Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Bitte um Ratschlag. Trennen oder nicht? Wenn ja, wie??

independent01

Neues Mitglied
Nachdem ich hier schon eine Weile am mitlesen bin, möchte ich nun auch mal meinen Kummer loswerden.
Ich entschuldige mich schon mal falls es etwas ausartet. Denn, ich hab mich ziemlich in die Sch**** manövriert.

Zu mir, bin Mitte 30 und meine Freundin ist Ende 20.
Wir sind seit 11 Jahren zusammen Und nach 3 oder 4 Jahren waren wir mal kurz getrennt. Haben es aber doch nochmal probiert.
Für uns beide ist das die erste richtige richtige Beziehung und haben alles zusammen das erste mal erlebt.
Lange war es eine Fernbeziehung bis ich vor 4 Jahren zu ihr gezogen bin.
Im Grunde verstehen wir uns super, haben ähnlichen Humor, können zusammen auf Konzerte gehen, usw..
Aber irgendwie kam es dazu dass ich letztes Jahr angefangen hab an der Beziehung zu zweifeln. Wir waren nie das Paar bei dem Kommunikation ganz groß geschrieben wird.
Das heißt, Beziehungsdinge wurden eher totgeschwiegen bis es sich dann von selber wieder geklärt hat.
Versteht mich nicht falsch.. wir hatten nie wirklich Streit. Aber z.b Wünsche oder Kritik äußern konnten wir irgendwie nie.
Ich hab das Gefühl als ob da irgendeine Blockade zwischen uns steht.
Jedenfalls hat sich der Alltag eingeschlichen und man hat sich gehen lassen.
Es plätschert einfach so vor sich hin.
Keine Leidenschaft mehr und ich fühl mich ihr gegenüber auch nicht mehr hingezogen, sexuell gesehen.
Mittlerweile fällt es mir schon schwer Nähe zuzulassen.
Letztes Jahr kam es dann dazu dass ich eine Affäre hatte.
Dort hab ich gemerkt wie anders es doch sein kann.
Die Affäre wusste von meiner Situation und hat sich dann aber irgendwann, völlig verständlich, zurückgezogen weil ich es nicht geschafft habe mich zu trennen.
Mein Gewissen hat mir übel mitgespielt und ich hab wieder versucht mich auf meine Freundin zu konzentrieren.
Es ging eine Weile gut. Und dann haben sich wieder diese Zweifel oder bzw Gedanken breit gemacht dass doch irgendwie was fehlt.
Sich nur gut zu verstehen, reicht vielleicht nicht aus.
Ich war stark am überlegen die Beziehung nun zu beenden.
Ich dachte mir dass es ja doch nicht mehr das richtige sein kann wenn immer wieder diese Gedanken auftauchen und ich sie auch schon betrogen hab.
Leider wurde ihre Mutter dann aber sehr schwer krank.
Da konnte ich es einfach nicht über mein Herz bringen und sie alleine lassen.
Das hat sich eine Weile hingezogen.
Mitte April ist sie dann leider verstorben.
In der Zeit des Krankheitsverlaufes hab ich über Arbeitskollegen eine andere Frau kennengelernt.
Und was soll ich sagen.. es ist einfach alles anders. Es beginnt schon bei der Kommunikation. Ich kann mit ihr ganz anders reden als mit meiner Freundin. Da ist von Anfang an eine bestimmte Chemie.
Es gibt keine Blockaden oder unangenehmes. Es kam auch schon mehrmals zum Sex, der auch absolut toll ist.
Nun hab ich mit ihr wieder die nächste Affäre. Zu dem bauen sich gerade beiderseits Gefühle auf.
Ich weiß was jeder, der das liest, denkt.. "beende einfach sofort die Beziehung".
Aber es fällt mir so unglaublich schwer den Mut dafür aufzubringen.
Aber ich weiß nicht warum ich das nicht schaffe.
Meine Freundin ist menschlich eine absolut tolle Frau und hat es nicht verdient so hintergangen zu werden.
Und glaubt mir dass mir das alles so wahnsinnig Leid tut.
Der Tod ihrer Mutter vor ein paar Wochen, der ihr natürlich sehr stark zu schaffen macht.
Und ich hab nichts anderes zu tun als mich in jemand anderen zu verlieben.
Wie schaffe ich es mich zu trennen? Vor allen Dingen in dieser Phase ihres Lebens?
Und warum schaff ich es nicht?
Ist es Angst? Bequemlichkeit?
Der Gedanke sie alleine zulassen, zerreißt mich förmlich innerlich.
Ich will ja auch dass es ihr gut geht, sie unterstützen. Aber ein weiterführen der Beziehung kann doch nicht sinnvoll sein nach all dem was ich getan habe, oder?
Ich hab mich mehrmals gefragt wie ich reagieren würde wenn sie nachhause kommt und mir sagt dass sie sich trennen möchte.
Wahrscheinlich würde ich es einfach so hinnehmen.
Ich weiß absolut nicht mehr weiter wie ich Herr dieser Lage werden kann...
 

