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Als 26jähriger weniger Erfahrugen wie die meisten 15jährigen

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Hallo,

die Problematik, die ich im Folgenden schildere scheint für den Einen oder Anderen etwas kurios oder gar lächerlich sein. Für mich ist sie das überhaupt nicht, im Gegenteil.
Seit wenigen Tagen bin ich nun 26 Jahre alt und Zeit meines Lebens Single. Diese Tatsache belastet mich nun seit einigen Monaten so sehr, dass ich mich überhaupt nicht mehr wohl fühle. Zu vergleichen ist das mit Angstzuständen. Ich habe tierisches Herzklopfen, bin aggressiv und schweigsam geworden, obwohl ich das gar nicht will und sonst nie war.
Ich mache mir Sorgen, dass ich nie erfahren darf, was es bedeutet eine Frau zu lieben für sie da zu sein, für sie zu sorgen und mit ihr mein Leben zu teilen.
Doch zunächst ein paar Zeilen die vielleicht eine Erklärung dafür geben, weshalb es soweit gekommen ist. Bis zum Ende der Grundschule hatte ich viele Freunde mit denen ich meine Freizeit verbracht habe. Nach der vierten Klasse verblieb ich als einziger von uns auf der Hauptschule, was für mich seinerzeit ein riesiges Drama war. Hauptschule, die Schule für die Allerdümmsten. Die Eltern meiner einstigen Freunde verwehrten mir dann auch den Kontakt mit selbigen.
In der Hauptschule fing dann das Elend an. Da ich nicht gerade der Begabteste im Fußball war, der Rest der Klasse am Mittag jedoch immer gemeinsam kickte, war ich von nun an alleine. Im Schulsport war ich der, der von den Teams bei der Wahl als letzter gewählt wurde. Zu allem Übel kam noch hinzu, dass ich im Vergleich zu meinen Schulkameraden überdurchschnittlich klein war und gehänselt wurde. Es kam so weit, dass man mich kopfüber in die Mülltonne gesteckt hat. Ich hatte nur noch geheult.
In der Schule lernte ich dann jedoch auch einen guten Freund kennen, der zwar menschlich korrekt war, aber leider auch viel Mist gebaut hat. Er hat mich stets mit Respekt behandelt, eine Erfahrung, die ich lange Zeit nicht mehr haben sollte. Irgendwann zog er dann nach der neunten Klasse weg und ich war wieder allein. Vielleicht war das auch besser so, da ich sonst evtl. Auf die schiefe Bahn geraten wäre.
Nach der Hauptschule holte ich dann binnen zweier Jahre meine mittlere Reife nach. Als Klassenbester war ich auch dort dann natürlich das Opfer und der, den man in den Schrank eingesperrt, oder dessen Mäppchen man aus dem Fenster gekippt hat. Mittags war ich dann mit dem Fahrrad unterwegs, immer häufiger alleine.
In einem fast nur von Männern ausgeübten Hobby fand ich dann neuen Anschluss. Die Leute mit denen ich damals unterwegs war, waren jedoch alle wesentlich älter als ich, und somit übersprang ich in meiner Entwicklung damals die Jugend und die ersten Kontakte zu Mädchen. Ich ging also auch nie in eine Disko oder auf eine Party. Andererseits hatte ich somit auch nie etwas mit Drogen oder krummen Dingen zu tun. Frauen oder eine Freundin hatten/haben diese Personen in der Regel übrigens auch keine.
Nach der mittleren Reife holte ich dann das Abitur nach. Diese drei Jahre waren für mich schulisch betrachtet äußerst hart. Am Wochenende saß ich in der Regel über den Büchern, wobei ich das ab Ende der 12. Klasse das sein gelassen habe, da die Noten ohnehin nie gut waren. Im Gymnasium wurde ich dann zwar nicht mehr gehänselt, wurde aber auch nie zu einer Party etc. eingeladen. Ich war halt nicht der Typ, der sich jeden Freitag besäuft, also ein Langweiler eben. Die meisten der damaligen Klassenkameraden hatten natürlich zahlreiche Kontakte zu Mädels, während ich immer mit zwei anderen Freaks herumgehängt bin. Aber auch hier kam es nach dem Abschluss zu keinen Kontakten mehr. Habe mich zwar bei den Leuten mal gemeldet, Reaktionen kamen dann irgendwann jedoch keine mehr.
In der darauf folgenden Ausbildung erkannten die Kollegen dann auch schnell, wie ich bzgl. Party, Disko und Trinkverhalten ,,drauf bin“. Da ich mit meinem bis dahin erlangten Wissen jedoch einigen Leuten etwas beibringen konnte, wurde ich zumindest in der Berufschule oder im Betrieb akzeptiert. Zu privaten Kontakten kam es aber nie.
Seit Ende der Ausbildung studiere ich nun recht erfolgreich in einem zu 99% von Männern besetzten Studiengang (bin übrigens seit Ende der Hauptschule in der Metallbranche = keine Frauen).Im Studium reden die Leute auch viel mit mir und behandeln mich zum ersten Mal auch wie einen Teil der Gruppe, ein Gefühl, das ich so noch nie hatte. Auch die paar wenigen Kommilitoninnen unterhalten sich mit mir (wenn man das so nenne kann). Mir geht leider schnell der Gesprächsstoff aus und ich bin dabei übertrieben nervös.

Zu meiner Person: Vermutlich als Folge des oben geschilderten Verlaufs meines Lebens bin ich ein sehr schüchterner, zurückhaltender, ruhiger und introvertierter Mensch geworden. Ich bin nicht der, der sich jeden Freitagabend vollaufen lässt, oder der, der jedes Wochenende eine Frau abschleppt. Kein Macho, der Frauen wie ein Objekt behandeln kann. Ich könnte es nie über’s Herz bringen eine Frau zu meinem Spass auszunutzen (wie mir es schon von einem Kommilitonen vorgeschlagen wurde). Frauen sind für mich etwas sehr Kostbares, auch wenn ich nie eine kennen lernen durfte.
Auch wenn man mich oft schlecht behandelt hat, so bin ich nie zu einem egoistischen Ar******** geworden. Im Gegenteil. Ich versuche zu helfen wo ich kann, auch wenn dabei ich irgendwo Abstriche machen muss. Das Wohl des Anderen ist mir wichtiger als das Eigene.
Meine Freizeit verbringe ich meistens im Grünen. Das fördert natürlich nicht das Kennenlernen einer Frau, da man auf weiter Flur in der Regel alleine ist. Sicherlich wird der eine oder Andere mir nun vorschlagen einem Verein beizutreten. Aber das ist nun mal nicht möglich, da ich meiner Meinung nach für alle möglichen Sportarten ungeeignet bin und beim Hinzustoßen zu einer in sich gut bekannten Gruppe sehr ängstlich bin.
In ein paar Wochen findet an der Uni eine Party statt. Man hat mich sogar eingeladen. Ich würde ja auch hingehen, habe aber total Angst davor, da ich noch nie auf einer Party war und nicht einmal weiß, was man auf einer Party macht. Andererseits muss ich da hingehen, nicht dass ich danach wieder ausgegrenzt werde. Was soll ich tun?
Zwar habe ich nicht die Hoffnung gerade dort meine Traumfrau kennenzulernen, aber selbst wenn ich dort ein nettes Mädel sehen würde, ich würde sie ohnehin niemals ansprechen, da ich einfach viel zu viel Respekt vor Frauen habe und viel zu schüchtern bin.
Mit Onlinedating probiere ich es übrigens seit etwa einem Jahr auch eher erfolglos. Mehr als ein paar Chats kamen hierbei bisslang noch nicht zustande.
Es ist für mich wie ein Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr herauskomme.

Was kann eine Person wie ich unternehmen, um in Sachen Liebe und Partnerschaft noch etwas zu ändern? Ich will nicht irgendwann in Einsamkeit sterben.


Vorab vielen Dank und liebe Grüße!

P.S.: Zu einem Psychologen möchte ich deshalb nicht gehen, da ich davor Angst habe, dass er mir sagt, dass das Leben auch ohne eine Frau schön sein kann.
 
Hallo,

kann dich gut verstehen. Es ist so deprimierend, das Leben und die besten JAhre gehen an einem vorbei und man hat das Gefühl man verpasst einfach ALLES!!!!!
 
hey,

Ich kann dir die frage warum dich bis dato niemand wollte nicht beantworten. Aber ich würde Dich gern kennenlernen wenn Du es erlaubst, würde mcih freuen ^-^

Liebe Grüße Sahra
 

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