Alles verloren...

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Gast Anastasia

Gast
Mein Name ist Anastasia und ich bin 15 Jahre alt.
Und hab praktisch alles verloren was ich liebe. Mein bester Freund und seit zwei Jahren auch mein fester ist vor zwei Monaten bei einem Autounfall gestorben, in diesem Auto saßen sein Vater und meine Mutter, unsre Familien waren immer schon eng befreundet. Er und sein Vater verstarben, meine Mutter sitzt seitdem im Rollstuhl. War auch in den Nachrichten, Fernsehen, wurde jedoch meiner Meinung nach viel zu respektlos angezettelt, als wäre es nichts als eine normale Meldung. Und ich kann nicht mehr, stehe jeden Tag vorm Abgrund und wünschte zu sterben ich hasse mein Leben nur noch. Ich liebe Dennis so sehr, er war der, mit dem ich mir meine Zukunft ausgemalt habe, ich wollte ihn heiraten und viele werden sagen "So jung - da weißt du noch nichts von wahrer Liebe", aber bei Dennis und mir war das so ich habe ihn mehr als alles andere geliebt, ein tag ohne ihn war das schlimmste und jetzt vermisse ich ihn jede sekunde. seine mutter ist am ende, macht tausende terapien, sie hat zwei menschen verloren. meine mutter hat zweimal versucht sich umzubringen weil sie mit dem leben im rollstuhl nicht klar kommt, alles im hause dreht sich nur um sie, es ist so kalt bei uns, als lebten fremde miteinander in einem haus. ich bin schon in therapie aber sie bringt mir nichts, ich sitze meistens nur mit leerem blick und nicke aber ich habe keine lust...es ist mittlerweile schon so weit, dass ich fast jeden tag therapie habe, ausgelaugt bin, sodass ich manchmal nicht zur schule gehe und familientherapie haben wir auch, aber das bringt nichts...ich will nicht mehr...es gibt nichts mehr was mich am leben hält...selbst meine besten freunde können diesen unendlichen schmerz wegkriegen...
 

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L

LiebeDich

Gast
Was du/ihr durchmacht, ist wirklich schlimm, schwer und doch musst du wissen, das du sehr stark bist.

Genau das zeichnet dich aus, und genau das solltest du sein: STARK

Helfe deine Mutter, und allen anderen die seelisch verletzt sind, somit auch DIR selbst.

Mache GUT was passiert ist, indem du weiterlebst, und leben rettest.

Was passiert ist war schlimm, aber es ist vergangen, das Leben aber ist ewig, somit auch die Menschen die du verloren hast.

In Wirklichkeit hast du sie nicht verloren, du glaubst es nur.

Wenn dein Freund jetzt zu dir sprechen würde, was würde er sich von dir wünschen?


Er würde dir bestimmt sagen, das du stark sein sollst, das Leben geniessen sollst, und bitte nicht den gleichen Fehler machen sollst.

Wenn du Glücklich bist, ist er es auch.

Versuche auch deiner Mutter klar zu machen, wie wichtig es ist, zu akzeptieren was passiert ist, alles hat eine Ursache und Wirkung.

Es ist schlimm, und niemand verdient so etwas - das stimmt. Aber es ist passiert, damals, vergangen.

Die Erde ist vergänglich, seine Bewohner aber sind EWIG.
 
G

Gast Anastasia

Gast
Wahrscheinlich bist du noch nie an diesem Punkt angelangt, wo man weiß, dass man ein Leben lang nicht mehr glücklich wird. Sei froh drum.
Aber für mich gibts hier nichts mehr, dass einzige was ich will ist zurück zu meinem Freund Dennis und das geht nur durch den Tod.
Meine Mutter liebe ich nicht mehr, keinen aus meiner Familie, ihnen ist es egal wie es mir geht, es dreht sich alles nur um meine Mutter, die ja gelähmt ist und sowas obwohl die Ärzte sagen, es besteht eine Chance, dass sie irgendwann wieder laufen kann. Anstatt sich zu freuen macht sie einen auf wehleidig...ich könnte sie jedes Mal schlagen, so wütend bin ich.
Nie erkundigen sich meine Eltern nach meinen Gefühlen...ich habe ja nur die Liebe meines Lebens verloren und damit meine Lebensfreude...
Ich kann und will nicht mehr...
 