Anzeige(7)

Zitronentorte

Aktives Mitglied
Oh no, je länger du wartest, um so schlimmer wird die Reaktion ausfallen, wenn die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Du bist da in einer echt schwierigen Lage, aber du musst langsam den A**** in der Hose haben, und reinen Tisch machen. Unabhängig von der anderen Frau, kläre erst einmal das eine Ding mit deiner Freundin. Weh tun wird es ihr definitiv, auch wenn du noch länger wartest.
 

Samina

Mitglied
Hat deine Freundin eine beste Freundin die sich um sie kümmern kann wenn du es endlich schaffst zu tun was zu tun ist?
Dass du dich von ihr trennen musst wird dir wohl inzwischen klar sein, nur bitte lass sie nicht alleine damit, schick ihr jemand der für sie da ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Q-cumber

Aktives Mitglied
Lieber TE,

eine Frage an Dich:
Würdest Du eine Partnerin wollen, die aus MITLEID mit Dir zusammen ist?
Die Dich nicht mehr liebt und begehrt, sich innerlich wünscht, Du würdest Dich trennen?
Wie würdest Du Dich fühlen in so einer Situation?

Ehrlich gesagt glaube ich, dass es nicht vorrangig Angst oder Bequemlichkeit sind, die einer Trennung Deinerseits im Wege stehen. Ich glaube es ist FEIGHEIT.
Du wirst ihren Schmerz aushalten müssen.
Es hinauszuzögern, macht es kein Stück besser.
Schaffe klare Verhältnisse.
Wer weiß - vielleicht ist sie ja diejenige, die erleichtert ist?
Letztlich kannst Du nicht wissen, was in ihr vorgeht - Du bewertest Eure Kommunikation ja selbst als mangelhaft.

An Deiner Stelle würde ich mich trennen - dass Du sie nach Strich und Faden betrogen hast, würde ich für mich behalten. Diese Erkenntnis bringt sie nicht weiter.

Alles Gute
 

kasiopaja

Aktives Mitglied
Nachdem ich hier schon eine Weile am mitlesen bin, möchte ich nun auch mal meinen Kummer loswerden.
Ich entschuldige mich schon mal falls es etwas ausartet. Denn, ich hab mich ziemlich in die Sch**** manövriert.

