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arzt, der um die ecke denkt

grisou

Aktives Mitglied
heute nacht um 0:30 Uhr kommt auf tagesschau24 ein bericht über das Zentrum für unbekannte Krankheiten in der Universitätsklinik Marburg.

Man kann sich das auch hier anschauen:


Video: Menschen hautnah: Der Arzt, der um die Ecke denkt : Sendung vom 26.02.2015 - WDR MEDIATHEK

oder hier:

Video "Der Arzt, der um die Ecke denkt - Hilfe für hoffnungslose Fälle" | Doku in Einsfestival | ARD Mediathek


ich bin selbst auf der suche nach der diagnose für meine probleme. schmerzen, erschöpfung. habe viele verschiedene ärzte konsultiert.

also ich habe gemerkt. die heutige medizin funktioniert so:

wir haben test a, b und vielleicht c für sie. fallen sie bei allen durch. es ist uns egal was sie haben, gehen sie woanders hin.

irgendwann habe ich verstanden. man braucht einen wirklich guten hausarzt. da laufen alle ergebnisse zusammen. außerdem muss man sich immer wieder selbst informieren. mit leuten sprechen.

wie es scheint. dieses institut scheint das einzige in deutschland zu sein. sollte es mehr davon geben?

und was glaubt ihr was kann man selbst tun um bei der diagnose zu helfen? habt ihr da für euch positive erfahrungen gemacht?
 

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G

GirlOnFire

Gast
Hallo Nicclas,

bei uns im Ort praktizieren keine gescheiten Ärzte mehr. Die ganzen alten Hasen sind aus dem Geschäft.
Prinzipiell müsste ich also auswärts zum Arzt um gescheite Diagnosen zu erhalten. Meine Liste an fragwürdigen Symptomen ist lang.
- immer wiederkehrende Verdauungsprobleme
- angeschwollene Lymphknoten unter der Achsel
- extreme Müdigkeit
- ein unbestimmbarer wandernder Schmerz in der Magen-Darm- Gegend

Meine Hausärztin hat nur ein kleines Blutbild gemacht, was ergeben hat, dass meine Leukozyten Anzahl erhöht ist. Das wars. Keine Überweisung für nähere Untersuchungen. Und moderne Methoden zur Diagnostik kosten ein Schweinegeld. Die werden aber nur angewandt wenn ein erhärteter Verdacht auf eine ernste Erkrankung vorliegt.

LG
GOF
 
L

lakota

Gast
Hallo Nicclas
Die nachrückende Generation an niedergelassenen Ärzten macht mir keine Hoffnung, was die Qualität und das Engagement angeht. Die Behauptung, unsrere Mediziner würden in Deutschland zu wenig verdienen, stimmt so auch nicht. Aber in anderen Ländern verdienen sie halt noch besser und haben noch dazu oft viel angnehmere Arbeitsbedingungen.
Was das Verhalten bei der Erstellung einer Diagnose angeht, habe ich bei jüngeren Fachärzten änliche Erfahrungen gemacht. Schnell wird man argwöhnisch gemustert und in die Psycho- oder Hypochonder-Schublade gepackt.
Als Patient bleibt einem heute nichts anderes übrig, als sich selbst zu informieren.
 

Yannick

Moderator
Teammitglied
.....
und was glaubt ihr was kann man selbst tun um bei der diagnose zu helfen?
habt ihr da für euch positive erfahrungen gemacht?
Hallo Nicclas,

ja, ich habe auch einige andere Erfahrungen gemacht. Arzt ist
eben nicht gleich Arzt, manche haben Zusatzausbildzngen, andere
nicht. Und wenn der Doc Deine Erkrankung nicht kennt, kann er
sie auch nicht gut behandeln. Dann macht er eben das Standard-
programm und überweist Dich anschließend hoffentlich an einen
Facharzt.

Die meisten guten Ärzte habe ich durch Empfehlungen gefunden.
 

