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Bereue es und weiß nicht was ich machen soll?

Anonym...

Mitglied
Zu mir: Ich hätte eine Stelle an einer Schule haben können. Gut bezahlt, Ferien, erstklassige Arbeitsbedingungen.
Nun kommt das Problem und das heißt Corona. Mein Mann ist chronisch krank, nimmt starke Medikamente und nach der Jobzusage folgte schnell die Bremsung der Euphorie.
Ich hätte jeden Tag mit Grundschülern zu tun gehabt, bei denen Abstandsregelungen nicht durchsetzbar sind. Also ein hohes Infektionsrisiko. Der Arzt hat klar gesagt, wenn mein Mann damit infiziert wird, könnte ihn das mit hoher Wahrscheinlichkeit umbringen.
Das bringt mich vor Schwierigkeiten, denn ich kann mich nicht die nächsten 2 Jahre zu Hause vergraben. Ich muss arbeiten.
Momentan sitze ich joblos zu Hause, aber das ist keine Lösung.
Ich ärgere mich so sehr diesen Job nicht genommen zu haben. Das Angebot war sogar unbefristet. Das kriege ich so nie wieder.
Ich weiß nicht was ich machen soll. Wir haben sogar überlegt, ob ich vorübergehend ausziehe, aber durch Corona werden hier aktuell nicht mal Wohnungen vermittelt und Familie haben wir hier nicht.

Ich stecke total in der Klemme und weiß nicht was ich machen soll.
 

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Muir

Aktives Mitglied
Hallo,
so einfach ist die Antwort nicht.

Du bereust es den Job nicht angenommen zu haben.

Wenn du den Job angenommen hättest, hätte folgendes passieren können. Deinen Partner, der offensichtlich Risikopatient ist, könnte durch
dich mit Corona infiziert werden, ( durch deinen Job ) oder gar versterben.

Dann würdest du vermutlich feststellen, es war die falsche Entscheidung
den Job anzunehmen.

Jetzt ist dein Partner Gesund. Da steht die Entscheidung gegen den Job
im Vordergrund den du nicht angenommen hast und harderst mit
deiner Entscheidung.

Deswegen. Von welcher Seite du es auch siehst,
du könntest jede Entscheidung später in Frage ziehen die du getroffen
hast.
Frei nach dem Motto....Wie ich es mache, mache ich es verkehrt.

So eine Entscheidung ist immer eine Gewissenssache.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 

Anonym...

Mitglied
Danke. Genauso ist es.
Es scheint, als müsste ich mich zwischen Pest und Cholera entscheiden.
Gehe ich nicht arbeiten, ist es die Cholera.
Gehe ich arbeiten bei dieser Stelle, bringe ich höchstwahrscheinlich die Pest nach Hause.

Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Ohne Corona wäre die Sache klar, aber ich bin gerade extrem kopflos und verzweifelt.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich verstehe dein Dilemma. Doch diese Entscheidung kann
dir niemand abnehmen ohne später den schwarzen Peter
zu haben.

Diese Entscheidung musst du alleine treffen.

Selbst dein Partner wird dir da keine Hilfe sein.
Er wird sich immer für das Leben entscheiden und nicht für das Risiko.

Gehe wirklich noch einmal alles an Möglichkeiten durch.
Gibt es wirklich niemanden bei dem du kurzfristig unterkommen kannst.

Und wie schnell musst du dich entscheiden?

Falls du noch nicht so schnell den Job antreten musst,
können die nächsten Lockerungen vielleicht helfen.

Wenn das Gast- und Hotelgewerbe wieder öffnen sollte,
könnte eine günstige Pension helfen.

Erkundige dich doch mal bei zuständigen Ämtern ob hier
nicht ein Ausnahmefall vorliegt und du trotz Einschränkungen
ein Zimmer beziehen bzw. mieten kannst.

Ich meine gehört zu haben, dass Menschen, (Geschäftsleute) wenn es nicht anders geht, durchaus im Hotel übernachten dürfen.

Welches Ministerium dafür zuständig ist, weiß ich nicht.
Das müsstest du googeln.
Ein Versuch wäre es wert und
Ausnahmen bestätigen die Regel.

Viele Grüße,
Muir
 

Anonym...

Mitglied
Der besagte Termin ist schon durch, aber ich hätte diese Woche noch einen weiteren. Auch an einer Schule.
Ich weiß nicht was ich machen soll, liege nachts wach, habe schlaflose Nächte.
Ins Hotel ziehen ist keine Option, da ich meinen Mann ja versorgen muss, da er nicht einkaufen gehen kann.
Ich kann für die nächsten 2 Jahre bis sich ein Impfstoff findet ja nicht ins Hotel ziehen.
Ich habe keine Ahnung was ich machen soll.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

dann bleibt dir nicht viel Auswahl.

