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"Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme" (BvB) für MiniJob abbrechen?

Brennnessel

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

ich wurde Ende letzten Jahres in eine BvB-Maßnahme gesteckt. Nun sitze ich seit Monaten von 7 - 15 Uhr in einem stickigen Raum mit 8 anderen Jugendlichen und muss am PC sinnfreie Texte schreiben oO. (Wenn es wenigstens Bewerbungstraining wäre.. aber Zitat: "Das ist nicht möglich." ...) Jetzt versuche ich krampfhaft einen MiniJob zu finden, um aus diesem Kindergarten zu entfliehen.
Nur stellt sich mir die Frage, ob ich den auch machen darf. Nicht, dass es dann von seitens des Amtes sowas heißt, wie: "Sie müssen die Maßnahme zuende führen, bevor sie einen MiniJob beginnen können." (so oder so ähnlich^^)
Also wie ist das.. Kann man besagte Maßnahme für einen MiniJob abbrechen ohne gleich ALG2 gestrichen zu bekommen?
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Was ist denn das Ziel/ Berufsfeld der Berufsvorbereitung? Wie sieht der Lehrplan aus? Dann kann man inhaltliche Kritik üben, ohne gleich alles hinzuschmeißen. Vielleicht arbeiten die in dem Laden einfach schlecht?

Normalerweise kommt man da nicht so leicht ran, solche Maßnahmen sind sehr teuer und dienen der Vorbereitung auf eine Ausbildung. Die potentiellen Teilnehmer werden sehr genau nach ihrer Motivation befragt und wer keinen Bock hat, kriegt das eigentlich nicht bewilligt.

Einen Minijob kannst Du auch danach noch ausüben, nur verschafft der Dir keine Ausbildungsvorbereitung.

Ich würde nicht hinschmeißen, sondern durchziehen. Bietet die Bildunsgeinrichtung selbst Erstausbildung an?
 
D

dark mind

Gast
Normalerweise kommt man da nicht so leicht ran, solche Maßnahmen sind sehr teuer und dienen der Vorbereitung auf eine Ausbildung. Die potentiellen Teilnehmer werden sehr genau nach ihrer Motivation befragt und wer keinen Bock hat, kriegt das eigentlich nicht bewilligt.
ich kenne es anders; da werden Leute geparkt die sonst nirgendwo unterkommen, manche hart an der Grenze zur geistigen Behinderung, als halbwegs intelligenter Mensch verblödet man dort eher als etwas zu lernen - isch schewör Alder ;)

nach einer Motivation wurde ich damals nie gefragt

Jetzt versuche ich krampfhaft einen MiniJob zu finden, um aus diesem Kindergarten zu entfliehen.
deiner Ausdrucksweise nach zu urteilen bist du für ein BVJ überqualifiziert - du siehst es sicher selbst genau so, an deiner Stelle würd ich auch versuchen was anderes zu finden, aber rede vorher besser mit deinem Berufsberater, ich schätze du hast einen
 

WolfsSong

Aktives Mitglied
Also so schlimm fand ich es dort nicht :D Habe das vor einem halben Jahr auch gemacht! Aber ich denke es gibt da einige Unterschiede von Standort zu Standort :/ Normalerweise ist diese Maßnahme doch dafür da, herauszufinden welche Ausbildung einem liegen könnte und sich durch ein Praktikum dadurch vllt. einen Ausbildungsplatz zu ergattern^^

Ich habe es jedenfalls so gemacht und habe wirklich durch diese Maßnahme einen passenden Job für mich gefunden...man muss es nur richtig nutzen können/wollen ;)

Aber hüte dich davor diese Maßnahme mitten im Monat abzubrechen - die Arbeitsagentur holt sich das restliche, eh schön klägliche, Geld von dir zurück...mit sehr nettem Anschreiben :rolleyes:
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Manchmal möchte man doch sagen: "wenn man keine Ahnung hat..."

BVB ist was anderes als die ganzen Bildungsmaßnahmen, die sicher z.T. unüberlegt verteilt werden, da sie dem JC kein Geld kosten oder die von so haarsträubender Qualität sind, dass man echt das Brechen kriegt oder falsch konzipiert oder falsch zugewiesen oder...oder...

BvB dient der Ausbildungsvorbereitung. Es ist für Jugendliche, die noch keine Ausbildungsreife erlangt haben und durchaus nützlich. In der Regel wird auf ein bestimmtes Berufsfeld vorbereitet, drum fragte ich ja auch danach, z.T. kann man auch einen Schulabschluss erwerben.

Der TE, auch wenn er nicht so klingt, wird seine Gründe haben, weshalb ein normaler Ausbildungsstart nicht möglich war.
 
B

Brünnele

Gast
Ich habe schon zwei BvBs hinter mir und wenn ich lese, dass ihr jeden Tag nur irgendwelche Texte am Computer schreiben dürft, dann läuft da irgendetwas gewaltig schief. Das ist nämlich nicht Sinn der Sache, wofür du aber nichts kannst.

