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Bewusstsein der Inkompetenz

Kreuzer

Mitglied
Íst deine Persönlichkeit für dich nicht in Ordnung?
Und wäre es unvorstellbar, die individuelle Leistungsfähigkeit als gegeben hinzunehmen?
Wenn du dich permanent überforderst, wirst du permanent Negativ-Erlebnisse kassieren.
Lebst du ein Leben, das zu DIR passt?
Oder eher das, was deine Verwandten leben?
Meine Persönlichkeit ist für mich nicht in Ordnung und ich kann sie nicht annehmen und als wahr haben, da ich sie nicht ändern kann und somit das ganze Leben lang Nachteile im Leben erlebe.
Für mich ist es unvorstellbar, meine Leistungsfähigkeit so hinzunehmen. Das führt mich dazu die Opferrolle im Leben einzunehmen und keine Zufriedenheit mehr zu spüren.
Diese Basis im Leben ist gegeben und nicht wirklich veränderbar, was mich zutiefst bedrückt.
Ich lebe ein Leben nach meinen Vorstellungen. Klar hat die Verwandschaft einen Einfluss auf meinen Lebensweg und meine Entscheidungen. Aber mir geht es nicht darum ein Leben nach den Vorstellungen anderer zu leben, sondern darum, dass man in vieler Hinsicht benachteiligt im Leben ist aufgrund der genetischen Grundlagen, die einem gegeben werden. Sprich Leistungsfähigkeit, Intro-/Extravertiert, Kommunikativität, Merkfähigkeit, Erinnerungsvermögen etc..
 

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Kreuzer

Mitglied
Also ich hab jetzt nochmal bissl genauer hingeschaut: mit dem oben beschriebenen hast du ja bereits ein Ziel, und zwar ein ganz konkretes. Wenn ich das nicht falsch verstanden habe, geht es dir dabei ja auch um Schlagfertigkeit/Rhetorik. Und das kann man definitiv verbessern und trainieren - ich wüsste nicht, warum du da auf deine angeborenen Fähigkeiten beschränkt sein solltest. Das menschliche Gehirn ist zu außergewöhnlichen Leistungen fähig. Und theoretisch kann jeder seine kognitiven Fähigkeiten verbessern. Also nur Mut!
Sicherlich hat Schlagfertigkeit/Rhetorik einen Einfluss darauf und könnte etwas beihelfen. Aber das Ganze zu erlernen und zu praktizieren erfordert auch gewisse Voraussetzungen der eigenen Gehirnleistung und Merkfähigkeit. Wenn also diese zwei Komponenten leiden bzw. vorgegeben sind und schwache Leistung erbringen, dann ist es einem erschwert, soetwas zu erlernen.
Man kann die kognitiven Fähigkeiten vielleicht etwas verbessern, aber kommt bei Weitem nicht so weit wie jemand, der diese schon angeboren hat und es als normal ansieht diese zu besitzen. Und dann kommt ein Mensch wie ich, der viel Arbeit reinstecken muss um seine Fähigkeiten etwas zu verbessern, aber immer noch anderen gegenüber nachteilig ist.
Ich hoffe ich kann mich verständlich äußern.
Diese Über- und Unterordnung in der Gesellschaft kann einen enorm verletzen und einen das ganze Leben lang in Überzeugungen vertiefen, man sei untergeordnet, weil man ganz einfach mit seinen vorhandenen Fähigkeiten geboren wurde und diese mein Leben bestimmen. Es tut damit einfach nur weh und entzieht einem die ganze Lust am Leben.
 

Binchy

Aktives Mitglied
Hallo Kreuzer,

ich würde an Deiner Stelle erstmal versuchen, alles, was machbar ist, zu unternehmen, um das zu ändern, was Dich stört, also z.B.

- Arztbesuch: Möglicher Nährstoff- oder Hormonmangel
- Psychologe: Dein Problem ev. mit Therapie bearbeiten
- Bücher über Gedächtnisübungen lesen

Wenn Du alles ausgeschöpft hast, dann wirst Du lernen müssen, das, was bleibt zu akzeptieren bzw. daran zu arbeiten, es zu akzeptieren. Viele Menschen haben mit viel schlimmeren Schicksalen trotzdem ein glückliches Leben geführt, das haben sie geschafft, weil sie ihre Einstellung geändert haben.

Wie sieht Deine Ernährung aus? Wenn Du Dich schlecht ernährst, dann hat das auch Auswirkungen auf Deinen Körper bzw. sicherlich auch auf Deine Konzentration.

Hier noch was zu Nährstoffen bzw. Konzentration:

Nährstoffmangel konzentrationsstörung

Eine unregelmäßige oder unzureichende Zufuhr an Kohlenhydraten etwa (z.B. bei Magersucht) bewirkt Blutzuckerschwankungen. Diese können Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche nach sich ziehen. Auch ein Mangel an anderen Nährstoffen wie B-Vitaminen, Eisen oder Magnesium kann Konzentrationsstörungen verursachen.

https://www.google.de/search?ei=CTc...hUKEwjar6q-tJvuAhXECewKHbEDA0sQ4dUDCAw&uact=5

Woher kommen die Konzentrationsprobleme?

Warum lenkt mich jede Kleinigkeit ab?


Eine Konzentrationsschwäche kann das Leben massiv beeinträchtigen: Man braucht auch für einfache Aufgaben länger als nötig, weil die Aufmerksamkeit fehlt. Jeder Reiz von außen bedeutet eine Störung. Sowohl im Berufsleben als auch in Schule und Studium sind Anzeichen von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche störend. Natürlich hat jeder bessere und schlechtere Tage. Wenn einmal einen Tag lang nichts weitergeht, ist das zwar ärgerlich, aber noch nicht beunruhigend. Unser Gehirn ist kompliziert.

Woran liegt es, wenn es plötzlich schwer fällt, sich zu konzentrieren? Wird die Konzentrationsschwäche zum Dauerzustand und beginnt sie, das eigene Leben zu beeinträchtigen bzw. die Lebensqualität zu vermindern, sollten Sie ärztlichen Rat aufsuchen.

Es gibt viele mögliche Ursachen von Konzentrationsstörungen. Nachstehend eine kleine Auswahl an Auslösern:
  1. Anhaltende emotionale Überlastung, z.B. durch Stress und Zeitdruck
  2. Bewegungsmangel
  3. Mangelerkrankungen, z.B. Eisenmangel oder eine Unterversorgung mit anderen Nährstoffen
  4. Fehl- oder Mangelernährung
  5. Kreislauf- und Durchblutungsstörungen
  6. Schlafstörungen
  7. Flüssigkeitsmangel
  8. Erkrankungen, z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen, Demenz
  9. Bei Kindern und Jugendlichen: ADHS
https://www.eisencheck.at/eisenmangel/symptome/konzentrationsschwaeche/#
 

Kreuzer

Mitglied
Hallo Kreuzer,

ich würde an Deiner Stelle erstmal versuchen, alles, was machbar ist, zu unternehmen, um das zu ändern, was Dich stört, also z.B.

- Arztbesuch: Möglicher Nährstoff- oder Hormonmangel
- Psychologe: Dein Problem ev. mit Therapie bearbeiten
- Bücher über Gedächtnisübungen lesen

Wenn Du alles ausgeschöpft hast, dann wirst Du lernen müssen, das, was bleibt zu akzeptieren bzw. daran zu arbeiten, es zu akzeptieren. Viele Menschen haben mit viel schlimmeren Schicksalen trotzdem ein glückliches Leben geführt, das haben sie geschafft, weil sie ihre Einstellung geändert haben.

Wie sieht Deine Ernährung aus? Wenn Du Dich schlecht ernährst, dann hat das auch Auswirkungen auf Deinen Körper bzw. sicherlich auch auf Deine Konzentration.

