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An der Hauptschule schlechtere Noten angekündigt als am Gymnasium zuvor

M

Mirko-Gast

Gast
Hallo,

mein Sohn musste im Sommer diesen Jahres das Gymnasium verlassen, da er wieder 4x die Note 5 (Mangelhaft) erreicht hat und die Klasse 8 nicht ein zweites mal wiederholen darf. Er hatte jeweils eine 5 in Kunst, Musik, Sport und Religion. In den anderen Fächern stand er dagegen zwischen 1 und 2 (auch in den bilingualen Sachfächern in Französisch), lediglich in Chemie war es eine 3, da er da mit dem Aufbau von den Experimenten nicht so gut zurecht kam.

Somit musste er nun die Klasse 8 auf der Hauptschule besuchen. Dies macht er seit dem Sommer, also nach den Sommerferien des derzeitigen Schuljahrs. Seine Noten in den Hauptfächern sind an der Hauptschule nun schlechter geworden bzw. schlechter angekündigt., als am Gymnasium. Hier ist er in den Fächern sehr unaufmerksam. So soll er nun auch in Deutsch oder Mathe eine 4 bekommen. In Mathe hat er bei einem Test geschrieben: "Warum soll ich so einen Kinderkram bearbeiten? Ich will lieber folgendes bearbeiten", worauf dann eine recht komplizierte Mathematikaufgabe gelöst wurde, die weit über den geforderten Fragen herausging. Weiterhin ist auch das Fach Arbeitslehre problematisch. Bei Religion und Sport würde er wohl zwischen 3 und 4 stehen. Zu Kunst kann nicht viel gesagt werden, da das Fach aus Personalmangel und Krankheit oft ausgefallen ist; Musik stand in diesem Halbjahr nicht im Angebot an der Realschule.

Also in den Problemfächern bekommt er (soweit es sich bislang beurteilen lässt) bessere Noten, aber die doch wichtigen Fächer werden nun schlechter bewertet.

Was kann man machen? Ich denke mal, er fühlt sich unterfordert an dieser Schule. Bei anspruchsvolleren Aufgaben ist er voll motiviert, aber nicht bei den Aufgaben die sie momentan bearbeiten. Die Lehrer meinen aber, dass er die Aufgaben entsprechend dem Hauptschulniveau bearbeiten muss, wenn er bessere Noten will.
Somit können die Lehrer (der Hauptschule) ihm nicht helfen, und meinten eigentlich er müsste wirklich auf eine höhere Schule gehen, doch von der musste er ja runter (und die Realschule vor Ort (die einzigen, die mit ÖPNV zu erreichen ist), hat ihn wegen der Sprachreihenfolge am Gymnasium nicht aufgenommen.

Welchen Tipp habt ihr?
 

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weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Das klingt tragisch.

Ich kenne das ähnlich. Meine Tochter ist auch auf dem Gymnasium gescheitert und hatte dann in der FOS/ Berufsschule starke Anpassungsprobleme. Da nützt es auch nix, wenn einem immer wieder bescheinigt wird, dass aber sehr zu merken ist, dass das eigentlich ein Gymnasialkind ist. :rolleyes:

Mir fällt auf, dass seine schlechten Noten nur in den weichen Fächern ist. Wie kommt das? Und das war nicht abzuwenden?

Aber was solls, ist eh vorbei.

Eine Idee habe ich auch keine. Ich kann mir vorstellen, dass es für Deinen Sohn sehr frustrierend sein muss. Meine Tochter hat auch immer gejammert. Andererseits konnte ich mir ein "Siehste :D" immer nicht verkneifen.

Ich will Dir nur Mut machen. Wenn Dein Sohn begabt ist, wird er seinen Weg machen. Dreht eben ein paar Extra-Runden, geht Umwege. Jetzt heißt es zum Beispiel für ihn eher lernen, sich mit Gegebenheiten abzufinden und zu akzeptieren, dass man nicht immer das kriegt, was man will. Wenn er es davor nicht geschafft hat, sich den Hintern aufzureißen, muss er eben jetzt den Hauptschulstoff aushalten. Meine Tochter meint jetzt immer, dass ich recht hatte und sie sich auch ärgert, damals so bockig gewesen zu sein und versteht sich selber nicht mehr. Aber egal. Dafür pubertieren sie. Der Sohn einer Kollegin hat dann sein Abi in der Abendschule nach gemacht und gerade seinen Master abgeschlossen. Zeitaufwändig und anstrengend, aber wenn den Kids der gerade Weg nicht möglich ist, ist es eben so.

