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Ausbildung abbrechen?

_Alpha_

Aktives Mitglied
Guten Tag liebe Community

Heute mal etwas was nichts mit meiner Stimmung zu tun hat :D.
Ich weiß nicht wie Ich mich beruflich orientieren soll. Ehrlich gesagt weiß ich im moment gar nicht wohin mit mir.
Also, Ich habe dieses Jahr Abi gemacht (NRW) und es mit einem Schnitt von 2,3 gepackt. Da Ich ursprünglich nur mal einen Schnitt von 2,5 als Ziel hatte, freue ich mich sehr und da ich die 2,3 mit recht wenig aufwand gepackt habe finde ich es umso schöner. Mein Wunsch ist es seit einigen Jahren Medizin zu studieren. Auf Medizin liegt aber eben dieser verdammt hohe bzw. niedrige NC. Der variiert bei mir im Umkreis an den Unis immer so zwischen 1,0 und 1,3 zum Wintersemester. Den Schnitt hätte ich wahrscheinlich mit 100% Leistung nicht erbringen können, hätte ich mir mehr mühe gegeben die ganze Oberstufe wäre ich vielleicht bei 1,5 gelandet. Nun, soweit so gut, mit 2,3 kann man sich dann eben auf eine sehr lange wartezeit einstellen. Um mir die zu vertreiben, habe ich mir einen Ausbildungsplatz ergattert. Den bekam ich sogar schon 5 Monate vor dem Abi. Die Ausbildung geht 3 Jahre und ich habe mich darauf gefreut. Jetzt bin ich aber 2 Monate drin (Probezeit geht 4 Monate - also noch 2 übrig) und es gefällt mir nicht. Zwar bin ich da nicht dumm, leiste meine Arbeit bis auf kleine Sachen immer gut, bin zuvorkommend und frage nach, frage nach ob es noch was zu tun gibt wenn ich mit meiner Aufgabe fertig bin anstatt einfach dumm rumzusitzen und zu warten bis mir jemand was sagt etc. Schule läuft auch gut, die finde Ich sogar interessant und die macht mir Spaß. Nur leider sind halt die Tage im Betrieb dazwischen und die finde ich gar nicht geil. Es gibt selten Tage wo mich etwas richtig interessiert, ich leiste zwar meinen Beitrag, sitze im Prinzip aber eigentlich nur die Zeit ab. Der Chef meinte ich müsste mir keine Sorgen machen bzg. übernahme mit Probezeit und so weiter, aber das ist mir im Moment ziemlich egal. Ich hatte mir das ganze einfach anders vorgestellt und nun wo ich einen Lehrplan und Ausbildungsplan habe wo drin steht was ich die 3 Jahre über lerne und wo ich am ende stehe weiß ich auch dass es nicht das ist was ich will. Viel lieber würde ich studieren gehen. Ich habe, abgesehen von medizin, noch andere wünsche die für mich greifbarer sind weil da ein sehr hoher oder gar kein NC draufliegt.
Meinen Eltern habe ich bereits meine Meinung geschildert. Sie sind aber der Meinung ich sollte die Ausbildung durchziehen, weil ich dann schon etwas hätte worauf ich zurückgreifen kann falls ich z.B mal ein Studium abbreche o.Ä. Macht für mich auch Sinn, doch Ich will nicht 3 Jahre meines lebens mit etwas verbringen was absolut nichts für mich ist. Klar sollte man der ganzen Sache noch zeit geben, aber Ich sehe ja an den Azubis aus dem 2 und 3 Lehrjahr was man dort alles verrichtet und auch das spricht mich nicht an. Es wäre schön das ganze noch während der Probezeit zu beenden, da braucht man laut Gesetz keine Begründung und sowohl Arbeitgeber und nehmer können ohne frist, einfach kündigen/entlassen. Das sind aber nur 2 Monate bis die Zeit endet und bis dahin kann ich keinen Studienplatz annehmen, allein schon weil ich schon noch überlegungszeit brauche. Gleichzeitig sind meine Gefühle über die Ausbildung ein Problem. Einerseits will ich auch weitermachen weil die Schule wenigstens Interessant ist (Eine rein schulische Ausbildung in dem Gebiet würde mich eher ansprechen) andererseits merke ich wie ich dort nicht wirklich gut aufgehoben bin.
Klar, Ich verdiene Geld, habe aber noch einen Betrieb den ich während des Studiums nutzen könnte. Diesen Job den ich schon während der alten Schulzeit hatte war wirklich toll und ich vermisse ihn. Da ich dort aber nicht gekündigt habe sondern gesagt habe "Ich mach jetzt ne Ausbildung. Sollte ich aber mal frei haben oder so komme ich gerne nochmal vorbei.". Das einzige Problem ist, dass dieser Job saisonell abhängig ist und ich mir für den winter was anderes suchen müsste, aber so ein Problem wird das nicht sein.
Was ist eure Meinung dazu? Durchziehen oder nicht? Ich weiß es selbst nicht.
 

