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Alkohol- Drogenabhängig, Depression, Schlafstörung

Cloudi

Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe gerade meinen 2. Entzug und meine erste Entwöhnungsbehandlung bzgl Alkohol- und Drogenabhängigkeit hinter mir. (Weitere Diagnosen sind seit Jahren Depressionen, massive Schlafstörung, starke Stimmungsschwankungen (Persönlichkeitsstörung)
Ich bin seit ca einen Monat "draussen" nach einem halben Jahr Entwöhnung.

Mein verlangen nach Alkohol oder Drogen ist unheimlich stark. Ich Kämpfe dagegen an, aber es ist nicht mehr zum aushalten. Ich will dieses Gefühl von High sein sooo sehr wieder haben. Es schmerzt so sehr, es fühlt sich an, als hätte ich einen geliebten Freund verloren (ich kenn den Schmerz, weil dass vor Jahren passiert ist)

Ich habe mit mich diversen Stoffen selbst behandelt, aber leider war es am Ende nicht mehr hilfreich.

Kenn ihr irgendwas, irgendwen oder was auch immer, was hilft, dass ich konsumieren kann, ohne wieder in den Sumpf der Abhängigkeit zu fallen?

Bzw "legal highs" oder was auch immer. Ich verzweifel, ich kann langsam nicht mehr.

Oder glaubt ihr ab und an einen zu 'rauchen' ist okay, nur um zu schlafen? Momentan nehme ich 275mg zum schlafen. Was auch eher semi hilft. Und Hey, ich fange schon an (bzw ich bin dabei) das Medikament so einzusetzen, als wären es Drogen. Ich dosiere selbst, eigentlich sind 100 mg verschrieben worden, aber das hilft nichts, also medikamentiere ich mich auch hier selbst. Mal mehr, mal viel mehr, mal am Tag, ach F****.


Danke für eure Hilfe.
 

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08/16

Gast
Ich finde es nicht gut das du selbst deine Medikamente dosierst. Und auch das du wieder betäubt sein willst, wenn auch legal, zeigt du bist über deine Sucht nicht hinweg. Du hast vielleicht entgiftet, aber in deinem Kopf bist du noch voll süchtig. Du solltest lieber mit einem Therapeuten reden oder in eine Klinik gehen, denn wenn du jetzut wieder kiffst oder so was, dann bist du eh wieder bald bei ein Bier schadet nicht und eine Pille ist ja nur eine Ausnahme. Und das wars dann. Mach Sport um deinen Körper zu stärken und abzulenken aber such dir engmaschige, wirklich engmschige professionelle Betreuung.
 

Cloudi

Mitglied
Danke für deine Antwort. Ich weiss das du recht hast, jetzt muss das wissen nur noch in mein Kopf und umgesetzt werden. Ich finde Sport anstrengend. Ich mein ich bin schon froh, wenn ich aus dem Bett komme. Ja. Mit Hilfe suchen ist es so eine Sache. Ich war mehreren Therapeuten, alle haben mir empfohlen in die Tagesklinik zu gehen. Jetzt "warte" ich quasi auf einen Platz.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

wenn du jetzt rückfällig wirst, war das
ganze halbe Jahr umsonst.

Ich habe mit Entzügen keine Erfahrung,
doch denke ich mir, dass war kein
Spaziergang.

Wie mein Vorschreiber es schon richtig schrieb,
der Kopf ist noch auf Sucht gepolt.

Was machst du denn den ganzen Tag?
Falls nicht sehr viel, hast du einfach zuviel
Zeit zum Nachdenken,.

Versuche deinen Tag zu füllen. Je aktiver
du bist, desto weniger kannst du dich
gedanklich damit beschäftigen.

Es wäre besser gewesen, nach Entlassung
aus der Klinik, gleich einen Platz in der
Tagesklinik zu haben. Quasi übergangslos.
Doch hinterher ist man ja immer schlauer.

Ich wünsche dir das es bald mit der
Tagesklinik klappt.
Bis dahin halte durch, du willst doch
nicht wieder von vorne anfangen oder?

Viele Grüße und alles Gute.
Muir
 
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08/16

Gast
Kannst du zu Selbsthilfegruppen gehen oder AA? Ich glaube nämlich auch das gerade die Isolation und das nichts zu tun haben gefährlich sind. Hat man dir gesagt wie lange es dauert mit der Klinik? Hast du Freunde oder Familie ohne Drogensucht bei denen du unterkommen kannst um abgelenkt zu sein? Es ist bestimmt hart. du hast mein Mitgefühl. aber du kannst das schaffen.
 

Cloudi

Mitglied
Hallo. Vielen Dank für die lieben Nachrichten.
Ich hatte mich in der Entwöhnungsbehandlung (6monate) um eine Therapie gekümmert. Ich war bein3 Therapeuten die alle meinten, die Störung sei zu stark und das eine ambulante Therapie nicht ausreichend ist.

Ich lenke mich schon ab mit allen möglichen verrückten Dingen. Alles hilft nur temporär. Ich kann nicht ausdrücken, die verdankt gross das Bedürfnis ist, zu konsumieren. Ich hätte nie gedacht, dass es draussen so scheisse schwer sein wird.

Ich gehe auch regelmäßig zur Diakonie Suchtberatung.

Ich habe jetzt einen Platz in der psschosomatischrn Klinik.ende November geht es los. Ich habe Angst, ich glaub ich habe Angst, weil wenn es dann nicht klappt, könnte alles vorbei sein. Ich setzte meine letzte Hoffnung da rein, aber es fühlt sich nicht gut an. Aber es ist ggf die Angst davor.
 

Nini311

Mitglied
Ich denke an einer Langzeittherapie kommst Du nicht vorbei. Eine gute Nachsorge nach deiner Therapie ist auch wichtig. Hast Du denn ein gutes Umfeld,? Freunde, Familie, die dich begleiten , stärken und unterstützen.
Es ist ein langer, steiniger Weg, dein Leben ohne Suchtmittel neu zu erlernen , aber nicht unmöglich. Ich wünsche dir viel Kraft und Wille, es zu schaffen.
 

Pat the cat

Neues Mitglied
Ich kenn das Problem!Habe selbst einige Entzüge hinter mir!Ich bin seit Jahren im Programm und kriege vom Arzt Methadict verschrieben, das mir helfen soll keine Entzugserscheinungen zu kriegen aber mein Sucht-verlangen ist aber nicht gestillt!Bin depressiv,müde und lustlos!Hab zu garnix Bock,mich nervt zur Zeit alles!Will nur alleine zuhause sein und meine Ruhe haben von jeden&alles!Hab Kopfkino ohne Ende!Kann deswegen nicht schlafen!Nimm Tabletten gegen Depris&Schlaftabletten!Doch all das,hilft mir nicht!!Bin in etlichen Therapien gewesen, die mir letztendlich auch nicht geholfen haben!Es sitzen "Kinder" vor mir die gerade 20Jahre alt sind&wollen mir erzählen was die Sucht mit einem macht&das man das Problem doch lösen kann,wenn man es den wirklich will!!Und da denk ich mir,was soll das?Ich kenn mein Problem und will es seit Jahren lösen!Aber man kann es nicht so einfach lösen!Die Sucht begleitet dich dein leben lang!Mal ist sie mehr,mal weniger present aber sie wird immer ein Teil von dir sein!Also muss man lernen mit ihr klar zu kommen,das klappt mal mehr mal weniger!Ich lass mich dennoch nicht entmutigen und das sollte keiner von euch,denn irgendwann kommt der Tag,wo ihr in den Spiegel schaut und sagt:Ich hab's geschafft ;-)
Bei mir dauert es noch 'ne Weile glaube ich,aber ich rate jeden probiert alles aus,mit Therapien, mit Gespräche unter gleich gesinnten, mit "normale" Menschen quatschen die sich nicht damit auskennen, redet mit Freunden,Familie, Ärzte usw. Redet über euer Problem,weil umso mehr Leute Bescheid wissen über dich,über dein Problem, umso mehr wirst du verstanden!Umso mehr können Leute auf dich eingehen und dir bei deinen Problemen helfen,weil du bist&musst nicht allein sein!
Und vielleicht stehst du jetzt vor deinen Spiegel und sagst dir:Schaff ich das?
JA,du schaffst das!!
Ich drück dir/euch auf alle fälle die Daumen(mir natürlich auch ;-)grins!!
 

Cloudi

Mitglied
Hallo.
Ich habe jetzt zeitnah einen Platz in einer psychosomatischen Fachklinik bekommen (Langzeitentwöhnung habe ich schon hinter mir)
Jetzt meine Frage, kennt jemand ein "Stopp" wie ich meine 'gefühlt fremdgesteuerten' Verhaltensweisen beenden kann. Z.b. suche ich völlig im wahn und völlig verzweifelt nach einem Dealer, bzw überlege ich jetzt schon, ob ich mir für den "Notfall" Drogen, Alkohol ectr im Wald vergrabe. (alles alte Verhaltensmuster)

Wie kann ich davon los kommen. Ich habe das Gefühl, dass das nicht ich bin.

Habt ihr eine Antwort?
 

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