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Beziehung und doch wen anders lieben?

maja67

Mitglied
Hallo ihrs,

vielleicht kann mir jemand eine Antwort auf die Frage geben, wie groß die Wahrscheinlichkeit bei Männern ist, daß sie eine Beziehung führen, sogar ein Haus zusammen bauen heiraten wollen und trotz allem in eine andere Frau (oder einen anderen Typ Frau) verliebt sind, die sie aber wahrscheinlich nicht haben können?
Gibt es sowas wie Beziehung nur aus Angst vor der Einsamkeit?
Und wenn ja... woran erkennt man sowas eindeutig? (falls das überhaupt geht...)

Kann so eine Beziehung überhaupt von langer Dauer sein???

LG Maja
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Maja, so viele Fragen ...

vielleicht kann mir jemand eine Antwort auf die Frage geben, wie groß die Wahrscheinlichkeit bei Männern ist, daß sie eine Beziehung führen, sogar ein Haus zusammen bauen heiraten wollen und trotz allem in eine andere Frau (oder einen anderen Typ Frau) verliebt sind, die sie aber wahrscheinlich nicht haben können?
Dein Terminus "bei Männern" unterstellt, dass Männer als gesamte Gruppe ein bestimmtes Verhalten zeigen - dies widerspricht der Sozialforschung. Man weiß heute, dass die Unterschiede innerhalb der Männergruppe größer sind als die Unterschiede gegenüber Frauen insgesamt. Anders herum natürlich genauso. So zu fragen, macht also keinen rechten Sinn, weil jede Antwort nicht für alle Männer gelten würde.

Ich selbst arbeite seit Jahren in einer Forschergruppe mit, die sich um diese Unterschiede innerhalb der Männer- und Frauengruppen bemüht und wir haben sehr Spannendes herausgefunden; z.B. dass es einen Typus Mann (und Frau!) gibt, für die eine Beziehung tatsächlich mit Hausbauen, Heiraten, Kinderbekommen beginnt und bei denen die ganzen Herzensdinge erst danach (evtl.) einsetzen. Bei einer anderen Gruppe beginnt es mit Geistigem, Erotischem, Thematischem und bei der dritten Gruppe mit dem kindlich-verliebten, oberflächlichen und fasziniert-begeisterten. Jeder hat also seinen eigenen Startpunkt und Probleme entstehen meist dann, wenn die Partner nicht den gleichen haben ;)

Dass sich dein Partner so verhält, passt zum "Handlungstypus" - vielleicht ist "die Andere" eine Handlungstyp-Frau, die es ihm schwer macht, in Beziehung zu gehen und die er deshalb für besonders "eroberungswürdig" hält (was er durchaus als "verliebt" wahrnehmen könnte).

Gibt es sowas wie Beziehung nur aus Angst vor der Einsamkeit?
Und wenn ja... woran erkennt man sowas eindeutig? (falls das überhaupt geht...)
Das Wörtchen "nur" stört mich - kaum ein Verhalten von Menschen lässt sich nämlich auf eine einzelne Motivation zurückführen, meist ist ein ganzes Motivationsbündel vorhanden, das bei verschiedenen Menschen unterschiedlich gewichtet ist. Aber dass Angst vor Einsamkeit (vor allem im Hinblick auf das Alter) bei vielen eine große Rolle spielt, würde ich unterschreiben.

Ob man das von außen sicher erkennen/analysieren kann, bezweifle ich. Denn viele unserer Motive (oft die entscheidenden) sind uns kaum oder gar nicht bewusst.

Ich würde auch nicht raten, zwischen guten und schlechten Motivationen zu unterscheiden, sondern wenn schon, dann die Qualität der Beziehung bewerten.

