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Beruflich in der Sackgasse?

G

Gast

Gast
Hallo!

Ich denke ich muss mir hier mal was von der Seele schreiben, da ich im Moment wirklich nicht mehr weiter weiß...

Ich befinde mich beruflich wirklich in der Sackgasse.

Mein beruflicher Werdegang sieht folgendermaßen aus:

bis zur 10. Klasse war ich auf dem Gymnasium und wechselte danach zur Fachoberschule Wirtschaft mit Abschluss 2,5

Danach begann ich ein Studium im Bereich Informatik obwohl ich im Grunde gar nicht sicher war, ob es etwas für ist. Daraus ergab sich dann auch, dass ich das Studium nach 2 Semestern abbrach.

Ich begann dann mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation welche ich mit der Note 2 abschloss. Die Betrieb war allerdings ein kleines Familienunternehmen und die Aussicht auf ein Bruttogehalt von 1500 € in diesem Betrieb mit null Aufstiegschancen war nicht gerade berauschend. Ich dachte mir damals, das kann es nicht sein und begann deshalb ein erneutes Studium, diesmal jedoch BWL. Leider musste ich dieses Studium dann nach 2 Jahren abbrechen da ich den Anforderungen einfach nicht gewachsen war.

Nach einer halbjährigen Arbeitslosigkeit begann ich dann eine neue Ausbildung als Krankenpfleger nach 2 Praktika. Mittlerweile habe ich 1 Jahr dieser Ausbildung hinter mir und muss sagen, dass der Verlauf meiner Ausbildung sich konstant verschlechtert hat. Ich muss sagen, dass ich wohl eine Lernschwäche habe. Ich bin nicht dumm, aber generell verlangsamt und habe größere Schwierigkeiten mir Dinge zu merken. Bisher konnte ich das dadurch kompensieren, dass ich einfach mehr Zeit in Lernen investiert habe. Mittlerweile habe ich aber auch in der Praxis auf Station Probleme aufgrund meiner Lernschwäche und verringerten Merkfähigkeit. Erschwerend kommt da natürlich hinzu, dass ich somit den Ablauf auf Station behindere und das natürlich auch zu spüren bekomme. Auch wenn der Job stressig ist, macht er mir ja im Grunde wirklich Spaß. Aber dieses "geschnitten werden" ist absolut frustrierend für mich. Ich glaube, dass ich den Anforderungen nicht gewachsen bin bzw. es deutet auch faktisch alles darauf hin.
Das hat mich jetzt so weit runtergerissen, dass ich im Grunde zur Zeit handlungsunfähig bin. Ich habe morgen meine schriftliche Zwischenprüfung und habe im Grunde NICHTS gelernt! Ich war so frustriert, dass einfach nichts in den Kopf rein wollte und ich innerlich eine so starke Abneigung dagegen entwickelt habe, dass ich die Unterlagen nicht mal mehr in die Hand nehmen konnte. Die Prüfung morgen ist also für mich schon gelaufen. Nicht dass das noch eine so große Rolle spielen würd. Ich habe eh nicht vor die Ausbildung zu beenden.
Das Problem ist, dass ich jetzt 27 Jahre alt werde, in meinem ursprünglichen Beruf praktisch keine Berufserfahrung habe und mein Lebenslauf mit 2 Studienabbrüchen und einer abgebrochenen Ausbildung gespickt sein wird. Außerdem weiß ich zur Zeit wirklich nicht, was ich jetzt tun soll. Ich glaube, ich würde am liebsten jetzt einfach nur mal arbeiten und Geld verdienen wollen. Am liebsten wäre mir da natürlich eine Stelle im Büro, aber ich wäre zur Zeit auch einfach schon als Packer oder sonst was zufrieden. Nur arbeitslos möchte ich auf keinen Fall mehr sein und ich möchte nicht mein Auto aufgeben müssen. Das heißt, ich bräuchte irgendwas mit 700-800 netto um einigermaßen vernünftig über die Runden zu kommen. Zumindest scheint es mehr Stellenangebote als bei meiner letzten Jobsuche zu geben, aber insgesamt bin ich sehr verzweifelt über meine jetzige Lage und mich plagen Existenz- und Zukunftsängste. Ich denke, dass ich schlechte Karten habe mit meinem jetzigen Lebenslauf...
Bisher konnte ich mich nicht dazu überwinden, mit Freunden oder meiner Familie darüber zu reden, aus Angst auf totales Unverständnis zu treffen bzw. meine Familie zu enttäuschen.
Ich würde mich über Kommentare freuen, wie ihr hier meine Lage so einschätzt.
 

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W

Windlicht

Gast
Hallo Gast,

wirklich eine schwierige Situation in der du dich befindest. Du bist aber momentan noch in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger, oder habe ich das falsch verstanden? Du solltest die Ausbildung erst abbrechen, wenn du einen neue Arbeit hast, sonst kommst du so schnell auf keinen grünen Zweig mehr.
Aber was willst du jetzt eigentlich? Möchtest du wirklich wieder im Büro arbeiten? Du sagtest doch, dass dir im Prinzip der Job als Krankenpfleger besser gefällt!! Bist du sicher, dass es keine Möglichkeit gibt, diese Lehre abzuschließen? Vielleicht mehr lernen??? Lerngruppen, Nachhilfe ect? So gern ich dich aufmuntern würde, aber mit deinem bisherigen Lebenslauf hast du wirklich nicht gerade die besten Karten eine neue Stelle als Kaufmann f. Bürokommunikation zu bekommen. Will dich nicht runtermachen, aber ich habe mich selbst vor kurzem beworben und weiß wie hart es ist, einen Job im kaufmännischen Bereich zu bekommen. Du hast leider keine Berufserfahrung und die Ausbildung ist auch schon länger her. Dazu kommt das dein Lebenslauf sehr danach aussieht, als wärst du unentschlossen und ohne Ausdauer und Ziele. Du hast keine Richtung. Das klingt vielleicht hart, aber genau das ist es, was die Personalchefs denken werden.
Vielleicht solltest du mal mit einem Berufsberater reden....! Trotzdem würde ich dir unbedingt raten, bei deinem jetztigen Ausbildungsberuf zu bleiben und alles daran zu setzen die Ausbildung zu schaffen.

*Kopf hoch*

Lg, Windlicht
 
Zuletzt bearbeitet:

sternchen 68

Mitglied
tu das was du für richtig hälst und tue das was dir spaß macht denn das ist wohl in dieser hektischen und bescheuerten welt wo nur noch der profit der firmen zählt das einzigste was man hat.
denn man wird geboren,muß lernen inder schule-dann eine lehre und bevor du dich versiehst liegst du auf den rücken und bist fertig.
klar arbeit braucht jeder aber nicht jede arbeit braucht uns.´
also keine angst vor irgendwelchen chefs es sind nur menschen und keine götter.wenn er dich nicht will nimmt dich der nächste also kopf hoch und lebe.
du bist dein glückes schmied und keiner kann dir was sagen weil du bist du und glaube mir ich habe auch schon viele sche.... durch aber ich habe nie verzweifelt sondern weitergemacht .
das dazu und tschüß
 
G

Gast

Gast
Hallo Gast,

mir geht es momentan ähnlich. Ich habe gerade den Job gewechselt, obwohl mir die alte Firma super gut gefiel. Nur wegen Geld und Karrierechancen! Absolut dumm! In der neuen Firma fühle ich mich gar nicht wohl, und will am liebsten morgen gar nicht mehr kommen.
Ich kann Dir nur raten: Höre auf Dein Herz, entscheide nach Deinem Gefühl! Damit bin ich sonst im Leben immer gut gefahren. Ich wünsche Dir alles Gute!
 
G

Gast

Gast
Das Problem ist, dass man bei den Berufen in der heutigen Zeit oftmals nicht das Produkt seiner Arbeit sieht, was die Lernmotivation unter Umständen schwächen kann. Ein Handwerker, der etwas mit seiner "Hände Arbeit schafft" (hört sich erst einmal befremdlich an) wird diese Probleme weniger haben, als der Banker, der Programmierer, der Betriebswirt...
Manche Probleme sind "keine", denn es lauert wirklich kein Säbelzahntiger hinter der nächsten Hauswand!
Das soll nicht Deine, für dich ebenso realen Ängste, wegdiskutieren, aber vielleicht hilft es als Ansatz über die eigene Situation aus einer anderen Perspektive nachzudenken.

Donnerstag
 

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