Andere erreichbare Schulformen gibt es bei Euch nicht? Ein Internat wäre keine Alternative?
 

Möpp Mööp

Mitglied
Er hatte jeweils eine 5 in Kunst, Musik, Sport und Religion.

In Mathe hat er bei einem Test geschrieben: "Warum soll ich so einen Kinderkram bearbeiten? Ich will lieber folgendes bearbeiten", worauf dann eine recht komplizierte Mathematikaufgabe gelöst wurde, die weit über den geforderten Fragen herausging.
Wundert mich irgendwie nicht. Kunst (ausgenommen Kunstgeschichte), Musik, Sport und Ethik/Religion waren auch für mich immer Fächer, die ich völlig unnütz und langweilig fand. Leider kommt man da ja aber nicht herum, will man einen einigermaßen guten Abschluss machen.

Dein Sohn scheint eine Begabung für Naturwissenschaften zu haben. Logisch, dass er da an der Hauptschule völlig unterfordert ist und es nicht einsieht, diesen Kinderkram machen zu müssen.

Gibt es denn wirklich keine andere Schule, die ihn aufnehmen könnte? Selbst, wenn er einige Kilometer mit dem Zug fahren müsste, wäre es doch allemal besser, als ihn in einer Schule zu lassen, wo er am Ende noch schlechter (oder gar nicht) abschneidet als an der letzten. Bis zu 1,5 Stunden mit dem Zug zu fahren halte ich für annehmbar, das haben viele an meiner Schule auch machen müssen.

Mit der jetzigen Situation tut ihr eurem Sohn keinen Gefallen. Auch Unterforderung kann zu Depressionen und Selbstmordgedanken führen, im schlimmsten Falle. Bitte schaut nach einer anderen Schule und redet ihm ins Gewissen, dass er sich durch die Nebenfächer durchbeißen muss, auch wenn er nicht will. Nicht alles im Leben kann Spaß machen. Er kann natürlich auch im Nachhinein noch Abi machen, an der Abendschule oder dem beruflichen Gymnasium, aber auch die verlangen einen bestimmten Notendurchschnitt und nehmen nicht jeden. Es liegt alles an ihm.

Alles Gute :blume:
 
Zuletzt bearbeitet:

Kannja

Aktives Mitglied
Hallo,

mein Sohn musste im Sommer diesen Jahres das Gymnasium verlassen, da er wieder 4x die Note 5 (Mangelhaft) erreicht hat und die Klasse 8 nicht ein zweites mal wiederholen darf. Er hatte jeweils eine 5 in Kunst, Musik, Sport und Religion. In den anderen Fächern stand er dagegen zwischen 1 und 2 (auch in den bilingualen Sachfächern in Französisch), lediglich in Chemie war es eine 3, da er da mit dem Aufbau von den Experimenten nicht so gut zurecht kam.

Somit musste er nun die Klasse 8 auf der Hauptschule besuchen. Dies macht er seit dem Sommer, also nach den Sommerferien des derzeitigen Schuljahrs. Seine Noten in den Hauptfächern sind an der Hauptschule nun schlechter geworden bzw. schlechter angekündigt., als am Gymnasium. Hier ist er in den Fächern sehr unaufmerksam. So soll er nun auch in Deutsch oder Mathe eine 4 bekommen. In Mathe hat er bei einem Test geschrieben: "Warum soll ich so einen Kinderkram bearbeiten? Ich will lieber folgendes bearbeiten", worauf dann eine recht komplizierte Mathematikaufgabe gelöst wurde, die weit über den geforderten Fragen herausging. Weiterhin ist auch das Fach Arbeitslehre problematisch. Bei Religion und Sport würde er wohl zwischen 3 und 4 stehen. Zu Kunst kann nicht viel gesagt werden, da das Fach aus Personalmangel und Krankheit oft ausgefallen ist; Musik stand in diesem Halbjahr nicht im Angebot an der Realschule.

Also in den Problemfächern bekommt er (soweit es sich bislang beurteilen lässt) bessere Noten, aber die doch wichtigen Fächer werden nun schlechter bewertet.

Was kann man machen? Ich denke mal, er fühlt sich unterfordert an dieser Schule. Bei anspruchsvolleren Aufgaben ist er voll motiviert, aber nicht bei den Aufgaben die sie momentan bearbeiten. Die Lehrer meinen aber, dass er die Aufgaben entsprechend dem Hauptschulniveau bearbeiten muss, wenn er bessere Noten will.
Somit können die Lehrer (der Hauptschule) ihm nicht helfen, und meinten eigentlich er müsste wirklich auf eine höhere Schule gehen, doch von der musste er ja runter (und die Realschule vor Ort (die einzigen, die mit ÖPNV zu erreichen ist), hat ihn wegen der Sprachreihenfolge am Gymnasium nicht aufgenommen.

Welchen Tipp habt ihr?
Oje... das ist ja eine ganz blöde, verzwickte Situation! Dass Dein Sohn auf dem Gymnasium wegen 4 Nebenfächern sitzen geblieben ist, jedoch ausgerechnet in den Hauptfächern dagegen so gut war, habe ich noch nie von einem anderen Schüler gehört. Gerade diese Nebenfächer wären doch ganz einfach in den Griff zu bekommen, wenn Dein Sohn doch in den viel schwereren Hauptfächern den Leistungsanforderungen gerecht werden konnte. Mir scheint er legt einfach eine komplette Verweigerungshaltung gegenüber den Dingen die ihn nicht interessieren an den Tag? Liegt es daran? Für mich klingt es so. Gerade in Kunst und Sport kann man doch eigentlich nur bei kompletter Verweigerung eine 5 bekommen. An mangelnden Fähigkeiten kann das nicht liegen! Umso tragischer, dass Dein Sohn jetzt schon so abgerutscht ist und ihm damit vieles für seine Zukunft sehr erschwert wird. Das hätte ja in seinem Fall absolut nicht sein müssen.

Es wäre ratsam einen Psychologen aufzusuchen. Irgendwie gibt es in Deinem Sohn ja ein wichtiges Problem was zu seinen schlechten Schulnoten führt und ich denke dem müsst Ihr dringend auf den Grund gehen und diese Abwärtsspirale stoppen, bevor er am Ende sogar ohne Schulabschluss dasteht. Ganz ehrlich, auch ein Hauptschulabschluss ist ja heute leider schon ein echtes Problem, wenn es darum geht einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Wieso ist Dein Sohn nicht auf der Realschule? Das wäre doch eigentlich die normale Reihenfolge nach dem Gymnasium gewesen. Ok, die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln mag schwierig sein, aber dafür lässt sich doch eine Lösung finden. Ich bin mir sicher, dass es sogar gesetzlich einen Anspruch gibt eine Realschule zu besuchen,, sofern dem nur die Entfernung entgegen steht. Soll heißen: Eventuell können da die Kosten für ein privates Schulbusunternehmen o.ä. von der zuständigen Behörde übernommen/gefordert werden.

Eventuell wäre es eine Möglichkeit ihn auf eine Gesamtschule wechseln zu lassen, damit er dort wieder mehr Chancen, auch auf ein höheres Anspruchsniveau hat? An Gesamtschulen gibt es ja i.d.R. Kurse mit verschieden hohen Leistungsanforderungen in den Hauptfächern und diese können je nach erbrachter Leistung auch nach oben oder unten gewechselt werden. So hätte Dein Sohn vielleicht wieder etwas mehr Anreiz, würde sich mehr gefordert und nicht so abgestempelt fühlen. Er hätte dann auch die Möglichkeit doch noch einen guten Schulabschluss zu erreichen oder sogar nach der 10. Klasse in die Oberstufe zu gehen, sofern er bis dahin wieder gute Noten erreichen könnte. Es wäre zumindest nicht jetzt schon alles so endgültig wie an einer Hauptschule... Ich nehme an dass ihn das Wissen momentan nur einen Hauptschulabschluss erreichen zu können nun auch zusätzlich demotiviert. Bitte nicht falsch verstehen: Ich meine das keinesfalls herablassend gegenüber Menschen die einen Hauptschulabschluss haben!!! Es ist ja nur leider so, dass Arbeitgeber Hauptschülern heute kaum noch eine Chance geben und dass es somit mit Hauptschulabschluss extrem schwer ist einen Ausbildungsplatz zu finden. Leider! Und das wissen ja sicher auch schon die Kinder. Bestimmt macht dies vielen Hauptschülern auch Angst und Hoffnungslosigkeit. Wie gesagt, ich fürchte, dass sich genau dies sehr negativ auf die Lernmotivation auswirkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast/Mirko

Gast
@Gast von heute 9:45: Die Realschule hat ihn nicht aufgenommen, weil dort mit Englisch angefangen wird. Mein Sohn aber sm Gymnasium mit Französisch angefangen hat.

@Pepita/all: Wie es zu den 5en kam? Dazu folgendes:

Nun, in Sport ist der Lehrer nach einer Wertungsliste vorgegangen und in Schwimmen und Leichtathletik, also den geforderten Leistungstest die Zeiten erreicht, die einer 5 entsprechen.
In Musik sollten da Noten in den Tests erkannt werden, oder welche Musikinstrumente in einem vorgespielten Stück vorkamen. Die wurden ebenfalls mit 5 bewertet.
Für Kunst gilt ähnliches. Hier hat er bei den meisten Bildern eine 5 von seiner Lehrerin erhalten. Nun ja, auf eine Frage, wieso er bei seinen Bild die Farbe rot oder nicht grün oder orange benutzte, sagte er nur: "Weil es mir so gefällt". Die Lehrerin wollte mit der Frage dann jedoch bezwecken, dass rot für Liebe, etc. und grün für Hoffnung, etc. steht. Das sind dann Antworten, auf die er so nicht kommt (zumindest nicht bei so einer allgemeinen Fragestellung) und auch Gründe dafür, dass er die "schlechten künstlerischen Leistungen", wie es die damalige Lehrerin formulierte, nicht ausgleichen konnte, um eine 4 zu erreichen.

Bei Religion hat er in beiden Schuljahren zwei Referate verhauen, im zweiten Schuljahr ist Religion oft ausgefallen, so dass auch hier nur die Referaet herangezogen werden konnte.

@Kannja: Bzgl. Bezüglich der Entfernung und der Realschule war ich beim Jugendamt und beim Schulamt und hab auch einen offiziellen Bescheid bekommen, dass das Fahrgeld für Taxi zu einer anderen Schulen nicht übernommen werden kann. (Widerspruchsfrist ist nun natürlich schon längst abgelaufen). Die geforderten Aufgaben hat er gemacht, allerdings halt seine Noten wurden - wie oben beschrieben - nicht besser als 5 bewertet. (Ich find seine Kunstbilder zwar recht merkwürdig, aber das finde ich von manch anderen Bildern und "Kunstwerken", die man in manchen Museen bestauen kann, auch).

Problem ist beim Wechsel auf eine Realschule halt, dass er Englisch vertieft erst seit der 7. und noch nicht seit der 5. hatte. (Es war ein G9-Gymnasium). Wie gesagt, mit den Schulpyschologen an der Hauptschule haben wir schon gesprochen, und die meinen auch, dass er auf jeden Fall eine höhere Schulform benötige.

Ich hab auch schon mit anderen Schulen in der weiteren Umgebung telefoniert. Lediglich eine Realschule nimmt Schüler mit Französisch als 1. Fremdsprache auf, die ist aber dann mit dem ÖPNV aufgrund der Anschlüsse 4 Stunden pro Strecke entfernt, obwohl man diese Strecke mit dem Auto in 1 1/2 Stunden bewältigen könnte, doch in unserer Familie hat niemand einen Führerschein, der ihn hinbringen könnte.

Ein Mitarbeiter der Stadt meinte, dass man eine Wohnung für ihn ggf. übernommen (bis so ca. 500, 600 €/monatlich) werden könnte. Allerdings wäre er dann ganz ohne Betreuung, was wir als Eltern und auch mein Sohn nicht möchte.
Mit Internat könnten wir ggf. leben, aber hier ist dann auch die Kostenfrage (wir selbst könnten da nichts finanzieren.

Internate werden auch nicht übernommen, da die teurer als 500 oder 600 € im Monat seien. Wenn es ein Internat gäbe, das weniger als 500 € verlangt, könnte ggf. eine Kostenübernahme erreicht werden, solange dies nicht zu weit entfernt sei. (Wahrscheinlich dürften dabei Rheinland-Pfalz, Saarland, und in NRW die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf in Frage kommen). Mir ist in diesem Bereich kein Internat für 500 oder 600€ bekannt.

Gruß

Mirko / Threadstarter

PS: Danke für eure bisherigen Antworten.
 

Bierdeckel111

Aktives Mitglied
Tja liebe TE an dem Lebensumstand deines Sohnes sieht man mal wieder wie scheisse das Bildungssystem in Deutschland/Österreich ist. Ich habe genauso eine ähnliche scheisse durchgemacht. 4x in der Schule sitzen geblieben, 2 Jahre dazu noch verloren wegen des Bildungsinstitutesunterschiedes und dann noch 3 Jahre im Studium vergeigt. Macht 9 Jahre die ich verloren habe. Und was habe ich davon? Ich habe außer die Matura (Abitur) garnichts. Normalerweise hätte ich mit meinem Leben einen Master verdient und einen Orden obendrauf. Ich bin aber ebenfalls nicht dumm genauso wie dein Sohn. Es war halt so, dass mir irgendwann die Schule zuviel wurde und dann noch dazu das Mobbing in den Klassen, dass Lehrer an mir rumhakten und die anderen Umstände die ich hatte wie, dass ich in Wien in einem Ghetto lebte und mich nichtmal raustraute und später dann von meinem Stiefvater misshandelt wurde. Außerdem wurde ich immer ausgegrenzt weil ich Autist bin. Ich hatte auch seit ich in der Oberstufe sprich wo das Sitzenbleiben anfing auch keine richtigen Freunde mehr im echten Leben.

Wie dem auch sei. Ich kann dir nur raten, dass du mit deinem Sohn redest und ihm sagst, dass auch wenn er unterfordert ist die Hauptfächer bestehen soll. Danach kann er noch immer in der Oberstufe wieder ins Gym kommen oder wo anders hin. Auch Nachhilfe könntest du ihm gegebenfalls besorgen. Von Internaten halte ich nichts. Ich war nur eine Woche in einem schulinternen Internat und ich hatte dazu überhaupt keine Lust. Selbst wenn ich Milliardär wäre würde ich meine Kinder sollte ich jemals welche mal haben nie in ein Internat schicken.

Desweiteren wollte ich noch schreiben, dass grade die Nebenfächer Religion und Sport eine 5 in Österreich garnicht möglich wäre. Also in Reli bekommt jeder eine 1 egal was derjenige macht. Schade, dass ihr nicht in Österreich lebts. Vielleicht wäre dann dein Sohn durchgekommen obwohl man es nicht weiß siehe an meinem Beispiel.
 
G

Gast-Mirko

Gast
So, nun geredet haben wir ja schon recht viel mit unserem Sohn. Es fehlt ihm innerhalb des Unterrichts an Herausforderungen!

Auch heute hat er wieder eine 5 nach Hause gebracht, diesmal in Bio, da er die gestellten Fragen in Französisch beantwortet hat und somit lediglich für Antworten, bei den Zahlen zu schreiben waren Punkte erhalten.

Seine Antwort darauf: "Nun, wenn ich nicht gefördert werde, müssen halt die Lehrer gefördert werden. Außerdem steht nirgends in der Aufgabenstellung , dass die Antworten in Deutsch zu beantworten seien". (Soweit ich es beurteilen kann, wären die Antworten fachlich wohl großteils richtig gewesen)
 
G

Gast

Gast
Ich vermute dahinter eher eine Hochbegabung..
Diese kann man sich nach erfolgreichen Tests sicher attestieren lassen. Mit dem Attest in der Hand kann man wiederum an bestimmte Schulen herantreten. Es gibt doch Gymnasien speziell für den naturwissenschaftlichen Bereich.

Allerdings: Ob Hochbegabung oder nicht, in der Schule muss man leider durch alle Fächer durch. Daher muss unbedingt an seiner Disziplin gearbeitet werden. Weder Schule, Beruf, noch das Leben an sich ist ein Wunschkonzert..

Gibt es einen Mittlere-Reife-Zweig auf seiner Hauptschule? Von dort aus kann er auf eine Fachoberschule (Technikzweig) wechseln, dort sein Abitur nachholen und anschließend Mathematik/Informatik studieren und sich mit höherer Mathematik beschäftigen :)
 
G

Gast

Gast
Hallo,

wie kam es zu den 5ern in den Nebenfächerm? Normalerweise lässt keine Lehrerkonferenz einen Schüler sitzen, bzw. die Schulform wechseln, weil er in Kunst oder Sport nicht mitmacht.
Was ist am Gymnasium vorgefallen? Glaub mir, den Jungen wollte man unbedingt von der Schule haben. Die Frage ist, warum? Und warum blieb er bereits einmal sitzen?
Hat er sich verweigert? Gab es tätliche Auseinandersetzungen?
Den Jungen wollte man unbedingt von der Schule haben? Nachdem er das zweite Mal nicht wiederholen konnte? :D :D :D
Pepita, es gibt Regeln im Leben und im Schulsystem. Der Junge ist nicht bösartig oder hat was angestellt. Er hat schlechte Noten. ;)


@TE:
Die Lehrer können ihm auf Fragen, die er nicht beantwortet hat, leider keine Punkte geben, auch wenn er noch so komplizierte Gleichungen vorführt.
Kannst du nicht mit ihm reden und eine Abmachung treffen, dass er die Aufgaben trotzdem lösen soll und allen zeigen, was er drauf hat, so als Ansporn?

Ich kann Bierdeckel nur Recht geben. Es läuft manchmal was schief und das deutsche Schulsystem tritt einem dann dank Regelungen in den Hintern.

Rede mit deinem Sohn über Probleme, greif ihm unter die Arme, aber versuch vor allem wie mit einem Erwachsenen mit ihm zu reden.
Jetzt zu sagen, dass er sich nicht genug anstrengt und ihm Verbote oder Vorschriften zu machen, macht das alles nur noch schlimmer.
Dabei geht jegliche Motivation flöten, man bekommt das Gefühl, nicht gut genug für die Ansprüche der Eltern zu sein, nicht geliebt zu werden und hält sich nach und nach selbst für einen Versager.

Viel besser ist es, gemeinsam einen "Schlachtplan" auszuarbeiten, wie oben schon gesagt.
Er ist unterfordert und lässt sich das auch etwas raushängen, wenn man die Mathearbeit betrachtet.
Das gilt es zu verlagern.
Keine provozierenden Sprüche und Vorführungen mehr, stattdessen soll er versuchen, so schnell es geht alles richtig zu rechnen und dann Bescheid zu geben. Das "pusht" auch. ;)

In den Nebenfächern vielleicht einfach mal mit hinsetzen, wenn er Referate vorbereitet.
In Kunst z.b. könntet ihr ohne dass der Lehrer davon weiß, gemeinsam ein super Referat ausarbeiten, über ein modernes, aber doch Anspruchsvolles Thema, dass auch ihm gefällt (z.b. Street-Art oder ähnliches) und dann im Unterricht fragen, ob er eines halten darf, um die Note zu verbessern.
Solche freiwilligen Leistungen sind immer gerne gesehen und können ganz schön nachhelfen.

Unternehmt auch in der Freizeit viel, mit Unterrichtsbezug, was aber dennoch interessant ist und Unterhaltungswert hat.
Das reizt ihn vielleicht auch etwas an. :)
 

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