Zu mir, bin Mitte 30 und meine Freundin ist Ende 20.
Wir sind seit 11 Jahren zusammen Und nach 3 oder 4 Jahren waren wir mal kurz getrennt. Haben es aber doch nochmal probiert.
Für uns beide ist das die erste richtige richtige Beziehung und haben alles zusammen das erste mal erlebt.
Lange war es eine Fernbeziehung bis ich vor 4 Jahren zu ihr gezogen bin.
Im Grunde verstehen wir uns super, haben ähnlichen Humor, können zusammen auf Konzerte gehen, usw..
Aber irgendwie kam es dazu dass ich letztes Jahr angefangen hab an der Beziehung zu zweifeln. Wir waren nie das Paar bei dem Kommunikation ganz groß geschrieben wird.
Das heißt, Beziehungsdinge wurden eher totgeschwiegen bis es sich dann von selber wieder geklärt hat.
Versteht mich nicht falsch.. wir hatten nie wirklich Streit. Aber z.b Wünsche oder Kritik äußern konnten wir irgendwie nie.
Ich hab das Gefühl als ob da irgendeine Blockade zwischen uns steht.
Jedenfalls hat sich der Alltag eingeschlichen und man hat sich gehen lassen.
Es plätschert einfach so vor sich hin.
Keine Leidenschaft mehr und ich fühl mich ihr gegenüber auch nicht mehr hingezogen, sexuell gesehen.
Mittlerweile fällt es mir schon schwer Nähe zuzulassen.
Letztes Jahr kam es dann dazu dass ich eine Affäre hatte.
Dort hab ich gemerkt wie anders es doch sein kann.
Die Affäre wusste von meiner Situation und hat sich dann aber irgendwann, völlig verständlich, zurückgezogen weil ich es nicht geschafft habe mich zu trennen.
Mein Gewissen hat mir übel mitgespielt und ich hab wieder versucht mich auf meine Freundin zu konzentrieren.
Es ging eine Weile gut. Und dann haben sich wieder diese Zweifel oder bzw Gedanken breit gemacht dass doch irgendwie was fehlt.
Sich nur gut zu verstehen, reicht vielleicht nicht aus.
Ich war stark am überlegen die Beziehung nun zu beenden.
Ich dachte mir dass es ja doch nicht mehr das richtige sein kann wenn immer wieder diese Gedanken auftauchen und ich sie auch schon betrogen hab.
Leider wurde ihre Mutter dann aber sehr schwer krank.
Da konnte ich es einfach nicht über mein Herz bringen und sie alleine lassen.
Das hat sich eine Weile hingezogen.
Mitte April ist sie dann leider verstorben.
In der Zeit des Krankheitsverlaufes hab ich über Arbeitskollegen eine andere Frau kennengelernt.
Und was soll ich sagen.. es ist einfach alles anders. Es beginnt schon bei der Kommunikation. Ich kann mit ihr ganz anders reden als mit meiner Freundin. Da ist von Anfang an eine bestimmte Chemie.
Es gibt keine Blockaden oder unangenehmes. Es kam auch schon mehrmals zum Sex, der auch absolut toll ist.
Nun hab ich mit ihr wieder die nächste Affäre. Zu dem bauen sich gerade beiderseits Gefühle auf.
Ich weiß was jeder, der das liest, denkt.. "beende einfach sofort die Beziehung".
Aber es fällt mir so unglaublich schwer den Mut dafür aufzubringen.
Aber ich weiß nicht warum ich das nicht schaffe.
Meine Freundin ist menschlich eine absolut tolle Frau und hat es nicht verdient so hintergangen zu werden.
Und glaubt mir dass mir das alles so wahnsinnig Leid tut.
Der Tod ihrer Mutter vor ein paar Wochen, der ihr natürlich sehr stark zu schaffen macht.
Und ich hab nichts anderes zu tun als mich in jemand anderen zu verlieben.
Wie schaffe ich es mich zu trennen? Vor allen Dingen in dieser Phase ihres Lebens?
Und warum schaff ich es nicht?
Ist es Angst? Bequemlichkeit?
Der Gedanke sie alleine zulassen, zerreißt mich förmlich innerlich.
Ich will ja auch dass es ihr gut geht, sie unterstützen. Aber ein weiterführen der Beziehung kann doch nicht sinnvoll sein nach all dem was ich getan habe, oder?
Ich hab mich mehrmals gefragt wie ich reagieren würde wenn sie nachhause kommt und mir sagt dass sie sich trennen möchte.
Wahrscheinlich würde ich es einfach so hinnehmen.
Ich weiß absolut nicht mehr weiter wie ich Herr dieser Lage werden kann...
Jedenfalls finde ich es nicht fair, wie Du Dich verhältst.
Du solltest schon mit offenen Karten spielen.
So kommst weder Du noch sie weiter.
Du solltest alles offen legen.
Das Problem scheint bei Euch tatsächlich die Kommunikation zu sein.
 

flower55

Aktives Mitglied
Hallo,
ich bin nicht dafür, von einer Beziehung in die nächste zu "hüpfen", sobald sich eine
Gelegenheit dafür bietet.

Am Anfang ist alles so wunderschön, so toll, so super, so verliebt oder Liebe ist zu spüren.
Und da das "Bisherige" nicht funktioniert, aus welchen Gründen auch immer, wird
gewechselt und sich diesem Strom des Anfänglichen hingegeben; irgendwann, falls
sich das davon betroffene Paar entscheidet, zusammenzuziehen, kehrt auch der
Alltag ein und fordert sein "Tribut".

Du hast meiner Ansicht nach gewartet mit Deiner Entscheidung, bis sich die
"nächstbeste" Gelegenheit bot/bietet und hast da "nichts anbrennen lassen" und
Dein Allerbestes gegeben bzw. gibst Dein Allerbestes.

Eine Beziehung wirklich gut beenden zu wollen, ist ein Prozeß und ich finde
Ehrlichkeit dabei sehr wertvoll. Du hast es für Dich selber nicht geschafft, unabhängig
von einer anderen Frau Deine jetzige Frau zu verlassen und die Beziehung zu
beenden. Das wirkt auf mich so, etwas "warmhalten" zu wollen, was Deiner Ansicht
nach nicht mehr funktioniert und gleichzeitig nach Neuem Ausschau halten.
Keine faire Umgangsweise Deiner Frau gegenüber.

In Deinem Beitrag ist nichts davon zu spüren, dass Du Dich persönlich mit Deiner
Frau für Euren gemeinsames Kommunikationsleben eingesetzt hast; das erweckt
in mir den Eindruck, dass Du es vermieden hast, Dich mit Schwierigkeiten in einer
Beziehung, die nun einmal im Laufe des Alltages sich entwickeln, auseinanderzusetzen.
Dafür gibt es Beratungsstellen z.B. bei der Caritas oder einer anderen
carikativen Einrichtung, die kostenlos sind. Es gehört das Ergreifen eigener
persönlicher "Einsätze" dazu, beginnt der Alltag an der Beziehung zu schleifen und
das scheinst Du mir, aus welchen Gründen auch immer, versäumt zu haben.

Ich bin eher dafür, dass Du Dich den Konfliktsituationen mit Deiner Frau stellst,
ihr Euch gemeinsam an eine Beratungsstelle wendet und an Eurer Beziehung
arbeitet.

Ein Beziehungsleben ist nicht nur heiterer Sonnenschein und gute Harmonie, sondern
auch "Arbeit", die manchmal kein Vergnügen ist. Da ist es wertvoll und kostbar, sich
mit diesen Prozessen auseinanderzusetzen.

Es entsteht in mir eher der Eindruck, dass Du auf klärende Auseinandersetzungen
bestehender Konfliktsituationen kein Interesse hast und es lieber schleifen
läßt und es dann irgendwann für Dich für besser hälst, Dir etwas "Neues, was
Dir besser gefällt, zu suchen.

Du weißt absolut nicht mehr weiter, wie Du Herr dieser Lage werden sollst.
Hattest aber keine Scheu, der Lage Herr zu werden, dass Du mit Deiner neuen
Affäre im Bett gelandet bist.
Und nun wirkt es auf mich so, dass Du für Dich nur eigenen Zuspruch bekommen
möchtest, auf den Du Dich innerlich berufen kannst, Deine bisherige Beziehung zu
beenden und Dich dem Neuen zuzuwenden.

Du warst "Herr dieser Lage", um genau diese Lebensumstände zu schaffen und hast
sie einfach neben dem Leben mit Deiner Frau genossen, obwohl Du wußtest, dass der
Tod ihrer Mutter ihr schwer zu schaffen macht und Du Dich wahrscheinlich mit
Deiner Affäre im Bett vergnügt hast.
Und Du teilst mit, dass Dir das alles so wahnsinnig leid tut u.a. Das scheint für mich
eher ein Anflug von Selbstmitleid zu sein, der Dich in Anbetracht Deiner selbstge-
schaffenen Lebenssituation zu überschütten scheint.

Und Du warst "Herr dieser Lage", Deine Freundin, die für Dich menschlich eine
absolut Frau" ist, zu betrügen und mit einer anderen Frau im Bett zu landen.

Es scheint sich bei Dir einfach nur um einen Menschen zu handeln, der lieber das
Vergnügen sucht, statt sich mit gewissen Konfliktsituationen auseinanderzusetzen.
Und nun stehst Du da, kannst für Dich selber nicht entscheiden und brauchst
anscheinend positive Rückmeldungen nur für Dich, damit Du mit gutem Gewissen
neu ins vielleicht nächste irgendwann rutscht, was sich irgendwann auch wieder
"abgeschliffen" anfühlt.

Werde konfliktbereiter und stell Dich den Alltagssituationen einer Beziehung, die
nach 11 Jahren nun einmal so sind, wie sie sind. Mach nicht so ein Drama draus;
letztendlich ist und bleibt es Deine eigene Selbstentscheidung, die Du als
Lebemann zu verantworten hast Deiner Freundin gegenüber. Diese Verantwortung
kann Dir niemand abnehmen.

Du willst einfach ein supergutes, bequemes Leben; supergute bequeme Beziehungen,
die so funktionieren, dass es Dir dabei gut geht und all Deine Wünsche und
Bedürfnisse dabei erfüllt werden.

alles Liebe
flower55
 

independent01

Neues Mitglied
Hat deine Freundin eine beste Freundin die sich um sie kümmern kann wenn du es endlich schaffst zu tun was zu tun ist?
Dass du dich von ihr trennen musst wird dir wohl inzwischen klar sein, nur bitte lass sie nicht alleine damit, schick ihr jemand der für sie da ist.
Leider nur eine richtige Freundin.
Und sie hat beruflich und familiär auch kaum Zeit.
Dementsprechend wäre meine Freundin nach der Trennung sehr allein.
Wir haben als paar keinen großen Freundeskreis und waren meist immer nur zu zweit.
Ich komm mit dem alleine sein sehr gut klar.
Aber sie hätte damit stark zu kämpfen wenn ich, ihre letzte Stütze, nun auch noch gehe.


Hallo,
ich bin nicht dafür, von einer Beziehung in die nächste zu "hüpfen", sobald sich eine
Gelegenheit dafür bietet.

Am Anfang ist alles so wunderschön, so toll, so super, so verliebt oder Liebe ist zu spüren.
Und da das "Bisherige" nicht funktioniert, aus welchen Gründen auch immer, wird
gewechselt und sich diesem Strom des Anfänglichen hingegeben; irgendwann, falls
sich das davon betroffene Paar entscheidet, zusammenzuziehen, kehrt auch der
Alltag ein und fordert sein "Tribut".

Du hast meiner Ansicht nach gewartet mit Deiner Entscheidung, bis sich die
"nächstbeste" Gelegenheit bot/bietet und hast da "nichts anbrennen lassen" und
Dein Allerbestes gegeben bzw. gibst Dein Allerbestes.

Eine Beziehung wirklich gut beenden zu wollen, ist ein Prozeß und ich finde
Ehrlichkeit dabei sehr wertvoll. Du hast es für Dich selber nicht geschafft, unabhängig
von einer anderen Frau Deine jetzige Frau zu verlassen und die Beziehung zu
beenden. Das wirkt auf mich so, etwas "warmhalten" zu wollen, was Deiner Ansicht
nach nicht mehr funktioniert und gleichzeitig nach Neuem Ausschau halten.
Keine faire Umgangsweise Deiner Frau gegenüber.

