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Absolute Verzweiflung!! Angst zu Arbeiten / Psyche

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Tuesday

Aktives Mitglied
Ich habe eine gute Bekannte, die auch ADHS hat und die erzählte mir auch, dass es als Erwachsene nicht mehr so leicht sei, diese Medikamente zu bekommen, weil man davon ausgeht, dass die ADHS irgendwann nachlässt. Bei ihr ist das bspw. der Fall. Sie sagte mir überdies, dass die Medikamente für ADHS ab 18 aufwärts auch kostenpflichtig seien, weil die Kk diese nicht mehr übernehme dann. Bei Erwachsenen sehe man die Notwendigkeit, den Bedarf dafür einfach nicht so. Ich weiß nicht, ob das wirklich zu 100% stimmt - vielleicht mag sich ja jemand hier dazu äußern.
Es ist in der Tat so, dass es für Erwachsene mittlerweile (einige Monate) ein Medikament gibt, das die Kasse zahlt.


@ gloria

Wenn du nicht richtig informiert bist, wäre es dann nicht besser, gar nichts zum Thema zu sagen? ADHS kann für einen Menschen eine echte Qual sein und oft bringen die Medikamente in der Tat Erleichterung.

@ TE

Du solltest zu einem Arzt gehen, der Fachmann auf dem Gebiet der ADHS ist und der sich anständig aufklärt und engmaschig einstellt. Du merkst doch, dass die Medikamente helfen. Wäre es dann nicht schlau, tatsächlich die Dosis zu finden, die dir gut tut?

Hast du mal daran gedacht, dich in einem Forum für ADHS anzumelden? Da gibt es User, die dir sehr viel über Nebenwirkungen und die richtige Dosierung sagen können. Vielleicht kann man dir dort auch einen Arzt in deiner Nähe empfehlen.

Dort kannst du dich besser informieren als hier, wo sich eigentlich kaum jemand wirklich gut mit dem Thema auskennt.


Tuesday
 

Sean2

Mitglied
Hat sich schon einmal jemand gefragt, was der Grund von einem Aufmerksamkeitsdefizit ist?
Man sollte die Pharmakonzernen und deren Profitbesessenheit nicht außer Acht lassen.
Deswegen kann ich nicht davon ausgehen, dass, wenn man Informationen von "Experten" bekommt, diese auch unbedingt stimmen müssen.

Psychische Krankheiten sind nicht genetisch bedingt.
Ich habe auch ein Aufmerksamkeitsdefizit. Der Grund ist aber, dass ich gewohnt bin viel zu denken. Bei einem Gespräch muss man sich ebenso auf seinen Gegenüber konzentrieren. Da ich aber nie viel mit anderen Menschen gesprochen hatte und das meiste von ihnen gesprochene ziemlich uninteressant finde, schweife ich in Gedanken ab. Diese Gewohnheit ist in meinem Denkverhalten manifestiert und ändert sich, meiner Meinung nach, wenn ich mich mehr auf Äußeres konzentriere und interagiere, weil sobald ich alleine bin, wieder in mein altes Schema zurückfalle und es dann natürlich wieder schwer wird, etwas Ungewohntes einfach tun zu können.
Wenn jemand nie gelernt hat auf Rollschuhen zu stehen, wird er auch immer wieder hinfallen ..bis er gelernt hat, wie man richtig steht.
aber nur eine Theorie.
Es wäre demnach nicht ein Konzentrationsdefizit im Gesamten, sonder nur Konzentration in eine situationsbedingte, falsche Richtung.

Vielleicht ist es bei dir ähnlich?

Ich bin mir sicher, dass es viele solcher Dinge gibt, die die Menschen einfach nicht wissen können, weil ihnen die Erfahrung dazu fehlt. Wenn man das Problem nicht kennt, wie soll man dann zu einer Lösung kommen.
Würde mich auch über Kritik freuen.

lg
 
Zuletzt bearbeitet:

diabolo

Aktives Mitglied
Psychische Krankheiten sind nicht genetisch bedingt.

Es wäre demnach nicht ein Konzentrationsdefizit im Gesamten, sonder nur Konzentration in eine situationsbedingte, falsche Richtung.


lg
Vielleicht solltest du dir die Studien der letzten Jahre diesbezüglich mal ansehen. Psychische Krankheiten haben durchaus eine genetische Disposition. Sicherlich gibt es noch eine Modifikation durch die Umwelt.
Die genetische Komponente ist mittlerweile jedoch unleugbar.

Und was AD(H)S betrifft... hier ist in mehreren großangelegten Studien (schließlich forscht man hier seit etlichen Jahren weltweit) nachgewiesen worden, dass die Vererbbarkeit annähernd vergleichbar ist mit der Vererbbarkeit der Körpergröße.

Wobei AD(H)S keine psychische Krankheit an sich ist - eher eine Störung in verschiedenen Ausbildungsgraden. Mit höchster Wahrscheinlichkeit bei den Aufnahmeträgern für die Überträgerstoffe an den Nervenzellen.

Betrachtet man die große Vererblichkeit kann man vom Darvinsche Modell ausgehend annehmen, dass bis zu einer bestimmten Ausprägung wahrscheinlich sogar ein Vorteil bei dieser Veranlagung zu finden ist (Originelle Ideen, Abenteuerbereitschaft im positiven Sinne, Unternehmergeist etc...).
Ab einer gewissen Stärke kehrt das jedoch um und wird für betroffene Menschen zur Belastung.

Es nützt hier auch nichts eine andere Gesellschaft zu fordern in der betroffene Menschen einen Platz haben (wie es öfter mal getan wird). Die Umwelt ist wie sie ist.

Die Fähigkeit sich extrem auf etwas zu konzentrieren was einen interessiert (mit einem darauffolgenden starken Konzentrationsabfall) sowie die mangelnde Fähigkeit Konzentration (Motivation) für persönlich uninteressante Themen aufzubringen ist im übrigen ein starkes Merkmal von ADS.
Es ist ein Irrglaube von schlecht informierten Personen, dass sich die Aufmerksamkeits"störung" über alle Gebiete konstant erstrecken würde.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sean2

Mitglied
Danke für die Antwort
Ja, wie gesagt, solange man mit einer Desinformation Profit macht (Medikamente), kann ich es nicht einfach für Wahr nehmen, das wäre naiv. Ich weiß es nicht, doch wenn man sich die Umsätze der Pharmarießen ansieht, fehlt mir der Glaube, dass dies alles aus Fürsorge getan wird, wie es eigentlich sein sollte.

Man muss keine Symptome betäuben, wenn man deren Ursache ausradiert, oder garnicht erst entstehen lässt, wenn es möglich ist. Hierbei höre ich fast nie über Forschungen.
Wer weiß, was wir alles noch nicht wissen?!

Man muss keine andere Gesellschaft fordern. Von fordern passiert nichts. Es wäre aber vorteilhaft, gleich mit gleich zusammen zu bringen, anstatt alleinig in der Masse herumzuirren.

Ich bin mir im klaren darüber, das manches einfach genetisch oder irreparabel ist und lehne Medikamente nicht komplett ab. Aber man sollte sich vorher schon fragen, ob es wirklich nicht anders zu lösen ist.
 

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