Hier noch was zu Nährstoffen bzw. Konzentration:

Nährstoffmangel konzentrationsstörung

Eine unregelmäßige oder unzureichende Zufuhr an Kohlenhydraten etwa (z.B. bei Magersucht) bewirkt Blutzuckerschwankungen. Diese können Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche nach sich ziehen. Auch ein Mangel an anderen Nährstoffen wie B-Vitaminen, Eisen oder Magnesium kann Konzentrationsstörungen verursachen.

https://www.google.de/search?ei=CTcAYJqHFsSTsAexh4zYBA&q=konzentration+nährstoffmangel&oq=konzentration+nährstoffmangel&gs_lcp=CgZwc3ktYWIQAzIFCAAQzQIyBQgAEM0CMgUIABDNAjoECAAQRzoCCAA6BAgAEA06BwghEAoQoAE6BQghEKABUO4dWIs1YI06aARwAngAgAFUiAHdBZIBAjExmAEAoAEBqgEHZ3dzLXdpesgBCMABAQ&sclient=psy-ab&ved=0ahUKEwjar6q-tJvuAhXECewKHbEDA0sQ4dUDCAw&uact=5

Woher kommen die Konzentrationsprobleme?

Warum lenkt mich jede Kleinigkeit ab?


Eine Konzentrationsschwäche kann das Leben massiv beeinträchtigen: Man braucht auch für einfache Aufgaben länger als nötig, weil die Aufmerksamkeit fehlt. Jeder Reiz von außen bedeutet eine Störung. Sowohl im Berufsleben als auch in Schule und Studium sind Anzeichen von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche störend. Natürlich hat jeder bessere und schlechtere Tage. Wenn einmal einen Tag lang nichts weitergeht, ist das zwar ärgerlich, aber noch nicht beunruhigend. Unser Gehirn ist kompliziert.

Woran liegt es, wenn es plötzlich schwer fällt, sich zu konzentrieren? Wird die Konzentrationsschwäche zum Dauerzustand und beginnt sie, das eigene Leben zu beeinträchtigen bzw. die Lebensqualität zu vermindern, sollten Sie ärztlichen Rat aufsuchen.

Es gibt viele mögliche Ursachen von Konzentrationsstörungen. Nachstehend eine kleine Auswahl an Auslösern:
  1. Anhaltende emotionale Überlastung, z.B. durch Stress und Zeitdruck
  2. Bewegungsmangel
  3. Mangelerkrankungen, z.B. Eisenmangel oder eine Unterversorgung mit anderen Nährstoffen
  4. Fehl- oder Mangelernährung
  5. Kreislauf- und Durchblutungsstörungen
  6. Schlafstörungen
  7. Flüssigkeitsmangel
  8. Erkrankungen, z. B. Schilddrüsenunterfunktion, Nierenerkrankungen, Demenz
  9. Bei Kindern und Jugendlichen: ADHS
https://www.eisencheck.at/eisenmangel/symptome/konzentrationsschwaeche/#
Deine Ansatzweisen sind logisch und wären wahrscheinlich auch der Rat eines richtigen Arztes sich danach zu richten. Ich weiß, dass andere es vielleicht unter vielen Aspekten schlimmer haben und es gegebenfalls einfach hinnehmen müssen, dass sie so sind wie sie sind.
Meine Ernährung zur Zeit ist sicherlich mangelhaft. Ich frühstücke manchmal erst um 13-14 Uhr, weil ich keine Motivation habe mir selbst etwas zuzubereiten und allgemein keine Lust habe aufs Leben, weil mich genau dieser eine Gedanke stört.
Ich danke dir für den Beitrag, den du mir zugesendet hast.

Im weiteren Verlauf würde ich noch Beispiele aus dem Alltag nennen, wo ich tatsächlich merke, wie schwach meine Hirnleistung eigentlich ist.

Beispiel 1: Ich verstehe einen Begriff nicht. Also lese ich darüber eine Definition im Internet. An sich habe ich die Erklärung damit auch verstanden. Doch trotzdem vergesse ich das Wort wieder und wieder. Dann lese ich wieder nach und kann nach einem Tag manchmal oder paar Stunden später trotzdem nicht erklären, was dieser Begriff bedeutet.
Das ist auch bei alltäglichen Adjektiven, die vielleicht jemand verwendet. Ich kann Adjektive wie zynisch und spießig nicht im richtigen Kontext verwenden und verstehe sie trotzdem nicht, nachdem ich sie gelesen habe.

Beispiel 2: Mein Vater hat ein Unternehmen und ich bediene manchmal auch die Kunden und bereite Rechnungen vor. Hier gehts um die Paragraphen für die Besteuerung. Ich lese über die Paragraphen und verstehe sie an sich. Doch leider verschwimmt dann das Wissen in meinem Kopf und ich kann es keinem externen erklären, wenn er mich darüber befragt. Wohl sei es angemerkt, dass ich gefühlt schon 100 Rechnungen geschrieben habe.