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mona-lisa

Mitglied
Hallo,

ich möchte dich dazu ermutigen, die Ausbildung abzuschließen. Selbst wenn du danach ein Studium anschließt, hast du danach viel bessere Chancen. Außerdem, und das klingt jetzt vielleicht floskelhaft, aber es ist auch wichtig angefangene Dinge zu beenden und das Beste daraus zu machen.

Du klingst für mich, als wärst du etwas unterfordert in deiner Firma. Du hast doch Abi, warum verkürzt du deine Ausbildungszeit dann nicht? Wenn du einen Ausbildungsberuf erlernst, dessen Ausbildungszeit normal 3 Jahre dauert, dann könntest du wegen dem Abi um bis zu 1 Jahr verkürzen und darüber hinaus auch noch die Abschlussprüfung um ein weiteres halbes Jahr vorziehen, womit du letztendlich bereits nach 1,5 Jahren eine abgeschlossene Ausbildung hättest. Diese Zeit wird dir auch auf die Wartezeit für das Studium angerechnet.

Danach kannst du dann immer noch entscheiden, ob Studium oder noch eine andere Ausbildung.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Danke für deine Antwort. Ja, alle ermutigen mich dazu es durchzuziehen. Aber das bringt mir ja nichts wenn man mir nur sagt "zieh das doch durch". Ich bin eher ein Mensch, der versucht Dinge zu ändern, Ich nehme ungerne Dinge einfach hin wenn man sie ja ändern könnte. Nun ist es ja so dass meine berufliche Karriere nur bedingt von dieser Ausbildung abhängt. Mir steht durch das Abi ja weitaus mehr offen. Es gibt sehr viele Studiengänge für die mein NC mehr als genug ist. Nur innerhalb meiner Ausbildung kann ich wenig ändern. Ich könnte nur alles ändern, bsp. wäre dafür ja jetzt abbruch und stattdessen studium. Ja, Ich fühle mich unterfordert. Klingt hochnäsig, ist aber so. Ich kenne den Lehrplan meiner Ausbildung und was ich da gelesen habe hat mich teilweise echt entsetzt. Dinge, bei denen ich mir denke die könnte ich auch jetzt schon (natürlich nur wenn es mir jemand erklärt) sind für das dritte Lehrjahr angesetzt. Mir wird also rein durch den Plan schon die Chance genommen manche Dinge halt ein bisschen schneller zu machen, weil ich schon denke dass ich es packen würde. Stattdessen schlage Ich mich mit Aufgaben rum die ich sehr schnell erledigen kann, Aufgaben die teilweise sehr stumpf sind und ich den großteil meiner Arbeitszeit damit verbringe sehnsüchtig auf die Uhr zu blicken und sozusagen meine Zeit da hauptsächlich abfriste. Ich habe auch schon woanders gearbeitet, da verflog die Zeit wie nichts, weil ich spaß daran hatte. Ich muss leider sagen dass ich es mir anders vorgestellt habe. Vorallem die unflexiblen Arbeitszeiten (da es ein Geschäft ist und man halt nach öffnungszeiten arbeitet) stören mich massiv. Es geht mir einfach zu langsam. Leider entscheiden halt andere darüber, wann ich was lerne, ohne in betracht zu ziehen was meine Fähigkeiten sind. Bzw. man hält sich an den Plan, ohne dass es irgendwie die Chance gibt etwas schon früher zu machen. Starr, um es mit einem Wort zu beschreiben. Eintönig, stumpf, langweilig. Bah. Ich habe nichts gegen Arbeiten nur finde ich, dass es wenigstens ein bisschen Spaß machen muss. Frage ich z.B nach ob mir jemand etwas komplexeres erklären kann, wird meist abgelehnt so nach dem Motto "Dafür bist du noch nicht bereit." DOCH! Ich habe das gefühl es wird vergessen dass Ich Abiturient bin und schon darin geübt bin, auch schnell mit schwierigen Dingen zurechtzukommen (Klingt auch wieder hochnäsig, aber so fühlt es sich an ^^). Allerdings beharre ich auch ungerne darauf da es ja schlecht rüberkommt. Kein Betrieb lässt sich gerne von Azubis was sagen, vorallem nicht nach so kurzer Zeit. Auch habe Ich das Gefühl, bei denen läuft es nicht so wirklich. Es gibt sehr häufig komplikationen (nicht durch mich verursacht :D) und andere Dinge die nicht so laufen wie sie sollten. Das habe ich schon nach 1 Woche festgestellt. Bestätigt wurde das dann durch einen Mitarbeiterabend - alles was ich schon (mental) bemängelte wurde angesprochen. Doch bis jetzt hat sich nichts geändert. Ich denke dass dort vieles an sich schon nicht so gut läuft und dementsprechend wenig wird sich dann um die Azubis gekümmert. Teilweise ist niemand da der mir was beibringen kann o.Ä. Aber wie oben erwähnt nehme ich Dinge nicht so hin - Habe mir in solchen Situationen dann selbst eine Aufgabe gegeben; Habe was fachspezifisches gemacht, habe Sachen sortiert, aufgeräumt etc. Aber ich kann mich ja nicht immer selbst beschäftigen. Dadurch entsteht A) Langeweile und B) Irgendwann ist mein Horizont erreicht, denn Dinge von denen Ich 0 Ahnung habe kann auch ich mir schlecht selbst beibringen.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Was sollte ich am besten tun? Wenn dass so weitergeht werde ich auf keinen Fall weitermachen. Habe mit meinen Eltern erneut gesprochen und sie sehen ein, dass die Ausbildung wahrscheinlich ein Fehler war, aber bevor Ich abbreche soll ich eine Alternative mit Hand und Fuß suchen. Sehe ich auch ein. Bin gerade auf der Suche...lasse mir dabei auch zeit. Ich breche erst ab sobald ich was finde, auch wenn das vllt noch ein paar monate dauert. Aber immerhin kann ich die Monate dann mit dem Gedanken aushalten.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Leider war ich damals ein Depp! War gerade in die 12. Klasse gekommen also ging es langsam mal darum "Was ist eigentlich nach der Schule?". Nun, da ich gerne als Facharzt augenarzt werden möchte stieß ich eben auf die Ausbildung zum Augenoptiker. Habe mich beworben, es hat alles direkt geklappt und ich hatte die Stelle sicher. Faul wie ich war habe ich mich natürlich nirgendswo anders beworben. Es war alles schön leicht also habe ich dass abgehakt. Erst jetzt merke ich dass es vielleicht doch nichts für mich ist. Aus fehlern lernt man... trotzdem würde ich mir am lebsten selbst die Fresse polieren. Ich hatte mal vor Rettungsassistent zu werden, aber eine teure Ausbildung, wenig Lohn haben mich davon abgehalten. Krankenhaus und Ausbildung zum Pfleger? Ich hatte mir irgendwie in den Kopf gesetzt man wird da nur ausgenutzt und muss den Pisspott alter Menschen wechseln. Nun, so ist es am anfang ja auch und jetzt würde ich am liebsten sofort ins KH, ich ärgere mich wie dumm und engstirnig ich war. Meine jetzige Ausbildung ist auch nicht die Hölle, großteil der kollegen nett, mäßig interessant wenn ich mal was neues lerne/machen darf aber ich glaube 3 Jahre halte ich das nicht aus. Aber mal sehen was mit der Zeit kommt. Würde eh erst abbrechen wenn a) selbst in ein paar monaten nichts besser läuft und b) ich etwas sicheres anderes habe, z.B einen studienplatz.
 

Cat93

Mitglied
Mach was DICH GLÜCKLICH macht und was Du in paar Jahren nicht bereust.

Du entscheidest über dein Leben und dein Glück, du bist noch in der Probezeit? Dann lass es, die 2 Monate leer lauf im Lebenslauf schaden keinem Menschen. Ich will dich nicht animieren abzubrechen, aber es sollte auch nicht gegen deinen Willen bzw Glück sein.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Würde ich aber jetzt abbrechen hätte ich ja erstmal nichts. Heißt es sind nicht nur 2 monate leerlauf, sondern es können mehrere monate werden ehe ich einen studienplatz bekomme. Das wiederrum säh halt scheiße aus. Deswegen will ich schon solange dableiben bis ich was anderes gefunden habe. Und nach 2 Monaten schon zu urteilen ist ja auch schlecht möglich. in 5 monaten, wenn ich mehr machen darf, vielleicht gefällt mir es dann ja besser. Ich will halt auch nichts überstürzen. Breche ich erst ab sobald ich sicher was anderes habe zählt das ja als berfuliche orientierung (ist es ja auch) und wenn jemand fragt "Warum haben sie die Ausbildung abgebochen" ist die Antwort natürlich "Weil dieser Beruf nicht zu mir passte und ich mich anders orientieren wollte", was ja eine völlig legitime antwort ist vorallem weils ja die Wahrheit ist.
 

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