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Bringt das noch was im sozialen Bereich zu arbeiten?

Kareena

Sehr aktives Mitglied
Hallo liebe Foris,

Ich merke gerade wenn man im sozialen Bereich arbeitet hat man nur Nachteile. Geringer Lohn, keine Wertschätzung usw. und dann beschweren sie sich über Fachkräftemangel. So wird das doch nie was. :mad: In der Schule wollen die noch, dass man perfekt, motiviert ist, aber man kriegt nichts zurück. In der schulischen Ausbildung kriegt man kein Geld oder noch schlimmer man muss dafür noch bezahlen + 39/40 Stundenwoche (Praktikum und Schule) kostenlos + Bericht+Hausaufgaben+Aktivitäten planen+Zusatzaufgaben. Als hätten wir nicht genug zutun.

Tut mir Leid, aber ich bin sehr frustriert.

Warum sind die Bedingungen so schlecht?
 

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Kareena

Sehr aktives Mitglied
Hallo Kareena,

natürlich "bringt" es etwas, im sozialen Bereich zu arbeiten. Zunächst macht man eine sinnvolle Arbeit, zudem verdient etwa ein Altenpfleger im Durchschnitt um die 2.200 Euro brutto, was verglichen mit anderen Branchen recht ordentlich ist.
Kassiererinnen, Verkäufer, Köche etc. gehen häufig mit deutlich weniger Geld heim.
Es wird immer so nachgebetet, dass die Arbeitenden im sozialen Bereich sooo schrecklich unterbezahlt seien. Aber wenn man den verdienst dann mal betrachtet und vergleicht, ist er gar nicht schlecht.
Also die Altenpfleger die ich kenne kriegen 900-1000€ ausbezahlt. Die Betriebe haben Zeitarbeitsfirmen die diesen Job übernehmen. Außerdem kommt das darauf an wo man als Altenpfleger arbeitet. Meine Mutter arbeitet im Altersheim und die kriegt richtig wenig unter 1000 €. Sie arbeitet auch an den Feiertagen hat nur Überstunden usw. Selbst wenn sie ein Tag frei hat wird sie ständig angerufen, dass sie einspringen soll.
 

brandonf.

Aktives Mitglied
2200,00 Euro brutto habe ich ebenfalls gelesen. Das finde ich auch ausreichend. Es ist kein Beruf, der ein Studium erfordert und Assistenzärzte fangen auch mit gerade einmal knapp über 3000,00 Euro brutto an zu arbeiten und haben nebenbei noch ein Studium abschließen und auch finanzieren müssen.
Netto sollte man als Alleinstehender dann seine 1300,00 Euro rauskriegen.
Die Problematik im sozialen Bereich ist doch eher diese übermäßige Teilzeitarbeit.

Ich sehe jedenfalls keinen Grund, das Gehalt in dem Bereich weiter zu erhöhen.

Ob es sich lohnt in diesem Bereich zu arbeiten?
Meines Erachtens nicht. Zumal wir als Steuerzahler ohnehin alle im sozialen Bereich tätig sind, wenn wir Steuern zahlen.
Weiterhin ziehen momentan über 1,5 Millionen Fachkräfte aus aller Welt nach Deutschland. Da sollte man diesen Menschen nicht auch noch die Möglichkeit nehmen, ebenfalls für 2200,00 brutto im sozialen Bereich arbeiten zu gehen.
Fachkräftemangel ist doch Gott Sei Dank dank unseres offenen Landes vom Tisch.
 

Kareena

Sehr aktives Mitglied
2200,00 Euro brutto habe ich ebenfalls gelesen. Das finde ich auch ausreichend. Es ist kein Beruf, der ein Studium erfordert und Assistenzärzte fangen auch mit gerade einmal knapp über 3000,00 Euro brutto an zu arbeiten und haben nebenbei noch ein Studium abschließen und auch finanzieren müssen.
Netto sollte man als Alleinstehender dann seine 1300,00 Euro rauskriegen.
Die Problematik im sozialen Bereich ist doch eher diese übermäßige Teilzeitarbeit.

Ich sehe jedenfalls keinen Grund, das Gehalt in dem Bereich weiter zu erhöhen.

Ob es sich lohnt in diesem Bereich zu arbeiten?
Meines Erachtens nicht. Zumal wir als Steuerzahler ohnehin alle im sozialen Bereich tätig sind, wenn wir Steuern zahlen.
Weiterhin ziehen momentan über 1,5 Millionen Fachkräfte aus aller Welt nach Deutschland. Da sollte man diesen Menschen nicht auch noch die Möglichkeit nehmen, ebenfalls für 2200,00 brutto im sozialen Bereich arbeiten zu gehen.
Fachkräftemangel ist doch Gott Sei Dank dank unseres offenen Landes vom Tisch.

So viel kriegt keiner im sozialen Bereich. Ausbezahlt kriegen sie so um die 1300 € und die die Altenpfleger noch weniger.
 