Beispiel 3: Wenn ich die Buchhaltung für die Steuerberaterin mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorbereiten soll, fallen mir wichtige Begriffe, die damit verbunden sind überhaupt nicht ein. Obwohl ich sie auch wiederum schon viele viele Male verwendet habe.

Beispiel 4: Ich bin über vier Jahre ins Fitnessstudio gegangen. Habe währenddessen viel über die Geräte und Ernährung auch gelesen. Wenn ich mich jetzt an das Fitnessstudio erinnere, kann ich mich viele Male nicht mehr an die Namen der Geräte erinnern und geschweige denn etwas über die Ernährung sagen. Das Ganze obwohl ich es doch über 4 Jahre lang praktiziert habe und mich eigentlich vertieft hatte und es mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen sollte!

Beispiel 5: Ich beschäftige mich eigentlich viel mit Aktien. Habe ein eigenes Depot eröffnet und betreibe etwas Aktienhandel. Ich habe viel darüber gelesen und es auch verstanden. Leider kann ich nun in einem Gespräch mit jemanden kaum etwas über dieses Thema sagen. Mir fallen keine Informationen dazu ein und das obwohl ich mich darüber wirklich vertieft informiert habe.

Beispiel 6: Ich vertiefe mich in die Funktion von Fahrzeugen. Wie sind sie aufgebaut und wie funktionieren Kupplung, Getriebe und Motor etc. Eigentlich wiederum alles verstanden. Doch bin ich wiederum nicht in der Lage das Wissen abzurufen.

Beispiel 7: Ich backe nach einem Rezept ein Brot. Ich habe dieses Brot schon etliche Male gebacken. Es hat an sich nur 8 Zutaten. Wenn ich das Rezept nun lese, ist mir alles schlüssig. Wenn mich aber jemand nach den Zutaten für dieses Rezept fragt, vergesse ich eine Zutat für dieses Brot. Es sind nur verdammte 8 Zutaten und ich kann sie trotzdem nicht auf Knopfdruck von mir geben, sondern hänge hinter her mit meiner Erinnerung.

Beispiel 8: Kaiserschmarrn. Ich habe dieses Gericht schon paar Male gegessen und auch viele Bilder und Rezepte dazu gelesen. Nehmen wir nun an, dass ich bei jemandem zu Besuch bin. "Hey, was kochst du da?". "Grüße dich, ach ich habe mir heute gedacht, dass ich Kaiserschmarrn zubereite." In dem Moment habe ich gar keine Vorstellung was für Zutaten dafür benötigt werden geschweige denn wie es denn nochmal aussieht dieses Gericht.

Beispiel 9: Namen von Menschen, die ich schon öfters gesehen habe, fallen mir nicht ein. Ich kann sie mir teilweise überhaupt nicht merken. Erst, wenn ich sie vielleicht das 5 Mal nach dem Namen gefragt habe.

So geht es in vielen Bereichen meines Lebens und das stellt mich zusätzlich als Idiot dar. Dinge für Klausuren gelernt, bzw auswendig gepaukt und danach direkt vergessen.

Durch sturres auswendig lernen bin ich irgendwie auch durch das Abi gekommen. 2,4 Abischnitt war nicht schlecht. Lief also alles einigermaßen gut. Aber ich denke, dass ich immer deutlich mehr Zeit ins Lernen investieren musste wie andere und danach konnte ich das Gelernte sowieso in die Tonne schmeißen und die investierte Zeit ins Lernen war umsonst.


Das sind alles Faktoren und Ereignisse auf die ich jetzt rückblickend sehe und die mich so zum verzweifeln bringen, dass ich nichts mehr im Leben genieße. Weder Treffen mit Freunden (ich vermeide es lieber), noch Gespräche mit Familie oder Familientreffen. Erst jetzt in meinem Alter, ich bin 20 Jahre alt, blicke ich auf alles zurück und merke wie DUMM ich eigentlich bin. Wenn ich auf Familientreffen bin, ziehe ich mich zurück und meide diese eigentlich generell wie auch Treffen mit Freunden. Sollte mich nun jemand nach meinem Studium fragen und meine Meinung dazu hören, bin ich nichtmal in der Lage kurzzufassen, um was es eigentlich in meinem Studium geht und was es generell für Themen bespricht.