Katrin1964

Aktives Mitglied
Nicclas und girlonfire, wart ihr beide schon mal beim Rheumatologen ? Wie sehen eure Titer aus , wurde ein Test auf Bollerien gemacht ?
Wie sieht eure phychische Situation aus ? Bei Depreis kann man auch viel schmerzen haben und ständig müde.
Weil ich habe nämlich die selben Symthome und habe aber eine Diagnose schon über Jahre. Aber ohne ärtzliche Abklärung geht sowas eben nicht.
Manchmal muss man auch Überweisungen einfach einfordern.
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
ja, so müsste eigentlich jeder Arzt vor Ort agieren.

Klar, ein paar solche Zentren über Deutschland verteilt, wäre auch schon ein guter Schritt.

Ansonsten kann ich einiges von Nicklas bestätigen. Schema F bei den Ärzten , reine Mechanik, und eben genau das Gegenteil von um die Ecke denken. Entsetzlich.
 
A

annika38

Gast
Leider gibt es auch Ärzte, die meinen, mit Gewalt eine Diagnose stellen zu müssen. Nur um nicht als imkompetent dazustehen und um einen Befund für die Krankenkasse zu haben.

Ich war vor kurzem bei einem Neurologen, der mir ganz schnell eine Epilepsie diagnostizierte. Dabei waren die Auffälligkeiten in meinem EEG für ihn zuerst "unspezifisch". Plötzlich war es dann Epilepsie.

Ich finde so etwas haarsträubend!
 

grisou

Aktives Mitglied
Meine Liste an fragwürdigen Symptomen ist lang.
- immer wiederkehrende Verdauungsprobleme
- angeschwollene Lymphknoten unter der Achsel
- extreme Müdigkeit
- ein unbestimmbarer wandernder Schmerz in der Magen-Darm- Gegend
das klingt nach viel leid. das ist schrecklich wenn sich kein arzt dafür interessiert zu helfen.

hast du mal das versucht mit ernährung umstellen? meine erfahrung ist, das zeigt sich oft schon innerhalb der ersten drei, vier tage. also mal einige tage vegan leben und schauen was sich tut?



Hallo Nicclas
Die nachrückende Generation an niedergelassenen Ärzten macht mir keine Hoffnung, was die Qualität und das Engagement angeht. Die Behauptung, unsrere Mediziner würden in Deutschland zu wenig verdienen, stimmt so auch nicht. Aber in anderen Ländern verdienen sie halt noch besser und haben noch dazu oft viel angnehmere Arbeitsbedingungen.
ich bin irgendwie dafür. man bezahlt einen arzt dann wenn der patient gesund wird. das würde ganz viel ändern :D


Was das Verhalten bei der Erstellung einer Diagnose angeht, habe ich bei jüngeren Fachärzten änliche Erfahrungen gemacht. Schnell wird man argwöhnisch gemustert und in die Psycho- oder Hypochonder-Schublade gepackt.
Als Patient bleibt einem heute nichts anderes übrig, als sich selbst zu informieren.
ich meine. ich finde es ganz fatal, diese trennung psycho und körper. es ist lange schon völlig klar welchen einfluss die psyche auf den körper hat. und wenn die psyche den körper krank macht: dann ist er krank. nur von ärzten bekommt man dann gesagt: sie haben gar nichts.

es muss viel mehr eine ganzheitliche ausbildung stattfinden.

wie fatal wenn man menschen mit arthistis nicht mal sagt: bitte verzichten sie auf das essen von schweinefleisch. das thema ernährung spielt überhaupt keine rolle und kann so viel verändern. und wenn das thema eine rolle spielt auf eine weise wo man denkt: leute, wir haben 2016. und nicht 1970.

jetzt fangen sie an mit der ausbildung von ernährungsmedizinern. ganz spannend auch die dortigen studien und erkenntnisse. wo man weiß halt mittlerweile vieles was bisher so gesagt wurde ist unsinn.



Hallo Nicclas,

ja, ich habe auch einige andere Erfahrungen gemacht. Arzt ist
eben nicht gleich Arzt, manche haben Zusatzausbildzngen, andere
nicht. Und wenn der Doc Deine Erkrankung nicht kennt, kann er
sie auch nicht gut behandeln. Dann macht er eben das Standard-
programm und überweist Dich anschließend hoffentlich an einen
Facharzt.

Die meisten guten Ärzte habe ich durch Empfehlungen gefunden.
das ist gut, wenn du auch andere erfahrungen hast.

also bei mir ist es so. ich habe schon auch engagierte gute ärzte gefunden.

wohl geht es da wirklcih darum man braucht einen engagierten hausarzt der alles sammelt und entsprechend mit einem zusammen arbeitet. merke ich immer mehr.



Nicclas und girlonfire, wart ihr beide schon mal beim Rheumatologen ? Wie sehen eure Titer aus , wurde ein Test auf Bollerien gemacht ?
rheumatologe war ich schon. alles bestens.

boreliose werde ich bei dem nächsten besuch bei meinem hausarzt ansprechen.


Wie sieht eure phychische Situation aus ? Bei Depreis kann man auch viel schmerzen haben und ständig müde.
Weil ich habe nämlich die selben Symthome und habe aber eine Diagnose schon über Jahre. Aber ohne ärtzliche Abklärung geht sowas eben nicht.

weißt du. ich denke das ist eben ein problem. ich habe krasse gewalt erlebt und depression und PTBS. damit ist dem arzt schon klar. du kommst in die praxis und der sagt: ach ja, klar, die psyche. und dann kannst du gehen.

mittlerweile weiß ich:

die schmerzen in den gelenken sind gehören zu der psorasis athritis. also muss ich nahrungsmittel vermeiden wo entzündungen auslösen im körper. nur gleichzeitig habe ich auch eine essstörung und ist nicht so einfach mein verhalten da zu steuern.

was immer das ist. ich habe auch eine fibromyalgie. daher die schmerzen in der muskulatur. bei mir sind alle triggerpoints schmerzhaft.

ganz entscheidend nur ist: ich habe eine angststörung, fühle mich unter ständiger bedrohung, bin ständig völlig verspannt, ich habe einen tremor und eine atemblockade. je mehr ruhe ich finde umso besser geht es mir. mittlerweile kann ich immerhin manchmal tief luft holen, auch mal entspannen. es würde mir viel leichter fallen umgehen damit wenn nicht psyche = nichts ernstes heißen würde.


Manchmal muss man auch Überweisungen einfach einfordern.
ich meine, wenn der arzt das genau erklären kann, warum es das nicht sein kann, dann ist ja auch okay. ansonsten kann man dann ja auch den arzt wechseln wenn der nicht bereit ist einen ernst zu nehmen. finde ich.


ja, so müsste eigentlich jeder Arzt vor Ort agieren.

Klar, ein paar solche Zentren über Deutschland verteilt, wäre auch schon ein guter Schritt.

Ansonsten kann ich einiges von Nicklas bestätigen. Schema F bei den Ärzten , reine Mechanik, und eben genau das Gegenteil von um die Ecke denken. Entsetzlich.
und ich finde eben auch teuer. es sollte besser koordiniert sein. denke ich.



Ich war vor kurzem bei einem Neurologen, der mir ganz schnell eine Epilepsie diagnostizierte. Dabei waren die Auffälligkeiten in meinem EEG für ihn zuerst "unspezifisch". Plötzlich war es dann Epilepsie.

Ich finde so etwas haarsträubend!
das geht wirklich nicht. da bekommt man dann ja auch starke medikamente. so eine diagnose hat doch einfluss auf das ganze leben. das ist wirklich verantwortungslos!
 

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