Indianerin

Mitglied
Mein Name ist Anastasia und ich bin 15 Jahre alt.
Und hab praktisch alles verloren was ich liebe. Mein bester Freund und seit zwei Jahren auch mein fester ist vor zwei Monaten bei einem Autounfall gestorben, in diesem Auto saßen sein Vater und meine Mutter, unsre Familien waren immer schon eng befreundet. Er und sein Vater verstarben, meine Mutter sitzt seitdem im Rollstuhl. War auch in den Nachrichten, Fernsehen, wurde jedoch meiner Meinung nach viel zu respektlos angezettelt, als wäre es nichts als eine normale Meldung. Und ich kann nicht mehr, stehe jeden Tag vorm Abgrund und wünschte zu sterben ich hasse mein Leben nur noch. Ich liebe Dennis so sehr, er war der, mit dem ich mir meine Zukunft ausgemalt habe, ich wollte ihn heiraten und viele werden sagen "So jung - da weißt du noch nichts von wahrer Liebe", aber bei Dennis und mir war das so ich habe ihn mehr als alles andere geliebt, ein tag ohne ihn war das schlimmste und jetzt vermisse ich ihn jede sekunde. seine mutter ist am ende, macht tausende terapien, sie hat zwei menschen verloren. meine mutter hat zweimal versucht sich umzubringen weil sie mit dem leben im rollstuhl nicht klar kommt, alles im hause dreht sich nur um sie, es ist so kalt bei uns, als lebten fremde miteinander in einem haus. ich bin schon in therapie aber sie bringt mir nichts, ich sitze meistens nur mit leerem blick und nicke aber ich habe keine lust...es ist mittlerweile schon so weit, dass ich fast jeden tag therapie habe, ausgelaugt bin, sodass ich manchmal nicht zur schule gehe und familientherapie haben wir auch, aber das bringt nichts...ich will nicht mehr...es gibt nichts mehr was mich am leben hält...selbst meine besten freunde können diesen unendlichen schmerz wegkriegen...

Arme, kleine Anastasia!
Dein Schicksal rührt mich zutiefst und was Du erleiden mußtest, ist für Dein zartes Alter viel zuviel... es tut mir so leid für Dich, Deine erste große Liebe so zu verlieren. Eine Trennung wäre auch schlimm gewesen, aber da hättest Du wütend werden können, aber so...
bleibt nur Schmerz.
Es ist erst 2 Monate her... dieser Schmerz wird Dich noch länger begleiten, weil das Begreifen und Bewältigen einfach sehr lange dauert, grade, wenn man noch so jung ist und so einen Schlag des Lebens verkraften muß. Und Deine Mutter... kann Dich nicht trösten und mit Dir trauern, weil sie ihr eigener Schmerz verschlingt...
Nach dem Tod meiner geliebten kleinen Schwester habe ich lange dagesessen und apathisch vor mich hingestarrt, länger als zwei Monate. Die anderen Menschen wollen die alte Person zurück, aber die gibt es nicht mehr. Der Schmerz ist ins Leben getreten und verlangt einen Platz in unserem Sein.
Aber das Leben wird sich nach und nach auch wieder einen Platz bei Dir suchen, irgendwann wirst Du das erste Mal lächeln und darüber verwundert sein, weil Du dachtest, das sei für immer vorbei.
Liebes, schreib, was Dich bedrückt und besorgt, wie es Dir geht, Du brauchst jetzt Unterstützung - vielleicht können wir hier Deine Mutti vorübergehend ersetzen...
Sei ganz lieb in den Arm genommen von Deiner Indianerin
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Liebe Anastasia,

es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Das ist wirklich schrecklich!

Nach nur zwei Monaten ist es doch klar, dass du noch immer leidest und trauerst. Es wäre schlimm, wenn es anders wäre. Der Mensch, den du liebst, ist tot. Da ist der Schmerz groß und man kann und darf das nicht einfach zur Seite schieben.

Es gibt Trauergruppen bzw. Foren im Internet (z.B. Trauerforum, wo sich Menschen treffen, die ebenfalls einen Menschen verloren haben. Vielleicht hilft es dir dich mit anderen auszutauschen, die genau wissen, was in dir vorgeht. Es wird dir auch helfen zu sehen, dass deine Reaktion ganz normal ist und dass es verschiedene Formen der Trauer gibt.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Therapie nicht hilft, dann versuche einen anderen Therapeuten zu finden. Aber ehrlich gesagt, was du im Moment mehr als eine Therapie brauchst ist Trost. Du musst weinen und trauern können. Du brauchst jemanden, der dich in den Arm nimmt und dich einfach weinen lässt. Gibt es einen Menschen, der das leisten kann? Eine gute Freundin?

Der Schmerz in dir muss riesig sein.

Es wird besser, weißt du, aber das wird dauern und ich wünsche dir sehr, dass du bis dahin einen Menschen hast, der dir ein wenig zur Seite steht. Wenn du niemanden in deinem Umkreis hast, dann versuche es mit dem Forum. Dort kann man dir weitere Hinweise geben.


Tuesday
 

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