Ich reflektiere also sehr genau mein Leben und mein Fazit daraus ist, dass ich keine Freude mehr im Leben habe. Ich sehe es als etwas, was mich mein ganzes Leben so stark benachteiligen wird, dass ich nur negative Gefühle empfinden werde und das Leben nie genießen werde. Deshalb verfalle ich in blöde Gedanken und Ideen.

Ich spreche auch viel mit meiner Stiefmutter darüber und sie bestreitet das alles und sieht mich als intelligenten Jungen. Ich bin wissbegierig und interessiert am Leben. Wenn mich etwas interessiert, dann lese ich darüber und informiere mich. Doch leider verschwimmt dieses Wissen immer wieder und ich fühle, als ob jegliche Anstrengung umsonst ist.

Somt isoliere ich mich immer weitere, bleibe im Bett liegen, lese Beiträge auf Portalen über andere Menschen, die eine Tieflage im Leben haben und spüre keine Lust zum Leben. Da ich weiß, dass nichts mehr besser wird.
 

Binchy

Aktives Mitglied
Okay, das ist hart und ich verstehe, was Du meinst. Aber solange Du nicht zumindest einen Arzt und Psychologen kontaktiert hast auf mögliche Krankheiten, Nährstoffmängel etc. hin, kannst Du nicht wissen, ob es besser wird.

Von alleine wird es nicht besser, das ist klar. Und Deine Ernährung klingt ja wirklich sehr verbesserungswürdig, woher soll Dein Körper denn die Nährstoffe nehmen, die er für das Funktionieren des Gehirns braucht?

Hier - eine Seite über Brainfood:


Lies Dir das doch mal genau durch und fang mit Nährstoffen, Arzt und Ernährung an.

Fakt ist aber, dass unser Gehirn in besonderer Weise auf Wasser, Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe angewiesen ist. Nur dann funktioniert es optimal. Ein Mangel an Energielieferanten und wichtigen Bausteinen führt dazu, dass die Gehirnleistung geringer ausfällt, als sie eigentlich sein könnte.

 

Kreuzer

Mitglied
Okay, das ist hart und ich verstehe, was Du meinst. Aber solange Du nicht zumindest einen Arzt und Psychologen kontaktiert hast auf mögliche Krankheiten, Nährstoffmängel etc. hin, kannst Du nicht wissen, ob es besser wird.

Von alleine wird es nicht besser, das ist klar. Und Deine Ernährung klingt ja wirklich sehr verbesserungswürdig, woher soll Dein Körper denn die Nährstoffe nehmen, die er für das Funktionieren des Gehirns braucht?

Hier - eine Seite über Brainfood:

Lies Dir das doch mal genau durch und fang mit Nährstoffen, Arzt und Ernährung an.

Fakt ist aber, dass unser Gehirn in besonderer Weise auf Wasser, Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe angewiesen ist. Nur dann funktioniert es optimal. Ein Mangel an Energielieferanten und wichtigen Bausteinen führt dazu, dass die Gehirnleistung geringer ausfällt, als sie eigentlich sein könnte.

Ich danke dir für deinen Rat. Ich denke, dass die Ärzte wohl sowieso nicht viel beihelfen können. Sie werden mir sagen, dass ich das so hinnehmen soll. Und bevor ich mich mein ganzes Leben so quälen soll, weiß ich selber nicht wie ich Rat holen soll.
Ich fühle mich als Opfer der Umstände und weiß, dass sich etwas anzutun nicht die richtige Lösung ist. Ich würde meiner Familie eine große Lücke hinterlassen und nichts wirklich besser machen.
 

Postman

Aktives Mitglied
Sicherlich hat Schlagfertigkeit/Rhetorik einen Einfluss darauf und könnte etwas beihelfen. Aber das Ganze zu erlernen und zu praktizieren erfordert auch gewisse Voraussetzungen der eigenen Gehirnleistung und Merkfähigkeit. Wenn also diese zwei Komponenten leiden bzw. vorgegeben sind und schwache Leistung erbringen, dann ist es einem erschwert, soetwas zu erlernen.
Man kann die kognitiven Fähigkeiten vielleicht etwas verbessern, aber kommt bei Weitem nicht so weit wie jemand, der diese schon angeboren hat und es als normal ansieht diese zu besitzen. Und dann kommt ein Mensch wie ich, der viel Arbeit reinstecken muss um seine Fähigkeiten etwas zu verbessern, aber immer noch anderen gegenüber nachteilig ist.
Ich hoffe ich kann mich verständlich äußern.
Diese Über- und Unterordnung in der Gesellschaft kann einen enorm verletzen und einen das ganze Leben lang in Überzeugungen vertiefen, man sei untergeordnet, weil man ganz einfach mit seinen vorhandenen Fähigkeiten geboren wurde und diese mein Leben bestimmen. Es tut damit einfach nur weh und entzieht einem die ganze Lust am Leben.
Also mit anderen Worten, du hälst dich für zu doof, um was dazuzulernen. Dann frage ich mich aber, wie du es bis in's Studium geschafft hast. Hast du dich da eingekauft? ;)

Ganz ehrlich, für mich sieht es im Moment danach aus, deine Ansprüche an dich selbst sind enorm hoch. Selbst wenn du kongnitiv nicht der Hellste wärst, und danach sieht es für mich im Moment nicht aus (zeigen ja schon deine Reflektiertheit und deine Beiträge), dann gilt doch, ein Mensch ist mehr wert als seine geistigen Fähigkeiten, oder findest du nicht? Warum vergleichst du dich nur nach oben, dadurch siehst du dich selber als geringer an und fühlst dich schlecht, ist doch klar.

Vergleiche dich doch mal mit denen, die viel weniger haben und viel weniger können. Das sollte das Bild doch einigermaßen relativieren? Die Voraussetzungen im Leben sind oft sehr unterschiedlich, das ist die Herausforderung an uns, damit umzugehen. Wenn du es schaffst, das als Aufgabe zu begreifen, dann verliert sich auch dein Opferdasein.

Als Beispiel: ich hatte beruflich eine Zeit lang mit Kindern an einer Förderschule zu tun. Studiert habe ich BWL, also was ganz anderes (übrigens auch dual, so wie du). Karriere habe ich bisher nicht gemacht, wollte ich auch nicht und dann waren da ja noch die Depressionen. Aus bestimmter Sicht hat mir die Arbeit bei den Kindern mehr gegeben, als jeder Bürojob zuvor. Und ich habe da sehr viel gelernt. Wenn du etwas weitergeben kannst, dann erledigen sich viele Probleme ganz wie von selbst, so meine Erfahrung.

Was genau studierst du eigentlich?
 
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Kreuzer

Mitglied
Also mit anderen Worten, du hälst dich für zu doof, um was dazuzulernen. Dann frage ich mich aber, wie du es bis in's Studium geschafft hast. Hast du dich da eingekauft? ;)

Ganz ehrlich, für mich sieht es im Moment danach aus, deine Ansprüche an dich selbst sind enorm hoch. Selbst wenn du kongnitiv nicht der Hellste wärst, und danach sieht es für mich im Moment nicht aus (zeigen ja schon deine Reflektiertheit und deine Beiträge), dann gilt doch, ein Mensch ist mehr wert als seine geistigen Fähigkeiten, oder findest du nicht? Warum vergleichst du dich nur nach oben, dadurch siehst du dich selber als geringer an und fühlst dich schlecht, ist doch klar.

Vergleiche dich doch mal mit denen, die viel weniger haben und viel weniger können. Das sollte das Bild doch einigermaßen relativieren? Die Voraussetzungen im Leben sind oft sehr unterschiedlich, das ist die Herausforderung an uns, damit umzugehen. Wenn du es schaffst, das als Aufgabe zu begreifen, dann verliert sich auch dein Opferdasein.

Als Beispiel: ich hatte beruflich eine Zeit lang mit Kindern an einer Förderschule zu tun. Studiert habe ich BWL, also was ganz anderes (übrigens auch dual, so wie du). Karriere habe ich bisher nicht gemacht, wollte ich auch nicht und dann waren da ja noch die Depressionen. Aus bestimmter Sicht hat mir die Arbeit bei den Kindern mehr gegeben, als jeder Bürojob zuvor. Und ich habe da sehr viel gelernt. Wenn du etwas weitergeben kannst, dann erledigen sich viele Probleme ganz wie von selbst, so meine Erfahrung.

Was genau studierst du eigentlich?
Mit Sicherheit kann ich gewisse Dinge und stelle mich vielleicht in ein schlechteres Bild als nötig. In dem Bewerberpool für dieses Duale Studium wurde ich ausgewählt. Was ich vielleicht kann ist folgendes. Mich beim ersten Kennenlernen gut verkaufen. Bei der Einladung zum Assessment-Center konnte ich so überzeugt wirken, dass ich einen guten Ersteindruck gemacht. Bei Diskussionen konnte ich gut mithalten und meine Meinung äußern. In der Präsentation, die auf Englisch zu einem Thema, in das man sich anhand von Quellen einarbeiten musste, zu halten war, konnte ich mich auch irgendwie gut verkaufen und wurde schließlich zum Abschlussgespräch eingeladen und mir wurde ein Angebot unterbreitet. Ich wundere mich selber, wie das geklappt hat. Also punkte ich eher mit der Art wie ich präsentiere und weniger mit dem Inhalt der Präsentation.

Generell stimme ich dir zu, dass ein Mensch mehr wert sein sollte als seine kognitiven Fähigkeiten. Aber wir urteilen hauptsächlich über einen Menschen anhand seiner kognitiven Fähigkeiten. Anhand diesen Fähigkeiten bin ich in der Lage richtige Dialoge zu führen und zu kommunizieren. Habe ich diese wiederum nicht, werde ich nicht als normal geistiger Mensch abgestempelt. Es ist normal, dass man sich mit denen vergleicht, die mehr haben. Und für mich relativiert es nicht, dass andere es "schlechter" haben.

Du hast es richtig gut zusammengefasst. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich und wie soll man mit dieser Herausforderung umgehen? Dadurch, dass das Leben jedem andere Voraussetzungen bietet, macht es gerade erst extrem unfair. Ich weiß, dass außer Akzeptanz der eigenen Voraussetzungen und "Talente" nichts das Problem lösen wird. Ich sehe aber einfach keinen Weg, wie ich mit meinen gegebenen Voraussetzungen leben soll und sie "akzeptieren" soll. Wo liegt die Fairness im Leben? Wieso werden uns von Gott aus unterschiedliche Fähigkeiten gegeben? Warum gibt es Schwächere und Stärkere? Führer und Geführte? Und ich bin mir verdammt sicher, dass die Stärkeren und die "Führer" einfach diese Gene in die Wiege gelegt bekommen haben. Klar hat die Erziehung und die Umwelt einen Einfluss zusätzlich dazu, aber die Gene machen den Hauptteil und bestimmen schon von Grund auf wer du sein wirst im Leben. Wie es eben auch die Nummerologie besagt. Alles ist irgendwie schon vorgegeben.

Sehr interessant, dass du deine soziale Ader im Leben gefunden hast. Und sehr großen Respekt an dich dafür, dass du benachteiligten Kindern geholfen hast. Wie bist du in diese Depression gerutscht und wieder rausgekommen? Ich habe oft das Gefühl, dass Menschen, die eben auf der kognitiven Ebene anderen unterlegen sind, tendenziell mehr in Depressionen rutschen, weil sie die Gesellschaft als "schlecht" abstempelt und sie damit nicht klarkommen und wissen, dass man die Fähigkeiten sowieso nicht ändern kann. In welchem Sinne meinst du etwas weitergeben? Und wie soll sich mein Problem mit den kognitiven Fähigkeiten auflösen indem ich anderen etwas weitergebe? Das Problem besteht ja weiterhin. Oder meinst du, dass man dann aufhört über sein Leben zu reflektieren und das Problem zu verdrängen?

