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Angst vorm sterben...

ImmerSuchend

Aktives Mitglied
Ich hab ziemliche Angst vor'm sterben, seit gut nem Monat kommt es ziemlich heftig in mir hoch, die Gewissheit das es ganz sicher passieren wird. Wie werdet ihr damit fertig? :(
 

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grisu114

Aktives Mitglied
Ich hab ziemliche Angst vor'm sterben, seit gut nem Monat kommt es ziemlich heftig in mir hoch, die Gewissheit das es ganz sicher passieren wird. Wie werdet ihr damit fertig? :(

Hallo.

Also die Gewisheit das es passieren wird hat jeder (mehr oder weniger Bewusst).
Wie alt bist du denn? Ist jemand gestorben, denn du kennst? Bist du krank, oder kam es jetzt einfach mal so hoch? Liegt aber auch mit Sicherheit etwas an der dunklen Jahreszeit.

Also ich mach mir keinen Kopf darüber, das ich mal sterben werde, weil verhindern kann ich es eh nicht. Ich hofe nur das ich noch viele Jahre (bin jetzt 37) hier mit meiner Familie verbringen darf, aber wenn es nunmal vorbei ist, isses halt so.

Wo auch ich etwas Bammel habe ist die Art des Sterbens, werde ich Schmerzen haben, dauert es lange, oder hab ich Glück und wache eines Morgens auf und merke das ich Tod bin.

Mein Tipp, geh an in die Natur (am besten wenn die Sonne scheint), mach eine Lichttherapie (habs selbst noch nicht probiert, soll aber helfen) und versuch dich mit angenehmen Aktivitäten abzulenken.

Zum sterben ist später immer noch Zeit.
 

ImmerSuchend

Aktives Mitglied
Hallo grisu,

danke für die Antwort... ja es ist jemand gestorben, mein Patenonkel. Das war vor ca. 3 Wochen und hat die Angst eigentlich nur noch angeschürt. Manchmal liege ich Nachts im Bett und bekomme irgendwie die volle Panik... Außerdem macht mich jedes Zwicken an meinem Körper sofort sehr nervös. :(
Vielleicht liegt es wirklich an der Jahreszeit. Ich versuche mich ja irgendwie anzulenken, aber irgendwie denke ich einfach permanent dran. Sogar in der Arbeit bekomme ich dann ab und zu leichte Panikgefühle....

Hab ja die Theorie dass das ganz normal ist, das jeder im Leben mal ne Zeit durchmacht wo man sich intensiv mit seinem eigenen Tod beschäftigt. Vielleicht soll das einfach so sein...

Bin übrigens 27 und fühle mich definitiv zu jung zum sterben. :D
 
L

Lilyan

Gast
Als Kind hatte ich ständig Angst vor dem Sterben . Ich bin bei Nonnen aufgewachsen und wenn eine Nonne verstarb wurde sie im Hause aufgebahrt , für mich war das der absolute Horror die Schwarzgekleidete Nonne in den düsteren Klostergemäuer . Wir mußten immer ganz nahe an den offenen Sarg zum Abschiednehmen . Ich hab als Kind solche Ängste aufgebaut die haben mich dann ins Erwachsenenalter begleitet . Das Sterben und der Gedanke daran waren für mich Grund genug mir die Nächte mit Angst zu vertreiben . Als mein Bruder vor 2 Jahren starb stand ich auch vor meinem Toten Bruder aber der Aufbahrungsraum war hell und freundlich . Keine düstere Abschiedszene . Da war plötzlich die Angst vorm Sterben weg . Was mich noch ängstigt ist der Gedanke wie ich sterben muß wegen Schmerzen usw. Vielleicht hast Du als Kind auch nur düsteres übers Sterben mitbekommen das ängstigt einen auch wenn man schon erwachsen ist . Es wäre gut jemanden zu finden mit dem Du über das Thema Tod reden könntest .
 

Agnes

Neues Mitglied
Hallo ImmerSuchend,

ich kann Dich so gut verstehen! Auch ich hatte jahrelang Ängste vor dem Tod. Ich bin nachts aufgewacht mit dem Gedanken: ich hab was ganz wichtiges vergessen! Wenn ich nachgedacht habe, dann fiel mir ein: sterben musst Du auch noch.

