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Arbeitskollegin kurz vorm Zuammenbruch

Karsten

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,

Ich habe ein Problem, besser geschrieben ich sehe ein bei einer Arbeitskollegin und irgendwie denke ich irgendjemand müsste mal was tun.

Also besagte Kollegin bekommt nichts mehr auf die Reihe. Sie wird langsam aufgrund ihrer eigenen Unsicherheit paranoid. Sie unterstellt allen die ihr helfen wollen böse Absichten und hinter ihrer Stirn sehe ichs täglich negativ rattern.

Das Schlimme: Sie spielt die Kompetente, die alles im Griff habende Kollegin mit Erfahrung vor. Ich glaube fast nur ein Mensch nimmt ihr diese Rolle ab: Sie selbst. Jeder der Zweifel an ihrer Rolle hat, ist ein Lügner und Denunziant. Und trotzdem wehrt sie sich, wenn nur wenig überzeugend und ohne nachhaltige Überzeugung. Und wenn man sie später darauf anspricht, tut sie so als wenn sie sich übel und verbissen und vor allem Erfolgreich gewehrt hätte.

Irgendwie scheint es, da gibt es ein Eigenwahrnehmungs- Fremdwahrnehmungs-defizit, dessen Aufklärung sie wahrscheinlich sofort Krankenhausreif machen würde.

Sie hat offensichtlich keine privaten Freunde. Familie die sie stützen könnte hat sie acuh nicht. Was tun?

Ich denke das beste wäre wenn sie sich professionelle Hilfe sucht. Aber als Arbeitskollege bin ich wohl kaum in der Position soetwas zu tun oder sie gleich mal irgendwohin mitzunehmen.

Vorschläge?

Beste Grüße
Karsten
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Karsten,

sei mal sicher: diese Kollegin ist nicht die einzige :) mit diesem Problem.

Was ich nicht gelesen/verstanden habe - was ist denn DEIN Problem in dieser Situation? Dass du hilflos bist? Und was wäre dein Ziel?

Ich würde vielleicht mal versuchen, das Muster zu unterbrechen und ihre Kompetenzen zu betonen, das was gut läuft. Oft fällt es jemand dann leichter, auch die Schwachstellen einzugestehen, wenn jemand die Stärken offensiv wahrnimmt.

Gruß, Werner
 

Asile

Mitglied
Mh!

Das sind ja harte Geschütze, die du da auffährst. Wie kommst du zu deinen Überzeugungen, dass sie nichts mehr auf die Reihe bekommt und ein Ungleichgewicht zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung besteht?
Ich finde es sehr löblich, dass du dir Sorgen um sie machst und helfen willst, aber mit der Diagnose... da müsse ein Psychologe ran, wäre ich immer vorsichtig. Schön finde ich den Vorschlag von Werner ihr mal positives Feedback zu geben, um das Verhaltensmuster im Team oder ihr gegenüber mal zu verändern. Wie sieht es denn im Team aus? Bekommt sie von Außen das Gefühl vermittelt, dass mit ihr etwas nicht stimmen würde? Das kann wirklich sehr an die Substanz gehen und dazu führen, dass jemand sich abschottet. Oder gibt es einen konkreten Grund für deine/eure Vermutung?
Ich denke wie du, dass es schwer ist als "Kollege" (ohne einen Grenzüberschritt) so einfach an sie heranzukommen und zu helfen. Aber es ist auch schwer hier etwas zu raten, da ich nicht wirklich erkennen kann, worum es sich handelt.

Gruß Asile
 

Karsten

Aktives Mitglied
Erstmal danke für euer Interesse.

@werner

Ich würde ihr gerne in den mir gegeben Möglichkeiten handeln. Klingt zwar bissl komisch aber mir tut es leid das jeden Tag zu sehen. Da stellt sich nur die Frage wo und wann sie komplett zusammenbricht.

Ihre sehr sehr vorsichtige auf Fehlervermeidung bedachte nach außen präsentierte Art, läst leider wenig Grund zu Lob.