In welcher Branche bist du jetzt aktiv? Ich studiere auch BWL dual. Es ist auch mit Sicherheit ein interessantes Studium, doch ich merke, wie ich unter den ganzen "Führer"-Kommillitonen versinke. Die kommen mir alle intellektuell weit überlegen und ich fühle mich dadurch einfach Fehl am Platz. In Gruppendiskussionen kriege ich mein Maul nicht auf, weil ich Angst habe etwas Falsches zu sagen oder dass meine schwachen kognitiven Fähigkeiten zum Vorschein kommen und ich als Dumm abgestempelt werde. Und wenn ich anfange etwas zu sagen, dann ist es oft so, dass meine Gedanken sich verzetteln und ich dann den Faden in meinem Erzählen verliere.
 

Postman

Aktives Mitglied
Und wie soll sich mein Problem mit den kognitiven Fähigkeiten auflösen indem ich anderen etwas weitergebe?
Weil du dann siehst, dass du gut genug bist, und ein wichtiger Teil von etwas bist. So meinte ich das.

Dein Problem sind nicht die kognitiven Fähigkeiten, sondern die soziale Angst, die Angst zu versagen und nicht gut genug zu sein. Das steht in deinem letzten Absatz, da steht: "ich fühle mich dadurch einfach Fehl am Platz". Es wird also mehr darum gehen, dein Selbstvertrauen, dein Selbstwertgefühl zu stärken. Aber versteif dich nicht auf ein kognitives Defizit. Ich glaube, das liegt bei dir nicht vor. Es ist die Angst, nicht gut genug zu sein.
 

Kreuzer

Mitglied
Weil du dann siehst, dass du gut genug bist, und ein wichtiger Teil von etwas bist. So meinte ich das.

Dein Problem sind nicht die kognitiven Fähigkeiten, sondern die soziale Angst, die Angst zu versagen und nicht gut genug zu sein. Das steht in deinem letzten Absatz, da steht: "ich fühle mich dadurch einfach Fehl am Platz". Es wird also mehr darum gehen, dein Selbstvertrauen, dein Selbstwertgefühl zu stärken. Aber versteif dich nicht auf ein kognitives Defizit. Ich glaube, das liegt bei dir nicht vor. Es ist die Angst, nicht gut genug zu sein.
Ich verstehe. Ich denke, dass es sicher auch die kognitiven Fähigkeiten sind und auch der Gedanke nicht gut genug zu sein. Ich merke aber an den 9 genannten Beispielen, dass ich tatsächlich eine Gedächtnisstörung habe oder einfach so ein Gedächtnis vererbt bekommen habe. Mein Vater hat ein ähnliches "Problem". Er kann sich teilweise auch nicht richtig in Worte fassen, doch er macht sich glaube ich weniger Gedanken darüber. Ihn stört das überhaupt nicht und ich finde auch, dass er sich dessen eigentlich garnicht bewusst ist. Also eine Art unbewusste Inkompetenz. Ich glaube, dass ich viel glücklicher wäre, wenn ich über meine Leistung nicht reflektieren könnte und nicht darüber nachdenken würde. Ich wäre deutlich selbstbewusster und zufriedener und wäre der Überzeugung etwas zu können trotz desssen, dass es nicht stimmen würde. Ich bin nicht gut genug und ich sehe das an meinem Umfeld. Jeder ist irgendwie klar gerichtet im Leben und kann sein Hirn verwenden. Mir gelingt es einfach nicht. Trotz dessen, dass ich wirklich gerne wollen würde.

Mit den mangelnden Fähigkeiten, denke ich, kommt das mangelnde Selbstvertrauen. Ich habe gestern nochmal mit meiner Stiefmutter darüber gesprochen. Ich habe das Gefühl, dass sie das alles Beneinen und nicht zustimmen einfach aus dem Grund um mein Selbstbild zu verbessern. Ich kann mit der Anlügerei aber auch nicht leben. Ehrliche Worte wären mir lieber, statt Lügen. Aber mit den ehrlichen Worten würde sie mir wahrscheinlich auch einen letzten Stoß zur Überzeugung geben und ich wäre total resigniert.

Sie wollen mich zum richtigen Psychotherapeuten schicken. Ich denke mir aber, dass ein Therapeut mir nicht wirklich helfen wird, sondern mir den Rat gibt, sich selbst zu akzeptieren und so hinzunehmen wie die Situation ist. Dieser Gedanke ist grausam für mich und inakzeptabel.
Ich weiß wirklich nicht, wie ich weiter vorgehen soll
 

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