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Beruf Pech Neuer Weg

Jsl93i

Mitglied
Hallo, ich möchte einmal mein Problem schildern. Bereits vor einem Jahr habe ich hier einen Thread eröffnet, weil mir etwas sehr Schlimmes auf der Arbeit passiert ist. Es ging darum, dass eine Kollegin auf Toilette reingeplatzte, während ich dort gerade mein Geschäft erledigt hatte (ich hatte an diesem einzelnen Tag einfach darauf vergessen abzuschließen) und ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr dort arbeiten wollte, weil das Ereignis für mich so schlimm war. Ich wollte damals kündigen, aber es war schwer eine Alternative zu finden und letztendlich klappte es nicht mit einem neuen Job, weshalb ich dort blieb. Kündigen ohne neue Stelle kam für mich nicht in Frage. Im Winter lief sehr viel über Homeoffice, weshalb ich dieser Kollegin so gut wie nie begegnen musste, doch jetzt kehren wir wieder zu den alten Arbeitszeiten und Orten zurück und ich möchte mir das nicht mehr antun. Generell war ich schon extrem lange nicht wirklich glücklich dort wo ich arbeite. Vor dem Vorfall mit der Kollegin war zwar alles erträglicher als seither aber wirkliche Erfüllung habe ich dabei nie empfunden. Meine Chefin ist auch gelegentlich unzufrieden mit mir.

Am liebsten würde ich generell das Berufsfeld wechseln, nur bin ich unsicher was wirklich mein Weg ist. Sanitäter zu sein stelle ich mir toll vor, weil man dabei etwas Sinnvolles macht und täglich Menschen helfen kann. Allerdings ist das sicher psychisch fordernd und ich habe auch schon nicht Gutes über den sozialen Umgang dort miteinander gehört.

Arbeit mit Kindern würde mich auch interessieren, aber ich weiß nicht wirklich, welche Richtung mir am ehesten zusagt.

Ich denke inzwischen, dass ich für einen Beruf wirklich brennen muss, um dort glücklich zu werden. Teilweise kann ich mich sehr schlecht motivieren, habe an vielen Aufgaben Desinteresse und kann mich gerade wenn ich zu wenig Sinn und Erfüllung empfinde schwer innerlich aufbauen und für meine Arbeit begeistern. Aber von irgendwas muss man schließlich leben. Depressiv bin ich schön seit Jahren ein wenig. Seit dem Kloereignis sind depressive Phasen häufiger geworden. Oft ist es schwer zu sagen, ob das an der zermürbenden beruflichen Tätigkeit, dem Toilettenereignis, inneren Komplexen oder anderen Ursachen liegt.

Hat jemand mehr Erfahrungen zu dem Sanitäterberuf oder arbeitet jemand mit Kindern? Wie erfüllend ist das tatsächlich? Mich interessiert sonst kaum etwas so wirklich.
 

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Yang

Sehr aktives Mitglied
Ich kann mich noch gut an deinen damaligen Thread erinnern.
Wenn es dir mit deinem Job nicht gut geht, dann solltest du wechseln.
Nach wie vor denke ich, dass die unverriegelte Klotür nur ein Vorwand war.
Du hast ja großes Interesse daran Sanitäter zu sein. Dann solltest du alles daran setzen es auch umzusetzen.
Ob der Job maßgeschneidert für dich ist, wird dir niemand beantworten können, das wirst du selber herausfinden müssen. Manche sind glücklich in diesem Job, andere wiederum würden abraten, es ist immer sehr individuell, jeder empfindet es anders für sich.
Ansonsten würde ich dir zu einer Therapie raten, um deine beginnende Depression zu behandeln.
 

Jsl93i

Mitglied
Ich kann mich noch gut an deinen damaligen Thread erinnern.
Wenn es dir mit deinem Job nicht gut geht, dann solltest du wechseln.
Nach wie vor denke ich, dass die unverriegelte Klotür nur ein Vorwand war.
Du hast ja großes Interesse daran Sanitäter zu sein. Dann solltest du alles daran setzen es auch umzusetzen.
Ob der Job maßgeschneidert für dich ist, wird dir niemand beantworten können, das wirst du selber herausfinden müssen. Manche sind glücklich in diesem Job, andere wiederum würden abraten, es ist immer sehr individuell, jeder empfindet es anders für sich.
Ansonsten würde ich dir zu einer Therapie raten, um deine beginnende Depression zu behandeln.
Ein Vorwand war es sicher nicht, weil ich das tatsächlich sehr schlimm finde. Heute noch. Und ich im echten Leben weit und breit keinen kenne dem so etwas auch passiert ist. Aber in irgendeiner Form läuft in jedem Leben etwas absolut nicht so wie es soll. Mein Selbstbewusstsein war noch nie gut und seit damals phasenweise richtig am Boden. Nur meine derzeitige Tätigkeit ist auch keine die mich aufbaut oder mir vermittelt, etwas extrem Wertvolles zu tun. Ich bekomme also das bei dem Vorfall vor einem Jahr verlorene Selbstbewusstsein schwer durch beruflichen Erfolg oder Glücksgefühle im Beruf zurück. Daher ist es vielleicht so schwer Interesse an der Tätigkeit aufzubringen.

Ich frag mich auch immer, ob ich meine Einstellung ändern muss und an der Depression arbeiten, um mehr Aufgaben interessant zu finden. Oder ob ich einfach in ein Berufsfeld wechseln muss, wo mich tatsächlich der Inhalt und die Tätigkeit von Anfang an so begeistern, dass Interesse größer ist als depressive Gedanken und Demotivation. Vermutlich beides.

