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Ausreden um nicht arbeiten zu müssen

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Ich weiß noch, als ich mal bei einer Berufsberatung vom Arbeitsamt war, weil ich nicht wusste was ich werden will. Die Frau sah auch irgendwie frustriert aus, erinnerte mich gerade an die Erlebnisse von Tiffy, aber als ich anfing zu erklären was ich gut und nicht so gut kann und sie sah wie reflektiert ich war und wirklich nach einer Lösung suchte, bekam sie plötzlich das große Leuchten in den Augen, wir haben ganz viel gequatscht und sie hat mir sogar am nächsten Tag noch ne Email mit Buchtipps geschickt.
Glaube sowas bräuchte Tiffy auch mal öfter. 😃 Aber das sind halt auch nicht die Leute die lange arbeitlos bleiben.
Letztendlich hat es mir aber trotzdem nicht viel weitergeholfen.
 
Ich musste selbst mal während Corona dieses "System" in Anspruch nehmen und verstehe es wenn du darüber Dampf ablassen magst. Aber ich persönlich würde sagen: Dein Job ist überflüssig. Du kannst keine Menschen motivieren, die aufgegeben haben und nur deine / eure "Kunden" sind weil sie dazu gezwungen sind. Glaubst du wirklich irgendejamd ist zu blöd sich "Word-Kenntnisse" anzueignen oder einen Lebenslauf zu verfassen? Ich bitte dich. Was den Leuten fehlt ist intrinsische Motivation - diese kannst du ihnen nicht geben indem du ihnen vorwirst faul zu sein. Meiner bescheidenen Meinung nach mangelt es deinem Job an Sinnhaftigkeit und diese Leute wissen das. Wechsle doch deinen Job und lass die armen Leute in Ruhe. ;-) just my #2cents

Montesquieu hat das mal so formuliert:

Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.
 
Huhu,

ich finde das traurig. Aber was sind das auch für Leute.

Mal eine ehrliche Frage:
Ich bin Systemadministrator und bei der Zeitarbeit seit 10 Jahren.
Ich wurde zum 31.12.2023 gekündigt.
Also möchte ich mir etwas dazuverdienen.

Aushilfsjob oder Halbtagsjob bei REWE, Norma, Penny. Einfach nur Waren einräumen, MHD checken, Vielleicht auch mal an der Kasse arbeiten. Einfach nur 520 Euro dazu verdienen.
Bewerbung abgegeben mit Lebenslauf. Die Unterlagen habe ich auf Rechtschreibfehler checken lassen.
0 Chance.

Frust + Ironie EIN
ich habe ja Waren einräumen nicht studiert
Frust + Ironie AUS
ich erlebe das gerade bei meinem 16jährigen, der sich voller Energie um Praktika und Job bemüht...
tatsächlich wäre 0 (!!) Resonanz auf seine mit viel Mühe abgegebenen Bewerbungen gekommen,
wenn wir als Eltern (!!) nicht noch mal nachgehakt hätten...
dabei hatte ich mir geschworen, dass das sein Ding ist.
Eine Freundin, die einen ähnlichen Job macht, also Leuten mit der Bewrbung helfen, sagt auch, dass die Firmen zwar viel suchen,
aber umgekehrt nichts investieren wollen, also emails, Telefonate etc..
 
Viele haben auch einfach begriffen das es für sie keine bezahlte Arbeit gibt, geschweige denn eine, die so viel abwirft um Ruhe vor dem Jokecenter zu haben äh Jobcenter meine ich natürlich 😉.
Da verpufft jedes schickanieren, jedes Abstrafen im leeren Raum.
.
Im schlimmsten Fall kostet es den Staat dann noch Therapiestunden, wenn er es doch mal schaffen sollte einen Erwerbslosen zu brechen.
Sobald man sich klar ist das es seit 20 Jahren immer weit mehr Arbeitslose, als zu besetzende Stellen gab, sollte man feststellen das es nichts bringt solche Menschen dann als Alleinschuldige zu installieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Als Elternteil und jemand, der lehrt,
kann ich aus tiefster Überzeugung sagen:
jemand, der nicht will - den bekommst Du nicht dazu.

Selbst wenn Du dem Klienten, der Deine ganze Arbeit ad absurdum geführt hat,
mal vor Augen ballerst, wieviel Deiner Zeit und Energie er gerade verballert hat,
wird er vielleicht betroffen reagieren:...
ist ja auch eine Strategie, dass Du persönlich im persönlich mal klar machst, was er da an Deiner Energie verschwendest....
aber wahrscheinlicher ist es, dass er dir in´s Gesicht grinst und meint:
"wärst halt kein Berater geworden."

Das kennt man so auch aus dem Schuldienst...
"selber schuld, wären Sie halt kein Lehrer geworden".
Deswegen habe ich den Job (mit Kindern/Jugendlichen) aufgegeben. Emotional zu zehrend.
 
Als Elternteil und jemand, der lehrt,
kann ich aus tiefster Überzeugung sagen:
jemand, der nicht will - den bekommst Du nicht dazu.

Selbst wenn Du dem Klienten, der Deine ganze Arbeit ad absurdum geführt hat,
mal vor Augen ballerst, wieviel Deiner Zeit und Energie er gerade verballert hat,
wird er vielleicht betroffen reagieren:...
ist ja auch eine Strategie, dass Du persönlich im persönlich mal klar machst, was er da an Deiner Energie verschwendest....
aber wahrscheinlicher ist es, dass er dir in´s Gesicht grinst und meint:
"wärst halt kein Berater geworden."

Das kennt man so auch aus dem Schuldienst...
"selber schuld, wären Sie halt kein Lehrer geworden".
Deswegen habe ich den Job (mit Kindern/Jugendlichen) aufgegeben. Emotional zu zehrend.

kennst du den lebenslauf des "klienten"? weißt du wie oft er schon in sinnlosen, beschäftigung vortäuschenden maßnahmen war, wie oft er verascht wurde? nicht jeder mensch ist ein stehauf typ und nicht jeder mensch kann sich immer wieder motivieren.
 
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