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Alter Schmerz kommt wieder hoch

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Gast_J90

Gast
Hallo,

ich hoffe das hier ist das richtige Unterforum, ich war mir ziemlich unsicher bei der Wahl.

Was ich möchte... eigentlich weiß ich das noch gar nicht so genau, vielleicht sollte ich erst mal erklären, wer ich bin und was ich hinter mir habe.

Ich bin 25 Jahre alt und mache seit einigen Jahren eine Psychotherapie, die sehr gut hilft. Momentan bin ich nur an einem Punkt, an dem so heftige Erinnerungen aus meiner Kindheit hochkommen, dass ich einfach jetzt nicht allein sein möchte. Zum Beispiel hatte ich gestern eine heftige Panikattacke und als ich dann zuhause war und mich ins Bett gelegt habe, kamen Erinnerungen hoch, dass ich wohl als Kind öfters mal mit dem Buch auf den Kopf geschlagen wurde, wenn ich mich fehlverhalten habe. Irgendwie schäme ich mich auch, dass ich darum hier jetzt so einen großen Aufriss mache, weil andere Kinder bestimmt viel härter erzogen wurden aber die Trauer, die da gestern in mir aufgestiegen ist, hat mir irgendwie gezeigt, wie sehr mich das damals wohl mitgenommen hat. Ich konnte die ganze Nacht dann nicht schlafen und ständig haben sich meine Gedanken um Liebe und Gewalt gedreht auch jetzt gerade macht mich das schon wieder so traurig :(

Ich will gerade einfach nicht allein damit sein, weil mir außer meiner Therapeutin keiner einfällt, dem ich mich damit anvertrauen könnte. Und ich spüre jetzt gerade noch den Schmerz von damals in meinem Körper, vor allem in den Beinen.


J.
 

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Gast

Gast
Hallo,
das ist derGrund warum ich keine Therapie mache. Bei mir sind die Dinge im Laufe der Jahre hochgekommen.
Es ist auch umstritten wenn man traumatisiert wurde dann Konfrontationstherapie zu machen.

Fakt ist durch die Therapie kamen diese Sachen raus. Musste das denn sein?

Ich bin nach vielen versuchten Thetapien und Selbsthilfe sehr kritisch geworden.
Letztlich wird mit Deiner Traumatisierung ein Geschäft gemacht und Therapeuten sind verpflichtet Nachweise zu erbringen dass ihre Therapie gefruchtet hat.
Ich finde es kann und darf nicht sein allein gelassen zu werden mit dieser Traumatisierung.
Deshalb meine Bitte um engere Frequenz zu bitten vorübergehend. Einen Klinikaufenthalt würde ich zur Stabilisierung auch empfehlen aber ohne Pilleneinnahme.
Wenn Du ambulant Hilfe suchst auch Selbsthilfegruppen wo es aber auf die Gruppe ankommt und Telefonseelsorge.
 
G

Gast_J90

Gast
Danke für eure Antworten.

Zuerst an Pepita, das mit der Selbsthilfegruppe klingt für mich erst mal sehr befremdlich, habe gar keine Erfahrung damit und auch ziemlich Angst davor mit fremden Menschen hautnah meine Probleme zu teilen. Aber ich werde mal meine Therapeutin drauf ansprechen, vielleicht hat sie ja eine Idee bzw. Kontakte und es würde mir gut tun.

Zu Gast: Danke für das Teilen deiner Erfahrung. Ich selbst habe irgendwann gelernt, dass es das einzig heilsame ist, lange verdrängten Schmerz und Trauer zu durchleben, um wieder glücklich zu werden. Über die Jahre hat sich meine Lebensfreude und -qualität extremst gebessert und ich würde jedem empfehlen, genau den gleich Weg zu gehen und nicht das Alte im Leben zu verdrängen. Mich hat nur jetzt gewundert, wie doch so plötzlich wieder so heftige Gefühle und körperliche Reaktionen hochkamen, ich dachte eigentlich, solche intensiven Sachen sind bei mir durch. Ich freue mich jedenfalls auf den Termin morgen bei meiner Therapeutin und werde auch schauen, dass ich jetzt öfters kommen kann. Das mit der Telefonseelsorge in Krisensituationen hatte ich mir auch schon überlegt, aber ich habe auf den ersten Blick nur sehr teure Nummern bei google gefunden, hat da jemand bessere Möglichkeiten?

Vielen Dank für Eure Hilfe, es tut echt gut einfach zu spüren, dass wer da ist und zuhört

J.
 
G

Gast_J90

Gast
Pepita, danke das ist lieb. Ich fühle mich gerade völlig überrumpelt von diesen Gefühlen... bin gefühlsmäßig gerade um 3 Jahre zurückgeworfen und fühle mich wie nach der Trennung von meiner ersten langjährigen Beziehung :(
 
L

LenaM

Gast
Hey,

auch ich hab Gewalt erlebt. Als Kind teilweise und sogar als Erwachsene Frau. Nicht Du sollst und brauchst Dich dafür zu schämen oder gar schuldig fühlen. Du sollst einfach mal wissen, dass du damit nicht alleine bist. Viele haben solche Erlebnisse und spüren diesen Schmerz, den auch Du spürst. Dadurch, dass Du eine Therapie machst, bist Du schon einmal sehr weit gekommen. Es ist kein langer Weg mehr, bis Du das überwindest. Fühl Dich gedrückt.

LG,
Lena
 

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