Im Homeoffice ging es mir unterschiedlich. An manchen Tagen war es okay zu arbeiten, an anderen war es unendlich mühsam mich an den Computer zu setzen und meine Aufgaben zu erledigen. Der Gedanke meinen Kollegen und speziell dieser Kollegin nun wieder oft über den Weg zu laufen, macht mir ein sehr unangenehmes Gefühl.

Ich will mich im Beruf auch mal wirklich gebraucht fühlen und etwas machen, das mich richtig erfüllt.
 

Jsl93i

Mitglied
Das glaubst auch nur Du! Jeder hat garantiert mindestens ein peinliches Erlebnis, das er am liebsten auf ewig vergessen würde. Meins ist mir jetzt gerade wieder eingefallen.
Ich glaube auch, dass jeder irgendetwas erlebt hat. Zwischen peinlich und peinlich ist aber oft nochmal viel Unterschied. Viele Leute erscheinen mir manchmal lächerlich wofür die sich schämen. Aber ich denke das ist auch immer von dem persönlichen Empfinden, dem Ort wo etwas passiert oder der generellen psychischen Verfassung abhängig. Und diese ist bei mir nicht wirklich gut. Aber vielleicht kann ich das mit einem beruflichen Totalwechsel ändern. Denn da wo ich jetzt bin, stört mich die Toilettensache im Hinterkopf wesentlich mehr, als mich die Arbeit selbst motiviert. Ich denke einfach, dass die derzeitige berufliche Tätigkeit nicht alles im Leben sein kann.
 

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

Die Arbeit als Sanitäter und auch mit Kindern ist leider nichts für schwache Nerven. Wenn es dich schon komplett aus der Bahn wirft, weil du versehentlich (und zusätzlich selbstverschuldet!!!) beim Kacken gestört wurdest, dann rennst du bei diesen Jobs garantiert noch am ersten Tag heulend nach Hause!

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 

CabMan

Aktives Mitglied
Ich glaube auch, dass jeder irgendetwas erlebt hat. Zwischen peinlich und peinlich ist aber oft nochmal viel Unterschied. Viele Leute erscheinen mir manchmal lächerlich wofür die sich schämen. Aber ich denke das ist auch immer von dem persönlichen Empfinden, dem Ort wo etwas passiert oder der generellen psychischen Verfassung abhängig. Und diese ist bei mir nicht wirklich gut. Aber vielleicht kann ich das mit einem beruflichen Totalwechsel ändern. Denn da wo ich jetzt bin, stört mich die Toilettensache im Hinterkopf wesentlich mehr, als mich die Arbeit selbst motiviert. Ich denke einfach, dass die derzeitige berufliche Tätigkeit nicht alles im Leben sein kann.
Wenn ich einen Kollegen bei seinem Geschäft antreffen würde, weil er die Tür nicht abgeschlossen hat, dann wäre mir das zumindest ziemlich unangenehm, kein Thema über das ich andauernd reden möchte. Eine Lösung wäre: laut darüber lachen und weg damit.
 

Jsl93i

Mitglied
Hallo,

Die Arbeit als Sanitäter und auch mit Kindern ist leider nichts für schwache Nerven. Wenn es dich schon komplett aus der Bahn wirft, weil du versehentlich (und zusätzlich selbstverschuldet!!!) beim Kacken gestört wurdest, dann rennst du bei diesen Jobs garantiert noch am ersten Tag heulend nach Hause!

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
Da bin ich eben unsicher. Denn es fehlt mir im Beruf einfach etwas für das es sich jeden Tag aufzustehen lohnt. Die Motivation kann ich schlecht aufbringen und dass ich es überhaupt ausreichend mache, liegt einzig und allein daran, dass ich das Geld nunmal benötige. Aber eine Berufung ist das für mich nicht. Ich denke etwas anderes würde mich wesentlich glücklicher machen. Wenn nicht, dann ist das wohl wirklich eine krankhafte Lebensunlust. Und ich denke mit einer Aufgabe die mich erfüllt, würde eine Toilettengeschichte leichter als Nebensache in den Hintergrund treten als wenn man beruflich nichts interessant findet und vielleicht zu viel darüber nachdenkt und sich sowieso schon unwohl fühlt. Mein Ereignis kann man sicher auch nicht ganz damit vergleichen, dass ein Kind mal etwas anstrengend ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Jsl93i

Mitglied
Wenn ich einen Kollegen bei seinem Geschäft antreffen würde, weil er die Tür nicht abgeschlossen hat, dann wäre mir das zumindest ziemlich unangenehm, kein Thema über das ich andauernd reden möchte. Eine Lösung wäre: laut darüber lachen und weg damit.
Über so etwas lachen muss man auch erst einmal schaffen. Natürlich gibt es im Leben immer etwas was noch schlimmer ist. Aber im Beruf ist das so ziemlich das Heftigste was einem passieren kann. Etwas an das man zuvor gar nicht denkt. Und was man ja niemals absichtlich machen würde. Aber wo einfach ein Moment reicht, an dem man mal nicht so bei der Sache ist. Und dann befindet man sich in der Negativspirale. Mein absoluter Traumjob war das aber noch nie so wirklich und ich war schon länger nicht mehr glücklich. Daher lache ich den Beruf betreffend sowieso wenig. Schon gar nicht über etwas so Peinliches. So viel Stress erträgt man wesentlich besser, wenn man zumindest Spaß an der Aufgabe hat oder das Gefühl hat hinterherzukommen und eine erfüllende und wertvolle Aufgabe zu leisten für die man auch gemacht ist. Man lebt nicht nur um zu arbeiten, wenn die Arbeit keinen Spaß macht.
 

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