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Bachelor/Master weltweit: Warum gibt es so unterschiedliche Strukturen, Verläufe und Prüfungsformen? Warum dann dennoch weltweit anerkannt?

G

Gelöscht 120651

Gast
Das ist interessant. Darf ich fragen, welche Studiengängen an welchen Hochschulen/Uni's das sind? Ich kenn das tatsächlich eher so, das es zumindest beim Bachelor eher Standard ist am Ende vom Semester in jedem Fach, das man übers Semester hatte, eine Klausur zu schreiben. Das war dann oft auch die einzige oder zumindest der Prüfungsnachweis die Prüfungsnachweise, die anteilig am meisten mit reingeflossen ist in die Endnote. Und wenn man sich dann halt z.B. UK anschaut, da werden eher weniger Klausuren geschrieben und halt eher so wie oben beschrieben nach Abschluss eines Kurses (nicht unbedingt zum Ende des Trimesters).
Das ist an jeder Uni und in jedem Studiengang individuell. Ich war in zwei Studiengängen. In einem davon gab es eine gleichmäßige Verteilung auf Hausarbeiten, Präsentationen und Klausuren, in einem anderen Studiengang ist die hauptsächliche Leistung projektorientierte Arbeit (die Präsentationen, Gruppenarbeiten und Hausarbeiten enthält), während Prüfungen eher die Ausnahme sind.

Wenn du denkst, dass studieren in UK so einfach ist, dann wäre der logische Schluss, das Studium dort zu absolvieren. Was hält dich davon ab?
 

Juke

Aktives Mitglied
Das ist an jeder Uni und in jedem Studiengang individuell. Ich war in zwei Studiengängen. In einem davon gab es eine gleichmäßige Verteilung auf Hausarbeiten, Präsentationen und Klausuren, in einem anderen Studiengang ist die hauptsächliche Leistung projektorientierte Arbeit (die Präsentationen, Gruppenarbeiten und Hausarbeiten enthält), während Prüfungen eher die Ausnahme sind.

Wenn du denkst, dass studieren in UK so einfach ist, dann wäre der logische Schluss, das Studium dort zu absolvieren. Was hält dich davon ab?
Hattest du in UK studiert?
Ich habe eigentlich aktuell generell nicht vor zu studieren, da ich vollzeit arbeite und auch keine 20 Std für Teilzeitstudium aufbringen kann.

Was ich aber so gesehen habe, ist dass bspw. viele UK universities u.a. auch relativ viele Online-Studiengänge, oft als - part time studies beworben - anbieten. Oft ist es dann auch so, was ich bis so jetzt gesehen habe, dass man hier nicht unbedingt verpflichtet wird, mehrere courses pro term (also Trimester) parallel zu anderen courses absolvieren zu müssen. Einige courses innerhalb eines Terms bauen auch aufeinander auf. Dann hat man als Prüfungsleistung meist assignments, online discussions, esseys und weniger eine finale Klausur am Ende des Semesters, die über alles (bestanden oder nicht) entscheidet.

