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Angstzustände/Panikattacken/Herzneurose

En1234

Mitglied
Hallo!!
Ich hab mal eine Frage. Ich hatte vor 12 Jahren eine zeit in der ich mehrere panickattacken hatte. Ich bin damals aus dem Auslandseinsatz zurück gekommen und diese situation hat mich mehr als überfordert. Aber im Laufe der Jahre hab ich das gut in den Griff bekommen. Jetzt durch Corona Arbeit verloren und die allgemeine Situation setzt mir ziemlich zu. Im Dezember hatte ich dann wieder eine panikattacke mit dem auslösenden Gedanken irgendwas könnte mit meinem Herz nicht stimmen. Dann Rettungsdienst geholt, EKG gemacht, die Ärztin meinte ich habe ein Herz wie ein Junges Reh. Keinerlei Auffälligkeiten. Da gings mir dann auch sofort wieder gut. Als wenn nichts gewesen wäre. Die nächsten Tage kam dann immer mehr der Gedanke, vlt hat sie sich ja geirrt... ich war dann 4 mal bei einem Psychologen gewesen und der meinte es gibt eigentlich keinen Ansatzpunkt für eine Therapie bei mir weil mir aus dieser Sicht nichts fehlt. Die Problematik mit den Panikattacken ist mir ja bestens bekannt. Wenn ich in Gesellschaft bin, fehlt mir nichts aber allein neige ich dazu extrem in mich hinein zu hören und dann kommt der Gedanke wieder das was mit meinem Herz nicht stimmt und dann werde ich nervös und das Karussell fängt sich an zu drehen. Ich hab auch blutdruck gelesen und puls. BD war meistens bei 130/85 und der Puls zwischen 60 und 75. Nur bekomm ich meine Gedanken nicht weg davon immer in mich hinein zu hören und dann werde ich ängstlich...vlt ist hier jemand dem es genau so ergeht oder erging und der mir vlt einen tipp geben kann wie ich mir erstmal selbst helfen kann.
Viele Grüße
 

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En1234

Mitglied
Hi,

durch die Erwähnung Deines Auslandseinsatzes:

Könnten Deine Attacken durch eine Postraumatische-Belastungsstörung zurück zu führen sein?
Naja, gute Frage. Im Nachhinein hab ich damals festgestellt damit mich die komplette Situation zwar nicht körperlich aber psychisch sehr gefordert hat. Logischer Weise ist man in so einer Lage permanent in hab acht Stellung. Und als ich wieder hier war, ist in gewisser Weise die ganze Anspannung der letzten 41/2 Monate abgefallen. Damals war ich innerhalb von 4 Tagen 5 mal in der Uni-Klinik. Da ich durch die Bundeswehr als Privatpatient behandelt wurde, haben die Ärzte alle Untersuchungen die man sich vorstellen kann mit mir gemacht. Und es war immer alles i.o. gewesen. Den Rest hab ich anschließend mit mir selbst ausgemacht, was mir gut gelungen ist. Bis letztes Jahr Dezember. Wie schon erwähnt macht mir die jetztige allgemein situation schon zu schaffen. Auch wieder psychisch und nicht körperlich. Nur ist es jetzt so damit ich, warum auch immer, anfange in mich hinein zuhören und wenn ich irgendwas feststelle was nicht der "norm" entspricht geht der Teufelskreis los und dann kann ich keinen rationalen Gedanken mehr fassen, bzw sehr schwer. Solche Situationen wiederum brennen sich im Gedächtnis ein und man ist wieder an dem Punkt dass das Hirn alarmiert ist und man sich, wenn auch unbewusst, immer darauf konzentriert damit alles i.o. ist!! Echt schwer...
 

DarkRose

Aktives Mitglied
Ich verstehe Dich, wie schwer es ist ...

Ich vermute mal, dass Du vorher immer weiter in Action warst ... viel Arbeit etc etc.,

Nun, wo Du aufeinmal zur Ruhe kommst, lassen sich die Gefühle nicht mehr unterdrücken und wollen raus ....
dadurch steigt die Anspannung und steigert sich zur Panik..
Da Du es von Dir nicht kennst, die Kontrolle über Dich zu verlieren, ist dann ein zusätzlicher Impuls zur Attacke...

ich versteh nicht, dass der Therapeut das übersehen konnte, oder Du hattest Deine "harte" Maske ihm gegenüber auf ...😉
 

En1234

Mitglied
Ich verstehe Dich, wie schwer es ist ...

Ich vermute mal, dass Du vorher immer weiter in Action warst ... viel Arbeit etc etc.,

Nun, wo Du aufeinmal zur Ruhe kommst, lassen sich die Gefühle nicht mehr unterdrücken und wollen raus ....
dadurch steigt die Anspannung und steigert sich zur Panik..
Da Du es von Dir nicht kennst, die Kontrolle über Dich zu verlieren, ist dann ein zusätzlicher Impuls zur Attacke...

ich versteh nicht, dass der Therapeut das übersehen konnte, oder Du hattest Deine "harte" Maske ihm gegenüber auf ...😉
Naja, das kann schon sein. Ich hab den therapeut trotz eines guten Verhältnisses als "fremde" Person gesehen. Und da war ich im Gespräch so fokussiert auf ein klares Bild das ich teils selbst dachte, warum ich eigentlich dort bin. Aber interessant ist was Sie gerade geschrieben haben, genau das gleiche hat mein Therapeut letztlich auch zu mir gesagt. In dieser Situation sah ich das genau so. Aber wenn ich dann allein bin denk ich über alles nach und schon kommen gedanken ob mit mir vlt was nicht stimmt und dann beginne ich in mich hinein zuhören....
 

DarkRose

Aktives Mitglied
Du bist völlig normal, wie andere Menschen auch, nur hast Du es bisher nicht zugelassen/ konntest es nicht zulassen, das Erlebte auch psychisch zu verarbeiten... und ich glaube, jetzt ist es an der Zeit, diese mit Unterstützung anzugehen 💪
 

En1234

Mitglied
Du bist völlig normal, wie andere Menschen auch, nur hast Du es bisher nicht zugelassen/ konntest es nicht zulassen, das Erlebte auch psychisch zu verarbeiten... und ich glaube, jetzt ist es an der Zeit, diese mit Unterstützung anzugehen 💪
Ja dazu wäre ich völlig bereit. Nur weiß ich nicht so genau wie ich das angehe, bzw was ich bis dahin mit meinen negativen Gedanken mache, um diese wenigstens ein wenig unter Kontrolle zu bringen. Oder wie ich aufhören kann ständig in mich rein zu hören...😬
 

Frau Rossi

Aktives Mitglied
Es gibt doch über die Bundeswehr Möglichkeiten ein evtl. Trauma abklären zu lassen und gegebenenfalls auch dort zu behandeln.
Eine Bundeswehreigene Einrichtung ist ja speziell für Armeeangehörige.
 

En1234

Mitglied
Hallo. Ja ja das ist richtig. Das gibt es alles. Nur ist es in der Praxis nach meinen Erfahrungen etwas anders wie es teils in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Mit Aussagen wie "die Bundeswehr hilft auch nach dem Einsatz in schweren zeiten" etc... naja, ein guter werbeslogan aber in der Realität steht man allein da. Bei einem Kameraden, der ähnliche Probleme hatte, wurde seine Dienstliche Belastbarkeit infrage gestellt nachdem er sagte er muss zum Psychologen weil er nicht mehr klar kommt. Alles etwas fragwürdig wenn man psychisch angeschlagen ist und dann noch solche Aussagen seiner Vorgesetzten hört. Zumal ich wohl schon zu lange Ausgeschieden bin um da noch irgendwas zu erreichen.
 

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