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Am Abend werden Faule fleißig ....

Wunderbar

Aktives Mitglied
..... so sagte meine Mutter sehr oft von sich.
Jetzt habe ich mal wieder so eine Phase,wie ich sie so oft bei ihr beobachtete.
Ich würde mich niemals als faul bezeichnen,eher antriebslos und das ist ein Zustand,den ich nicht akzeptieren möchte/kann.
Genug zu tun hätte ich,aber null Lust dazu.Es ist oft so,dass rings um mich Unordnung ist und ich nicht in der Lage bin aufzuräumen.An manchen Tagen packt mich gegen Abend dann die Lust und ich fange an,zumindest einen Teil meiner Arbeit zu erledigen.
Ich lebe alleine,bis auf manche Wochenenden,da kommt meine behinderte Tochter.Sogar vor ihr schäme ich mich und kriege es trotzdem nicht auf die Reihe.
Es wird ja oft geschrieben,dass eine Depression der Auslöser dieser Antriebsschwäche sein kann.
Gut,Depressionen begleiten mich schon ca.vierzig Jahre.Medikamentös bin ich,so behaupte ich einmal,gut eingestellt.Ich erlebe keine Traurigkeit mehr oder Reizbarkeit, Angst,missmutige Stimmungslage.Dafür aber ständige Müdigkeit,großen Appetit,vor allem auf Süsses,dadurch natürlich Gewichtszunahme.
Dass ich hier keinen ärztlichen Rat bekomme,ist mir bewusst,aber vielleicht hat die/der Eine oder Andere ähnliche Probleme.

Bitte "bestraft" mich nicht mit Sätzen wie :
"Stell`dich nicht so an".
"reiß dich zusammen"
"du bist zu faul,etwas zu ändern" oder ähnliches

Wir sind hier in einem HILFE-Forum,in dem ich erwarte,dass man einfühlsam miteinander umgeht.

Dies ist ein Thema,bei dem die/der Betroffenen keine schroffen Antworten verträgt.

Danke an alle,die einen Beitrag dazu schreiben.
 
G

Gelöscht 119064

Gast
Mir geht es mit dieser ständigen Müdigkeit und Antriebslosigkeit ähnlich.

Ich halte es für einen latenten depressiven Zustand.
Hinzu kommt bei mir Einsamkeit.

Medikamente nehme ich nicht.

Ich halte dann Selbstgespräche:
Wozu aufräumen? Es kommt ja niemand.
Wozu die Waschmaschine anwerfen? Die kann doch morgen laufen.
Und Ähnliches.

Aber seltsam:
Manchmal reißt es mich plötzlich hoch: Wenn Du jetzt wenigstens das und das noch machst, dann geht es dir besser.
Und tatsächlich: so ist es dann auch.
'Bin ich nicht toll'? <-- denke ich.
Und dann geht es mir noch besser.

Nun ja, so lange es anhält.
Dann bin ich wieder müde.
Und resigniert: 'Ich bin eben so. Es stört ja niemanden. Allenfalls mich selbst.'

Na und?
Es belästigt -, aber man stirbt ja nicht daran <--- "Rettungsleine" Fatalismus.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

vielleicht solltest du mal das Medikament wechseln.

Ich gehe davon aus das du ein Antidepressivum nimmst.
Deine negativen Nebenwirkungen sprechen dafür.
Vielleicht wäre ein Antriebssteigerungs AD besser für dich.

Sprich einfach Mal mit deinem Arzt darüber.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,
na ist das denn ein Problem für dich? Ich bin abends auch viel aktiver als tagsüber und es stört mich nicht. Auf diesen Spruch würde ich nichts geben, denn die Leistungskurve jedes Einzelnen ist doch unterschiedlich. Wenn es dich also nicht stört, ist es egal.

LG,
SFX
 
G

Gelöscht 119064

Gast
WENN wir schon von Medikamenten "reden", dann solltest Du zuerst einmal Deinen Serotonin-Spiegel messen lassen.
Ist der zu niedrig?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Knirsch

Aktives Mitglied
Ich habe auch verschiedene Phasen, wo ich vor allem abends viel machen kann und sonst nur tue, was wirklich notwendig ist. Wieso denn nicht?
Wenn aber ein Leidensdruck besteht, wird man nicht am Gang zum Arzt vorbeikommen. Oder du erwägst ein vernünftiges Morgenritual, um in die Gänge zu kommen. Richtig gutes Frühstück, ein Spaziergang an der Sonne. Manchmal schaffe ich das, dann geht es auch untertags.
 
A

Alleinerziehende Nachteule

Gast
Klingt nach einer undiagnostizierten AD(H)S.

War bei mir genau gleich, ich wurde jetzt mit 36 diagnostiziert.
Lass dich mal testen.
 

Wunderbar

Aktives Mitglied
Hallo und vielen Dank für Eure Antworten.
Am 30. August habe ich endlich einen Termin beim Neurologen.
Bei meiner Hausärztin war ich und sie hat gemeint,die Dosis Venlafaxin etwas zu erhöhen.Da möchte ich aber lieber abwarten was der Facharzt dazu sagt.Auch werde ich um Messung des Serotonin Spiegels bitten.
Ich wünsche mir,dass sich der Zustand bald ändert und ich mich meine positive Energie zurück bekomme.
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Ich bin auch eine von den Faulen, die abends munter werden.

Aber was nützen die Selbstvorwürfe und was nützt es, die Uraltsätze der Mutter immer wieder innerlich anzuhören?

Vielleicht macht es Sinn, sich erst mal aus dem Bannkreis der alten Glaubensätze und Verurteilungen zu befreien?

Erst mal den Druck, die Scham und den Widerstand herauszunehmen.

Und Freude, Stolz und Leichtigkeit Raum zu geben.

Es ist doch toll, wenn trotz Antriebslosigkeit am Abend noch was gelingt!
 

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