Kann so eine Beziehung überhaupt von langer Dauer sein???
Warum nicht? Wenn sich die Motive ergänzen und beide zufrieden sind, so dass sie niemanden anderen möchten, passt es doch :)

Gruß, Werner

P.S. Falls dich die oben zitierten typologischen Unterschiede interessieren, findest du auf Psychographie: lsungsorientiert und typgerecht verschiedene Links oder im Buch "Der Gorilla in meinem Bett" (mvg-Verlag, 2007) eine populärwissenschaftliche und alltagsnahe Beschreibung. Für viele Leser ist dieses Buch so etwas wie eine Erleuchtung ...
 

maja67

Mitglied
Dass sich dein Partner so verhält, passt zum "Handlungstypus" - vielleicht ist "die Andere" eine Handlungstyp-Frau, die es ihm schwer macht, in Beziehung zu gehen und die er deshalb für besonders "eroberungswürdig" hält (was er durchaus als "verliebt" wahrnehmen könnte).
Hallo Werner,

... will er sie denn auch erobern??? Was ist sein Ziel dabei? Und welche Rolle spiele ich als derzeitige Partnerin dabei?
... okay... schon wieder viele Fragen :eek:))


Warum nicht? Wenn sich die Motive ergänzen und beide zufrieden sind, so dass sie niemanden anderen möchten, passt es doch :)
... er sagt mir ja, daß er keine andere möchte... aber warum dann dieses ständige auf sich aufmerksam machen bei den anderen Frauen und dieses "Gebagger" bei seiner Kollegin? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht, es widerspricht sich doch irgendwie...

LG Maja
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Maja,

vielleicht ist es wichtig nochmal zu betonen, dass ich nicht von deinem Partner schreibe (den ich ja nicht kenne), sondern einfach die Ergebnisse meiner Forschungen und Beobachtungen zu übertragen versuche. Sieh es bitte nur als Anregung, nicht als Diagnose!

... will er sie denn auch erobern??? Was ist sein Ziel dabei?
Handlungstyp-Männer verhalten sich in etwa so wie Gorilla-Silberrücken: sie versuchen, bei Weibchen Eindruck zu schinden (Kraft, Sicherheit, Potenz) und diese in ihre Gruppe aufzunehmen. Beim Menschen hat sich dieses urtümliche Verhalten (meistens) dahingehend verändert, dass nach Status oder gesellschaftlicher Wertschätzung gesucht wird. Er will sie vermutlich als Kumpel, Kamerad, Trinkkumpan - dahin zielt seine "Eroberungsstrategie", vermutlich unbewusst. Selbst wenn da einmal körperliche Annäherungen ins Spiel kämen - solange er sich nicht emotional und mit dem Herzen einlässt, solltest du das nicht überbewerten.

Ich habe den Verdacht, dass du kein Handlungstyp bist und ihn daher missverstehst.

Und welche Rolle spiele ich als derzeitige Partnerin dabei?
Das darfst du frei entscheiden ;)
Ich denke, sein Verhalten hat nichts mit dir zu tun und du solltest es auch nicht auf dich beziehen (auch wenn die Versuchung groß ist). Ich würde ihm zu seinen Erfolgen gratulieren und mich mit ihm freuen, dass er ein so lebendiger Mann ist - und trotzdem klare Ansagen machen, was für dich noch okay ist und was nicht (an Verhalten gegenüber anderen Frauen).

aber warum dann dieses ständige auf sich aufmerksam machen bei den anderen Frauen und dieses "Gebagger" bei seiner Kollegin? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht, es widerspricht sich doch irgendwie...
Bitte versuche nicht, es ständig zu verstehen - dazu müsstest du a) ein Mann, b) ein Handlungstyp und c) jemand mit seiner Biografie und Sozialisation sein. Einfacher wäre es, dich selbst zu verstehen und weshalb du dir nicht konstruktivere Gedanken machst. Du alleine wirst ihm die Art von Aufmerksamkeit vermutlich nicht geben können, also bemühe dich erst gar nicht darum. Er würde auch nicht dir mehr Aufmerksamkeit geben, wenn die anderen nicht da wären - wenn du mehr davon brauchst, musst du es ihm klar und deutlich sagen.

Fakt ist doch, dass du seine Partnerin bist und er dich ausgewählt hat. Freu dich darüber und mach nicht eure Beziehung durch deine Zweifel madig.

Gruß, Werner
 

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