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Austreten aus Vertrag aufgrund Psychotherapie

Lilli333

Mitglied
Hallo,

mir ging es die letzten Monate gar nicht gut und ich bin zu Motivationsseminaren gegangen und habe mich blöderweise bei einer Community für 1 Jahr lang angemeldet. (War ein großer Fehler: 1. tut mir das nicht gut, es macht mich eher verrückt, 2. ist da so viel Druck dahinter neue MG zu gewinnen)

Ich habe seit Oktober nicht gezahlt und bin auch nicht mehr hingegangen. Es kamen jetzt im Januar 2 Mahnungen. Gibt es eine Chance aus dem Vertrag rauszukommen? Meine Therapeutin könnte bestätigen, dass die Community genau gegen meine Therapie arbeitet.

Die letzte Mahnung ist bei mir im SPAM gelandet und droht mit Inkasso.

Ich bitte wirklich nur im Rat und keine Vorwürfe. Ich habe aus meinem Fehler gelernt.
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Was sind denn das für Motivationsseminare und was für eine Community? Wenn da Druck ist, klingt das nach Sekte. Du könntest Dich bei der Verbraucherschutzzentrale mal beraten lassen oder auch bei Sektenberatungsstellen.
 
G

GrayBear

Gast
Hallo Lilli333,
um Dir einen Tipp geben zu können, mußt Du mehr Details erzählen (nichts persönliches bitte):
- Wann hast Du den Vertrag geschlossen?
- War das auf einer Internetseite oder mit Unterschrift auf ein Schriftstück?
- Wie lange ist das her?
- Zu welchen Leistungen hast Du Dich verpflichtet (Kosten, Mitglieder werben, etc.)
- Gibt es Leistungen, die die Community nicht eingehalten hat? Evtl. Mängel?
- Hast Du schon schriftlich per Einschreiben gekündigt? Unbedingt machen, wegen möglicher automatischer Verlängerung des Vertrages. In die Kündigung mit aufnehmen, dass diese Kündigung vorsorglich gemacht wird, ungeachtet einer möglichen Ungültgkeit des Vertrages und ohne dessen Gültigkeit anzuerkennen.
- Gibt es mögliche sittenwidrige Klauseln oder von Dir geforderte Leistungen?
- Wurdest Du über Inhalt und Umfang des Vertrages genügend informiert, liegt ein Irrtum Deinerseits vor? (Du wolltest Unterstützung und die Community bewirkt das Gegenteil, prima, wenn Du dazu eine Bestätigung durch Deine Therapeutin hast, das ist vielleicht ein Ansatz für den Erklärungsirrtum)

Der Tipp von [Weidebirke] ist gut: Verbraucherzentrale und Sektenberatung

Mach den zwielichtigen Geschäftemachern klar, dass es für sie besser ist, Dich aus dem Vertrag zu entlassen. Bau selbst Druck auf: Infos in Foren, Einträge in Beschwerdeseiten im Internet. Suche ebenfalls Geschädigte und Abgezockte. Auch die Kripo interessiert sich für "Schneeballsysteme" oder zwielichtige MLMs, da offensichtlich das Anwerben von Mitgliedern im Vordergrund steht. Da hilft auch eine Anzeige. Sprich aber keine Drohung aus, dass Du sie anzeigen wirst, denn das wäre womöglich Erpressung. Informiere Dich möglichst sorgfälltig und durch verschiedene Kanäle und auch der Kontakt mit einem Anwalt wäre ratsam, falls Du Dir das leisten kannst und es in Relation zum geforderten Geld steht.

Mahnungen von Inkassounternehmen solltest Du nicht ignorieren, da Gebühren auflaufen und das Ganze noch teurer machen können. Wiedersprich den Forderungen und stelle Gegenforderungen (Therapiekosten, Anwaltskosten, deren versäumte Sorgfaltspflicht, etc.) auf, die sich gegenrechnen lassen. Das mag nur Theaterdonner sein, aber es zeigt, dass Du es ernst meinst.

Irgendwann tappt jeder mal in eine Falle. Das ist zwar kein Trost, aber von Zeit zu Zeit verliert jede(r) einmal. Mach Dir also keinen großen Kopf deswegen. Schau einfach, wie Du da raus kommen kannst und falls es nicht klappen sollte, nun, dann mußt Du eben das Lehrgeld bezahlen. Hake es ab und geh weiter.

Lass den Kopf nicht hängen.
 
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