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90% wehren sich nicht

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Für weitere Antworten geschlossen.
E

EuFrank

Gast
Hallo Leser!

Ein fünfminütiges Video:
Plusminus (ARD)
Wie Schwerkranke um Leistungen kämpfen müssen

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/1339160?pageId=487872&moduleId=432744&categoryId=&goto=1&show=

Besonders eindrucksvoll fand ich die Passage:
PlusMinus meinte:
"Die Krankenkassen lehnen einfach aus Kostengesichtspunkten ab. Die Versicherten wehren sich einfach in einer viel zu geringen Häufigkeit, obwohl der Anspruch besteht. Letztlich geht das Kalkül natürlich auf: Ca. 90 Prozent der Versicherten wehren sich nicht."
Wir Deutschen müssen wahrscheinlich wieder eine Kultur des SichWehrens erlernen.

Für Leute ohne Lautsprecher derselbe Beitrag in Schriftform: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,hfmeowc0szyyzmmf~cm.asp
 

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hospis

Gast
Hallo Leser!

Ein fünfminütiges Video:
Plusminus (ARD)
Wie Schwerkranke um Leistungen kämpfen müssen

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/1339160?pageId=487872&moduleId=432744&categoryId=&goto=1&show=

Besonders eindrucksvoll fand ich die Passage:

Wir Deutschen müssen wahrscheinlich wieder eine Kultur des SichWehrens erlernen.

Für Leute ohne Lautsprecher derselbe Beitrag in Schriftform: http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,hfmeowc0szyyzmmf~cm.asp
Niemand muss in Deutschland um Leistungen kämpfen. Wem etwas zusteht, der kriegt es auch. Wenn jemand etwas nicht kriegt, liegt das daran dass es ihm nicht zusteht.

Etwas kriegen zu wollen, was einem nicht zusteht, ist eine Unverschämtheit.
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Niemand muss in Deutschland um Leistungen kämpfen. Wem etwas zusteht, der kriegt es auch. Wenn jemand etwas nicht kriegt, liegt das daran dass es ihm nicht zusteht.

Etwas kriegen zu wollen, was einem nicht zusteht, ist eine Unverschämtheit.

Soll das ein Scherz sein? Dann ist es ein verdammt schlechter! xxxxxxxxxx

Das ist nicht nur bei den Krankenkassen so. Agentur für Arbeit, Rente, OEG ... alle haben sie Anweisungen Anträge abzulehnen. Tatsächlich spart sich der Staat damit jährlich Millionen.

Erstens sind viele Leute noch sehr Obrigkeitsgläubig. Wenn die das von der Behörde sagen, wird es schon stimmen. Zweitens geht es hier um Leute, die krank und schwach sind. Die haben einfach keine Kraft Widerspruch einzulegen und böse Gutachter über sich ergehen zu lassen.

Danke für den Link. Ich werde ihn weitergeben. Damit die Leute mal sehen, dass es ihnen nicht allein so geht und dass wenigstens hier und da mal ein Reporter aufmerksam wird.


Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
L

Lena7

Gast
Niemand muss in Deutschland um Leistungen kämpfen. Wem etwas zusteht, der kriegt es auch. Wenn jemand etwas nicht kriegt, liegt das daran dass es ihm nicht zusteht.

Etwas kriegen zu wollen, was einem nicht zusteht, ist eine Unverschämtheit.


Sei froh wenn Du noch nicht in einer solchen Situation warst.
Aber vielleicht bist Du privat Patient, da sieht die Sache natürlich wieder etwas anders aus!
 

Cutty Sark

Aktives Mitglied
Ich arbeite im Heilmittelbereich, was ich da schon erlebt hab, ist der Gipfel. Die, die kämpfen, bekommen weiterhin ihre Heilmittel, alle anderen die nicht mehr dazu in der Lage sind, nicht den Mut haben, oder nicht mehr die Zeit haben, die gehen leer aus.
Ich habe selber über 3 Jahre gegen die Berufsgenossenschaft kämpfen müssen und ihr habt keine Vorstellung, was die für Geschütze auffahren. Da ich mir keinen Anwalt leisten konnte, ist es im Endeffekt mit einem Vergleich geendet, aber ich hatte was ich wollte und mir zustand. Es hat aber sehr viel Kraft gekostet und es ging dabei nicht mal um Geld.
 