Eine BvB ist zwar nur eine Notlösung, sie kann aber durchaus helfen. Vorausgesetzt natürlich, sie ist gut organisiert. Das scheint bei deiner Maßnahme nicht der Fall zu sein.
Das Konzept der BvB an sich ist zwar gut gemeint, es gibt aber leider zu viele Träger dieser Maßnahme, die nichts taugen. Meine erste BvB war auch ein Reinfall, daher kenne ich das Problem.
Ich möchte dir einmal beschreiben, wie eine BvB im Idealfall ablaufen soll (so wie es eigentlich gedacht ist):
Darf ich erstmal fragen, in welche BVB-Stufe du vom Arbeitsamt eingeordnet worden bist? Da gibt es nämlich ganz verschiedene mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Normalerweise muss vor Beginn erst einmal festgelegt werden, in welche dieser Stufen man eingeordnet wird. Jemand mit Schulabschluss kommt nicht in dieselbe Stufe wie jemand ohne. Auch wird hier noch mal genauer unterschieden. Die Teilnehmer mit Hauptschulabschluss kommen in eine Gruppe, die mit Quali in eine andere und jemand mit mittlerer Reifer (wie ich damals bei meiner zweiten BvB) wiederum in andere Gruppe (7. Stufe). Für Teilnehmer mit Behinderungen oder großen Einschränkungen bei einer Berufsausübung gibt es eine extra Reha-Gruppe. So lässt sich die Maßnahme viel leichter durchführen, da die Bildungsbegleiter einfacher auf die unterschiedlichen Anforderungen eingehen können. Dieses Stufensystem hat sich nicht dieser Träger damals ausgedacht, sondern das gibt das Arbeitsamt überall in Deutschland so vor. Bei meiner ersten BvB wurde der Fehler gemacht, alle in einer einzigen Gruppe zusammenzufassen.
Danach sollte gleich am ersten Tag ein Plan erstellt werden, der die komplette Zeit bis zum Ende der Maßnahme durchplant. Auch das wurde bei einer ersten BvB nicht gemacht.
Der eigentliche Ablauf der Maßnahme sollte sich in Praktika und praktischen Unterricht in einer zur Verfügung gestellten Werkstatt oder ähnlichen berufsbezogenen Einrichtung unterteilen. Wenn nötig, kommt die Berufsschule noch dazu. Bei meiner ersten BvB hat auch das nicht so richtig funktioniert und wir waren die meiste Zeit rumgesessen oder haben irgendwelche sinnlosen Blätter ausfüllen müssen. Klar, es gehört zu jeder BvB dazu am Anfang Unterlagen dafür auszufüllen und einen Eignungstest vom Arbeitsamt zu machen. Nach der ersten oder spätestens zweiten Woche sollte aber Schluss damit sein und die eigentlich Maßnahme beginnen. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Ablauf (Praktikum, Werkstatt,...) je nach Verband etwas unterschiedlich sein kann.

Ich empfehle deshalb unbedingt jedem, den das Arbeitsamt in eine berufsvorbereitende Bildungsmaße stecken möchte, sich vorher die Einrichtung anzusehen und sich so einen Ablaufplan zeigen lassen. Wenn irgendetwas daran faul ist, dann sofort auf einen anderen Träger bestehen. Auf diese Art und Weise lassen sich später böse Überraschungen vermeiden. Hier gibt es leider viele schwarze Schafe. Die Einrichtung meiner ersten BvB hätte ich vorher auch gerne einmal sehen wollen, der Träger hatte sich aber geweigert. Später habe ich gewusst warum. Damals habe ich auch noch nicht gewusst, was da auf mich zukommen wird.

Es gibt mehrere große Verbände, die deutschlandweit eine seriöse BvB anbieten. Meiner Meinung nach ist die BvB für jeden Ausbildungsplatzsuchenden ein durchaus guter Ansatz, solange der Träger der Maßnahme stimmt.
Es wäre vielleicht eine Überlegung wert, anstatt den Abbruch bloß den Träger der Maßnahme zu wechseln. Ich würde jedoch auf alle Fälle mit deinem Berufsberater beim Arbeitsamt über diese Zustände reden. Vielleicht hilfst es was.
Ich wünsche dir noch viel Erfolg. Das habe ich immerhin auch schon alles durchmachen müssen und schließe nächstes Jahr meine Ausbildung ab.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Vielen Dank, Gast, so in etwa. Wobei mir keine Stufen bekannt sind, man unterscheidet einfach nach gewünschtem Berufsbild/ vorhandenem Schulabschluss.

Bei 7 Stunden "sinnlosen Texten" dachte ich an die Möglichkeit Zehn-Finger-Schreiben, Textverarbeitung. Vielleicht ist das Berufsfeld Bürokommunikation oder so. Dann würde es schon hinkommen.

Aber Brennessel selnst äußert sich nicht, daher Nebelstocherei.
 

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