Anzeige(1)

Arbeit und Freizeit gut regeln

Enjoy97

Mitglied
Hey

Habe gestern bereits einen beitrag verfasst bzgl. meiner Ausbildung. Nun, nach der Schule war ja absehbar dass die Freizeit in der Berufswelt radikal reduziert wird. Aber so schlimm habe ich mir das doch eher nicht vorgestellt. Also habe 2x die Woche Schule (bis 15:00/16:45) aber einen relativ langen Heimweg. Retten tut mich da der freie Tag in der Woche da ich auch samstags arbeite. Allerdings tue ich mich im moment sehr schwer damit. Im Betrieb bin ich bis 19:00 Uhr da, und so gegen halb 8 zuhause. Das macht mich ehrlich gesagt echt fertig, der Tag ist somit im A****. Ich bin gerade 18 geworden und komme gerade aus der Schule (Okay, hatte 4 monate frei aber trotzdem.) und werde mit sowas konfrontiert. Wie bekommt man seine Freizeit dann geregelt? Der Großteil vom Freundeskreis arbeitet auch schon oder studiert. Dementsprechend schwer ist es dann eben sich zu treffen oder mal was zu unternehmen, da wo man gerade zeit hat muss der andere passen und andersrum. Ich bin es nicht gewohnt Freunde teilweise länger als 2-3 wochen nicht persönlich zu sehen, ich fühle mich dann immer so allein. positiv ist nur dass ich mich umso mehr auf ein Treffen freue. Wie regelt ihr das? Gewöhnt man sich dadran? Und meiner Meinung nach sollte sich da langsam mal was ändern. Ich beschwere mich nicht über die Stunden, die ich mit Arbeit verbringe, sondern darüber wie sie auf den Tag verteilt sind. Immer mehr Leute werden krank durch zu viel arbeit, immer mehr studien beschäftigen sich damit, so viele Psychologen etc. kritisieren die hohen Arbeitszeiten. Klaaar kann ich da noch nicht mitreden mit gerade mal 2 Monaten in der Arbeitswelt. Man sieht es aber sehr deutlich an seinen Mitmenschen.
 

Anzeige(7)

marota

Aktives Mitglied
Hallo Enjoy97,

ja, die Umstellung von Schule auf Berufsleben ist zum Teil sehr hart. Sehr wichtig ist dabei, die Freizeit, die man hat, auch voll und ganz genießen zu können (z.B. mit Hobbys, die einem wirklich Spaß machen). Leider ist es gerade ab dieser Phase so, dass man viele Freunde nicht mehr so häufig trifft. Umso schöner sollte aber auch die Zeit sein, die man mit den Freunden verbringen kann. Diese Zeit erlebt man dann oftmals noch viel intensiver. Bei mir ist es so, dass ich manche ehemalige Schulfreunde nur 1-2mal im Jahr sehe. Umso schöner sind aber genau diese 1-2 Tage.

Wenn du im Normalfall 19:30 Uhr zu Hause bist, besteht dann keine Möglichkeit, z.B. einmal die Woche dich abends für 1-2 Stunden mit deinen Freunden zu treffen, auch wenn nicht immer alle Zeit haben? Ich zum Beispiel hatte am Mittwoch immer das "Bergfest" mit meinen Freunden gefeiert.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

Viele Grüße und ein hoffentlich angemessenes stressfreies Arbeitsleben mit genügend Freizeit.
marota
 

Medivel

Mitglied
Also so lange zu arbeiten ist für einen Azubi eigentlich nicht normal, während der Ausbildung hat man da eigentlich auch noch eine gewisse Schonzeit, mehr als 8 Stunden plus Pause dürfen normalerweise nicht überschritten werden.
Um wieviel Uhr fängst du denn genau im Betrieb an?
 

Enjoy97

Mitglied
Das dachte ich auch. Nun, meine 2 Tage schule werden mir als 9 stunden angerechnet obwohl es nur 6 zeitstunden sind, muss nur 2 Tage in der woche bis 19 uhr arbeiten. um 9 uhr fange ich an und habe 1 stunde pause. Sind also 9 statt 8 stunden. ne 39 stundenwoche habe ich laut vertrag. Finde aber, auch wenn nur 2x mal die woche 9 stunden sind sehr hart. Mit Pause bin ich ja 10 stunden da. Andere haben nur eine 35 stundenwoche und immer so um 17 uhr schluss... klar müssen die früher anfangen, dass wär mir auch lieber. In meinem anderen Thread habe ich bereits gesagt dass ich im moment schon noch alternativen (Studium!) suche und sobald ich eine gefunden habe bin ich da wahrscheinlich wieder weg, habe es mir anders vorgestellt und war blind als ich angenommen habe. Außerdem kann ich getrost auf so unflexible arbeitszeiten verzichten, aber das ist ja normal bei einem laden mit öffnungszeiten. Sollte mich wohl eher an jobs orientieren die sich hinter der kulisse abspielen.

Das Problem ist einfach dass ich keine Ahnung vom Arbeitsleben habe. Ich dachte immer "Jetzt hab ich abi ich bin voll erwachsen" etc. Mir ist durchaus bewusst dass man in seinem Leben arbeiten muss. Nur der Gedanke misfällt mir im moment einfach so sehr und das hauptproblem ist meine Einstellung. Meine Haltung. Ich weiß nicht wohin mit mir und was ich später einmal sein möchte. Ich habe Studiengänge die ich gerne machen würde aber meine Meinung ist noch so instabil und das bereitet mir Sorgen, dass ich ständig irgendwas anderes ausprobiere am ende aber nie ein Ziel erreiche. Einerseits habe ich absolut gar keine Lust auf arbeiten und würde mein Leben lang gerne studieren aber das geht ja nunmal nicht. Andererseits wäre es auch dumm das Arbeiten bis zuletzt aufzuschieben nur um dann wieder "nicht drauf klar zu kommen". Ich bin einfach so durcheinander in letzter Zeit, ich weiß einfach nicht was ich mit meinem Leben anfangen will und dementsprechend nervt mich auch die Arbeit da ich wenig zeit dafür habe mal über alles nachzudenken bzw. ich einfach nicht dazu komme "mich selbst zu finden". Klar hätte ich die 4 monate nach dem Abi nutzen können aber da war ich schon mit mir selbst sehr beschäftigt aber wenn man solange frei hat kommt man eben auf kein sinnvolles ergebnis. Ich hoffe einfach das legt sich mit der zeit denn arbeiten muss man ja eh irgendwann. Es ist doch normal beim Eintritt in die Arbeitswelt erstmal nen kulturschock zu bekommen oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Hallo TE,
du bist wirklich noch nicht in der Arbeitswelt angekommen.

Ich habe eine 35-Stunden-Woche. Nichts dem zum trotz öfters auch mal bis zu 10 Stunden (mit Pause also 11 Stunden) bei der arbeit. Und wenn ich an anderen Lokationen bin dann auch noch Fahrtzeiten dazu kommen. Nur mal so am Rande erwähnt. Aber das liegt nun mal an meinen Job den ich gerne mache. Und wenn ich halt mal länger am Tag bei der Arbeit bin kein Problem damit habe. Es gibt auch Leute die Wochen- und Monatsweise nicht zuhause sind.

Aber mal gemessen an dem wie die Menschen früher (sagen wir mal 30 oder 40 Jahre) oder zum Teil woanders auf der Welt arbeiten können wir uns wirklich nicht beklagen. Früher gab es nur einen Tag in der Woche ohne Arbeit, das war der Sonntag. Oder mal sich überlegt seit wann es die 40/39/../35-Stunden-Woche gibt ? Mal geschaut wieviel Urlaubstage es woanders gibt ?

Mein Tipp, schau mal auf die positiven Dinge deiner Arbeitswelt, weil da gibt es bestimmt auch was oder ?
 

Enjoy97

Mitglied
Lieber gast, klar gibt es auch positive Aspekte. 1. Das Geld. Ist schon schön (fast) immer ein gefülltes konto zu haben :). Dazu halt das wissenschaftliche beim Beruf, was mich sehr interessiert aber leider im moment und auch später wohl nicht so oft passieren wird. Der Kurze weg nach hause. Ein sehr netter chef und kollegen (ausnahmen gibts immer). Ich bin es aber einfach nicht gewohnt und ich denke mal ich brauche zeit mich daran zu gewöhnen. Habe nur Angst ich habe zu wenig freizeit und vernachlässige auf dauer mein privatleben
 
G

Gast

Gast
Puh, das würde mich auch nerven, mit festen Arbeitszeiten! Das käme für mich auch überhaupt nicht in Frage. Obwohl ich ne Eule bin und oft bis 19-20 Uhr im Büro hocke (wenn die anderen Zuhause sind, ist es auch so schön ruhig! ;-)), ist es gut zu wissen, daß ich eben dank Gleitzeit auch mal um 16.oo Uhr Feierabend machen kann, wenn´s sein muss oder ich einfach keinen Bock und / oder nichts mehr zu tun habe (kommt ja auch mal vor). Die Stunden muss man dabei natürlich im Auge behalten, ich arbeite immer ein bisschen vor, so daß ich im Notfall immer einen Tag in Petto habe, den ich auch mal komplett "abfeiern" kann.

Wir haben auch Öffnungszeiten von 8-17 Uhr, aber wir wechseln uns so ab, daß zwar immer einer da ist, aber eben nie alle gleichzeitig, auch das ist machbar. Allerdings muss der Chef das dann auch mitmachen und der Betrieb muss dann natürlich trotzdem laufen - natürlich kommt es auch ab und an vor, daß man doch nochmal länger bleibt oder die Mittagspause verkürzen muss, aber das kann man dann ja auch irgendwann wieder ausgleichen.

Über kurz oder lang solltest Du Dir wohl auch einen Job suchen, bei dem Du flexibler in Deiner Zeiteinteilung sein kannst, dann ist das mit der Freizeit besser zu managen. Und wenn Du ein Frühaufsteher bist (im Gegensatz zu mir), funktioniert das wahrscheinlich noch besser. Aber gut, am Anfang kann man sich das manchmal nicht aussuchen. Es gibt aber sicherlich ein Licht am Ende des Tunnels, das muss nicht lebenslang so bleiben ;-)

Viel Erfolg noch auf Deinem beruflichen Weg!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
A Darf man eine Corona-Erkrankung auf der Arbeit verschweigen? Beruf 20
A Fehler gemacht auf der Arbeit Beruf 20
M Langeweile in der Arbeit , Mit Chef sprechen Beruf 2

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben