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Angst vor Reha

R

Reha

Gast
Kann mir jemand von euch sagen, was alles bei einer Psychosomatischen Reha passiert?
Habe nämlich Angst davor, das meine Mauer, die ich aufgebaut habe zerbricht und das ich anfange zu heulen.
 

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Persil

Aktives Mitglied
Hallöchen Reha,
du bist ja putzig, was meinst warum oder weshalb dir die Krankenkasse oder Rentenanstalt diese Reha verordnet hat.

Eines darf dir schon klar sein, du wirst Einzel-und Gruppentherapien ohne Ende haben und unter Umständen wird dir deine Mauer zerstört werden, was auch schon mal Tränen nach sich ziehen kann.

Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass du dich deshalb schämen must.
Aber vieleicht kannst uns mal noch schreiben, was den so schlimm daran ist, wenn deine Mauer fällt.
Schon mal darüber nachgedacht, dass es dir womöglich leichter fällt, ohne Mauer dein Leben zu meistern?

Ich wünsch dir für diese Reha alles Gute
 
W

winnie

Gast
also, ich finde die heutigen (2006) psych.-somatischen Rehas ziemlich oberflächig. Es handelt sich um 4-6 Wochen und da kann man eh nicht viel machen.
ich hatte bei der letzten Reha mega viel Sport und dann so Gruppenthera: Streßbewältigung, Depressionen und das war so ähnlich wie Frontalunterricht in der Schule. Dann Einzelgespräche die so na ja waren.
Vor 20 Jahren war ich auch für 4 Monate in eine Reha wegen einer Essstörung und das war sehr intensiv. Aber heute bekommt man gar nnicht 3 Monate finanziert...von daher brauchste keine Angst um Deine Mauern zu haben...kannst ruhig noch mehr mauern...allerdings finde ich das Schade, denn Du mauerst ja auch das Schöne im Leben weg...aber es ist Deine Entscheidung, denn Du bist erwachsen und bestimmst selbst, ob jemand an Deiner Mauer kratzen darf oder nicht...;)
was wirklich schön an einer Reha ist: man kommt raus vom Alltag und man lernt tolle Leute kennen...es lohnt sich, aber eine tiefgreifende Psychotherapie würde ich nicth erwarten...

viel spaß in der reha, lohnt sich bestimmt
w.
 
W

winnie

Gast
Einzel-und Gruppentherapien ohne Ende
also, ohne Ende finde ich übertrieben: einmal in der Woche Einzelgespräch...wenn man möchte, man kann natürlich auch sagen, will ich nicht...und dann viell. einmal am Tag irgendeine Gruppe...die beste Therapie sind doch eigentlich die Leute dort...
 
R

Reha

Gast
Hallo Persil,

vielen Dank für deine lieben Worte,
meine Angst, das meine Mauer zerbricht, liegt daran, das ich weiß, das ich dann sehr vieles
aufzuarbeiten habe, was ich meiner Meinung nach in der Reha nicht schaffen kann, weil die Zeit
dafür zu kurz wäre.
Wenn ich dann aus der Reha gehe, befürchte ich, das die mich evtl. in der psychatrie sehen wollen,
damit ich alles aufarbeite.
Ich war nach einem Gespräch mit meinem Hausarzt, bei einer Krisenintervention auf meinen eigenen
Wunsch, dort habe ich ein Gespräch geführt und die Psychologin meinte ich solle lieber mal 8 Wochen
dableiben, weil sie mir nur dann helfen kann.
Ich kann dies aber nicht, weil ich noch jemand zuhause habe, um den ich mich kümmern muss,
und ich kann diese Person nicht alleine lassen.
Auch deswegen habe ich Angst vor der Reha.
Jetzt wirst du dich fragen, wieso es denn jetzt während der Reha geht, es geht eigentlich nicht,
aber ich muss zur Reha, da ich EU-Rente beantragen muss, und der Abgelehnt wurde.
Das Arbeitsamt sagt aber, das ich alles dafür tun muss, wieder Gesund zu werden um dem Arbeitsmarkt
wieder zur Verfügung zu stehen, oder in Rente zu gehen.
Selbst mein Hausarzt sagt, das er nicht versteht, warum ich eine Reha machen soll,
da ich 2010 schon eine hatte (in der Neurologie).
Ich hatte nämlich 2 Schlaganfälle und habe dadurch Epilepsie bekommen.
Es sollte lieber dafür gesorgt werden, das ich Anfallsfrei werde. (ich bekomme zwischen3-4 im Monat)
Mein Hausarzt ist wirklich gut und nimmt sich sehr viel Zeit für mich. (habe schon 1 Std. bei Ihm verbracht)
Um mir wirklichzu helfen.
Eigentlich weiß ich jetzt nicht mehr wie ich weiterschreiben soll, habe große Konzentrationsschwierigkeiten.
Ich hoffe du kannst ersteinmal damit etwas anfangen.
Wenn ich nämlich alles von Anfang bis Ende erzählen würde, wäre alles viel zu lang und ich würde zusammenbrechen, weil ich mich dann hier alleine mit allem Auseinandersetzten muss.
Viele Grüße Reha
 
R

Reha

Gast
Hallo Winnie,

raus aus dem Alltag kann ich nicht, da ich mir zu viele Gedanken anderweitig machen muss.
(siehe meine Antwort auf Persil)
Aber trotzdem vielen Dank
Gruß Reha
 

Bandit2105

Urgestein
Kann mir jemand von euch sagen, was alles bei einer Psychosomatischen Reha passiert?
Habe nämlich Angst davor, das meine Mauer, die ich aufgebaut habe zerbricht und das ich anfange zu heulen.
Hallo Reha,

wenn Du Angst hast, dass es Dir in Zukunft besser gehen soll, dann mache die Reha nicht!
Mauern sind fehlgeleiteter Selbstschutz manchmal notwendig um das Leben zu meistern aber später nur hinderlich!
Schämen musst Du Dich nicht, Tränen sind etwas wichtiges sie können sehr befreiend wirken. Außerdem werden auch sicherlich andere weinen.
Dort sind sehr viele Menschen mit Mitgefühl die können das verstehen!

Liebe Grüße von einem der auch schon viele Tränen geweint hat in Therapie
Bandit :herz:
 

Persil

Aktives Mitglied
Lieber Gast "Reha",

ich denke schon, dass du deine offenbar massiven psychischen Probleme so schnell wie möglich abklären und behandeln solltest und das, ohne Rücksicht auf das, was du noch nebenher zu begleistern hast. Meinst nicht, du findest für die Betreuung der im Haushalt wohnenden Person nicht auch noch eine Möglichkeit?
Fest steht doch, dass es zunächst erst mal um dich und deine Gesundheit geht und da hat eigentlich alles andere zu warten.

Ich denk auch, dass durch die Schlaganfälle und die Epilepsi (bekommen übrigens ganz viele Leute nach Schlaganfällen) allein schon eine ganze Reihe von Problemen auftreten können und du schreibst ja auch von Konzentrationsschwierigkeiten.
Was gibt es den noch für Ausfallentscheidungen unter denen du zu leiden hast?

Wenn ich dich richtig verstanden habe, wirst du nach der Reha die EU-Rente beantragen.
Was ich nun aber nicht verstehe, du müßtest doch nach den Schlaganfällen schon zu einer Anschlussbehandlungskur/med.Reha gewesen sein und eigentlich liegen dann doch für die Rente ausreichende Befunderhebungen vor oder hat man dich damalig für arbeitsfähig befunden, womöglich mit einer stufenweisen Wiedereingliederung.

Ach Mensch, das tut mir alles so leid, aber ohne, dass du deine Mauern abbaust, wird es auch nichts werden. Es ist durchaus sinnvoll wenn du dich öffnen könntest. Versuch es doch wenigstens mal.

Und was die Kuren anbetrifft, wenn du da in der richtigen Einrichtung landest, können die "Beschäftiguungsspielchen" schon von 8.00-17.00 Uhr gehen.

Also Kopf hoch und fahr zur "Kur". Ich drück dir die Daumen, dass deine Gesundheit wieder vollens hergestellt werden kann und die EU-Rente nicht zum tragen kommt. Die würde man auch nur erstmal für die nächsten 2 Jahre erhalten und die ganze Procedur beginnt dann von vorn - nicht schön.

LG und gute Nacht wünscht Persil
 
A

Aloha

Gast
Hallo Reha,

evtl. gibt es da sogar einen Zusammenhang zwischen Deiner Vergangenheit und den epileptischen Krampfanfällen....

Es gibt auch dissoziative Krampfanfälle.

Dissoziationen sind gefühlsmässige "Lähmungen/Starre/Anfälle". Betroffene wollen sich - unbewußt - davor schützen, dass Erinnerungen/Traumen, die unbearbeitet sind, sie
überfordern bzw. zusammenbrechen lassen.

Solltest Du trotz einer Medikation nicht anfallsfrei sein, käme das durchaus in Frage.

Eine psychosomatische Reha kann Dir da gut helfen.

Klar wird sie Dich nicht heilen - aber sie kann ein 1. Schritt auf dem Weg zur Heilung sein, danach geht es ambulant weiter.
Evtl. brauchts dafür einen Traumatherapeuten!

Konzentriere Dich in der Reha von Anfang an darauf, wie es nach der Entlassung weitergeht, lass Dir von der Klinik eine Therapeutenliste geben, frage Mitpatienten, mit welchen Theras sie gute Erfahrungen gemacht haben...es ist wichtig, dass Du nach der Entlassung nicht ohne Termine dastehst!

Der Entlassungsbericht der Reha dient übrigens als Gutachten für die Rentenversicherung bzgl. Deines Rentenantrages!

Gib Dich nicht auf - auch wenn es Dir schlecht geht, wenn Du Dich mit Deiner Vergangenheit auseinandersetzt, das ist der erste Schritt in die richtige Richtung...mitten durch, anders geht es leider nicht!

Tränen dürfen fließen!!!!

Du bist in der Klinik in guten Händen, wirst aufgefangen, wenn es Dir schlecht geht. Daher würde ich es machen!!

Du schaffst das!

Ich wünsche Dir Kraft und Mut!!

Liebe Grüße

Aloha
 
R

"Reha"

Gast
Hallo an alle,
ich bin jetzt wieder aus der Reha zurück:
Ich wollte mich nochmal bedanken, für die aufmunternen Worte.
Besonders bei Aloha und Persil.
Ich möchte auch, wenn Ihr Interesse habt meine Erfahrungen mitteilen.
Also meldet euch mal, damit ich weiß, ob Interesse besteht.
Alles liebe "Reha"
 

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