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Am Ende bin ich nur ich selbst ...

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Gast

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Liebe/-r Leser/-in,

wenn dich dies erreicht, weiß ich nicht, ob es noch Sinn und Zweck hat darüber zu sprechen. Vielleicht hat sich alles von selbst gelöst, vielleicht hat mein Körper die Kraft, die mein Geist nicht aufbringen kann.

Aber ich will dir meine Geschichte erzählen. Eine Geschichte ohne Anfang, aber an dessen Ende die Einsicht „am Ende bin ich nur ich selbst …“ steht. Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist oder auch nicht, aber ich fühle mich eher zu Männern hingezogen und es hat damals und auch noch heute große Probleme mit meinen Eltern gegeben. Aber dies ist nicht das eigentliche Problem, das grundsätzliche Problem bin ich. Mein erster Freund war mysteriös, toll, er war anders, er war so wie ich sein wollte, vielleicht habe ich mich deshalb in ihn verliebt. Es war eine wunderschöne Zeit mit ihm, aber er hat mich bewundert und hat sich mir angeglichen in der Sprache, im Denken, im Handeln. Fragt mich nicht, was mich dazu trieb, aber ich habe Schluss gemacht, es war kein Reiz mehr für mich da …

Bald darauf lernte ich eine tolle Person kennen, meinen jetzigen Freund. Er vereint wie mein ehemaliger Freund auch die Eigenschaft des mysteriösen mit dem Gefühl, dass ich er sein will. Ich will nicht ich sein, ich mag weder diesen Körper, noch dieses Charakter, ich mag nichts, jeder Haut noch Haare, weder Verstand noch meinen Geist. Ich hasse mich dafür, dass ich Sachen weiß, die andere nicht wissen. Ich hasse mich wenn ich mich sehe. Ich hasse mich für meine Eltern zu denen ich nicht passe. Ich hasse alles an mir. Ich will nicht ich sein. Ich will jemand anders sein, jemand wie mein Freund …

„Unzufriedenheit“ steckt in mir. Soviel von diesem Gefühl, dass ich weiß Gott wie oft schon über Selbstmord nachgedacht habe, aber dafür bin ich zu schwach, dafür hänge ich zu sehr am Leben. Aber ich will auch nicht so weiterleben. Ich hasse mich und mein Leben und wenn ich könnte ich würde es zerstören …

Ich habe im ersten Absatz davon gesprochen, dass es möglicherweise bald soweit ist, dass sich diese Probleme lösen. Vielleicht lösen sich dadurch, dass mein Körper über meinen Geist triumphiert.
Ich leide an einem Tumor, die Heilungschancen sind 50:50, also mit großer Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass ich geheilt werde, aber ist es das was ich will? Ich sehe mich so sehr, mich aus diesem Körper, diesem Geist zu befreien … ich sehne mich so sehr nach dem Tod. Er ist kein Übel für mich, er ist wie die Ziellinie, die ich überschreiten will, aber irgendetwas hält mich zurück. Dieses etwas ist dieser animalischer Überlebenstrieb, der mich nicht sterben lässt, der mir die Hoffnung einpflanzt ich könnte wie in Andersens Märchen zum schönen Schwan werden (in jederlei Hinsicht) …

Das Schlimmste aber für mich ist die Tatsache, dass ich nicht weiß, ob ich meinen Freund liebe, oder ob ich ihn nur „liebe“, weil ich er sein möchte und wenn er dann gewisse Sachen von mir übernimmt, dass ich dann wieder sozusagen mich erkenne und dann alles zerstöre …

Ich weiß nicht wie das möglich ist, aber ich hasse mich abgrundtief. Ich fühle mich so leer, so unzufrieden mit mir, mit meiner Situation (ich kann und darf nicht dort studieren wo ich will, weil meine Eltern es nicht aufbringen können bzw. weil meine Mutter mich immer unter Kontrolle haben will) … ich hasse es am Leben zu sein und doch bin ich zu feige diesem etwas, das sich ich nennt ein Ende zu setzen …
Ich will nicht ich sein …
Ich will nicht ich selbst sein …
 

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L

lisette gabelstapler

Gast
aber wenn du nicht du wärst, würdest du auch nicht den lieben, der du gern wärst.

der, der du gern wärst, ist schon ein teil von dir, weil du ihn liebst, weil du ihn "er-funden" hast! wenn du also deinen freund liebst, dann musst du auch dich selbst lieben!

außerdem: vielleicht liebt dein freund dich aus dem gleichen grund: weil er gern so wär wie du! dann müsstest du doch allein froh sein, du selbst zu sein, weil dein freund dich deshalb liebt!!
 
G

Gast

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Woher kommt diese Ablehnung?
* Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich nicht ich selbst sein will und dass ich mir aber nicht entkomme ... vielleicht weil ich mit mir unzufrieden bin, weil ich nie erreiche was ich erreichen will ... ich weiß es nicht, das einzige was ich weiß ist die tatsache, dass ich nicht ich sein will

Wie müsste dieser jemand sein?
* ich weiß es nicht, nur er dürfte nicht so sein wie ich bin. Ich mag nichts an mir ...
 

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