D

Dischka

Gast
Sei froh wenn Du noch nicht in einer solchen Situation warst.
Aber vielleicht bist Du privat Patient, da sieht die Sache natürlich wieder etwas anders aus!
Ich bin privat versichert. Aber ich bekomme sicherlich nicht Leistungen hinterhergeschmissen!
 
H

hospis

Gast
Wie schon gesagt, wer kriegt was ihm zusteht soll sich nicht beschweren. Wer will, was ihm nicht zusteht, soll sich schämen.

So einfach ist das.
 
E

EuFrank

Gast
Wie schon gesagt, wer kriegt was ihm zusteht soll sich nicht beschweren...
Es geht in dem Video aber um Menschen, die nicht kriegen, was ihnen zusteht.

...Wer will, was ihm nicht zusteht, soll sich schämen.

So einfach ist das.
Es geht in dem Video um Menschen, die darum kämpfen müssen, das zu bekommen, was ihnen zusteht. Die sich so Wehrenden bekommen ja schließlich auch was ihnen zusteht - leider erst nach einem langen Kampf.

Es fragt sich, ob man in solchen Fällen nicht mehr für den jeweils Betroffenen tun sollte im Sinne eines besseren Verbraucherschutzes. Es ist inhuman, Schwerstkranke einer jahrelangen nervenzerrenden juristischen Auseinandersetzung auszuliefern ohne dabei gleichzeitig deren schlechte medizinische UnterVersorsung zu beseitigen.
 
H

hospis

Gast
Nochmal für Frank: Jemand, dem etwas wirklich zusteht, braucht nicht zu kämpfen, der kriegt es. Jemand, dem etwas nicht zusteht, der es aber will, der braucht zu kämpfen.

Ist aber normal und auch gerecht. Sollte man eigentlich im Kindesalter gelernt haben, dass man nicht alles kriegen kann, was man will.
 
L

Lilyan

Gast
Ich denke da an meinen Rentenversicherungsträger , der Krankenkasse , mit Schrecken . Vor meiner OP wurde ich mit zwei kaputten Herzklappen zwar zur Reha geschickt bekam gute Medikamente in dieser Einrichtung . Daheim wurden mir diese Medikamente zum Teil nur auf Privatrezept verordnet weil dem Arzt auch die Hände gebunden waren . Der Gipfel des ganzen war der Druck dem ich ausgesetzt war in die Arbeit ans Fließand zu gehen . die Eingliederung wurde auf drei Wochen angesetzt so das ich mit Atemnot im hohen Grade gleich mich in der Vollzeitstelle wieder befand . Ich mußte die Eingliederung abbrechen und mich grausam rechtfertigen warum ich die Eingliederung abgebrochen habe . Das Klappensegel ist gerissen weil die schwere Arbeit mein Herz auf Hochtouren gebracht hat . Mich hat man einige Wochen in der Klappeninsuffizienz Grad 3-4 liegen lassen das hieß nur minimale Sauerstoffzufuhr . Ich wurde dann endlich operiert . Jetzt fängt die Krankenkasse wieder an ob ich nicht wieder an meinem Fließbandakkord zurück gehen möchte das mit 2 neuen Herzklappen und einem Herzschrittmacher . Der Grad der Behinderung hat mir für meine Herzschädigung 10 Prozent eingebracht . Meine seelische Erkrankung 30 Prozent . So habe ich mit dem Grad der Behinderung 30 Prozent und kann wenigstens mich einem schwer Behinderten gleichstellen lassen . Ich habe Glück das ich mich innerhalb des Betriebes umschulen lassen kann . So habe ich eine leichte sitzende Tätigkeit am PC und nicht die mörderische Hetze am Fließband .
@ Hospis du schreibst wenn man sein Recht nicht bekommt steht es einem nicht zu dann schreibe mal bitte was soll ich in meiner Lage erwarten dürfen . Am ende den Sargdeckel etwa . nach dem Motto die Kranken und Schwachen raus aus dem System . Aber warum habe ich 35 Jahre Beiträge gezahlt und Kinder erzogen die Beiträge zahlen müssen . Ich habe genug Lebensleistung bisher erbracht .
Ich habe nicht mehr die Nerven gehabt Einspruch wegen des GDB einzulegen . Jetzt bin ich dem VDK beigetreten und werde mich mit Hilfe diesen das nächste Mal wehren .
 
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