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Alkoholproblem, wer ist bereit mit mir zu kommunizieren?

Lina_goebel

Mitglied
Hallo, ich habe seid 10 Jahren ein Alkohlproblem und war schon in einer Langzeittherapie. Aber es kam nach 6 Jahren zum Rückfall. Trotz erneuter stationärer und ambulanter Behandlung ( 2,5 Jahre) bin ich gerade wieder "drauf". Und will so schnell wie möglich meine Situation ändern. Grundproblem für mich ist: meine Ehesituation. Ich bin für andere angeblich sehr stark, aber zerbreche an meinem Mann, der immer nur in Situationen die nach außenhin für ihn positv sind, für mich da. Alles andere prallt einfach an ihm ab. Solange ich nicht trinke und/oder funktioniere, ist alles gut. Ihm geht es gut, er kann in seinem Job aufgehen, sein Hobby pflegen und alles ist schön. Doch mal mit mir ins Kino gehen, schwimmen oder ins Museum gehen, oder nur zusammen Musik hören.... och nöö.. interessiert mich jetzt nicht, kostet zu viel Geld, ich muß doch zum Seminar usw. usw.. Tanzen habe ich auch schon verlernt. Mein Angebot, anlässlich der Hochzeit unseres Sohnes doch mal einen Tanzkurs zu besuchen, kam wieder eine Absage. Aber er erwartet von mir, das ich mich intensiv mit seinem Hobby, Feuerwehr, auseinandersetzte (habe vor Jahren sogar die Ausbildung bis zur Truppführerin gemacht!). Und Autos! Um meinen eigenen Bereich zu haben, habe ich vor 6 Jahren eine Umschulung zur Informatikkauffrau gemacht. Habe aber vor 12 Monaten wg. Mobbing gekündigt. Ach, ich weiß nicht mehr weiter. Jeder „normale“ Mensch würde bestimmt sagen, Mädel geh doch! Stimmt! Aber ich würde meine Kinder, Schwiegerkinder, Enkelkind und Schwiegereltern verlieren. Wie und wo sollte ich hin? Ich bin eigendlich nicht auf den Kopf gefallen, aber im Moment weiß ich mir wirklich keinen Rat mehr! Hat hier im Forum einer einen Tipp, eine Idee??
 

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PadraigOfGlencoe

Aktives Mitglied
Hallo Lina,

klingt echt ziemlich besch..... . . . meinst Du denn wirklich, dass, wenn Du gingest (ich sage nicht, mach das), keiner aus Deiner Familie Dich verstünde? Die müssen doch auch mitbekommen, dass Du Dich in Deiner Ehe ziemlich "aufgelöst" hast und Deine Interessen komplett unter den Tisch fallen, oder?

Zum Thema Alk: mein Cousin war ganz heftig in dem Sumpf unterwegs, es sah echt über viele Jahre hin recht übel aus für ihn, und jetzt ist er seit geraumer Zeit trocken und arbeitet und baut sich wieder eine Existenz auf . . . . freut mich jedes Mal, wenn ich miterlebe, wie Leute das packen . . . und das kannst DU auch! Aber es ist natürlich nicht leicht, solange das beziehungstechnische nicht geklärt ist. Wenn Du Deinen Mann direkt auf die Problematik ansprichst, was sagt er denn dann?

Wünsche Dir viel Power und ein gesundes Selbstbewusstsein, damit Dich die Ignoranz um Dich her nicht kleinmachen kann! LG, P.O.G. :cool:
 

karola

Mitglied
Hallo,
ich bin seit 12Jahren trockene Alkohlikerin. Ich hab intensiv mit dem trinken angefangen, in meiner ersten Ehe. Ich bekam in der Ehe Panikattacken, ja und da half mir der Alk das zu ertragen. 1992 ist mein Sohn geboren worden, und ich trank weiter. 1993 entschied ich mich in eine Klinik zu gehen, wegen meine Attacken. Da ist mir brwußt geworden, das ich aus der Ehe raus muß. Ich während meines Kliniksaufenthalt mir eine Wohnung gesucht und hab die Scheidung eingereicht. Es war zwar ein schwerer Schritt, aber ich bin froh das ich es gemacht hab. Du mußt dir mal eine Liste machen, für und gegen deinen Mann. Und als erstes würd ich mir Gedanken machen, ob du evtl. doch noch mal eine Langzeittherapie machst. Ich hab auch 2 Langzeiten gemacht. Du mußt an dich denken.
LG Karola
 
M

Mahdia

Gast
Hallo Lina!

Erstmal finde ich es toll, dass Du bereits versucht hast, Deine Sucht in den Griff zu bekommen. Viele schaffen das ihr Leben lang nicht.

Darf ich fragen ob Du heimlich wieder zu trinken begonnen hast?
Oder haben es andere schon bemerkt?

Das mit Deinem Mann kommt mir aus meiner vergangenen Ehe bekannt vor. Die Einsamkeit, das Hoffen, er wird vielleicht doch mal was gemeinsames unternehmen....und die Enttäuschung, wenn man dann wieder alleine daheim sitzt. Oder nur als "Vorzeigemäuschen" benutzt wird.

Sicher ist es schwer, der Familie die Sucht zu gestehen. Aber warum denkst Du, Deine Kinder und alle verlieren zu können? Denkst Du nicht, dass sie Dich nochmal unterstützen würden?