In Deinem Beitrag ist nichts davon zu spüren, dass Du Dich persönlich mit Deiner
Frau für Euren gemeinsames Kommunikationsleben eingesetzt hast; das erweckt
in mir den Eindruck, dass Du es vermieden hast, Dich mit Schwierigkeiten in einer
Beziehung, die nun einmal im Laufe des Alltages sich entwickeln, auseinanderzusetzen.
Dafür gibt es Beratungsstellen z.B. bei der Caritas oder einer anderen
carikativen Einrichtung, die kostenlos sind. Es gehört das Ergreifen eigener
persönlicher "Einsätze" dazu, beginnt der Alltag an der Beziehung zu schleifen und
das scheinst Du mir, aus welchen Gründen auch immer, versäumt zu haben.

Ich bin eher dafür, dass Du Dich den Konfliktsituationen mit Deiner Frau stellst,
ihr Euch gemeinsam an eine Beratungsstelle wendet und an Eurer Beziehung
arbeitet.

Ein Beziehungsleben ist nicht nur heiterer Sonnenschein und gute Harmonie, sondern
auch "Arbeit", die manchmal kein Vergnügen ist. Da ist es wertvoll und kostbar, sich
mit diesen Prozessen auseinanderzusetzen.

Es entsteht in mir eher der Eindruck, dass Du auf klärende Auseinandersetzungen
bestehender Konfliktsituationen kein Interesse hast und es lieber schleifen
läßt und es dann irgendwann für Dich für besser hälst, Dir etwas "Neues, was
Dir besser gefällt, zu suchen.

Du weißt absolut nicht mehr weiter, wie Du Herr dieser Lage werden sollst.
Hattest aber keine Scheu, der Lage Herr zu werden, dass Du mit Deiner neuen
Affäre im Bett gelandet bist.
Und nun wirkt es auf mich so, dass Du für Dich nur eigenen Zuspruch bekommen
möchtest, auf den Du Dich innerlich berufen kannst, Deine bisherige Beziehung zu
beenden und Dich dem Neuen zuzuwenden.

Du warst "Herr dieser Lage", um genau diese Lebensumstände zu schaffen und hast
sie einfach neben dem Leben mit Deiner Frau genossen, obwohl Du wußtest, dass der
Tod ihrer Mutter ihr schwer zu schaffen macht und Du Dich wahrscheinlich mit
Deiner Affäre im Bett vergnügt hast.
Und Du teilst mit, dass Dir das alles so wahnsinnig leid tut u.a. Das scheint für mich
eher ein Anflug von Selbstmitleid zu sein, der Dich in Anbetracht Deiner selbstge-
schaffenen Lebenssituation zu überschütten scheint.

Und Du warst "Herr dieser Lage", Deine Freundin, die für Dich menschlich eine
absolut Frau" ist, zu betrügen und mit einer anderen Frau im Bett zu landen.

Es scheint sich bei Dir einfach nur um einen Menschen zu handeln, der lieber das
Vergnügen sucht, statt sich mit gewissen Konfliktsituationen auseinanderzusetzen.
Und nun stehst Du da, kannst für Dich selber nicht entscheiden und brauchst
anscheinend positive Rückmeldungen nur für Dich, damit Du mit gutem Gewissen
neu ins vielleicht nächste irgendwann rutscht, was sich irgendwann auch wieder
"abgeschliffen" anfühlt.

Werde konfliktbereiter und stell Dich den Alltagssituationen einer Beziehung, die
nach 11 Jahren nun einmal so sind, wie sie sind. Mach nicht so ein Drama draus;
letztendlich ist und bleibt es Deine eigene Selbstentscheidung, die Du als
Lebemann zu verantworten hast Deiner Freundin gegenüber. Diese Verantwortung
kann Dir niemand abnehmen.