Die Antwort kann dann nur sein, ein Job mit wenig
bis keinem Kontakt mit Menschen.
Und somit die Partnerschaft weiter führen zu können.

Oder du nimmst den Job an und fährst alle Schutzmassnahmen
hoch die es gibt.

Denn infizieren kannst du dich auch z. Bsp. beim Einkaufen
oder ähnlichem. Gerade jetzt sind viel mehr Menschen
wieder unterwegs. Die Läden sind wieder offen und
das schöne Wetter lockt. Mal von der Dunkelziffer ganz zu schweigen.
Also, selbst wenn du alle Aktivitäten runterfährst, gibt es keinen
100% Schutz. Es sei denn ihr bleibt Beide zuhause und lasst liefern.

Ich bin auch Risikopatienten mit meinen zwei defekten Herzklappen.
Doch zum Einkaufen und anderen Erledigungen verlasse ich das Haus.
Ich will jetzt nicht bis zum gefundenen Impfstoff zuhause sitzen und keinen
Fuss mehr vor die Türe setzen dürfen. Und ich mag auch nicht, dass andere
Menschen mich versorgen.

Ich versuche mich so gut wie es geht zu schützen.
Sollte ich mich dennoch infizieren, soll es eben so sein.

Rede mit deinem Partner ob er dieses Risiko zu erkranken mit dir trägt.
Sollte er sich vehement dagegen wehren ist die Frage ob er das verlangen kann.
Denn immerhin ist es ein großes Opfer für dich auf einen
Traumjob zu verzichten.

Also lange Rede kurzer Sinn.

1. Job annehmen und das Beste hoffen, dass dein Partner Gesund bleibt.
Dann sich aber auf jede Eventualität einstellen.
2. Beendigung der Partnerschaft. Ist hart, weiß ich.
Die Versorgung deines Partners könnte auch jemand anders übernehmen.

Doch mehr Möglichkeiten sehe ich da nicht.
Und es ist eins klar. Wenn du deinen Partner liebst, gibt es nur
eine Entscheidung. Beides geht ja offensichtlich nicht.

Ich wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung triffst.
Dann hat auch deine Frage ein Ende, was du tun sollst.
Wir können oft nur Entscheidungen aus der Situation heraus treffen.
Die meisten Entscheidungen halten nicht annähernd ein
ganzes Leben. Was heute richtig ist, kann sich morgen
schon als falsch erweisen.

Viele Grüße,
Muir
 

Anonym...

Mitglied
Na, ja ich hab 25 bis 29 Kinder. Das ist schon ein Unterschied ob du 29 Virenüberträger vor dir hast oder dich beim Einkaufen vorsiehst.
Hab die Stelle jetzt abgesagt.
Gut gehts mir nicht damit, aber was soll ich machen?
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

Die Schule wird sicherlich nicht wieder so sein wie vor Corona.

Die Klassen werden aufgeteilt. Hygienevorschriften sind einzuhalten.
Das ist mit Disziplin und Übung auch den Kleinsten
beizubringen. Immerhin bekommen seid Wochen schon
die Kleinsten mit, wie man sich zur Zeit benehmen und schützen
soll.
Ich denke auch, der Mundschutz wird kommen.

Also von 25 bis 29 Kindern in einer Klasse ist im Moment
überhaupt nicht mehr die Rede.

Da treffe ich im Supermarkt auf mehr Menschen als in einer
kleinen Klasse mit einem Mindestabstand.

Doch du hast dich entschieden und das war bestimmt
die richtige Entscheidung.
Offensichtlich aus Liebe getroffen.

Alles Gute für die Zukunft.
Muir
 
Zuletzt bearbeitet:

Petra10

Mitglied
Hallöchen,

ich persönlich würde meinem Partner zuliebe kein Risiko eingehen. Nach dieser jetzigen Zeit findet sich eine Lösung. Bis dahin würde ich aushalten. So wäre es für mich richtig.

Liebe Grüße
Petra
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Meine spontane Antwort:

Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich - um meinen Mann zu schützen - keinen Job als Lehrerin annehmen. Das kann man natürlich in jeder Beziehung anders sehen. Wenn mir viel an meinem Partner oder Partnerin läge, würde ich es jedenfalls so machen wollen.

Man kann sich ja über die Gefährlichkeit (also das Risiko) des Virus streiten. Aber die Unsicherheit nach unserem aktuellen Wissen wäre mir zu hoch.

So eine Entscheidung kann man aber auch immer wieder neu treffen. Es geschieht ja einiges in unserem Land und es könnten auch Überraschungen auftreten (zB Impfstoff wird schnell gefunden).

In sechs Monaten kann alles schon ganz anders aussehen.
 

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