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Bitte nicht mehr

°grisou°

Aktives Mitglied
Ich habe seit gestern morgen eine full blown Panikattacke. Heute ist mein Urlaub vorbei. Ich muss da wieder raus.

Ich weiß, ich bni dort sicher. Aber trotzdem schreit alles in mir Gefahr.

Ich krieg das nicht hin. KaNN das Haus icht verlassen.

Aber ich werde. Weil ich ein full blown fucking Held bin. -Es kann sich s o niemadn vorstellen, die Kraft , die das braucht. Immer diese Angst im Griff zu halten. Ständig. Durchgehend. Keine Sekunde Ruhe. Warum tu ich das? Das ist ein völliger Wahnsinn.

Atmen. Atmen. Ich krieg das hin. Ich kann kämpfen. Hab ich gelernt.Ich weiß, dass ich helfen kann. also sollte ich meinen hintern hoch kriegen und es tun. die leute sind es wert. und ich werde nicht aufgeben. die werden nicht siegen. wir gehen kämpfend unter oder gar nicht.
 
G

Gelöscht 124742

Gast
Ich wünsche dir, dass du die Panikwelle, die gerade über dich kommt, mit dem Kopf über Wasser an dir vorbeirauschen lassen kannst. Du weißt, dass die vorbeigeht. Das ist das einzige, was zählt. Auch wenn es sich nicht so anfühlt, als ginge es vorbei.

Du schreibst, niemand könne sich die Kraft vorstellen, die das alles kostet.

Doch. Das können sich ziemlich viele vorstellen. Alle, die das auch erleiden. Das sind leider gar nicht so wenige.
 
G

Gelöscht 49749

Gast
Hallo grisou, oh mann das ist ja echt k**** dass es dir so geht. Aus deinen Beiträgen lese ich sehr viel Stärke, aber du darfst auch schwach sein. Deine Bedürfnisse, dein Wohlbefinden darfst du an erste Stelle setzen. Du darfst dir selber Wert sein, dich um dich zu kümmern. Und nur wenn es dir gut geht, kannst du auch für andere da sein.
Ich weiß nicht, ob meine Worte irgendwie helfen, wenn nicht ist es auch ok, ich wünsche dir einfach viel Kraft und hoffe, du kannst bald wieder besser durchatmen.
 

°grisou°

Aktives Mitglied
Danke für Eure lieben Worte, das hat mir geholfen. Auch wenn ich jetzt erst antworte, ich habe es gelesen und es ist mir wichtig.

Es war eine intensive erste Arbeits-Woche.

Von dem Montag letzte Woche würde ich gerne noch erzählen.

Für mich war klar, das System ist in Aufregung, unter Spannung und fühlt einfach eine große Gefahr. Also braucht es/brauche ich das Gefühl von Sicherheit. Ich bin dann langsam erst mal zur Bushaltestelle. Immer geschaut, der Boden unter mir ist sicher, bricht nicht weg. Den Fuß achtsam abrollen lassen. Mich spüren, die Umgebung wahrnehmen, was wo ist und dass nichts gefährlich ist.

So bin ich auch in die Stadt mit dem Bus gefahren. Und klar, natürlich hatten wir genau an dem Tag den total unsicheren Busfahrer, der auf offener Strecke langsamer wird, wenn ihm ein größeres Auto entgegen kommt, der vorsichtig um Kurven fährt, einfach nervig, vor allem, weil der immer zu spät in der Stadt ist.

Am Büro hat dann schon eine Klientin auf mich gewartet.Unangemeldet. Ich habe uns erst mal Tee gemacht. Dann hat sie erzählt. Und sie ist so eine hektische. Ich habe mich immer wieder auf meine Atmung besonnen. Hatte immer wieder starkes schnelles Atmen, Hände haben gezittert.

Gerade als sie gehen will, kommen Chefin und Chef zu Besuch. Dann haben die erst noch eine Weile geredet, dann kommt meine Assistentin.

Die Klientin hat irgendwann dann gesagt, ihr geht es gerade nicht so gut, aber sie ist so froh, dass sie mich kennen gelernt hat, weil ihr das Gespräch mit mir immer ganz viel hilft. War schon echt schön, dass meine Chefs das mitbekommen haben .

Dann ist sie gegangen und mein Chef, waren noch meine Chefin und meine Assistentin da.

Und meine Chefin fragt mich, wie es mir geht. Ich hab dann gesagt, total gut, mir hat der Urlaub richtig gut getan, ich konnte mich erholen, aber ich habe seit gestern eine heftige Panikattacke. Hab ihr erklärt, das ist der krasse Umstieg von allein Zuhause wieder unter Menschen sein.

