdings nicht.

Aber du kannst doch nicht sagen "Ich komme nicht vom Fleck, also muss ich jetzt wohl den Planeten zerstören". Was ist die Alternative? "Alles so wie immer" geht nicht.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Du wirst erstmal mehr bezahlen müssen. Du hast dafür andere Standortvorteile, wie gute Luft und günstige Miete. Aber gerade dafür sind ja auch die Ersparnisse bei der Pendlerpauschale gedacht. Aber die CO2-Bepreisung ist natürlich nicht das alleinige Mittel zum Ziel. Es muss gleichzeitig investiert werden in den öffentlichen Nahverkehr und in Konzepte, um auch das Dorf besser anzubinden, damit du mittelfristig auch gut angebunden bist. Das war zumindest bei den Grünen immer auch elementarer Bestandteil (und bei Frau Schulze auch) dieses Klimapakets. Wieviel davon und was konkret in dem jetzt endgültigen Beschluss steckt, weiß ich allerdings nicht.

Aber du kannst doch nicht sagen "Ich komme nicht vom Fleck, also muss ich jetzt wohl den Planeten zerstören". Was ist die Alternative? "Alles so wie immer" geht nicht.
Wenn ich ins nächste Dorf will, und es ist keine Schule, dann fährt genau 3 x am Tag ein Bus
In die nächste Stadt schon öfters , nur kostet die Fahrt einfach für 3 km jetzt bereits 2,70 Euro, also 5,40 hin und zurück. Und es wird noch teurer werden weil diese CO2-Besteuerung natürlich auch die Busunternehmer treffen wird, die die Kosten an die Fahrgäste weiterreichen werden.
Und mit der Ölheizung wird wird natürlich das Heizen jetzt auch wieder teurer.
Und kostengünstig ist wohnen hier mitnichten.
70 qm kosten derzeit im Schnitt um die 800 Euro kalt.
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Ist doch ganz einfach. Die Otto Normaldeppen zahlen den Klimaschweinen, die aktuell nen fetten SUV fahren, den neuen Tesla. Die 9000 Euro Zuschuss müssen ja irgendwoher kommen.

Der Strom wird übrigens erzeugt durch Verbrennung von Öl, Gas, Kernkraft usw. Der wächst nicht auf Bäumen. Im Prinzip sind E-Autos auch Dreckschleudern.

Meine Nachbarin, kleine Rente, die kann mit 72J. in den Weinberg, weil es nicht fürs Heizöl reicht, kein Witz.
 

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