Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Antisoziale Persönlichkeitsstörung

G

Gast

Gast
Guten Morgen liebe Community,

Ich befand mich vom 18. bis 27. November in stationärer psychiatrischer Behandlung. Die Behandlung fand im nahegelegenen städtischen Klinikum statt. Meine Diagnose lautet dissoziale, beziehungsweise antisoziale Persönlichkeitsstörung. Ich befand mich auf einer Akutstation. Mit der Behandlung an sich war ich nicht zufrieden und habe mir mehr erhofft.

Meine Erwartung war, dass ich über mehrere Wochen hinweg das therapeutische Angebot der Klinik nutzen könnte. Hiermit meine ich die behaviorale Verhaltenstherapie, die kognitive Verhaltenstherapie und
die tiefenpsychologische Therapie.

Ich beabsichtige nun, mich im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld Allgemeine Psychiatrie II vorzustellen, um dort eine stationäre Psychotherapie zu beginnen, da diese Abteilung auf Persönlichkeitsstörungen spezialisiert ist und ich mir hiervon mehr erhoffe.

Meine Frage ist nun, ob jemand Erfahrungen mit dieser oben genannten Klinik hat und ob man sich in diese Klinik einweisen lassen kann, obwohl man kein Bürger der Stadt Bielefeld, sondern eines Nachbarortes ist. Das für mich zuständige Krankenhaus habe ich ja bereits geprüftund bin mehr als enttäuscht.

Vielen Dank im Voraus.
 

Anzeige(7)

Werner

Sehr aktives Mitglied
Guten Morgen, Gast,
ich kenne dieses Krankenhaus nicht und kann dir auch
nicht sagen, ob du dich einfach in ein Krankenhaus deiner
Wahl einweisen kannst (als Privatzahler womöglich schon).

Was ich dir aber sagen kann ist, dass der Erfolg einer Psy-
chotherapie laut der Forschung auf diesem Gebiet nicht
mit der Art der Therapie zusammenhängt oder ob eine
Klinik sich als "spezialisiert" bezeichnet - sondern, ob eine
"heilsame Beziehung" zwischen dem Klienten und dem
Therapeuten entsteht. Und das findest du leider erst dann
heraus, wenn du dich vertrauensvoll auf eine solche Be-
ziehung einlässt.

Von Außen, durch eine "Besichtigung" etwa, lässt sich das
nicht vorhersehen. Ich glaube, du verwechselst da die
Mechanismen der Psychotherapie mit denen einer rein
körperlichen Behandlung - da gelten andere Regeln.

Tipp daher: versuche, mit demjenigen Therapeuten ein
Vorgespräch zu bekommen, der dich später betreuen wird.
Und schau, ob es passt, ob du dich öffnen kannst und
Vertrauen fassen. Das kann auch bei einem niedergelasse-
nen Therapeuten der Fall sein.

Alles Gute!
Werner
 
G

Gast

Gast
Was hast du dir denn an mehr erhofft?

Meistens gammelt man in so Stationen nur für sich herum. 2-3 Mal die Woche hat man dann eine Gespräch mit dem behandelnden Arzt, ansonsten kriegt man alle möglichen Tabletten um in der Zeit dazwischen nicht vollkommen durchzudrehen.

Du warst auch auf einer Akutstation, da ist es nochmal was ganz anderes, in einer Akutstation wird mehr Wert auf "Ruhigstellung" gelegt und dass alle Gegenstände mit denen man sich die Pulsadern aufschneiden könnte soweit wie nur möglich aufbewahrt werden, aber auch da findet man Wege. Dann wird man halt mit mehr "Ruhigstellern" vollgepumpt und pennt dann erstmal 3 Tage.

Generell ist aber so eine stationäre Behandlung immer abhängig vom eigenen Kopf, von einem selbst. Der behandelnde Arzt kann dir zwar die richtigen Dinge sagen, Ursachen und Erkrankungseinstufung erklären, aber der Prozess der "Heilung" passiert im Kopf. Und das dauert, der eine brauch nur ein paar Wochen, der andere viele Jahre. So einfach innerhalb einiger Tage wird sich nichts ändern, und das wissen Akutstationen meistenfalls sehr gut. Deswegen geht es in stationärer Behandlung nicht um "Heilung" an sich, sondern Struktur, Aufgabenbewältigung und dass du dir in der Zeit nicht aus vollkommener Verzweiflung das Messer vom Mittagessen in die Kehle jagst.

Stationäre Behandlungen sind halt auf einem strikten Plan aufgebaut, den man einhalten muss. Um Struktur zu haben. Die meisten wollen aber eigentlich nur pennen und rauchen.

Ist halt oft ein merkwürdiger Ort so eine Station, ob es was hilft oder bringt, kommt drauf an. Kann, muss aber nicht, bzw. in den seltensten Fällen.
 

Anzeige (6)

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben