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Angst vor Bulimie

Finnick

Mitglied
Ich mache mir meine Probleme gerade wirklich selber, aber ich habe die (übertriebene?) Angst, dass ich Bulimie haben könnte. Wie ich darauf komme, muss ich wahrscheinlich eher nicht ausführen, daher spare ich mir die unappetitlichen Details.
Meine Psychiaterin will mir überhaupt keine Diagnose verpassen, denn sie hält es nach eigener Aussage nicht für hilfreich. Wahrscheinlich hat sie recht und es ist nicht sinnvoll, dass ich mich an diesem einen Wort festklammere.
Mein vorherrschendes Problem ist, dass mir eine objektive Einschätzung fehlt. Dahingehend, ob ich nur eine seltsame und leider ziemlich eklige Angewohnheit habe oder ob es eben das ist. Es würde eben auch bedeuten, dass ich psychisch krank wäre und das finde ich beängstigend. Ich kann damit aktuell schlecht umgehen.
Hier kann mir natürlich niemand diese Frage beantworten, aber ich wollte mich einfach mitteilen.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Meine 50 cents: Du bist nicht "psychisch krank", sondern frustriert und auch irgendwie sauer, weil du hinter deinen Erwartungen zurückbleibst.
Deine Psych hat Recht - eine Diagnose würde dich daran hindern, das wirkliche Problem zu erkennen und anzugehen.
Du würdest dich eventuell auf ihr ausruhen und deine Niederlagen so legitimieren.
Das hilft dir aber nicht weiter.
Du musst dein Leben jetzt in die Hand nehemn und dazu anerkennen, was du kannst und was du nicht kannst.
 

mariechenkäfer

Aktives Mitglied
Bulimie beschreibt erstmal "nur" der Umstand, dass du regelmäßig frisst und kotzt. Eine Diagnose kann es nicht sein, da die Ursachen, warum du das machst, so vielfältig sein können.
Daher hat dein psych völlig Recht. Die Ursache liegt nunmal woanders, und die muessen bearbeitet werden.
 

Finnick

Mitglied
Für mich macht es definitiv einen großen Unterschied, ob ich das habe oder nicht. Irgendwo ist es auch ein Realitätscheck. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich es zu ernst nehme oder nicht ernst genug?
 

Mondsonne

Aktives Mitglied
Hallo Finnick,
hat dir denn die Psychiaterin sonst irgendetwas gesagt, was dir hilft oder irgendetwas vorgeschlagen,
Therapie oder so was? Für wichtig halte ich auch, dass der Ursache auf den Grund gegangen wird und du "das" dann nicht mehr machen musst. Die Gefahr ist ja auch, dass es chronisch wird.
In einer psychosomatischen Klinik wo ich mal war, erzählte eine Frau, die selbst Ärztin war, dass sie am Ende sogar während einer wichtigen OP ein paar Mal raus musste, um sich zu erbrechen. Das hat sie so erschreckt, dass sie sich dann endlich Hilfe suchte.
Pass auf jeden Fall auf, dass es sich nicht steigert. Hast du mal versucht als eine Art Ersatzhandlung, irgendetwas anderes zu tun, als zu erbrechen?
LG
 

Finnick

Mitglied
Hallo Finnick,
hat dir denn die Psychiaterin sonst irgendetwas gesagt, was dir hilft oder irgendetwas vorgeschlagen,
Therapie oder so was? Für wichtig halte ich auch, dass der Ursache auf den Grund gegangen wird und du "das" dann nicht mehr machen musst. Die Gefahr ist ja auch, dass es chronisch wird.
In einer psychosomatischen Klinik wo ich mal war, erzählte eine Frau, die selbst Ärztin war, dass sie am Ende sogar während einer wichtigen OP ein paar Mal raus musste, um sich zu erbrechen. Das hat sie so erschreckt, dass sie sich dann endlich Hilfe suchte.
Pass auf jeden Fall auf, dass es sich nicht steigert. Hast du mal versucht als eine Art Ersatzhandlung, irgendetwas anderes zu tun, als zu erbrechen?
LG
Sie hat mir nahegelegt, eine Therapie zu machen. Wir könnten außerdem über Medikation nachdenken, aber da meinte sie, wir müssten vorsichtig sein, weil eben diese Medikamente andere Probleme verstärken könnten und wir das Risiko abwägen müssten.
Leider hat es sich in der Häufigkeit in den letzten Wochen massiv gesteigert und ich kann es höchstens hinauszögern, nicht aber komplett unterlassen. Die meisten Menschen können sich vielleicht gar nicht vorstellen, wie viel man innerhalb kürzester Zeit essen kann. Es reicht, nur für fünf Minuten die Kontrolle zu verlieren und dann muss es nunmal wieder raus.
 

Mondsonne

Aktives Mitglied
Das klingt ja ganz gut, auch wie sie zu Medikamenten steht und sie nimmt es ernst und so wie du schreibst, nimmst du es auch ernst, nicht mehr, aber auch nicht weniger, vor allem hast du auch Angst, was ja klar ist.
Ich hab das oft schon in Dokus gesehen und damals war auch eine Bulimikerin mit mir im Zimmer, ich hab das förmlich gespürt, wie sie dagegen ankämpfte.
Ich hoffe, du findest schnell einen Therapeuten. Und könnte es helfen, wenn du statt zu erbrechen, einfach raus gehst und joggst, z.B.? Was könnte ebensoviel Entlastung bringen, das wäre vielleicht erstmal gut zu wissen...
Erstmal alles Gute!
 

mariechenkäfer

Aktives Mitglied
Ich verstehe offenbar deine Frage nicht so ganz. Dass du Bulimie hast, ist offensichtlich, dass dies aber immer in anderen Umständen - nämlich der jeweils andere mensch- bearbeitet werden muss, das andere.
Arbeite also mit deinem psych.

Ps.Bulimie kenne ich sehr gut, fast35 Jahre lang...
 

Finnick

Mitglied
Das klingt ja ganz gut, auch wie sie zu Medikamenten steht und sie nimmt es ernst und so wie du schreibst, nimmst du es auch ernst, nicht mehr, aber auch nicht weniger, vor allem hast du auch Angst, was ja klar ist.
Ich hab das oft schon in Dokus gesehen und damals war auch eine Bulimikerin mit mir im Zimmer, ich hab das förmlich gespürt, wie sie dagegen ankämpfte.
Ich hoffe, du findest schnell einen Therapeuten. Und könnte es helfen, wenn du statt zu erbrechen, einfach raus gehst und joggst, z.B.? Was könnte ebensoviel Entlastung bringen, das wäre vielleicht erstmal gut zu wissen...
Erstmal alles Gute!
Ich denke nicht, dass mich Joggen in der Situation befriedigen würde. Meine Motivation nach Alternativen zu suchen befindet sich aktuell auch eher im Nullbereich.

Ich verstehe offenbar deine Frage nicht so ganz. Dass du Bulimie hast, ist offensichtlich, dass dies aber immer in anderen Umständen - nämlich der jeweils andere mensch- bearbeitet werden muss, das andere.
Arbeite also mit deinem psych.

Ps.Bulimie kenne ich sehr gut, fast35 Jahre lang...
Da ist gar nichts offensichtlich. Jemand, der aufgrund von Appetitlosigkeit nichts isst, hat keine Magersucht. Warum sollte ich dann Bulimie haben, wenn ich nicht einer Gewichtsreduktion wegen kotze?
 

Mondsonne

Aktives Mitglied
Bei der Bulimie geht es ja nicht oder selten - soviel ich weiß - um Gewichtsreduktion.

Diese Frau z.B. in der Klinik hatte u.a. das Problem, dass sie sich nicht durchsetzen konnte, dass sie nicht ihre Meinung sagen konnte, dafür alles runterschluckte und dann "auskotzte".
Sie wollte immer alles perfekt machen, jedermanns Erwartungen entsprechen, hatte höchste Ansprüche an sich selbst. Sie konnte keine Bedürfnisse äußern, war immer kontrolliert, aber wenn sie einen Essanfall hatte, nannte sie es "lebenshungrig", es ging gar nicht um das viele Essen, das Essen war nur das Symbol für ihren Lebenshunger, in der Therapie lernte sie, worauf sie eigentlich hungrig war...
Aber das ist nur ein Beispiel.
 

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