Du willst einfach ein supergutes, bequemes Leben; supergute bequeme Beziehungen,
die so funktionieren, dass es Dir dabei gut geht und all Deine Wünsche und
Bedürfnisse dabei erfüllt werden.

alles Liebe
flower55
Es geht mir nicht darum von einer Beziehung in die nächste zu hüpfen.
Ich hab für meine Freundin einfach keine romantischen Gefühle mehr.
Mit einer professionellen Beratung an der Beziehung zu arbeiten, sehe ich daher eher als kritisch an wenn die Liebesgefühle meinerseits schon weg sind, oder?
Das eine Beziehung auch Arbeit bedeutet, hab ich verstanden. Allerdings wohl zu spät.
In einer neuen Beziehung kehrt auch irgendwann der Alltag ein, das ist klar. Aber dann wüsste ich damit umzugehen oder bzw gegenzusteuern.
Dieses kommunikative Problem möchte ich so ja auch nicht nochmal haben.
Ich hab es einfach nicht geschafft "rechtzeitig" abzuspringen oder mit ihr über meine Gedanken zu reden.
Ich möchte auch kein Zuspruch haben um mich mit guten Gewissen trennen zu können.
Ich weiß nur einfach nicht wie ich es in der derzeitigen Situation schaffen soll.
Sie bedeutet mir ja viel. War/ist ja seit 11 Jahren der wichtigste Mensch in meinem Leben. Und genau deswegen fällt es mir so schwer.
Aber ich weiß auch dass die Beziehung immer so bleiben würde.
Und vor allen Dingen, wie soll eine Beziehung laufen wenn man sich körperlich schon nicht mehr hingezogen fühlt.
Wahrscheinlich hat es auch was mit Feigheit zu tun, ja.
Es tut mir Leid was ich getan habe, das sagt mir mein Gewissen. Es tut mir auch Leid dass ihr Leben gerade "den Bach runtergeht".
Es ist auch nicht fair der anderen Frau gegenüber.
Aber dadurch hab ich erst richtig gemerkt wie anders es sein kann.
Diese Beziehung ist die erste richtige die wir jeweils haben.
Man lernt daraus. Und mit der eingeschlichenen Gewohnheit merkt man wohl auch erst zu spät dass es nur noch eine Art Bruder/Schwester Liebe ist.
 

DachteNach

Mitglied
Du kannst um dieses Thema herum diskutieren wie du möchtest, trennen solltest du dich lieber gestern als morgen, denn den Entschluss gefasst hast du ja schon. Mit jedem weiteren Tag verschwendest du die Zeit der Frau!

Was ist z.B. wenn sie Kinder haben möchte? Und auch wenn nicht - das Leben wartet nicht. Sie ist Ende 20 und braucht nun erstmal Zeit um zu trauern und zusätzlich dann auch noch Zeit um über die Trennung hinwegzukommen.

Und so richtig nach Liebe sieht es von ihrer Seite her auch nicht aus, ich denke es ist Gewohnheit. In solchen Fällen hilft manchmal nur noch: Augen zu und durch.

Schließlich hat auch sie das Recht darauf ein erfülltes Liebesleben zu führen. Und momentan lebst du das heimlich für dich allein aus, während du sie davon abhälst. Vielleicht kann dich diese Perspektive motivieren das Ganze anzugehen, denn die Vorstellung man würde hauptsächlich dem anderen Kummer ersparen ist manchmal allzu verführerisch (da sehr bequem), aber in der Regel nur ein Fall von "Aufschieberitis".

Die Herangehensweise sollte ein ehrliches Gespräch sein in einer Situation in der sie die Möglichkeit hat sich anschließend abzulenken. Also lieber nicht Abends um 20 Uhr oder morgens vor der Arbeit. Wichtig ist denke ich auch, dass du, wenn das Gespräch hitzig werden sollte, nicht den Kopf verlierst und ihr deinen Betrug um die Ohren haust. Egal was sie dir an den Kopf werfen sollte, behalte deine Affären für dich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben