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Albträume behandeln?

Kanae98

Mitglied
Hallo liebe Community,

ich bin neu hier, 21 Jahre alt, Studentin und habe Borderline und noch ein paar Nebendiagnosen. Schon mein ganzes Leben lang begleiten mich Albträume. Seit ich denken kann schlafe ich schlecht und habe bei weitem mehr schlimme als ruhige Nächte. Bei meinem letzten Klinikaufenthalt wurde mir ein schlafanstoßendes Antidepressivum verschrieben, das ich jedoch nur in geringer Dosierung nehme, weil ich Angst habe, ich könnte davon zunehmen.
Von meinem Umfeld kam nie so wirklich Verständnis oder Mitgefühl dafür, mir wurde immer vermittelt, dass ich halt damit klarkommen müsse. Also habe ich mich damit abgefunden, dass sich das wohl nie ändern wird und habe mein Leben irgendwie drumherum aufgebaut, weil ich den Alltag ja trotzdem irgendwie meistern muss.

Seit ca. Dezember hat jetzt auch mein Freund fast jede Nacht Albträume. Wir sind seit sechseinhalb Jahren zusammen, auch er hat ziemliche psychische Probleme, aber sein Schlaf war bisher immer extrem gut und tief. Da Semesterferien sind, hat er mich gefragt, ob er eine Weile bei mir wohnen könne, weil ich einen ziemlich strukturierten Alltag habe. Er lässt sich wegen der Träume jetzt die ganze Zeit total bei mir hängen, behauptet, so nicht weiterleben zu können und dass das ein untragbarer Zustand wäre und er einfach nur noch depressiv sei und so kein lebenswertes Leben mehr hätte.

Durch seine ganzen Klagen darüber ist dieses Thema jetzt auch viel aktueller bei mir. Ich kann ihn irgendwie nur so halb verstehen, weil ich halt aus Erfahrung sagen kann, dass das Leben schon weitergeht, es bringt nur nichts, darüber in Selbstmitleid zu versinken. Natürlich fühle ich mit ihm, ich kenne das ja so gut, gleichzeitig wirft es mich aus der Bahn, dass ich ihn einerseits gerade ziemlich stark umsorgen muss und mir andererseits die Erkenntnis kam, dass man sich sehr wohl über Albträume aufregen kann.

Bei ihm fing das an, als er Stress in der Uni hatte, darum denke ich, er könnte das wieder in den Griff kriegen, weil der Zustand noch nicht ganz so lange vorherrscht und einen klaren Startpunkt hat. Bei mir mache ich mir weniger Hoffnungen, aber ich habe mich bisher ja damit abgefunden und arrangiert. In den Kliniken habe ich einige Screeningtechniken gelernt, um besser mit wiederkehrenden Albträumen umgehen zu können, sich zum Beispiel einen positiveren Verlauf des Traumes auszudenken. Aber was macht man gegen die anderen Albträume?

Habt ihr Tipps und Techniken, was gegen Albträume hilft? Wie sind eure Erfahrungen? Und habt ihr Ratschläge, wie ich mit meinem Freund umgehen soll diesbezüglich? Ich will ihm helfen, fühle mich aber auch vor den Kopf gestoßen, weil er jetzt sozusagen die Welt etwas mehr durch meine Augen sieht und darauf so völlig apokalyptisch reagiert. Das bestärkt mein negatives Selbstbild natürlich, dass ich eh scheiße bin und genau das verdient habe. Aber ich mache jetzt schon lange und inzwischen auch halbwegs erfolgreich Therapie und möchte mich nicht von dem Selbstmitleid anstecken lassen...

Für Erfahrungen, Meinungen und Tipps wäre ich dankbar,
liebe Grüße :)
 

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G

Gelöscht 107420

Gast
Meine Antwort mag dich evtl. überraschen, aber sei sicher: Ich nehme deinen Beitrag sehr ernst, denn Alpträume sind manchmal echt krass.

Denn: Mich suchen sie seit Jahren jede Nacht mehrfach heim. Anfangs hab ich mich dagegen gewehrt, mich auch selbst - doch, das geht manchmal echt - , wenn irgend möglich, daraus aufgeweckt.

Bis ich zunehmend spürte, dass meine Seele in der Nacht das verarbeitete, was ich am Tag unterdrückte und auch unterdrücken musste, um eben den Tag überhaupt zu schaffen.....

Und spürte, dass es mir, wenn ich diese Träume, die manchmal echt extrem sind, zuließ, am Tag dann wesentlich besser ging und geht!
 

Unauffindbar

Mitglied
Mir persönlich haben Bachblüten geholfen. Ich hatte nach dem Tod eines Elternteils wochenlang auch starke Alpträume und als der Job nervenaufreibender als üblich wurde auch.
Des Weiteren habe ich es auch mal mit einem Traumtagebuch versucht. Das hat mir auch ein wenig weitergeholfen.

Was deinen Freund betrifft, so würde ich ihm raten sich professionelle Hilfe zu suchen. Mein Ex hatte auch jahrelang Depressionen und ich musste irgendwann einfach feststellen, dass ich ihm nur begrenzt helfen konnte.
Versuch erstmal dir selbst zu helfen, damit du stark genug bist, weiterhin für ihn da sein zu können.

https://www.bach-blueten-portal.de/albtraeume/
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ständig wiederkehrende Albträume sind "Memos" des Unterbewußtseins ans Wachbewußtsein. Wenn man ihre Botschaft entschlüsselt und begreift, haben sie ihren Zweck erfüllt und kommen nicht mehr wieder. Deshalb ist der erste Schritt zu ihrer Bekämpfung ein Traumtagebuch, wo man die Träume mit jeder kleinen Einzelheit festhält, der zweite Schritt ist ihre Entschlüsselung, was will uns unser Unterbewußtsein so dringend mitteilen?

Ich befasse mich übrigens hobbymäßig mit Traumdeutung, wenn Du einen hast, der ständig wiederkehrt, dann laß ihn einfach mal rüberwachsen, ich befasse mich damit. Wichtig ist, daß der Traum möglichst ausführlich in allen Einzelheiten geschildert wird. Je mehr Details, um so einfacher ist die Entschlüsselung.
 

Kanae98

Mitglied
@Catley7
Ich verstehe, was du meinst. Ein Lehrer in meiner Schulzeit sagte einmal, dass wir uns nicht aussuchen können, was uns Schmerzen bereitet, aber wir können uns aussuchen, worunter wir leiden. Denn Leid entsteht erst, wenn wir uns gegen Schmerz wehren und diesen nicht akzeptieren.
Das fand ich sehr klug von ihm gesagt und viele Jahre klappte es auch, die Träume als unabänderliche Gegebenheit hinzunehmen. Nur, dass mein Freund das als Thema jetzt wieder so aufgebracht hat, war sehr ungünstig. Jetzt ist das plötzlich wieder wichtig für mich geworden und ich muss es von vorne annehmen..

@Unauffindbar
Vielen Dank für den Tipp! Von Bachblüten habe ich natürlich schon gehört, sie aber nie selbst angewandt. Ich werde mich mal informieren, ob man die zusammen mit meinem Antidepressivum einnehmen kann, vielleicht ergänzt es sich ja gut.
Traumtagebuch führe ich bereits seit Jahren, allerdings mit wechselndem Erfolg.

@
Daoga
Ist das eine psychoanalytische These? Klingt für mich jetzt auf´s erste Lesen etwas danach.
Traumtagebuch führe ich bereits seit vielen Jahren. Ich habe mir angewöhnt, direkt nach dem Aufwachen eine Notiz auf meinem Handy zu verfassen, genau in dem Wortlaut, der mir noch vom Traum im Kopf ist. Wird meistens kaum entzifferbar, wenn ich das im Halbschlaf mache. Später übertrage ich es deshalb in ein richtiges Buch und schreibe es mit der Hand ab.
Ich habe grob drei Kategorien von Albträumen: Die erste sind rein fiktive, mit Menschen oder Dingen, die ich nicht kenne und eher wirrer Handlung (sowas wie ertrinken oder von einer fremden Person ermordet werden). Mit denen kann ich ganz gut abschließen, die verfolgen mich eher weniger tagsüber. Die zweite Kategorie ist mit realen Personen, aber fiktiver Handlung (z.B.: Mein Freund bringt mich um, mein Hund stirbt etc.). Die dritte sind reale Ereignisse, die sich nochmal abspielen, genau wie in meiner Kindheit. Die verfolgen mich tagelang und machen mich psychisch schnell klinikreif. Zum Glück kamen die schon eine Weile nicht mehr vor. Ich weiß nicht, ob die drei Kategorien unterschiedlich relevant sind bei der Entschlüsslung der Träume. Schreib gern etwas mehr dazu, das Thema klingt interessant und ich hätte gern mehr Infos dazu :)

 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ja, mach das. Wir werden schon sehen, ob Du etwas brauchbares aus meinen Deutungen herauslesen kannst.

Träume an die man sich intensiv erinnert, sind immer in irgendeiner Form relevant. Egal auf was sie sich beziehen, weil Personen, Ereignisse oder Szenen, die man im Traum sieht, immer nur sowas wie Bilderrätsel sind, deren Bedeutung man entschlüsseln muß.
Das Unterbewußtsein, das die Träume produziert, ist nämlich von seiner Entwicklung her so alt, daß es keinen Klartext sprechen kann (das ist die Sprache des Wachbewußtseins), sondern nur in Hieroglyphen und Bildern kommunizieren kann. Aber es liebt Wortspiele, Sprichwörter und Doppeldeutigkeiten, weshalb es oft mehrere Deutungsmöglichkeiten gibt.
 

ElyJellyM3

Neues Mitglied
Wenn es ein Wort wie "hautpflegebesessen" gibt, dann bin ich das. Man kann unmöglich meinen Raum verlassen, ohne dass ein oder zwei Hautpflegeprodukte dabei sind. Ich habe einige bei Amazon gekauft, benutze aber gelegentlich auch Drittseiten wie https://www.healthcanal.com/de/beauty/skinxmed/, wenn ich finde, was ich brauche. Ein paar der Anti-Aging-Lösungen, die ich im Laufe der Jahre verwendet habe, haben funktioniert, aber die große Mehrheit hat keine Ergebnisse gebracht. Lesen Sie Bewertungen, bevor Sie für eine teure Hautrevitalisierung bezahlen.
 
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