Sie hat cool reagiert, gesagt, dass sie es toll findet, dass ich trotzdem gekommen bin. Ob ich was brauche, ob es okay ist, wenn die vielen Menschen da sind und dass ich gut auf mcih achten soll.

Dann später als sie weg war, das war echt Magie. Meine Assistentin (die eben ehrenamtlich im Verein mitarbeitet), ist eine ganz Stille. Die redet fast nie. Schon gar nicht über sich selbst. Und ich saß zitternd vor ihr, hab dann nur gesagt, hey, ich hab eine Panikattacke. Dann erzählt sie mir, sie kennt das auch. Und plötzlich ist bei ihr ein Damm gebrochen und sie hat mir ganz viel über sich erzählt. Das war so rührend. Weil ich keine angst hatte, meine Schwäche zu zeigen und wir im Team so cool damit umgegangen sind, konnte sie Vertrauen fassen. Und sie hatte so ein Bedürfnis zu reden.

Es war also ein irrer Tag. Ich habe mich in meiner Schwäche immer noch kompetent erlebt und mit meiner Ehrlichkeit jemandem geholfen. Job erfüllt ......
 

FonStine

Aktives Mitglied
Danke für Eure lieben Worte, das hat mir geholfen. Auch wenn ich jetzt erst antworte, ich habe es gelesen und es ist mir wichtig.

Es war eine intensive erste Arbeits-Woche.

Von dem Montag letzte Woche würde ich gerne noch erzählen.

Für mich war klar, das System ist in Aufregung, unter Spannung und fühlt einfach eine große Gefahr. Also braucht es/brauche ich das Gefühl von Sicherheit. Ich bin dann langsam erst mal zur Bushaltestelle. Immer geschaut, der Boden unter mir ist sicher, bricht nicht weg. Den Fuß achtsam abrollen lassen. Mich spüren, die Umgebung wahrnehmen, was wo ist und dass nichts gefährlich ist.

So bin ich auch in die Stadt mit dem Bus gefahren. Und klar, natürlich hatten wir genau an dem Tag den total unsicheren Busfahrer, der auf offener Strecke langsamer wird, wenn ihm ein größeres Auto entgegen kommt, der vorsichtig um Kurven fährt, einfach nervig, vor allem, weil der immer zu spät in der Stadt ist.

Am Büro hat dann schon eine Klientin auf mich gewartet.Unangemeldet. Ich habe uns erst mal Tee gemacht. Dann hat sie erzählt. Und sie ist so eine hektische. Ich habe mich immer wieder auf meine Atmung besonnen. Hatte immer wieder starkes schnelles Atmen, Hände haben gezittert.

Gerade als sie gehen will, kommen Chefin und Chef zu Besuch. Dann haben die erst noch eine Weile geredet, dann kommt meine Assistentin.

Die Klientin hat irgendwann dann gesagt, ihr geht es gerade nicht so gut, aber sie ist so froh, dass sie mich kennen gelernt hat, weil ihr das Gespräch mit mir immer ganz viel hilft. War schon echt schön, dass meine Chefs das mitbekommen haben .

Dann ist sie gegangen und mein Chef, waren noch meine Chefin und meine Assistentin da.

Und meine Chefin fragt mich, wie es mir geht. Ich hab dann gesagt, total gut, mir hat der Urlaub richtig gut getan, ich konnte mich erholen, aber ich habe seit gestern eine heftige Panikattacke. Hab ihr erklärt, das ist der krasse Umstieg von allein Zuhause wieder unter Menschen sein.

Sie hat cool reagiert, gesagt, dass sie es toll findet, dass ich trotzdem gekommen bin. Ob ich was brauche, ob es okay ist, wenn die vielen Menschen da sind und dass ich gut auf mcih achten soll.

Dann später als sie weg war, das war echt Magie. Meine Assistentin (die eben ehrenamtlich im Verein mitarbeitet), ist eine ganz Stille. Die redet fast nie. Schon gar nicht über sich selbst. Und ich saß zitternd vor ihr, hab dann nur gesagt, hey, ich hab eine Panikattacke. Dann erzählt sie mir, sie kennt das auch. Und plötzlich ist bei ihr ein Damm gebrochen und sie hat mir ganz viel über sich erzählt. Das war so rührend. Weil ich keine angst hatte, meine Schwäche zu zeigen und wir im Team so cool damit umgegangen sind, konnte sie Vertrauen fassen. Und sie hatte so ein Bedürfnis zu reden.

Es war also ein irrer Tag. Ich habe mich in meiner Schwäche immer noch kompetent erlebt und mit meiner Ehrlichkeit jemandem geholfen. Job erfüllt ......
Sehr beeindruckend!
 

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