Ob das Studieren in UK einfacher ist, kann ich nicht wirklich beurteilen. Das würde ich auch nicht unbedingt behaupten. Darum geht es ja auch gar nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, das das Studium im "UK System" weniger in Richtung "Bullemie-Lernen" zum Ende des Semesters/bzw. Trimesters hin geht ( wo in Deutschland ja ganz oft parallel für mehrere Kurse am Ende des Semesters bullemieartig nochmal alles Wissen eingetrichtert wird, um es dann für die jeweiligen Prüfungen wieder "auszukotzen"). Bei manchen UK online studies hab ich da halt eher den Eindruck, dass das Wissen nachhaltiger und mehr "der Reihe nach" und weniger durch gleichzeitig parallele ablaufende Kurse mit anderen Themen vermittelt wird und dass sich die Frage nach dem Bestehen/Nicht Bestehen eines Kurses nicht erst am Ende des Kurses entscheidet. So bringen assignments und esseys oder Forendiskussionen bereits während des Kurses Feedback darüber, ob man besteht oder nicht. Oft macht das schon einen Teil der Endnote aus. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das für manche Studierende durchaus angenehmer ist.
Bei deutschen Fern-/Onlinestudiengängen hat man hat man glaub ich schon eher mehrere Kurse parallel. Natürlich ist das alles auch individuell je nachdem wie schnell man studieren kann und vielleicht auch will. Mit Hausarbeiten bei deutschen Studiengängen wüßte ich jetzt aber z. B. gar nicht, wann man die anfertigt und bis wann man die einzureichen hat. Nach dem Kurs? Oder fängt man da während des Kurses schon mit an und hat Zeit bis zur m Ende des Kurses? Sowas wie Teilnahme an Onlinediskussionen, dass das auch noch in die Prüfungsleistung mit einfließt kenne ich von deutschen Institutionen auch gar nicht. Assignments, ja - aber dann doch nur um zur Prüfung (meist Klausur am Ende des Semesters ) zugelassen zu werden. Fließt also nicht in die Prüfungsleistung selbst mit ein. Vielleicht täusch ich mich auch. Vielleicht ist das in Deutschland mittlerweile auch alles anders geworden.
Und klar: Notwendige Englischkenntnisse auf C1 Level als Voraussetzung um in UK zu studieren (Online studies inbegriffen), muss man natürlich mitbringen, was aber ja auch völlig ok ist. Wer in Deutschland studieren möchte braucht ja meist auch den Nachweis des selben Sprachlevels der deutschen Sprache. Und auch klar: Die Kosten für ein solches UK Studium, sind selbst im Vergleich zu den deutschen Privatanbietern meist höher.

Aber wie gesagt: Eigentlich lassen sich Studiengänge international trotz Bachelor/Master "Gleichsetzung" doch aus genannten Gründen/Einschätzungen nicht wirklich als "vergleichbar anerkannt" auffassen meiner Meinung nach.
Um mal ein Beispiel zu bringen: ich finde, es ist schon einen Unterschied, ob ich einen thematisch und umfänglich vergleichbaren Kurs mit 5 ECTS Punkten, sagen wir mal "JAVA Programming 1" dadurch bestehe, indem ich zwei Testate bestehe, damit ich zur finalen Klausur am Semesterende zugelassen werde und diese am Ende auch bestehe oder ob ich den selben Kurs dadurch bestehe, indem ich während des Kurses schon ein Online-Softwareprojekt einreiche und dazu gegen Ende des Kurses ein Essey anfertige...
 

Juke

Aktives Mitglied
Hallo @dr superman.
Ich weiß nicht genau, worauf deine Frage abzielt, aber ich vermute mal sie bezieht sich auf den letzten Teil mit dem dem beispielhaften Vergleich zweier inhaltlich vergleichbaren Kurse mit 5 ECTS Punkten aber grundverschieden Prüfungsleistungen zum Bestehen/für die Endnote der Kurse.

Wenn ja, dann sehe ich deshalb diese beiden Kurse nicht wirklich als gleichwertig an, weil in dem ersten Fall die Prüfungsleistungen zum Bestehen des Kurses bereits während des Kurses selbst voll umgänglich erbracht werden (im Beispiel in Form von Softwareprojekt und Essey was jeweils einzureichen ist). Hier hat man also keine Prüfungssituation am Ende des Semesters, die über Wohl oder Übel (sprich bestehen oder nicht bestehen) entscheidet. Ich kann mir zumindest vorstellen, dass die Arbeitslast innerhalb des Semesters gleichbleibender verteilt sein könnte und man schon früh entscheiden kann ob man den Kurs besser wiederholen sollte oder nicht. Und im anderen Kurs bringt man halt Leistung, um überhaupt zunächst einmal zur Klausur zugelassen zu werden die erst ganz am Ende stattfindet. Und man hat bis dahin noch nichts für die Endnote mit eingebracht und weiß auch nicht wirklich "wie man steht". Die Endnote hier ergibt sich dann durch eine bis zu dresitündige Klausur zu 100 % und zwar erst nach Ende des Kurses. Im anderen Kurs hätte man dieses Wissen "wie man steht" schon, wenn sagen wir mal jeweils das einzureichende Softwareprojekt 40 % zählt und das Essey (was man z.B. erst bis zum Ende des Kurses einreichen muss mit 60 % in die Endnote eingeht).
Vielleicht ist das Beispiel auch zu fiktiv und niemals der Realität entsprechend.
Vielleicht kann man das selbst auch nur dann beurteilen, wenn man in beide Systemen einmal studiert hat. Würde mich generell aber auch einfach mal interessieren, wie die Erfahrungen so sind...
 

dr.superman

Aktives Mitglied
das Beispiel ist schon deshalb fiktiv,
weil der workload eines Seminars berechnet wird,
eben um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Und sollte man woanders studieren und das betreffende Modul einbringen wollen, sieht der,
der Anrechner vor allem eben auf die aufgewendete Zeit,
weniger auf die ECTS-Anzahl.