@Asile
Oh isoliert hat sich sich schon durch ihre paranoide Art. Ich konnte das vermeiden, weil ich sie (33) quasi permanent in Watte packe. Jedes Wort das zur Konfrontation führen könnte spreche ich nicht aus. Ich lobe mein Menschenmöglichstes und selbst das fällt mir immer schwerer. Ich habe mich selbst im Kollegenkreis umgehört und niemand will mehr mit ihr was zu tun haben. Gerade weil solche völlig normalen belanglosen Gespräche auf die Goldwaage gelegt werden und sehr oft zu Konfrontationen führen. Ich finde das eben schade, das Menschen wenn sie mal nicht mehr funktionieren außen gelassen werden. Sicher die wollen nur keinen Ärger, aber besagte Kollegin redet ständig davon, das niemand mehr mit ihr redet, obwohl sie meint, nicht zu wissen, warum das so ist. Sie leidet. Das ist offensichtlich.

Kritik scheint sie gar nicht zu erreichen. Gegenfragen auf jede Antwort. Sie vertraut niemanden. Sie macht Dinge falsch, kann ich das aber nichtmal für eine Woche merken, dann macht sie den selben Fehler.
Also wenn sie nur halb so zerstreut zuhause wie auf Arbeit ist, dann bekommt sie garantiert nicht mehr auf die Reihe.
Sie kommt mir vor als wenn sie total neben sich steht. Wenn ich ihr die Wahl lasse etwas zu tun oder nicht, tut sie GAR NICHTS.
Nur wenn ichs immer wieder wiederhole passiert was.....aber dabei muss ich ständig aufpassen dabei ruhig und sachlich zu sein, sonst blockt sie.

Naja ich kenne sie schon seit 1,5 Jahren und muss sagen, das sie schon Phasen hatte wo sie wirklich zuverlässig und gut gearbeitet hat. Und nun läufst schon seit min 3 Monaten so und das wird nicht mehr lange gut gehen, denn inzwischen kann ich spüren wie sich die meisten andern Kollegen abwenden, und es weiter abwärts mit ihr geht.

Naja ich überlegte schon unseren Chef vorzuschlagen mit ihr zu reden und sie mal freizustellen, aber das wird sie garantiert mißverstehen. Deswegen werde ich das nicht tun. Von daher scheint für mich keine Möglichkeit zu geben ihr Leiden zu beenden. Ich sehe keine.

Beste Grüße
Karsten
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ich würde ihr gerne in den mir gegeben Möglichkeiten handeln. Klingt zwar bissl komisch aber mir tut es leid das jeden Tag zu sehen. Da stellt sich nur die Frage wo und wann sie komplett zusammenbricht.

Ihre sehr sehr vorsichtige auf Fehlervermeidung bedachte nach außen präsentierte Art, läst leider wenig Grund zu Lob.
Ich versuche mal einen Blick in meine Kristallkugel :)

Ihre Stärken sind
- Genauigkeit
- Verständnis
- Leidensfähigkeit
- Fachwissen
- sie streitet nicht
- sie überarbeitet sich nicht
- sie ist ökonomisch in ihrer Arbeitsweise
- sie kann gut etwas erklären, wenn man sie fragt
- sie ist geduldig
- sie nimmt sich Zeit
- sie schreit niemanden an
- bleibt sachlich auch unter emotionaler Beanspruchung
- fordert Unterstützung an, wenn notwendig

Ihre Schwächen:
- kann keine Kritik ertragen
- kann schwer Nein sagen
- verliert sich in Details
- zielt zu wenig auf Ergebnisse
- braucht zu viel Aufmerksamkeit
- mag es nicht, ignoriert zu werden
- manövriert sich ständig in die Opferrolle
- zeigt wenig Eigeninitiative, bleibt eher passiv
- ist schwer zu Anstrengungen zu motivieren
- zeigt oft einen "Leidensblick", der Mitleid hervorruft
- will nicht "angeschubbst" werden


Passt das ungefähr?
Wenn ja, hier sind ein paar elementare "Gebrauchsanweisungen" für diesen Typ Mensch: www. sachtyp .de

Also mir hat das geholfen, darüber Bescheid zu wissen ;)

Gruß, Werner
 

Karsten

Aktives Mitglied
Hallo Werner,

Ja. Das mit Sachtyp beschriebt sie ganz gut.

Mal schaun ob neue Ansatzpunkte liefert.
Da mus ich mal drüber nachdenken. Aber nicht jetzt.

Vielen Dank für die Antwort.

Karsten
 

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