Dann habe ich Brustkrebs bekommen. Ich war Hochrisikopatientin. Das Thema Tod kam wieder aufs Tablett. Ich habe online ein spirituelles Coaching gemacht und viel gelernt dabei.

Ich glaube, dass es zum Menschen gehört, dass er Angst hat vor dem Tod. Nur Menschen wissen, dass sie sterben müssen. Und es ist natürlich, dass wir, da wir dann alle Kontrolle aufgeben müssen, Angst davor haben. Ich glaube, dass es die lebendigen Menschen sind, so wie Du, ImmerSuchend, die Angst haben vor dem Tod. Ich glaube, die die sagen, sie hätten keine Angst, verdrängen den Tod.

Im spirituellen Coaching habe ich gelernt, mich dieser Angst zu stellen. Nichts ist so sicher, wie mein Tod. Ich habe gelernt, zu akzeptieren, dass ich werde sterben müssen, damit ich umso intensiver jetzt leben kann. Das Leben ist so schön! Während ich dies schreibe, kommt das letzte rosige Licht hinter den filigranen Baumgerippen vor, dieses zarte Bild ist traumhaft. Und nur jetzt sehe ich es so. Morgen wird es ein anderes Bild sein, ein anderes Licht.

Seit meinem Coaching bin ich viel ausgeglichener, gelassener. Ich habe gelernt, und ich lerne es noch, dass ich jetzt lebe, hier und jetzt. Ich lerne es, ganz intensiv im Moment zu leben und bin so - glücklich, meistens.

Ohne die Konfrontation mit dem Tod und ohne die Verarbeitung im spirituellen Coaching hätte ich das nicht geschafft.

Heute ist für mich Tod und Leben wie Tag und Nacht. Beides ist schön, beides hat seine Berechtigung, beides will ich leben. Und obwohl ich nicht weiß, wie der Tod sein wird, so soll er mir willkommen sein (bleibt mir ja sowieso nichts anderes übrig!)
 

Sina 83

Mitglied
Hallo,ich habe ebenfalls schreckliche Angst vor dem Sterben,bzw Tod sein.Das ganze fing bei mir im Herbst 2007 an.Eines Morgens bin ich aufgewacht,habe schrecklich geweintund konnte bis mein Mann abends von der Arbeit kam nicht aufstehen. Der Gedanke dass wir eines Tages alle Tod sind macht mich wahnsinnig.Vor allem dass man nicht weiß ob es nach dem Tod weitergeht oder nicht.Der Gedanke daran dass Leute die ich Liebe oder ich selbst vielleicht eines Tages in keiner Form mehr existiere ist schrecklich für mich.Auch vor dem "Älter werden" habe ich Angst ,auch wenn ich erst 26 Jahre alt bin, denn das bringt einem den Tod Tag für Tag ein Stückchen näher. Und dann ist es ja noch so das man keine Garantie darauf hat dass man lange lebt,der Tod kann einen ja jederzeit holen.

Nun ja, mit diesen Gedanken habe ich täglich, egal was ich tue sie sind immer da.Natürlich habe ich gleich einen Psychiater aufgesucht, der mir Psychopharmaka verschrieben hat und eine Depression, Angststörungen und Zwangsgedanken diagnostiziert hat.Man hat bei mir in den letzten 1,5 Jahren überlappend verschiedene Psychopharmaka ausprobiert aber nichts hat mir so richtig geholfen. Ich habe mittlerweile zwar einen geregelten Alltag( bin allerdings seit Herbst 07 krankgeschrieben und hoffe das ich bald wieder arbeiten gehen kann) aber die Gedanken sind immer noch mein ständiger Begleiter.In der zwischenzeit war ich auch vier Monate in stationärer Behandlung und mache seit einem Jahr eine Psychotherapie.