Deine Argumentation ist qualitativ und so nicht erfassbar,
"Empfinden" , "weiss nicht, wie man steht...." .
So ist eine Vergleichbarkeit nicht quantifizierbar.
 

Juke

Aktives Mitglied
das Beispiel ist schon deshalb fiktiv,
weil der workload eines Seminars berechnet wird,
eben um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Und sollte man woanders studieren und das betreffende Modul einbringen wollen, sieht der,
der Anrechner vor allem eben auf die aufgewendete Zeit,
weniger auf die ECTS-Anzahl.

Deine Argumentation ist qualitativ und so nicht erfassbar,
"Empfinden" , "weiss nicht, wie man steht...." .
So ist eine Vergleichbarkeit nicht quantifizierbar.
Hallo Dr. Supetmann! Erstmal vielen Dank für die Rückmeldung!
Ja, kann schon sein, dass da Vieles fiktiv ist.
Ich verstehe deine Argumentation allerdings auch nicht so recht. Was meinst du denn damit das der Workload eines Seminars berechnet wird?' Denn nicht jeder Kurs/Modul eines Studiengangs ist oder beinhaltet ein Seminar.
Klar: Die eingebrachte Zeit, der Workload wird für solche Vergleiche herangezogen, um z.B. die Anrechbarkeit von Kursen/Modulen prüfen zu können.
Und warum hat man denn dann überhaupt die ECTS eingeführt, wenn sie eben nicht für Vergleiche herangezogen werden, wenn das tatsächlich so sein sollte? Oftmals liest man ja z.b. auch das X ECTS Voraussetzung für ein bestimmtes Masterstudium sind oder ähnlich oder als sonstige Voraussetzung, in einem bestimmten Bereich ein Umfang von Y ECTS erforderlich sind ... Oder vergleicht man mit ECTS bzw hat diese als Voraussetzung eigentlich nur verschiedene Studiengänge innerhalb gleicher Länder?

Mir ging es aber tatsächlich bei diesem Thread eher generell darum, dass die Studiensysteme trotz Bachelor/Master in den verschiedenen Ländern generell immer noch so unterschiedlich sind und warum das so ist. Warum hat man nicht versucht, oder versucht es nicht weiterhin das überall anzugleichen? Als Beispiel fällt mir halt erstmal nur UK ein, aber da empfinde ich das zumindest wenn ich mir entsprechende Studiengangsbeschreibungen im Internet anschaue, schon extrem, was die Unterschiede betrifft.

Wie ich bereits zuvor schrieb: Warum gibt es dort Trimester und bei uns Semester? Warum werden dort insbesondere in den Masterstudiengängen oft schon viele Leistungsnachweise durch Assignments, Esseys oder Teilnahme an Forendiskussionen während der Kurse erbracht und dann damit oftmals sogar schon die Endnote ermittelt, während bei uns in DE doch lieber erst am Ende des Semesters mit Klausuren oder Hausarbeiten ermittelt wird, ob das Modul überhaupt bestanden und dann auch gleich die Endnote mit ermittelt wird und somit auch das Bullemie-Lernen gefordert wird? Ich hab auch den Eindruck, das viele Kurse in UK, insbesondere bei solchen Online/Fernstudiengängen so ablaufen, das Kurse der Reihe nach abgehalten werden und nicht wie bei uns bei vergleichbaren Fern-/Onlinestudiengängen man sich als Studierender immer direkt für mehrere Module/Kurse anmeldet und diese dann auch parallel stattfinden (eben nicht eins nach dem anderen)....

Ich möchte hier jetzt auch keine Werbung für ausländische Studiengänge betreiben, falls das missverständlich rüberkommen sollte.
Mir geht es rein um den Vergleich. Gibt es vielleicht sonst noch Forenteilnehmer, die hierzu eine Meinung haben, vielleicht auch mal im Ausland ein komplettes Studium durchgezogen haben?
Danke für Eure Rückmeldungen ..
 
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