Ich möchte nicht besserwisserisch rüberkommen, ich kenn Dich ja nicht persönlich :eek:, aber für mich liest es sich, als hättest Du es schon so sehr in Dir drin, für Deinen Mann funktionieren zu müssen, dass Du automatisch Angst hast, Deine Familie enttäuschen zu können.

Doch es ist Dein Leben, Du musst für Dich auf die Beine kommen, für niemand anderen würdest Du mit dem Trinken aufhören...sondern in erster Linie für Dich selbst.

Ich wünsch Dir alles gute!

Liebe Grüße
 
S

SAMUZ

Gast
Hoi Lina

Ich bin A-Typ-Alkoholiker. Das heisst, wenn ich in Depressionen bin und dann trinke, dann kann ich nicht aufhören. Der Kreislauf ins Negative beginnt sich zu drehen.

In Wirklichkeit drehe ich mich in das Feuer des Lebens und des Erfolgs. Ohne Alkohol zu leben ist die reinste Erholung und ein Erfolgsmagnet zum Leben.

Ich wünsche dir viel Gutes und viel Erfolg

Herzliche Grüsse


SAMUZ
 
I

iXmugl

Gast
Aber ich würde meine Kinder, Schwiegerkinder, Enkelkind und Schwiegereltern verlieren.
Ok, ich kann es verstehen, wenn die Kinder klein sind, dass die Familie um des Friedens willen zusammen bleibt. Aber wenn die Leute schomma selber den Löffel halten können, dann ist das Nicht-mehr-betreuen-Dürfen nur ein Vorwand, um den schlimmen, aber vertrauten Istzustand beibehalten zu dürfen und dem Wagnis der Veränderung bequem aus dem Weg gehen zu können.

Angst vorm Altwerden, vor dem Nichtmehrgebrauchtwerden?
 

Lina_goebel

Mitglied
Hallo Lina!

Erstmal finde ich es toll, dass Du bereits versucht hast, Deine Sucht in den Griff zu bekommen. Viele schaffen das ihr Leben lang nicht.

Darf ich fragen ob Du heimlich wieder zu trinken begonnen hast?
Oder haben es andere schon bemerkt?

Das mit Deinem Mann kommt mir aus meiner vergangenen Ehe bekannt vor. Die Einsamkeit, das Hoffen, er wird vielleicht doch mal was gemeinsames unternehmen....und die Enttäuschung, wenn man dann wieder alleine daheim sitzt. Oder nur als "Vorzeigemäuschen" benutzt wird.

Sicher ist es schwer, der Familie die Sucht zu gestehen. Aber warum denkst Du, Deine Kinder und alle verlieren zu können? Denkst Du nicht, dass sie Dich nochmal unterstützen würden?

Ich möchte nicht besserwisserisch rüberkommen, ich kenn Dich ja nicht persönlich :eek:, aber für mich liest es sich, als hättest Du es schon so sehr in Dir drin, für Deinen Mann funktionieren zu müssen, dass Du automatisch Angst hast, Deine Familie enttäuschen zu können.

Doch es ist Dein Leben, Du musst für Dich auf die Beine kommen, für niemand anderen würdest Du mit dem Trinken aufhören...sondern in erster Linie für Dich selbst.

Ich wünsch Dir alles gute!

Liebe Grüße
Hallo Mahdia,

danke! Es stimmt, ich habe es die letzten 2 Jahrzehnte sehr verinnerlicht, immer funktionieren zu müssen. Für meinen Mann, die beiden Kinder und den Rest der Familie. Auch nach meiner Umschulung sollte ich immer für den Betrieb da sein. Termine, Aufgaben usw. . Der Laden mußte ja laufen! Doch ich möchte auch etwas positives berichten. Ich habe ein Jobangebot an der Nordsee erhalten:):)! Wenn es klappt, bin ich dann endlich abgesichert, kann weg und mein eigenes Leben leben. Ohne Alk, Depressionen usw. Ein wunderbarer Hintergrund auf den ich dann aufbauen kann. Natürlich werde ich vorab noch mal zur Entgiftung gehen und mit meinem Therapeuten weitere Schritte ( Suchtfrei) besprechen. LG Lina
 

Lina_goebel

Mitglied
Ok, ich kann es verstehen, wenn die Kinder klein sind, dass die Familie um des Friedens willen zusammen bleibt. Aber wenn die Leute schomma selber den Löffel halten können, dann ist das Nicht-mehr-betreuen-Dürfen nur ein Vorwand, um den schlimmen, aber vertrauten Istzustand beibehalten zu dürfen und dem Wagnis der Veränderung bequem aus dem Weg gehen zu können.

Angst vorm Altwerden, vor dem Nichtmehrgebrauchtwerden?
Ganz schön sarkastisch :)! Ich trinke zwar, aber blöd bin ich nicht! Und Angst vorm Altwerden oder dem nicht mehr gebraucht werden hab ICH gewiß nicht! Mein Problem ist von mich einer ehemaligen Liebe, 28 Jahren Gemeinsamkeit zu trennen. Und bequem allen Problemen aus dem Weg gehen tue ich auch nicht! Sonst wäre ich nicht in diesem Forum! Ich will und suche Veränderung, aber dafür einfach auf den nächsten fahrenden Zug zu springen, ist meiner Meinung nach dumm! Grundlagen für ein zukünftig positives Leben vorab zu schaffen ist meiner Meinung nach sinnvoll und richtig. Ich hab außerdem keine Lust den Rest meines Lebens als Hartz4 Empfängerinn zu verbringen! FRAGEN? LG Lina
 

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