Ich hoffe ich bin in diesem Forum hier richtig mit meinem Problem.:confused:

Vielleicht hat jemand von euch Tipps wie ich diesem Teufelskreis entkommen kann,oder hat selbst was ähnliches erlebt. Über antworten würde ich mich sehr freuen.Ich weiß nicht wie lange ich es mit diesen Gedanken noch aushalten kann,sie schränken meine Lebensqualität sehr stark ein.

Liebe Grüße Sina
 

zollstock

Mitglied
Also, ich will ja Nichts gegen Spirituelles sagen aber besonders Empfehlenswert finde ich sowas nicht. Kostet mesit viel Geld und bringt nicht viel als meist nur noch mehr durcheinander. Man kann auch ruhig mit den Pantoffeln auf der erde bleiben.

Schätze das du einfach nur nicht genügend mit dem Leben beschäftigt bist und zu viel zeit hast nachzudenken.

Sterben wird man so oder so aber bis es soweit ist braucht man nicht drüber nachzudenken. Du hast noch sooooooooooo viel Zeit..... die durchschnittliche lebenserwartung steigt ja immer mehr.

Der mensch ist ein Gewohnheitstier. Sorge für regelmässige Beschäftigung und du bist sowas von abgelenkt das du diese Gedanken einfach vergisst.

Es gibt Vereine und Gruppen denen man sich anschliesen kann und Freunde finden etc.....
 
G

Gast

Gast
@ Sina 83
Dein Beitrag hat mich sehr berührt. Ich bin damals nicht zum Psychiater gegangen, habe also auch keine Psychopharmaka genommen. Aber die Angst hat mich auch sehr beeinträchtigt.

Verloren habe ich sie, als ich bei meinem spirituellen Coaching meditieren gelernt habe. Das geht nicht von jetzt auf gleich, aber wenn man sehr diszipliniert täglich meditiert, dann gewinnt man mit der Zeit Ruhe und Gelassenheit. Und die Sicherheit, dass meine Gefühle und meine Gedanken, mein Ich, nicht alles ist. Dass darunter etwas ist, das unwandelbar ist. Man kann das mit Worten nicht beschreiben. Ich merke, wenn ich das jetzt schreibe, das es dann hohl klingt und Zollstock wird sagen, das sei ihm zu esoterisch. Aber mir hat es die Angst genommen, hat mich zufrieden und - meistens - glücklich gemacht.

Also Zollstock, mir ist es egal, wenn es esoterisch ist, solange es hilft und mir einen Aufenthalt in der Psychiatrie erspart. Meinst Du nicht auch?

Agnes
 

Sina 83

Mitglied
Hallo Zollstock,

danke für Deine Antwort,wie gesagt sind die Gedanken auch da wenn ich etwas unternehme,aber insgeheim hoffe ich auch dass es besser wird wenn ich wieder arbeiten gehe.


Hallo Agnes,

Deine Antwort hat mich sehr neugierig gemacht,wo hast du denn Dieses Coaching absolviert? Ich habe es schon mal oberflächlich mit Meditation probiert,allerdings schnell wieder aufgegeben weil ich Probleme habe mich richtig zu entspannen. Ging es Dir auch so dass du Dir ständig um Den Tod usw den Kopf zerbrochen hast?
Ich finde es schön dass Dir die Meditation geholfen hat und so wie du es beschreibst macht es mir Mut es ebenfalls zu versuchen.
Danke für Deine Antwort.

Lg Sina
 
L

LiebeDich

Gast
Ihr dürft keine Angst vor dem Tod haben, denn sonst unterstützt ihr ihn nur.

Habt ihr ein reines Leben hinter euch, so müsst ihr auch keine Angst haben. ES HEISST: "Wer Gott liebt, fürchtet keinen Tod."

Der Tod ist nur ein Übergang, von Materie zum Geist.

Einen endgültigen Tod gibt es nicht, nicht für deine Seele.

Trägst du schlechtes Karma mit dir, sprich hast du "schlechtes" getan, so wird deine Seele (also DU) wiedergeboren.

Daher pflege ich immer zu sagen: LEBT VORBILDICH, nur so befreit ihr euch aus dem endlosem Kreis der Wiedergeburt.
 

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