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Angst davor, in die Schule zu gehen

G

Gast

Gast
Ich kann nicht mehr - und ich will nicht mehr.

Jeder Gang zur Schule ist für mich (19, weiblich) mit ultimativem Stress verbunden. Ich kann auch an nichts anderes mehr denken.
Zum einen ist da dieser Leistungsdruck, der teils vom Studium und teils von meinem Perfektionismus kommt.
Zum anderen ist da meine soziale Phobie und die daraus resultierenden Depressionen.
Ich bin erschöpft, wie gelähmt (sodass ich nur noch starr dasitze und nichts mehr schaffe) und isoliere mich. Zudem habe ich das Gefühl, dass ständig über mich geredet wird.
Mein Kopf fühlt sich riesengroß und schwer wie Blei an und ist trotzdem leer.
Ich zittere oft, leide unter Atemnot, mir wird rasch übel...
Mittlerweile habe ich schon mehrmals den Unterricht geschwänzt, ich würde am liebsten abbrechen... aber ich weiß, dass ich es bereuen würde.

Ich verstehe das alles nicht.. innerhalb des letzten Jahres hatte ich meine sozialen Ängste überwunden und bin sogar extrovertiert geworden. Jetzt ist es allerdings schon wieder so, als hätte sich nie etwas gebessert gehabt. Alles umsonst... meine ganzen Anstrengungen wertlos... jetzt will ich nicht mehr. Fünf Jahre sind genug.....
Ich habe eine Psychotherapie hinter mir.... ich bin so verzweifelt.

Irgendwelche Vorschläge/Erfahrungen, die ihr mit mir teilen möchtet? Wie kann ich das Studium durchstehen, wie mit Menschen umgehen? Ich fühle mich gerade so schwach..
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
ich würde an deiner Stelle dieses Signal deines Körpers
ernst nehmen und mir überlegen, was du denn statt der
Schule/dem Studium gerne machen würdest, also wobei
du Freude und Lust verspürst (denn die sind essentiell
fürs Lernen; Druck erzeugt keine Lernbereitschaft, son-
dern eher Flucht- oder Blockadereaktionen).

Womöglich hast du dich einfach verrannt und gehst einen
Weg, der nicht zu dir passt? Oder bist in einer unpassenden
Haltung?

Falls es aber nur ein "Rückfall" ist und du zuvor genau
wusstest, wie du mit so einer Blockade umgehen musst,
dann wäre der Rat, dass du dich an deine früheren Erfolgs-
rezepte erinnerst und sie genau so wieder einsetzt.

Manchmal vergisst man einfach, was einem gut tat. Das
muss nicht "zurück auf Null" bedeuten.

Alles Gute!
Werner
 
A

annakarina

Gast
Wie wäre es, du würdest - mit ärztlichem Attest - die Schule ein Jahr unterbrechen (ich nehme an, du stehst kurz vor dem Abi?) und stattdessen dich entweder in stationäre Thera begeben oder, was auch hilfreich sein kann, etwa ganz anderes, etwas Praktisches (FSJ, FSÖ) machen?
Danach sieht die Schulwelt schon wieder anders aus und du wirst ein Abi locker schaffen. Ich spreche grad aus Erfahrung mit einem meiner Kinder....
 
G

Gast

Gast
Hallo,

danke für eure Antworten.

Tatsächlich studiere ich schon an einer Privatschule. Da ich den Beheiff "Schule" statt "Uni" verwendet habe, ist mein Thema in diese Kategorie verschoben worden.

Ich habe gleich nach meinem Abschluss ein Jahr ausgesetzt, weil ich nicht wusste was ich wollte. Dann hatte ich einen Ausbildungsvertrag, den ich aber aufgrund des Studiums gekündigt habe, weil ich mich unterfordert gefühlt habe.

Meine Leistungen sind auch sehr von der Meinung anderer abhängig (fühle ich mich anerkannt, leiste ich viel. Wenn nicht, halte ich mich eher zurück.)

Ich studiere Europasekretärin. Ich bin sprachbegabt, aber irgendwie bin ich gerade am zweifeln ob mich diese vielzahl an Sprachen mit wirtschaftlichem Themengebiet überhaupt interessieren.
Ich hatte schon Praktika gemacht, die gefielen mir ganz gut. Aber ob es auf Dauer etwas für mich ist? Zumal die Schule ja verdammt teuer ist und ich (leider) momentan noch meinen Eltern auf den Taschen hänge.

Laut Studieninteressentest würden mir theoretisch-analysierende Themengbiete gut liegen, sozial bin ich auch sehr. Ich besitze allerdings nur die Fachhochschulreife. Irgendwelche Ideen?
 

Mustang

Aktives Mitglied
Huhu, ich weis nicht wie Studiengänge bei Privatschulen sind, aber auf FHs und Unis sollte man möglichst nicht gehen, wenn man Probleme mit fehlender Anerkennung und Leistungsdruck hat. Es gab in meinem Studium viele Situationen wo ich hinschmeissen wollte weil ich weder Sinn noch Ende sehen konnte. Man benötigt schon eine gewisse mentale Grundstabilität, um nicht bei den ersten Problemen alles in Frage zustellen.

Ich schließe mich meinen Vorrednern an und rate dir: Suche dir nochmal Hilfe. Nach einer Psychotherapie ist oft noch eine Menge Arbeit über.
 

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