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Angst in der Straßenbahn

dr.superman

Aktives Mitglied
was genau ist das Problem?
Wenn Angst vor fremden Leuten: beim Fahrer aufhalten.
Wenn Angst vor dem rausfallen: weg von der Tür.
Wenn Angst vor Infektion: nicht Straßenbahn fahren....
 

BinNichtWertlos

Aktives Mitglied
Ich leide unter Ängsten.
Ich habe Angst vor Gewalt und bin auch mal das Opfer von Gewalt geworden, aber nicht in der Straßenbahn.
Gestern fuhr ich mit der Strassenbahn. Ich hatte mich relativ weit vorne hin gesetzt und es war noch viel frei. Dann stieg eine Männergruppe zu und setzte sich ausgerechnet in meine Nähe. Sie waren außerordentlich laut und ausgelassen. Ich kriegte Panik, wollte aber nicht aufstehen und mich an einen anderen Platz setzen. Einerseits, weil ich ich meiner Panik nicht nachgeben wollte. Das macht es nur schlimmer. Andererseits, weil ich nicht unhöflich sein wollte. Es wäre mir sehr peinlich gewesen, wenn sie es gemerkt hätten. Sie haben mir schließlich nichts getan.

Ich zog meine Kapuze hoch und hörte Musik. Als ich endlich aussteigen konnte, war ich am Ende meiner Kräfte.
 
E

Eine

Gast
Ich kenne das. Auch dass es nicht möglich ist einfach aufzustehen und zu gehen. Bist du in Therapie? Vielleicht kannst du etwas mitnehmen, das dir etwas Sicherheit gibt. Etwas, womit du dich zur Not verteidigen kannst.
 
R

RX64

Gast
Du kannst dich in solchen Situationen zwingen, ruhig zu bleiben. Einfach indem du körperlichen Symptomen der Angst keinen Raum gibst. Sowas funktioniert in zwei Richtungen. Du hast Angst -> Körper reagiert mit Anspannung, Zittern, Abwehrhaltung, Schockstarre o.ä. Du bleibst körperlich ruhig -> Gehirn denkt "Situation kann nicht so schlimm sein" -> deine Angst legt sich. In der beschriebenen Situation war vielleicht schon das Hochziehen der Kapuze zu viel an "Nachgeben".

Wenn du Ruhe ausstrahlst, ist auch unwahrscheinlicher, dass eine potenziell gefährliche Lage eskaliert.
 
K

KLausSeibold

Gast
Hast du noch andre Ängste?
Zunächst ist Angst ein ganz natürliches Gefühl.
Sie sorgt dafür, dass wir mit Vorsicht durchs Leben gehen und auf uns achten.
Je weniger Halt und Vertrauen man in sich selbst hat, umso empfindlicher reagiert man auf äußere Umstände.
Hinzu kommen die Einschnitte in unseren Alltag. durch Corona.
Wer gegen seine Angst ankämpft, erschöpft sich und wird die Erfahrung machen, dass die Angst zunimmt.
Genauso wenig hilft es, sich in der Angst zu verlieren.
Die Lösung heißt, sie zuzulassen und ihr auf Augenhöhe zu begegnen.
Mir bewusst zu sein, dass ich immer mehr bin als die Angst.
Wenn die Angst mich im Alltag einschränkt und ich keine Mittel habe, die Situation aus eigener Kraft zu bewältigen.
Dann sollten Betroffene mit ihrem Hausarzt sprechen.
Sonst kann sich auf Dauer eine chronische Störung entwickeln.
Angst – normales Gefühl oder doch eine seelische Störung? — Patienten-Information.de
 

tomtom1972

Aktives Mitglied
Einerseits mag ja das Ablenken durch Musik und lesen, sei es Handy oder Zeitung etc. ja hilfreich sein, andererseits ist evtl. keine gute Idee potentielle Aggressoren nicht weiter zu beobachten.
Die Gefahr verschwindet ja nicht wenn du nichts mehr von denen wahrnimmst.
Du bist dann vollkommen überrumpelt wenn die dann plötzlich vor dir stehen.
Ich würde auf alle Fälle den Kopfhörer aufsetzen aber keine Musik hören, wenn sich verbal eine Agression anbahnt kannst du so noch reagieren und z.B. zum Fahrer laufen.
Auch das hochziehen der Kapuze und das klein machen im Sitz vermittelt eher den Eindruck von Angst und Schwäche, und kann erst recht auf dich aufmerksam machen.
Bleib ganz normal sitzen, beobachte sie unauffällig, evtl über die Sefiecam, aber vermeide unbedingt Blickkontakt, du kannst so tun als ob du liest oder Musik hörst, aber mache das nicht wirklich, du kannst ja schon mal die Rufnummer der Polizei oder Bahnpolizei auf dem Handy bereithalten. Und setze dich immer direkt hinter/neben den Fahrer.
 

BinNichtWertlos

Aktives Mitglied
Ich kenne das. Auch dass es nicht möglich ist einfach aufzustehen und zu gehen. Bist du in Therapie? Vielleicht kannst du etwas mitnehmen, das dir etwas Sicherheit gibt. Etwas, womit du dich zur Not verteidigen kannst.
Ich habe eine Therapie angefangen und habe das noch nicht angesprochen. Ich habe es aber vor.
Ich kann mich eventuell mit mir selbst verteidigen. Ich kann Karate. Es heißt „der Weg der leeren Hand“, sich ohne Waffen verteidigen. Ich bin mal zusammengeschlagen worden. Da hat es nichts gebracht. Wenn es zu viele sind, kann man nichts tun…
 

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