Mauii

Aktives Mitglied
Hallo liebe Foris,

Ich merke gerade wenn man im sozialen Bereich arbeitet hat man nur Nachteile. Geringer Lohn, keine Wertschätzung usw. und dann beschweren sie sich über Fachkräftemangel. So wird das doch nie was. :mad: In der Schule wollen die noch, dass man perfekt, motiviert ist, aber man kriegt nichts zurück. In der schulischen Ausbildung kriegt man kein Geld oder noch schlimmer man muss dafür noch bezahlen + 39/40 Stundenwoche (Praktikum und Schule) kostenlos + Bericht+Hausaufgaben+Aktivitäten planen+Zusatzaufgaben. Als hätten wir nicht genug zutun.

Tut mir Leid, aber ich bin sehr frustriert.

Warum sind die Bedingungen so schlecht?
Leider sieht man daran wie unsere Gesellschaft mittlerweile tickt... bzw. welchen Dingen sie Wertschätzung entgegen bringt (Wirtschaft, Geld, Karriere, Status, Macht...) und welchen leider fast gar nicht mehr (alles Menschliche, Zusammenhalt, Soziales, Hilfe für Schwächere...). Ich würde dennoch unglaublich gern im sozialen Bereich arbeiten, rein aus Idealismus und weil es mir einfach liegt und wichtig ist. Aber leider kann ich mir die Ausbildung nicht leisten. Ich hatte ein Studium im sozialen Bereich angefangen und konnte dabei leider meinen Lebensunterhalt plus Studiengebühren nicht mehr bezahlen. Es gab in diesem Studiengang 100 Prozent Anwesenheitspflicht und strenge Kontrollen. Arbeiten also fast unmöglich. Dazu noch jede Semesterferien Pflichtpraktika in Vollzeit... da sozialer Bereich leider ohne Bezahlung. Mir blutet das Herz und ich bin todunglücklich darüber, dass ich mein Studium deshalb abbrechen musste und nun nicht in einem sozialen Beruf arbeiten darf. :wein: Leider gibt es im bürokratischen Deutschland ja auch keine Chance irgendetwas als Quereinsteiger bzw. mit anderer Ausbildung machen zu können. Kein Wunder also, dass Erzieherinnen etc. zunehmend fehlen. Traurig...
 

Rose

Urgestein
2200,00 Euro brutto habe ich ebenfalls gelesen. Das finde ich auch ausreichend. Es ist kein Beruf, der ein Studium erfordert und Assistenzärzte fangen auch mit gerade einmal knapp über 3000,00 Euro brutto an zu arbeiten und haben nebenbei noch ein Studium abschließen und auch finanzieren müssen.
Netto sollte man als Alleinstehender dann seine 1300,00 Euro rauskriegen.
Die Problematik im sozialen Bereich ist doch eher diese übermäßige Teilzeitarbeit.

Ich sehe jedenfalls keinen Grund, das Gehalt in dem Bereich weiter zu erhöhen.

Ob es sich lohnt in diesem Bereich zu arbeiten?
Meines Erachtens nicht. Zumal wir als Steuerzahler ohnehin alle im sozialen Bereich tätig sind, wenn wir Steuern zahlen.
Weiterhin ziehen momentan über 1,5 Millionen Fachkräfte aus aller Welt nach Deutschland. Da sollte man diesen Menschen nicht auch noch die Möglichkeit nehmen, ebenfalls für 2200,00 brutto im sozialen Bereich arbeiten zu gehen.
Fachkräftemangel ist doch Gott Sei Dank dank unseres offenen Landes vom Tisch.
Dir ist offensichtlich nicht bewusst, was Altenpfleger leisten...
 

-sofia-

Sehr aktives Mitglied
Also die Altenpfleger die ich kenne kriegen 900-1000€ ausbezahlt
Dann sind das vermutlich Pflegehelfer. Examinierte Fachkräfte bekommen mehr.
Feiertage werden sogar mit Zuschlägen bis zu 125% vergütet.
So schlecht ist die Bezahlung für examinierte Kräfte nicht.
In privaten Pflegeeinrichtungen ist das Gehalt meist Verhandlungssache.

Wer sich unter Wert verkauft, ist selbst schuld.
 

Der_um_den_Baum_tanzt

Aktives Mitglied
Hallo liebe Foris,

Ich merke gerade wenn man im sozialen Bereich arbeitet hat man nur Nachteile. Geringer Lohn, keine Wertschätzung usw. und dann beschweren sie sich über Fachkräftemangel. So wird das doch nie was. :mad: In der Schule wollen die noch, dass man perfekt, motiviert ist, aber man kriegt nichts zurück. In der schulischen Ausbildung kriegt man kein Geld oder noch schlimmer man muss dafür noch bezahlen + 39/40 Stundenwoche (Praktikum und Schule) kostenlos + Bericht+Hausaufgaben+Aktivitäten planen+Zusatzaufgaben. Als hätten wir nicht genug zutun.

Tut mir Leid, aber ich bin sehr frustriert.

Warum sind die Bedingungen so schlecht?
Die Bedingungen mögen hier und da schlecht sein, sind aber da und dort auch sehr gut und das Einkommen steigt gewöhnlich mit der Qualifikation und der Erfahrung.

Meine Frau arbeitet im sozialen Bereich als gelernte Erzieherin, hat gute Arbeitszeiten, ist in einem netten Team, erfährt für ihre Arbeit die angemessene Wertschätzung und verdient über 2000,- € netto ....
 

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