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Berufliche Themen - egal wo - und mein Tag ist gelaufen. Fühle mich minderwertig

  • Starter*in Starter*in Viktorepple
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V

Viktorepple

Gast
Ich habe ein Problem der vielleicht spezielleren Art, wahrscheinlich versteht das auch gar nicht jeder. Und zwar ist das Thema Beruf für mich eine Belastung, da ich in meiner Situation absolut unzufrieden bin. Habe kaufmännisch gelernt und bin seither mit Verwaltungskram beschäftigt, sprich Schreibtischtäter.

Soweit so gut, ich habe mein Auskommen und mir ging es die ersten Jahre auch relativ gut.

Immer wenn es heute im Freundeskreis darum geht was die anderen machen stellen sich mir schon die Nackenhaare hoch weil ich (vor allem wenn dann jemand mega studiert hat) alles sofort auf mich polarisiere und mich wertlos fühle, weil ich ja nicht so einen aufwendigen Job etc. habe und nicht in der Weltgeschichte umherfliege. Ich meine ständig dass es alle anderen geschaft haben, besser gemacht haben, wie auch immer.

Gleichzeitig habe ich eine gewisse Zukunftsangst was da noch auf mich zukommt und manchmal eine innerliche Wut nichts erreicht zu haben und dies schnellstmöglich ändern zu müssen.

Geht es jemandem hier genauso? Findet ihr mein Verhalten überzogen?
 
Ich habe ein Problem der vielleicht spezielleren Art, wahrscheinlich versteht das auch gar nicht jeder. Und zwar ist das Thema Beruf für mich eine Belastung, da ich in meiner Situation absolut unzufrieden bin. Habe kaufmännisch gelernt und bin seither mit Verwaltungskram beschäftigt, sprich Schreibtischtäter.

Soweit so gut, ich habe mein Auskommen und mir ging es die ersten Jahre auch relativ gut.

Immer wenn es heute im Freundeskreis darum geht was die anderen machen stellen sich mir schon die Nackenhaare hoch weil ich (vor allem wenn dann jemand mega studiert hat) alles sofort auf mich polarisiere und mich wertlos fühle, weil ich ja nicht so einen aufwendigen Job etc. habe und nicht in der Weltgeschichte umherfliege. Ich meine ständig dass es alle anderen geschaft haben, besser gemacht haben, wie auch immer.

Gleichzeitig habe ich eine gewisse Zukunftsangst was da noch auf mich zukommt und manchmal eine innerliche Wut nichts erreicht zu haben und dies schnellstmöglich ändern zu müssen.

Geht es jemandem hier genauso? Findet ihr mein Verhalten überzogen?
Was möchtest Du denn erreichen ?
Möchtest Du um die Welt jetten ?
Möchtest Du einen 42-Zoll-Fernseher ?
5000-Euro-Leder-Couch ?
Oder eine innere Zufriedenheit mit Dir und einer womöglichen liebevollen Partnerschaft ?
 
Kann es sein, daß Du zum Thema Deiner 'beruflichen bzw gesellschaftlichen Wertlosigkeit' schon mehrfach im Forum geschrieben hast? Habe gerade wiedermal Dejavu. Und wenn ja, warum fragst Du das immer und immer wieder?
 
Also das ist mein erstes Posting. Bin gerade dabei mir mal die älteren Sachen anzuschauen, scheinbar gibt es ja tatsächlich Zeitgenossen denen es ähnlich geht. Dachte ich bin da eher ein Einzelfall.
An Dr. Huh.
Einen 42 Zöller hab ich schon, ist ja heute nichts besonderes mehr. Ansonsten muss ich keinen Ferrari in der Garage stehen haben. Es ist auch nicht so wie es jetzt hier ankommt dass ich nach Luxus etc. strebe, ich fühle mich nur irgendwie wertlos im Vergleich zu anderen oder meine andere machen es besser.
 
ich fühle mich nur irgendwie wertlos im Vergleich zu anderen oder meine andere machen es besser.
Sich ständig vergleichen bringt nix. Es wird immer Leute geben, die mehr verdienen, mehr arbeiten, mehr herumkommen, ein höheren Bildungsweg absolviert haben etc.
Wichtig ist, ob DU mit dem zufrieden bist, was du tust. Wenn nicht, dann mach Fortbildungen, schau dich nach Jobs mit mehr Verantwortung etc um. Aber nur, weil DU das willst, und nicht, weil du denkst, dass andere das erwarten.
Ist es nur dein subjektives Empfinden, dass andere es "besser" gemacht haben als du, oder äußert man sich dir gegenüber auch abwertend? Dann würde ich mir überlegen, ob ich mich mit den richtigen Leuten umgebe.

Andererseits ist es gut, sich hin und wieder mal Gedanken darüber zu machen, ob man (für sich persönlich, nicht für Geld oder andere) noch weiterkommen möchte. Aber es sollte nicht in solchen Selbstzweifeln enden. Es ist nichts verwerfliches daran, irgendwann an einer Position im Job angekommen zu sein, ohne ständig weiterstreben zu wollen.
Ich weiß, dass ich von meinen Qualifikationen und Kapazitäten her auch weiterkommen könnte, aber ich will es nicht. Meine "Weiterentwicklung" lebe ich lieber im Privaten aus.
 
Man kann jedes Ding von zwei Seiten anschauen. Überlege dir mal, was man alles positives über deinen Job sagen kann:

* Du hast geregelte Arbeitszeit
* Du hast am Abend saubere Fingernägel
* Durch deine Position verstehst du besser, wie Vater Staat im Inneren funktioniert
* Du kannst rujig schlafen und wältzt dich nicht im Bett hin und her wie ein Selbstständiger
* Folglich hast du mehr und besseren Sex
* Am Wochenende schläfst du bis 10 und gehst dann Tennis spielen

Soll ich noch weiter schreiben ? 😀
 
Man kann jedes Ding von zwei Seiten anschauen. Überlege dir mal, was man alles positives über deinen Job sagen kann:

* Du hast geregelte Arbeitszeit
* Du hast am Abend saubere Fingernägel
* Durch deine Position verstehst du besser, wie Vater Staat im Inneren funktioniert
* Du kannst rujig schlafen und wältzt dich nicht im Bett hin und her wie ein Selbstständiger
* Folglich hast du mehr und besseren Sex
* Am Wochenende schläfst du bis 10 und gehst dann Tennis spielen

Soll ich noch weiter schreiben ? 😀

Nein hör auf, ist einfach zu dümmlich.
 
Naja das habe ich nun ja öfters gelesen. Gibt es eigentlich heutzutage noch eine Art Zwischending, wo man sich auf der einen Seite nicht voll für den Job opfert und trotzdem noch zumindest am Wochenende sein Leben geniesen kann? Ein Freund von mir arbeitet in einem Rewe Markt (Filialleiter). Jeden Tag 5 Uhr aufstehen und natürlich ist es die Regel dass er um 8 oder später heimkommt, Samstags natürlich auch.
Das wäre z.B. überhaupt nicht mein Ding.

Aber das ist im Prinzip was anderes. Ich schnappe halt immer wieder mal so Brösel auf was dieser oder jener macht, und natürlich ohne Einblick in dessen Alltag zu haben, meine ich immer mein Gegenüber macht alles besser, ist wichtiger etc... Und wie ein Vorredner schrieb, wahrscheinlich würde ich ein Abendstudium zum Großteil machen weil ich meine durch den Druck im Umfeld müsste das sein und weniger aus Überzeugung heraus 🙁

Manchmal bin ich richtig nervös weil ich mir selbst sage du musst mehr darstellen, mehr tun, mehr leisten...
 

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